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410 von 442 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Komiker auf dem Weg zur Erleuchtung
Ein Komiker auf dem Jakobsweg. Kann das gut gehen? Als jemand, der selber schon die Hälfte der Strecke des Camino de Santiago hinter sich gebracht hat, war ich skeptisch. Zwei Jahre lang stand das Buch ungelesen im Regal. Schon der Titel "Ich bin dann mal weg" schien mir viel zu flapsig. Nach der Lektüre bin ich jedoch vollkommen überzeugt von Hape...
Veröffentlicht am 18. Mai 2007 von Thomas Reuter

versus
53 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teils Teils
Es kommt darauf an, unter welchen Voraussetzungen man sich dieses Buch zu Gemüte führt. Ein tiefreligiöser Pilgerfreund, für den der Jakobsweg ein ganz besonderer Ausdruck seines Glaubens ist - der wird voraussichtlich enttäuscht werden. Dazu ist das Buch zu oberflächlich im Bezug auf die Spiritualität des Weges, beziehungsweise die...
Veröffentlicht am 22. November 2007 von Zilpzalp


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45 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehrlich, ohne übertriebenen Pathos und zudem spannend, 19. September 2006
Ich bin eigentlich kein Fan von Hape Kerkeling. Und wollte erst das Buch auch gar nicht lesen. Dies hing damit zusammen, dass ich letztes Jahr auf dem Jakobsweg war und die einzige deutsche Zeitung die ich unterwegs sah war ausgerechnet die Bildzeitung mit der Schlagzeile: "Ich habe Gott gefunden"; Hape Kerkeling auf dem Jakobsweg. Ich dachte nur, ach je schon wieder ein Promi, der eine Offenbarung verkaufen will. Erst nach einem sehr gut gemachten Bericht über Herrn Kerkeling, von Hajo von Böhm, habe ich meine Meinung/Vorurteil revidiert und das Buch dann doch gelesen. Eine positive und schöne Überraschung wie Herr Kerkeling völlig ehrlich über seine Gedanken, Probleme und Erlebnisse erzählt. Die Tagebuchepisoden sind zum großen Teil sehr amüsant und durchaus spannend zu lesen. Das Buch habe ich nicht mehr aus der Hand gelegt, bis ich es ausgelesen hatte.
In dem Buch konnte ich wieder die ganze Faszination nachvollziehen, die ich unterwegs erlebt habe, dafür bin ich Herrn Kerkeling sehr dankbar auch wenn ich keine dieser religiösen Erfahrungen gemacht habe, über die sehr oft berichtet wird. Ich habe aber Erfurcht vor der Natur bekommen, im positiven Sinne, und dies konnte ich wieder in Gedanken nachvollziehen. Ein schönes, gelungenes Buch, ein ideales Geschenk für Leute die schon auf dem Weg waren.
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103 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr unaufdringlich aber eingängig, 5. Juni 2006
Ich bin sehr angetan von den täglichen Berichten und Einsichten, an denen uns Herr Kerkeling teilhaben läßt. Es ist halt seine Geschichte und nirgends fordert er auf, seine Ansichten zu teilen. Wunderbar beschreibt er seine spirituellen Gedanken.Man wird zum Nachdenken angeregt und tatsächlich kribbelt es mir auch in den unsportlichen Füßen ..., wäre ich nur so mutig, auch einfach allein loszugehen.

Er hat eine unterhaltsame, witzige und selbstkritische Art zu erzählen, wie es nur ein kluger Kopf kann. Natürlich ist diese Wegbeschreibung am Ziel zu Ende. - Ich würde schrecklich gern mehr von ihm lesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ehrlich, witzig, bewegend, 15. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg (Audio CD)
Dieses Buch richtet sich wohl an alle Hape-Fans, die ihn auch mal anders kennenlernen möchten sowie an Wanderer und Naturliebhaber.
Ich hatte mir dieses Hörbuch seinerzeit zum Geburtstag gewünscht, als Hape Kerkeling sich für ein Jahr vom Fernsehen zurückgezogen hatte.
Er hatte sich, ohne es vorher bekannt zu machen und ohne jegliche Medienbegleitung auf den Jakobsweg gemacht. Das ist sympathisch und das passt zu ihm.
Er wollte ja zu sich finden und hat auf seinem Weg großartige und weniger großartige Menschen kennen gelernt und schloss Freundschaften fürs Leben.
Auch an Selbstkritik mangelt es ihm nicht, wenn er die Macken der zunächst unerträglichen Mitpilger aufs Korn nimmt, und ehrlich zugibt, hin und wieder geschummelt zu haben (mit dem Zug gefahren oder getrampt). Auch sympathisch, wie er offen zugibt, die Pilgerherbergen abscheulich zu finden und sich statt dessen auch mal eine Pension zu gönnen.
Jedes Wort, das Kerkeling schreibt, kommt glaubhaft rüber. Man muss ihm allen Respekt zollen und er wird noch sympathischer.
Natürlich und es ist wahrscheinlich ein Muss - er liest natürlich seinen Weg selbst. Und er liest suuuuupergut!
Ich habe geschmunzelt, mit dem Kopf geschüttelt und herzlich gelacht. Und er hat mich zum Nachdenken gebracht. Was kann man von einem Buch oder Hörbuch mehr erwarten. Ruck zuck war das Hörvergnügen zu Ende.

Fazit: Sehr, sehr empfehlenswert!!!
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66 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach klasse, 5. Juni 2006
Hier erlebt man Hape Kerkeling mal von einer ganz anderen, bisher kaum bekannten Seite: als spiritueller Suchender auf dem Weg zu sich selbst.
Er macht sich, nach einigen emotionalen und gesundheitlichen Krisen, alleine zu Fuss auf den über 800Km langen Pilger-Weg nach Santiago de Compostela und macht unterwegs einige ziemlich ungewöhnliche Bekanntschaften.
Bald wird klar, daß sein Weg alles andere als ein gewöhnlicher Urlaub ist.
Er begegnet dabei den unmöglichsten, ausgeflipptesten und auch sehr liebenswerten Menschen.
Er lernt auch echte Freunde fürs Leben kennen, die mit ihm gemeinsam so manche Strapazen, Stresssituation aber auch beglückende Stunden durchleben. Der ganze Weg scheint wie eine körperliche und mentale Achterbahn zu sein, der Leser lebt Hape's Höhen und Tiefen durch und lernt den sonst so quirligen Komiker von seiner tiefgründigen,nachdenklichen, von spirutueller Sehnsucht getriebenen Seite kennen.
Sehr glaubhaft und ehrlich geschrieben.

Hab innerhalb von kürzester Zeit das Buch regelrecht verschlungen, das passiert mir nur bei sehr wenigen Büchern, die mich echt fesseln.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut für das Genre, 18. November 2007
Hab das Buch durchgelesen, und muss zugeben, das Buch ist verdammt gut, wie jemand (ob Kerkeling oder jemand anders ist ja erstmal egal), der den Weg aus reiner Neugierde und ein bisschen positiven Wahnsinn begeht und aus einer Sicht seine Erfahrungen beschreibt, dass der Weg durch dieses Buch sogar für nichtreligiöse (wie mich) interessant geworden ist. Es macht neugierig, wie ein Mensch solche Emotionen erlebt allein durch eine "Wanderúng". Und die Art und Weise, manchmal mit Humor und manchmal sehr nachdenklich, wie er das schreibt, ist schon beeindruckend.
Was mich natürlich ärgert ist, dass aus dem Jakobsweg jetzt ein Medienereignis ohnegleichen gemacht wird. Das ist natürlich der Nachteil, dass gerade Hape Kerkeling das Buch geschrieben hat und nicht irgendjemand anders, der nicht dafür bekannt geworden ist, Situationen/PErsonen unverblümt auf die Schippe zu nehmen (sei es Horst S. oder Königin Beatrix)
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das Buch gut ist. Natürlich muss man Tagebuchromane schon mögen bzw nicht von ihnen abgeneigt sein, weil sonst hört man in der Mitte auf zu lesen, aber mit welchem Genre ist das nicht so ...
Also Daumen hoch für das Buch und Hape Kerkeling
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ultreia. Bon Camino., 2. Juni 2006
Von 
Thomas Feneberg "thomas_feneberg" (Ingenried, Oberbayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Nach den ersten Seiten war klar: Das ist kein übliches Promi-Buch in dem sich jemand sein Denkmal setzen möchte.

'Ich bin dann mal weg' ist phantastisch geschrieben - der beste Pilgerbericht, den ich bisher gelesen habe. (Hätte ich selbst nicht geglaubt.)

Das Buch ist unterhaltsam, witzig und tiefgründig. Hape Kerkeling, bisher nur als brillianter Komiker bekannt, pilgert (fast) unerkannt die 800 km von den Pyrenäen durch Spanien nach Santiago de Compostela. Ulmerinnen, die ihn erkannt haben und so etwas wie "Die versteckte Kamera" vermuten, warten vergeblich auf den Übertragungswagen, der doch irgendwann kommen muß.

Er zeigt im Buch eine völlig neue Seite: Er beschreibt eindrücklich Orte, Menschen, Situationen und Gedanken auf dem Weg.

Wer sich verschwurbeltes Raunen in der Art von Coello oder McLean erwartet, die auch auf dem Jakobsweg waren, sollte davon die Finger lassen!

Kerkeling schlägt sie beide, und zwar um Längen. Nach 345 Seiten ist Schluß. Leider.
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53 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teils Teils, 22. November 2007
Es kommt darauf an, unter welchen Voraussetzungen man sich dieses Buch zu Gemüte führt. Ein tiefreligiöser Pilgerfreund, für den der Jakobsweg ein ganz besonderer Ausdruck seines Glaubens ist - der wird voraussichtlich enttäuscht werden. Dazu ist das Buch zu oberflächlich im Bezug auf die Spiritualität des Weges, beziehungsweise die Spiritualität des Buches ist unglaubwürdig und macht sich hier und da lächerlich. Wer sich zuvor wenig mit dem Camino beschäftigt hat, nicht tiefreligiös ist und wer keine literarische Meisterleistung erwartet (Was ich von Hape auch nicht erwartet habe, er ist nun mal Komiker), dem könnte das Buch gefallen.

Zum Thema Entbehrungen auf dem Jakobsweg: Mehr Respekt hätte ich vor dem Buch, wenn Hape tatsächlich den kompletten Camino gelaufen wäre. Stattdessen nimmt er oft Bus und Zug, nimmt sich oft eine Auszeit und macht mal einen Tag Urlaub. Und immer, wenn er damit prahlt, er hätte seinen persönlichen Rhythmus gefunden und wäre nun Gott näher - braucht er wieder eine Auszeit. Er speist gut, er sagt, er kann sich die besseren Hotels leisten, er duscht warm und schläft gut ... von Entbehrung kann da wenig die Rede sein, abgesehen davon, dass ihm die Füße weh tun.

Was das Religiöse angeht: Die Bedeutung des Jakobsweges bleibt auf der Strecke. Wenn es im Buch zum Thema Gott kommt, wird es in meinen Augen meist lächerlich. Diese Gottbegegnungen kann ich kaum glauben, so wie sie dargestellt sind (Hape sieht eine Aufschrift "Ich und du" und läuft ein paar Kilometer grübelnd und hinterher erzählt er, er habe dabei seine ganz persönliche Begegnung mit Gott gehabt. Aha.) Eine "Rückführung" in sein vorheriges Leben wird von Hape beschrieben und natürlich war er ein Mönch, der im Kloster eine jüdische Familie versteckt hält und dafür von den Nazis erschossen wird. Ich verstehe, dass Hape das gerne glauben möchte, das würde mir auch so gehen. Unglaubwürdig bleibt es für mich als Leser trotzdem.

Zum Thema Biografie: es konnte schwerlich ausbleiben, dass aus dieser Pilgerreise gleich Memoiren werden. Da auch mir ein gewisser Voyeurismus inne wohnt, freute ich mich am Anfang, als Hape erzählte, wie er seine Karriere begann und wie sein Aufstieg aussah. Als sein Beruf im Laufe des Buches jedoch zur Selbstbeweihräucherung ausartete, freute ich mich nicht mehr. Er wird nicht müde zu betonen, wie oft er irgendwo erkannt wird. Wird nicht müde, abfällig darüber zu reden, wenn Mitpilgerer ihn deswegen anstarren. Gleichzeitig erzählt er ausländischen Pilgerfreunden gern, dass er in Deutschland ein bekannter Komiker ist. Dann wieder will er alles geheimhalten und nicht erkannt werden. Das ist dann aber mehr eine Kokettierung mit seinem Status als ehrliche Bescheidenheit. Er nimmt sich selbst als "Berühmtheit" wenig zurück. Er legt dieses "Ich bin ein bekannter Komiker aus Deutschland" nicht ab und genau das hätte ich aber erwartet nach den ersten Seiten, auf denen steht, er wolle einmal weg aus dem Trubel. Andererseits hätte ich auch von einem Bäcker auf dem Pilgerpfad nicht erwartet, dass er plötzlich kein Bäcker mehr ist und anderen gegenüber alles geheim hält. Wie soll man also Hape verbieten, das zu sein, was er ist, und darüber zu sprechen, nur weil es zufällig ein Pilgerweg ist, auf dem er wandelt?

Wenn es im Buch moralisch wird, wird es langatmig und verworren. Am besten gefällt mir das Buch, wenn tatsächlich etwas Witziges vorkommt (was so oft nicht vorkommt). Im Nachdenklich-Sein ist Hape nicht so gut, vielleicht fehlt ihm die Poesie in Gedanken und Worten. Er ist gut, wenn er die Gespräche von Mitreisenden belauscht und wiedergibt, über die sich auch viele von uns köstlich amüsieren würden.

Dass Hape keine Ahnung wieviele Sprachen spricht, ist schön und gut, aber nervt auch etwas im Buch. Steht ja sogar auf dem Buchumschlag, was er alles spricht. Was macht dann einer, der nicht fließend alle möglichen Sprachen spricht und nicht so kultiviert auf allen Pfaden plaudern kann? Witziger mutet da eine Stelle im Buch an, als eine Brasilianerin auf portugiesisch auf ihn einschwatzt und er nicht die Bohne versteht. Diese Stelle wirkte weitaus menschlicher auf mich und wesentlich nachfühlbarer.

Nun endlich die Begründung, warum ich dem Buch trotzdem drei Sterne gebe: ich gehöre zu denen, die es ohne jede Voraussetzung gelesen haben. Den Jakobsweg kannte ich vorher kaum und von Hape kenne ich nur wenige Shows und Sketche. Ich bin gläubig, aber nicht tiefreligiös. Ich war völlig unbedarft und konnte mich amüsieren bei der Lektüre. Ich habe keinen religiösen Tiefsinn erwartet und keine Witzesammlung und keine literarische Meisterleistung. So konnte ich es als das nehmen, was es ist: eine Reiseerzählung mit Anekdoten und persönlichen Erinnerungen.

Das Buch hat mich neugierig gemacht auf den Jakobsweg, ich möchte nun mehr darüber lesen und ich kann mir zum ersten Mal vorstellen, so etwas eines Tages auch zu machen. Auch wenn mich tiefreligiöse Wanderfreunde nun als einen von diesen deutschen Jakobswegtouristen bezeichnen könnten, die nur wegen dem Kerkeling durch Spanien marschieren.

Das Buch hat mich streckenweise amüsiert, zumindest der Anfang, als es sich noch nicht in verworrene Überlegungen verlor.

Letzten Endes kenne ich jetzt einen Menschen besser, den ich mir im Fernsehen höchstens mal als Horst Schlämmer bei Günther Jauch zu Gemüte geführt habe. Man mag ihm verzeihen, dass er sich in den Vordergrund stellt und nicht den Jakobsweg. Dass er lieber in Hotels schläft als in Gruppenschlafsälen. Das ist wohl menschlich und ich kann schlecht beurteilen, ob ich es nicht genauso tun würde. Über die Lektüre des Buches bin ich irgendwie froh und ich kann jeden verstehen, der es genauso sieht und jeden, der es aus tiefschürfenden Gründen nicht so sieht.

Es hat mir ein paar graue Wintertage bunter gemacht und in mir die Lust auf die Welt entfacht.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen den Zeilen, 31. Mai 2007
Wer das Buch aufmerksam liest, wird feststellen, dass die Ironie oft zwischen den Zeilen liegt. Es ist ein leises Buch, das erst nach kurzem Nachdenken wirkt. Kerkeling schafft es durch seinen Witz selbst die verlausten Herbergsbetten zu überwinden und zieht ins Hotel um. Recht hat er!

Die Herbergen wünschte sich jeder Wanderer besser und komfortabler. Wir leben eben nicht mehr im Mittelalter. Heute, da das Pilgern sowieso eher ein Freizeitspaß geworden ist, passt das Buch sehr gut.

Dazu passen auch die perfekt beschriebenen schrulligen Wegnachbarn, die Kerkeling treffend beschreibt.

Zu empfehlen!
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Reisebericht, um sich selbst zu finden, 23. März 2009
Ich habe lange gezögert, ob ich das Buch von Hape Kerkeling kaufen und lesen sollte, weil ich dachte, da kann eigentlich nichts bei rauskommen. Der Erfolg des Buches ist nur da, weil er prominent ist. Aber ich wurde positiv eines besseren belehrt und bin froh, das Buch gelesen zu haben.
Hape Kerkeling schreibt seine Erlebnisse und Empfindungen auf seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela. d.h. auf dem Jacobsweg. Er hat es verstanden mich mitzunehmen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was es bedeutet diesen Weg zu gehen.
Vor allem gibt er eindrucksvoll und kritisch eine Antwort darauf, ob es für einen gläubigen Menschen Gott gibt und wie er sich einem Pilger zeigen kann.
Dabei wird deutlich, dass Gott sich jedem Menschen anders zeigt, welche Kommunikationswege er benutzt und wie man ihn erkennt, wenn man aufmerksam in sich hineinhorcht.
Der Vergleich des Jacobsweges mit dem eigenen Lebensweg, der ebenso
am Ende einen Sinn erfüllt hat, kann nicht klarer dargestellt werden.
Hape Kerkeling ist sehr offen und gibt sehr intime Dinge aus seinem Leben preis. Er macht seinem Namen als Kabarettist und Humorist alle Ehre, sodass auch der Unterhaltungswert des Buches nicht zu kurz kommt. Ich kann das Buch sehr empfehlen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für alle Hape-Fans - und andere, 9. April 2008
Über 600 Amazon-Rezensionen. Muss man da wirklich auch noch seinen Senf zu diesem Buch geben? Aber ja, es ist mir ein Vergnügen. Gleich als dieses Buch rauskam, habe ich es mir markiert, da ich a) Hape Kerkeling sehr mag und b) schon Bücher über den Jakobsweg besaß, als sich dafür nur katholische Kirchenchöre interessierten. Mich hat immer weniger das Religiöse als vielmehr die kulturhistorische Bedeutung dieses Pilgerwegs fasziniert.
Dann kam der Mega-Hype um dieses Buch, das bis zum Promi-Pilgern von C-Celebritäten ausartete und da verging mir die Lust an der Lektüre.
Aber nun habe ich das Buch, mittlerweile in 61. (!) Auflage, doch gekauft - und nicht bereut. Kerkeling schreibt witzig, warmherzig und offen, ohne jemals voyeuristisch zu werden. Ja, er nahm einmal an einem Reinkarnations-Seminar teil, was die Bild-Zeitung so sensationalistisch heraus posaunte, dass selbst Bild-Verächter und Hape-Fans, denen die Schlagzeilen lediglich beim Bäcker ins Gesicht schlugen, kurzfristig an Kerkelings Verstand zweifelten. Ja, er hat auf dem Jakobsweg auch Gott getroffen. Kerkeling steht zu beidem, schreibt darüber offen und geht doch nie dem Leser auf den Keks. Weil er zwar dazu steht aber nie missionarisch unterwegs ist. Kerkeling ist ein uneitel-eitler Mensch, der um seine Schwächen und Eitelkeiten weiß, dazu steht und sich darüber lustig macht, ohne aber damit pseudo-neckisch zu kokettieren.
Das ist ein Buch, bei dem man manchmal lauthals vor sich hin lachen muss, und das man trotzdem sehr ernst nimmt, etwa wenn Kerkeling herzzerreißend von seinen merkwürdigen Begegnungen mit anderen Pilgern oder seinen traurigen Begegnungen mit geschundenen Tieren schreibt.
Ich mochte Hape Kerkeling schon vorher, jetzt schätze ich ihn noch mehr. Manchmal (sehr selten) funktionieren die Bestseller-Listen eben doch nicht nach dem "Millionen-Fliegen-können-sich-nicht-irren"-Prinzip, sondern nach der "Blinde-Huhn"-Maxime. Dieses Buch ist ein Spitzentitel und ein Muss für alle Kerkeling-Fans - und viele andere.
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Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg
Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg von Hape Kerkeling (Audio CD - 23. Juni 2006)
EUR 10,50
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