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Kundenrezensionen

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am 5. Mai 2012
Zuallererst ist dieses Buch einmal eine packende Erzählung einer sehr ungewöhnlichen "Reise": Mit ihren vier kleinen Kindern (1-7 Jahre alt) brechen Mama und Papa von Wien auf, gehen zu Fuß durch Österreich und Italien, über einsame Pfade und befahrene Straßen, durch Wälder, Wiesen und Städte, schlafen im Zelt oder in Pfarrhäusern, was sich halt ergibt. Ein Höhepunkt reiht sich an den anderen: Erlebnisse in der Natur und mit Menschen - solchen und solchen. Natürlich basiert ein derartiges Unternehmen auf besonderen Beweggründen und Überzeugungen, aber der Autor ist kein ideologischer Hardliner, der von einer Idee besessen ist und diese durchzieht, koste es was es wolle. Dementsprechend wird das Programm immer wieder den Wünschen und Bedürfnissen aller angepasst und als der kleine Peter zurück in den Kindergarten will, erfüllt man ihm den Wunsch.
Mich hat besonders die erzieherische Seite dieses Unternehmens einer Familie mit kleinen Kindern fasziniert: die Erziehung zu sinnlicher Naturwahrnehmung, ökologisch sinnvollem Verhalten, Toleranz sowie die Relativierung von wenig hinterfragten Werten (Besitz, Arbeit, Erfolg etc.) in unserer Gesellschaft.
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am 28. Mai 2012
Eine Mischung aus philosophischen Überlegungen über den Stellenwert der Arbeit in unserer Gesellschaft und essayistischen Erzählungen darüber, wie eine Überzeugung zum Programm wird. Eine Familie begibt sich auf die Reise ihren Grundsätzen folgend. Die Theorie wird einem Realitätstest unterzogen. Der Autor bedient sich einer direkten Sprache und bemüht sich nicht durch versöhnliche Worte eine breite Masse anzusprechen oder sich einem Marktdiktat zu unterwerfen. Er legt mit seinen Erzählungen eine desillusionierende Ehrlichkeit an den Tag, wodurch das Vorhaben der Familie schnell an Romantik verliert, dafür aber an der Art Humor gewinnt, wie ihn nur das echte Leben kennt. Im philosophischen Teil sind seine Theorien auf ihre Essenz beschränkt, ohne künstliche Ausschweifungen oder geschichtlich / politische Verweise eindringlich direkt dargeboten. Als Leser fiebert man schnell mit der Familie mit und fragt sich, ob das Projekt vielleicht doch zum Scheitern verurteilt ist, bis klar wird, dass es nicht darum geht etwas zu beweisen, sondern vielmehr darum, sein Leben selbstbestimmt zu gestalten und Integrität zu leben. Das Buch liest sich sehr erfrischend in einem Rutsch durch.

Sehr empfehlenswert!
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am 24. April 2012
Reise in die Freiheit: Zu Fuß mit vier Kindern

Ein Leben ohne Geld, Arbeit und Schule, so stellt sich eine österreichische Familie mit vier Kindern ihre Zukunft vor. Geld und Arbeit sind bei ihnen von Haus aus nicht vorhanden und von der Schule ist ihr Ältester auch schnell abgemeldet. Mit umgebauten Fahrradanhängern machen sie sich nun zu Fuß auf den Weg. Wälder, Höhlen und Pfarren sind ihre Nachtquartiere, Flüsse und das Meer dienen als Waschgelegenheit. Ihre Reise führt sie von Wien der Donau entlang, später durch Italien und schließlich in eine ehemalige Hippiekommune auf Sardinien.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass es ' explizit vor allem am Anfang ' mehr ein philosophischer Essay ist. Und dabei nimmt sich der Autor kein Blatt vor den Mund. Seine Ansichten zu Arbeit, Leben und Glück sind radikal aber irgendwie auch sympathisch. Auch der Reiseteil ist wirklich packend geschrieben. Schade, dass dieses Buch nicht länger ist.
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am 19. Juni 2012
Es ist die Ehrlichkeit und Authentizität des Autors, welche dieses leider viel zu kurze Buch auszeichnen. Mit Spannung folgte ich den Ereignissen der Reise und mit Kopfnicken der philosophischen Untermauerung am Beginn des Buches. Ich empfehle dieses Buch allen weiter, die verlernt haben, ihrem Herzen zu folgen und nicht wahrnehmen können, dass sie von all den von außen bedingten Systemen gebremst werden. Dem Autor und seiner Familie wünsche ich weiterhin alles Gute!
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am 15. Oktober 2013
Ein kleines, schnell weg zu lesendes Buch hat David Schmidhofer im Autumnus Verlag abgeliefert.
David, seine Frau Adi und deren vier Kinder Joachim, Peter, Pia und Maria machen sich zu Fuß auf, die Welt zu erobern. Nein, die Welt gemütlich zu durchqueren. Deren wenige Habseligkeiten verstauen sie in zwei Fahrradanhänger, die David zieht. In einem der Anhänger werden auch die Kinder gezogen.

Am Anfang des Buches schildert David seine Einstellung zu Geld, Zeit, Arbeit und Besitz. Er unterscheidet den Individualisten vom Gleichgeschalteten.
Der Gleichgeschaltete sitzt tagsüber in seinem Büro, arbeitet und ist damit beschäftigt, Geld oder ideelle Belohnungen, wie Macht oder stärkeres Selbstbewusstsein zu verdienen.
Der Individualist profitiert von der Gleichschaltung der Massen, denn er kann die so aufgebaute Infrastruktur nutzen und seiner Freiheit frönen. Individualismus ist im System vorgesehen, aber nicht ohne Hürden – es soll ja kein Massenindividualismus werden.

Und so fragte sich David, wie es gelingen konnte, dass die meisten Menschen ihre emotionellen Bedürfnisse den materiellen Wünschen anderer opfern. „Man hat der Arbeit, der Selbstaufopferung, Selbstaufgabe und Selbstentsagung das Etikett der Selbstverwirklichung aufgeklebt.“ Jeder Mensch strebt nach Individualismus und beim Gleichgeschalteten fruchtet diese Mär von der Arbeit als Form des Individualismus.
Seine philosophischen Überlegungen dazu sind sehr sympathisch, logisch und kommen auch nicht indoktrinierend daher. Er scheint eine wichtige Weisheit gefunden zu haben: Was kann mich glücklich machen und wie kann ich das in vollen Zügen genießen?

Vom Fernweh gepackt, beschließen David und Adi also eines Tages, aufzubrechen. Die Familie wird eingeweiht – und reagiert ablehnend bis geschockt –, der älteste Sohn Joachim wird von der Schule abgemeldet und nach einer Probewanderung geht es von Wien aus an der Donau entlang los.
David schildert den Alltag der Familie auf den Radwegen und Waldwegen von Österreich und Italien. Er erzählt von Fußmärschen, Nächten im Wald, Kochen unter einfachsten Bedingungen und dem immer wiederkehrenden Auf- und Abbau des Zeltes. Er erzählt von den Menschen, denen sie begegnen, von Gastfreundschaft, Hilfe unter Fremden, Gesprächen, entstehenden Freundschaften, die teilweise bis nach der Reise andauern, aber auch von Ablehnung und Abgewiesenwerden.

Es fehlen auch nicht die vom Leser erwarteten Erklärungen, wovon die Familie tatsächlich lebt und wie man sich Individualismus in der Form, wie David ihn versteht, „leisten“ kann.
Doch nicht immer läuft alles so, wie geplant: Peter, der Zweitälteste, sehnt sich nach Beständigkeit und einem Kindergarten mit festen Freundschaften. Und so entscheiden sich David und Adi, die Reise nach einigen Monaten vorübergehend für ein halbes Jahr zu unterbrechen, um Peter dies zu ermöglichen. Es geht ihnen nicht einfach nur um ihre Idee und Lebensphilosophie, sondern um die Bedürfnisse aller in der Familie.
Wer zu Fernweh neigt, sollte sich die Lektüre überlegen. Es sind nicht die geschilderten Orte, die eine Sehnsucht nach dem Reisen auslösen, sondern die Art des Reisens. Vielleicht ist es auch die Sehnsucht nach Freiheit, Unabhängigkeit, Zeit und „in den Tag leben“, die beim Lesen Besitz vom Lesenden ergreifen. Es wird nicht verwunderlich sein, wenn sich demnächst einige Familien mit Zelten und Anhängern an der österreichischen Donau begegnen...

Die Offenheit, die sichtliche Verletzlichkeit der Familie und das Eingestehen von Angst beim Wildübernachten in Wäldern machen diese Reisebegebenheiten authentisch und miterlebbar.
Bilder von der Reise hätten das einfach ideal abgerundet. David erzählt nämlich, was er alles fotografiert, nur leider bekommt das der Leser nicht zu sehen – schade! Auch das Cover, was einem einen kleinen Eindruck der Reisegesellschaft vermittelt, hätte mit einer ordentlichen Lithographie ein Glanzpunkt sein können. Dafür kostet das Ganze aber auch nur 7,90 Euro.
Das nur 76 Seiten fassende Buch lässt sich gemütlich in einem Rutsch durchlesen. Und am Ende wünscht sich der Leser, es würde weiter gehen. Aber da die Familie schon die nächste Reise plant, bleibt zu hoffen, dass die Leser via Buch wieder mitziehen können.

(Sabine Reichelt)
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am 23. April 2012
Die ehrliche Beschreibung einer außergewöhnlichen Reise: Eine mutige Reaktion auf die institutionalisierte Entfremdung unserer Kinder von der Natur. Gefahren zu spüren, das Wetter hautnah wahrzunehmen ohne dem Schutz der eigenen vier Wände und dabei auf Menschen treffen die mitleben und unterstützen, läßt uns "Wohnzimmerabenteurer" staunen. Tiere beobachten und unterm Sternenhimmel schlafen, alles Erlebnisse die wir nicht mehr kennen. Gelebte Philosophie.
Bin schon gespannt auf weitere Bücher des Autors.
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am 21. Juli 2015
es gibt nur wenige von ihnen.....

.... Menschen, die in der Lage sind unabhängig zu denken, abseits aller Konventionen, abseits aller Konditionierungen, denen wir alle durch Schule und Medien, Politik etc. unterworfen sind. Sie ragen mit ihren Lebensentwürfen aus der Masse der Menschen heraus wie Leuchttürme. Menschen, die ihr Millionenvermögen spenden und fortan als buddhistische Bettelmönche umherziehen, oder in einer einfachen Blockhütte leben. Menschen, die komplett als Selbstversorger leben. Menschen, die bewusst mit wenig Geld und wenig Arbeit auskommen. Menschen, die sogar ganz ohne Geld auskommen. Von all diesen Menschen habe ich gelesen und bin fasziniert von ihnen. Sie helfen mir, selbst ein wenig mehr Mut zu haben, um dem Hamsterrad wenigstens teilweise zu entfliehen.

Ich bin dankbar, dass ich nun eine weitere schöne Geschichte gelesen habe von Aussteigern aus dem "normalen" Leben - oder sollte man sagen zu Einsteigern ins "richtige" Leben?

"Haben oder sein" heißt ein Buch von Erich Fromm. Familie Schmidhofer entschied sich klar für "Sein".

Weiter so....
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am 14. Februar 2015
Große Töne spucken und auf "die Gesellschaft" schimpfen. Im Hintergrund aber dann doch über einen allzeit abgreifbaren Job und somit Geld zu verfügen. Naja. Die eigentliche Reisebeschreibung kam viel zu kurz. Außer "wir sind gelaufen und haben im nächsten Wald gezeltet" kam nicht viel bei rum. Kaum Alltagsgeschichten, nur möchtegern-philosophisches Geschwafel, wie angepasst doch alle anderen sind. Und wie langweilig. Die Nahrung kaufen sie dann aber doch von anderen, die sich dafür in gesellschaftliche Ketten legen müssen, wie konsequent ist das denn?
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am 30. April 2014
Diese Buch passt eigentlich nicht ganz in unserer Reihe, denn es ist kein typischer Reisebericht einer Auszeit mit Kindern in Übersee oder gar um die Welt. Trotzdem haben wir es in unsere Liste aufgenommen, weil es eines sehr deutlich zeigt: Es gibt eine Vielfalt an Möglichkeiten, das Leben (und Reisen) mit Kindern zu gestalten, und jede hat ihre Berechtigung. Familie Schmidhofer ist mit ihren vier Kindern zu Fuß von Österreich nach Italien gewandert. Vier Monate zu Fuß unterwegs übernachteten sie hauptsächlich in Wäldern und erlebten die Natur mal als freundlichen Gastgeber, mal als widerspenstigen Gesellen, der ihnen das Weiterkommen schier unmöglich machen wollte. Die Familie, die auch sonst unkonventionell lebt – nämlich fast gänzlich ohne Erwerbsarbeit und Sozialleistungen –, ging mit dieser Reise ungewollt auch mit seinem Umfeld auf Konfrontationskurs, wo mancher das Kindeswohl bei einer solchen Unternehmung gefährdet sah. Dabei kann man eines den Schmidhofers wahrlich nicht vorwerfen, nicht immer und zuerst an das Wohl ihrer Kinder zu denken. Man muss die Lebenseinstellung der Schmidhofers nicht teilen, aber respektieren sollte man sie allemal als einen der zahllosen Wege, den man (nicht nur sprichwörtlich) gehen kann, um als Familie glücklich zu werden.
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am 7. April 2013
...stände die familie im krankheitsfall vor verschlossenen arzttüren.
als abenteuer okay, als längere auszeit auch. aber für immer?

unser kind mag auch unterwegs sein, aber es freut sich auch auf sein zimmer, seine freunde im kiga etc.
da planen wir lieber mal eine besondere aktion a-la "mit 2 elefanten über die alpen"...
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