Kundenrezensionen


25 Rezensionen
5 Sterne:
 (11)
4 Sterne:
 (8)
3 Sterne:
 (4)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (2)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science Fiction auf hohem Niveau
Die Handlung von "Herr der Zeit" läßt sich in wenigen Sätzen zusammenfassend erzählen: Ein Forschungsassistent am MIT stellt fest, dass ein für einen ganz anderen Zweck konstuiertes Meßgerät eine Zeitreise in die Zukunft macht, wenn man den Reset-Knopf betätigt. Beim ersten Reset ist es eine Sekunde, danach verlängert sich...
Veröffentlicht am 31. Juli 2012 von G.L.

versus
45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Story OK, Übersetzung grausam
Die Story fand ich ganz OK und unterhaltsam. Nur das die Hauptfigur mit Pornolaptop und Teenagerverklemmtheit immer etwas notgeil rüber kommt, nervt. Was mich allerdings zur Weissglut getrieben hat, sind die Rechtschreibfehler. Das Buch strotzt davon. Alle Sorten von Fehlern die es gibt, bis zum Fehlen ganzer Wörter. So etwas habe ich noch nie in den Händen...
Veröffentlicht am 29. September 2012 von S. Schlette


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Science Fiction auf hohem Niveau, 31. Juli 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Herr der Zeit: Ein Science-Fiction-Roman vom Hugo und Nebula Award Preisträger Joe Haldeman (Broschiert)
Die Handlung von "Herr der Zeit" läßt sich in wenigen Sätzen zusammenfassend erzählen: Ein Forschungsassistent am MIT stellt fest, dass ein für einen ganz anderen Zweck konstuiertes Meßgerät eine Zeitreise in die Zukunft macht, wenn man den Reset-Knopf betätigt. Beim ersten Reset ist es eine Sekunde, danach verlängert sich der Zeitraum jedes Mal auf ca. das 12-fache des vorhergehenden Resets. Nach ein paar Tests mit verschiedenen Versuchsanordnungen und einer Schildkröte zum Test am lebenden Objekt wagt Matt Fuller selbst den Sprung in die Zukunft und überbrückt mit jedem weiteren Reset immer größere Zeiträume.
Auch wenn das Buch wissenschaftlich-technisch orientierte SF ist, so bezieht es doch einen großen Teil seines Reizes aus der Art, wie Joe Haldeman die Interaktionen seines Protagonisten mit seinen Zeitgenossen und in weiterer Folge mit den Bewohnern einer immer phantastischeren Zukunft beschreibt.
Für mich wird zwar vermutlich immer Haldemans Buch "Der ewige Krieg" sein bestes Werk bleiben, trotzdem ist der "Herr der Zeit" SF auf hohem Niveau und eine wohltuende Abwechslung zum derzeit anscheinend dominierenden Subgenre Military-SF
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmal in die Zukunft bitte., 21. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Herr der Zeit: Ein Science-Fiction-Roman vom Hugo und Nebula Award Preisträger Joe Haldeman (Broschiert)
"Herr der Zeit", im engl. original "The Accidental Time Machine" ist ein Roman von Joe Haldeman, welcher Finalist beim Nebula Award 2007 sowie beim Locus Award 2008 war. Joe Haldeman ist ebenfalls der Autor des Bestsellers "Der ewige Krieg", wodurch ich Haldeman persönlich das erste mal als Schriftsteller kennengelernt habe. "Der ewige Krieg" ist für Science Fiction Leser schon ein muss - absolute Leseempfehlung.

In der ca. 300 Seiten lange Geschichte geht es um Matthew Fuller, ein Forschungsassistent am Massachusetts Institute of Technology (MIT) der durch Zufall den Reset-Knopf eines Kalibrators betätigt und dadurch eine mögliche Zeitmaschine entdeckt. Die ganze Story dreht sich somit um Matthew, kurz Matt, der sich mit der Zeitmaschine in der Hand durch die Zeit vorwärts bewegt - jedesmal wenn er den Reset-Knopf drückt, springt er ca. zwölfmal weiter in die Zukunft.

Der Plott scheint sich erstmal simple anzuhören - da reist einer in die Zukunft und das wars? Bei weitem nicht. Joe Haldeman hat eine in sich geschlossene und schlüssige Geschichte geschrieben, die intelligent und originell wirkt. Die Gedankenexperimente sind interessant und haben mich des öfteren das Buch zur Seite legen lassen. Joe Haldeman beschreibt nahe und ferne Zukunft in einer interessanten Art und Weise und dabei wirkt die Geschichte weder langweilig noch langatmig. Die mysteriöse Spannung rund um andere Protagonisten bewegen einen stets das nächste Kapitel auch noch zu lesen.

Neben der grandiosen Geschichte kann man auch die ein oder andere Gesellschaftskritik rauslesen - was macht die Technologie aus uns Menschen und anderen Lebewesen? Und wie sieht die Kontrolle der Religion aus?

Der Aspekt der Zeitreise ist gut durchdacht und scheint schlüssig zu sein - die Erklärungen rund um das Gedankenexperiment sind plausibel - auch wenn vieles eher wie ein Paradoxon erscheint. Ich hätte mir jedoch noch ein kurzes Kapitel über "La" gewünscht.

Fazit: spannendes, logisches Science Fiction Abenteuer - nahezu in 2 Tagen verschlungen. Könnte meiner Meinung nach ruhig einen Tick länger sein.

Desweiteren möchte ich ein Lob an den Illustrator des Covers richten, welches meiner Meinung nach wirklich sehr gut gelungen ist. Dadurch ist mir das Buch erst in die Augen gesprungen.

Am Ende des Buches gibt es noch ein interessantes Interview zwischen Joe Haldeman und Mantikore Verlag.

Der Mantikore Verlag veröffentlicht im November 2012 einen weiteren Roman von Joe Haldeman - Camouflage (Gewinner des Nebula Awards 2005).

Stefan
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Heimat für einen Klassiker, 3. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Herr der Zeit: Ein Science-Fiction-Roman vom Hugo und Nebula Award Preisträger Joe Haldeman (Broschiert)
Bislang hat sich der Mantikore-Verlag durch die Veröffentlichung einer Reihe von Spielbuch-Serien einen Namen gemacht. Nun schickt der in Frankfurt ansässige Verlag sich an, auch das Roman-Segment (Fantasy und Science Fiction) aufzumischen. Als ersten Autor wird niemand geringeres als der Hugo- und Nebula-Award-Preisträger Joe Haldeman präsentiert. Bislang haben die Bücher des einstigen Vietnam-Veteranen, der sich gleich zweimal Präsident der Science Fiction & Fantasy Writers of America nennen durfte, in Deutschland kaum Aufmerksamkeit erhalten. Zumindest nicht die Aufmerksamkeit, die seine Werke verdient hätten.

Der vorliegende Roman Herr der Zeit erschien bereits 2007 in den USA. Im Mittelpunkt der nicht ganz 300 Seiten starken Geschichte steht Matt Fuller. Sein Hochschulstudium hat er abgebrochen. Nun schlägt er sich mehr schlecht als recht als einfacher Forschungsassistent am Massachusetts Institut of Technology durch. Am gleichen Institut hat Haldeman, neben Autor zugleich auch Physiker und Astronom, aktuell eine Assistenzprofessur. Ein bisschen Matt Fuller scheint wohl im Autor zu stecken – oder ein wenig Haldeman in der Romanfigur. Zumindest scheint Fuller jedenfalls nicht ganz unbegabt zu sein. Bei einem seiner Experimente muss er zu dem Schluss gelangen, dass er im Besitz einer Zeitmaschine zu sein scheint. Als erstes Versuchsobjekt muss eine Schildkröte herhalten. Diese übersteht das Experiment wirklich unbeschadet. Daraufhin wagt Matt Fuller den nächsten Versuch: mit sich selbst! Was hat er auch zu verlieren? Der momentane Job bietet ihm keine weiteren Chancen. Die Freundin hat ihn jüngst verlassen. Demnach kann die Zukunft eigentlich nur Besseres bieten. Also wird ein altes Auto geliehen, Verpflegung und Wasser sollten nicht fehlen und dann geht es einen Schritt in die nahe Zukunft. Die Möglichkeit, auch wieder in die Vergangenheit zurückzureisen, hat sich ihm jedoch nicht aufgetan. Soviel ist Fuller gewiss. Doch er ist guter Hoffnung, dass ihm die Zukunft eine Lösung bereithalten wird. Da ihm der erste Sprung nicht wirklich zusagt drückt Matt Fuller ein weiteres Mal den Knopf der Zeitmaschine. Und dann noch mal. Und noch mal. Und noch mal. Mit jedem Sprung wird er weiter und weiter in die Zukunft katapultiert. Und es scheint kein Ort zu existieren, der ihn zufriedenstellen kann.

Joe Haldeman bietet dem Leser ein gelungenes Gedankenexperiment mit einem Protagonisten wie Du und ich. Matt Fuller besitzt Fehler, Macken und ist auf der Suche nach einem besseren Leben. Dies macht die gelungen konstruierte und wissenschaftlich durchdachte Story besonders reizvoll. Zeitreise- und SciFi-Fans sollten an dem Buch ihre Freude haben. Dank des angenehmen Seitenumfang liest sich der Roman sehr kurzweilig. Haldemans Schreibstil ist entsprechend flott und schnörkellos gestaltet Schreibstil. Daran hat auch der Verlag Gefallen gefunden, denn zwei weitere Romane des Autors sind bereits in Vorbereitung: Camouflage und die Trilogie Der Ewige Krieg. Deren erste Band erschien bereits 1974 und gilt als das bekannteste Buch des Autors. Geplant ist eine deutsche Veröffentlichung als exklusive Gesamtausgabe im Hardcover. Es darf also Vorfreude aufkommen! Die Arbeiten von Joe Haldemann haben in Deutschland eine Heimat gefunden.

Die Rezension ist zuerst in Printform in der Nautilus Abenteuer&Phantastik 106 erschienen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Story OK, Übersetzung grausam, 29. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Herr der Zeit: Ein Science-Fiction-Roman vom Hugo und Nebula Award Preisträger Joe Haldeman (Broschiert)
Die Story fand ich ganz OK und unterhaltsam. Nur das die Hauptfigur mit Pornolaptop und Teenagerverklemmtheit immer etwas notgeil rüber kommt, nervt. Was mich allerdings zur Weissglut getrieben hat, sind die Rechtschreibfehler. Das Buch strotzt davon. Alle Sorten von Fehlern die es gibt, bis zum Fehlen ganzer Wörter. So etwas habe ich noch nie in den Händen gehalten. Warum kann man ein Buch nach der Übersetzung nicht noch einmal Korrekturlesen? Da sind derart viele und haarsträubende Böcke gleichmässig im Buch verteilt, dass man einfach drüber stolpern MUSS. Schlimm. Ich bin dauernd aus dem Lesefluss gekommen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Zeitreise in die Zukunft, 26. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Herr der Zeit: Ein Science-Fiction-Roman vom Hugo und Nebula Award Preisträger Joe Haldeman (Broschiert)
Joe Haldeman. Einige werden vielleicht seine anderen Bücher kennen, besonders das Erstlingswerk des Autors namens "Der ewige Krieg". Dies hier ist nun ein neuer Roman vom Autor (zumindest für den deutschen Markt, die englische Originalausgabe ist von 07) im Manticore Verlag, welcher auch weitere Bücher angekündigt hat.

Der Roman erzählt die Geschichte des Physik-Studienabbrechers Matt Fuller, welcher im Jahre 2050 am MIT in Cambridge einen Aushilfsjob hat und eigentlich bloß eine kleine Maschine bauen sollte um eine bestimmte Sache zu messen. Doch diese Maschine kann noch etwas mehr, als diese Messung. Sie ist nämlich in der Lage in der Zeit zu reisen. Zumindest für eine bestimmte Dauer. Diese nimmt jedoch logarithmisch zu. So ist die erste Reise nur wenige Augenblicke und führt zunächst dazu, dass sein Professor ihn für überarbeitet hält, da er ein Gerät verschwinden sieht. Die nächste Reise dauert jedoch - Matt hat das Gerät mit nach Hause genommen - schon wenige Minuten und so ist er sich sicher, dass es sich um eine Zeitmaschine handelt. Nach einem weiteren Versuch mit einer kleinen Schildkröte, die davon recht unbeeindruckt zurückkehrt, und der Tatsache, dass ein jüngerer Student nicht nur seine Freundin, sondern nun auch noch seinen Job gestohlen hat, macht sich Matt im Auto seines Drogendealers (gelegentlich bei ihm etwas gekauft - würde er es nennen) auf um ein paar Monate in die Zukunft zu reisen. Dort ist jedoch nicht alles wunderbar und so springt er weiter, dieses Mal 15 Jahre und muss mit ansehen, wie sein Professor von damals, dem er in der Zwischenzeit Aufzeichnungen zu seinen Untersuchungen des Geräts gegeben hatte, einen Nobelpreis eingeheimst hat und die Welt eigentlich immer noch nicht so rosig aussieht - wenngleich er hier eine Berühmtheit ist. Nach dem zusätzliche Problemen auftauchen wagt er einen weiteren Sprung, der ihn fast 200 Jahre in die Zukunft führt. Doch auch dort ist alles ganz anders als er dachte. Und so beginnt er sich weiter in dieser seltsamen Flucht fort zu bewegen auf der Suche nach einem Ort an dem er zufrieden sein kann.

Der Roman hat einen sehr unverwechselbaren Stil in der Übersetzung und vermutlich auch im Original. Die Sätze sind alle relativ kurz gehalten und vermitteln in der Regel nur die unmittelbare, unausgeschmückte Information. Möglicherweise liegt dies am Hintergrund des Autors, welcher selber Physiker und Astronom ist und am MIT unterrichtet. Die Wissenschaftssprache kommt ja ebenso ohne Zusätze aus. Durch diesen Stil jedoch wird der Leser direkt in die Geschichte mit genommen und von einem Kapitel ins nächste gezogen. Die beschriebenen Zukunftsversionen unterscheiden sich allerdings nicht sonderlich von unserer heute, wobei jedoch in einem Fall sogar begründet wird, warum dies so ist und warum auch alle noch immer amerikanisches englisch sprechen obwohl viele viele Jahre vergangen sind.
Dabei geht es grundsätzlich in der Geschichte natürlich um die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt und eine etwas ungewöhnliche Methode diesen zu finden. Gestreift werden dabei jedoch auch Religion und der extreme Umgang mit dieser, sowie die Folgen von Technik, die nicht immer nur positiv sein müssen.
Für den Leser werden die meisten "Rätsel" aufgeklärt, bis auf die Tatsache, dass die Maschine ohne Matt immer zurück in ihre angestammte Zeit kehrte, mit Matt jedoch nicht weiter auf diese Möglichkeit der Rückkehr eingegangen wird.
Im Anhang des Buches befindet sich neben einem Interview mit dem Autor über ganz verschiedene Dinge auch ein kurzer Text zum Buch in dem er mehr oder weniger darüber amüsiert ist, dass seine groben Überlegungen zum physikalischen Hintergrund der Zeitmaschine tatsächlich so sein könnten, wie die Autoren eines neuen Papers es meinen inzwischen herausgefunden zu haben. Das Lektorat - immer ein Thema bei kleinen Verlagen - ist bis auf ein paar wenige Stellen (das Kapitel 21 gibt es zweimal, einige Buchstaben sind zu viel bzw. falsch) vollkommen in Ordnung.

Fazit:
Ein definitiv lesenwerter Roman mit leider einem sehr hässlichen Cover, was dem Buch absolut nicht gerecht wird und hoffentlich keinen Zufallsleser davon abhalten wird, dieses zu kaufen. Wer auch nur irgendwie was mit Sci Fi anfangen kann, sollte auf jeden Fall einen Blick in das Buch werfen. Mehr braucht es vermutlich nicht um es dann auch zu kaufen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wäre wenn...., 20. Dezember 2012
Von 
dieleseratz - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Herr der Zeit: Ein Science-Fiction-Roman vom Hugo und Nebula Award Preisträger Joe Haldeman (Broschiert)
man plötzlich eine Zeitmaschine zur Verfügung hat, mit der man in die Zukunft reisen kann - aber ein Zurückkommen scheint unmöglich ? Unser sympatischer Hauptdarstellter Matt hat für seinen Professor am MIT eine Maschine zusammengeschraubt, die sich als Zeitmaschine entpuppt - wie bzw warum überhaupt sie funktioniert, weiss er nicht, denn als er das Gerät ein zweites Mal nachbaute, passiert gar nichts Außergewöhnliches.

Mit dieser Zeitmaschine reist er in die Zukunft - und die Zeitsprünge werden immer länger (Faktor 12). Erst nur wenige Stunden, dann 15 Jahre, dann 177 Jahre, dann über 2000 Jahre usw.
Er landet inmitten religiöser Fundamentalisten in einer zerbombten Zukunft; zwischen reichen Müßiggängern in einer glücklichen heilen Welt, in der Geld und auch Arbeit nicht mehr notwendig zu sein scheinen, da Maschinen allgegenwärtig sind und sich selbst reparieren. Bei jedem Zeitsprung aufs Neue hofft er auf eine Zukunft, in der Zeitreisen etwas ganz normales sind und in der man ihm den Weg zurück in Jahr 2058 weisen kann. Doch auch die Zukunft scheint immer von Kriegen und Zerstörung geprägt zu sein....

Ein spannender und zugleich humorvoller Science Fiction, nicht techniklastig, nicht actionlastig, aber intelligent geschrieben, "mit Aussage" - sehr hoher Unterhaltungsfaktor und regt dazu noch zum Nachdenken an - was will man mehr!?
Bücher über Zeitreisen faszinieren einfach immer - und dieses ist eines der besten!
Ich las übrigens das amerikanische Original "Accidental Time Machine", kann also zur Qualität der deutschen Übersetzung nichts sagen.
Fazit: Sehr empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nehmen sie sich die Zeit!, 1. Januar 2015
Von 
Wer Zeitreise-Romane mag, ist hier sicherlich nicht falsch. Das Schöne an Joe Haldemans Schreibstil, ist die klare Struktur im Roman. Sie folgt einem Strang und verausgabt sich nicht verkomplizierend an der Zeitreise-Problematik. Die Geschichte ist gut und sie hat einen interessanten Handlungsaufbau. Spannend ist es irgendwie auch, aber nur weil man wissen möchte, wie die Hauptfigur aus seinem Zeitreise-Dilemma wieder rausfindet. Die einzelnen Aufenthalte in der Zeit dienen weniger der Spannung als vielmehr der Zukunftsvisionen des Autors. Die sind Geschmackssache und mehr oder weniger interessant.

Sprachlich wirkt der Roman authentisch und nicht übertrieben "blockbustermäßig" mit billigen, flachen Dialogen. Charaktere sind kurz gehalten, was für mich nicht weiter störend war, da der Autor dafür seine Szenerie Handlung bildhaft beschreibt.

Das Ende ist ein wenig kurz und verwirrend, da die Handlung eigentlich nicht aufgelöst wird. Die mysteriösen Beschützer werden nicht wirklich aufgeklärt und wer der unbekannte Geldgeber ist der die Kaution stellt bleibt auch unklar.

Als "Richtwert" könnte man vom gleichen Autor "Der Ewige Krieg" oder von Ken Grimwood "Replay-Das zweite Spiel" nennen. Wer diese Art der Lektüre mag, wird in diesem Roman einen guten weiteren Lesestoff finden.

Meine Rangfolge der von mir gelesenen SciFi-Romane:
1. Replay-Das zweite Spiel (Ken Grimwood)*****
2. Der Schwarm (Schätzing)*****
3. Der futurologische Kongress (S.Lem)*****
4. Im Turm des Panopticons (D.Rohr)*****
5. Die denkenden Wälder (Foster)****
6. Der ewige Krieg (J. Haldeman)****
7. Der Zeit-Zwirbel-Effekt und seine K. (D.Rohr)****
8. Prisma (Foster)****
9. Daemon (KI-Thriller - D.Suarez)****
10. Herr der Zeit (Joe Haldeman)****
11. Der grüne Tod (Foster)***
12. Die letzte Gereration (A.C. Clarke)***
13. Die Reise zur Stadt der Toten (Foster)***
14. Auch keine Tränen aus Kristall (Foster)***
15. Eissegler (Foster)***
16. Drachentränen (Mysterie-Horror - D.R. Koonz)***
17. Fahrenheit 541 (Ray Bradbury)***
18. Der Elfenbeinturm (H.W. Franke)**
19. Das Erbe der ersten Menschheit (Klaus Seibel)**
20. Harlekins Mond (L.Niven)**
21. Rendezvous mit übermorgen (A.C. Clarke)**
22. Limit (Schätzing)*
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verfolger der Zeit, 5. November 2012
Von 
Jan-niklas Bersenkowitsch "buecherwiese2" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Herr der Zeit: Ein Science-Fiction-Roman vom Hugo und Nebula Award Preisträger Joe Haldeman (Broschiert)
Forschungsassistent Matt Fuller hat nicht gerade das große Los in der großen Lotterie des Lebens gezogen. Er ist Hochschulabbrecher, seine Freundin hat ihn verlassen und die Arbeit erfüllt ihn jetzt auch nicht gerade. Doch dann passiert das Undenkbare: ein Gerät im Labor entpuppt sich als eine Zeitmaschine. Matt erkennt seine Chance und nimmt die Maschine schnell mit nachhause, um dort einige Zeitexperimente zu starten. Nach kurzer Zeit kommt ihn der Gedanke selbst (vorwärts) durch die Zeit zu reisen. Eine abenteuerliche Reise beginnt.

"Herr er Zeit" ist ein leicht verträglicher Zeitreiseroman, der durchaus auch für Menschen ohne umfangreiche Kenntnisse der Physik (thematisch wird diese Wissenschaft kurz angeschnitten) verständlich zu lesen ist. Der Roman selbst entpuppt sich als eine Aneinanderreihung von mehreren Episoden, die mal länger, mal kürzer in verschiedenen Zeitepochen spielen und in denen für Matt mal kleinere, mal größere Schwierigkeiten auf ihn warten. Das alles liest sich recht flüssig und verlangt keine größere Konzentration, sodass "Herr der Zeit" zu einer unterhaltsamen und angenehm leichten Lektüre ohne größere Probleme wird, mit der man gut drei Stunden totschlagen kann.

Die deutsche Ausgabe selbst ist stabil gebaut, das Papier ist gut und verzeiht auch kleinere Unglücke (wie ich bereits selbst leider feststellen musste). Hier und da fallen einige Rechtschreibfehler ins Auge, aber ansonsten ist die Übersetzung als gelungen zu bezeichnen, vor allem da sie das oben erwähnte flüssige Lesen ermöglicht.

"Herr der Zeit" hat sich also zurecht seine knappen vier Sterne verdient und kann Freunden der Science-Fiction, wie auch Neueinsteigern in das Genre nur wärmstens empfohlen werden. Den einen, um eine kurze Pause von den großen Klassikern zu nehmen oder sich einen kleinen Snack zwischendurch zu genehmigen, den anderen, wenn sie etwas Einfaches für den Anfang suchen und lesen möchten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Geheimnis der Zeitreise, 3. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Herr der Zeit: Ein Science-Fiction-Roman vom Hugo und Nebula Award Preisträger Joe Haldeman (Broschiert)
Matt Fuller, die Hauptperson des Romans, macht eine Reise durch die Zukunft - eigentlich sogar die Zukünfte - der Erde. Er springt in immer größeren Sprüngen durch die Zeit und gerät jedes Mal in eine neue Welt. Diese Welten sind neben ein paar aufgeworfenen Fragen, die sowohl Fuller als auch den Leser durch die Handlung treiben, Dreh- und Angelpunkt des Romans. Leider sind sie zwangsläufig nur angerissen, denn bevor sich Fuller richtig in einer neuen Welt zurechtfinden kann, springt er schon wieder weiter. So bleiben die Welten immer etwas flach. Eine Ausnahme ist die Erde in ein paar Hundert Jahren. Dort hält sich Fuller relativ lang auf, lernt die junge Martha kennen und springt erst dann weiter, als es gar nicht mehr anders geht. Leider bleiben wie die Welten auch die Charaktere insgesamt etwas flach.

Trotz dieser Mängel hätte ich vor ein paar Jahren viel Spaß an dem "Herrn der Zeit" gehabt (dass für mich zurzeit starke Charaktere Hauptlesemotivation sind, soll nicht dem Roman angerechnet werden). Wie es sich für einen kurzen Sci-Fi-Roman dieser Art gehört, steckt eine Idee hinter der Geschichte von Matt Fuller, - eine Idee, die erst mit dem letzten Satz aufgelöst wird und einen Aspekt des Zeitreisens beleuchtet, über den sich viele Leute schon Gedanken gemacht haben.

Alle Seiten des Romans müssen sich dem Plot unterordnen, was ab und zu auf Kosten der Tiefe geht. Dennoch ist "Der Herr der Zeit" interessant und weiß zu unterhalten. Ich hoffe, der Mantikore-Verlag bringt viele weitere interessante Romane heraus und belässt es nicht bei diesem Erstling.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen gut, aber schade: leider nicht super, 1. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich mag das Thema Zeitreisen.
Der Einstieg, die szenische Schilderung in der Gegenwart, die Idee, die ersten Reisen sind super.
Dann wird es etwas langatmig. Und dann kommt die Pointe etwas überstürzt. Schade um das letzte Drittel, aber es ist sicher schwer, den Stil mit glänzenden Ideen bis zum Ende durchzuhalten. Auf alle Fälle lesenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Herr der Zeit: Ein Science-Fiction-Roman vom Hugo und Nebula Award Preisträger Joe Haldeman
EUR 12,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen