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67 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ernüchternde Pflichtlektüre
Ein Wirtschaftsfachbuch über die Geschichte und die Auswirkungen des Zentralbanksystems in den Vereinigten Staaten wird, von Fachleuten und interessierten Laien abgesehen, niemanden dazu bewegen, sich durch knappe 670 Seiten zu kämpfen. Aber dieses Buch ist mehr und es ist anders als es vermuten lässt. G. Edward Griffin nimmt sich gerne brisanter Themen an und kann sie...
Veröffentlicht am 9. August 2007 von Christian Vogt
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 5 Sterne, 4 Sterne |
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20 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Interessantes Thema unseriös verpackt
Edward Griffin startet mit der Enthüllung der Tatsache, dass es sich bei der Fed um eine private Organisation handelt, die nachvollziehbarerweise auch privatwirtschaftliche Interessen verfolgt. Welche negativen Konsequenzen sich hieraus für die gesamte Welt ergeben legt er sehr anschaulich dar.
Die Art und Weise, in der er sein Buch schreibt, empfinde ich...
Veröffentlicht am 27. Mai 2007 von Gunther Tutein
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› Weitere Rezensionen anzeigen: 3 Sterne, 2 Sterne, 1 Sterne |
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67 von 69 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Ernüchternde Pflichtlektüre , 9. August 2007
Ein Wirtschaftsfachbuch über die Geschichte und die Auswirkungen des Zentralbanksystems in den Vereinigten Staaten wird, von Fachleuten und interessierten Laien abgesehen, niemanden dazu bewegen, sich durch knappe 670 Seiten zu kämpfen. Aber dieses Buch ist mehr und es ist anders als es vermuten lässt. G. Edward Griffin nimmt sich gerne brisanter Themen an und kann sie in ihrer Komplexität allgemein verständlich darstellen. Das ist ihm hier wiederum gelungen und entstanden ist ein nur knapp 700 Seiten kurzer historischer Krimi über Finanzen, über Banken, Wirtschaft und Politik, über Verschwörungen und Kriege, den sie unbedingt lesen sollten. Dieses Buch ermöglicht dem Leser einen anderen Blick auf die Weltgeschichte der letzten 200 Jahre, ja es zwingt ihn dazu. Dieser Kriminalroman ist nicht der überbordenden, paranoiden Phantasie des Autors entsprungen, er basiert auf Tatsachen. Allerdings ist die Geschichte so unglaublich, dass sie fast unglaubwürdig erscheint. Griffin holt deshalb weit aus und hat eigentlich vier Bücher in einem zusammengefasst.
Der erste Teil ist eine kurze Abhandlung über das Geld als der Basis des Bankwesens und der Währung. Im zweiten Teil wird belegt, wie Zentralbanken (also auch FED) zu Katalysatoren für Kriege werden. Die Geschichte des Zentralbankwesens in den Vereinigten Staaten wird im dritten Teil untersucht und der vierte Teil wendet sich der Analyse und Wirkungsweise der FED nach ihrer Gründung 1913 zu. Griffin hat den gesamten Stoff logisch in Kapitel strukturiert und gibt zu Beginn jedes Kapitels eine Kurzübersicht und am Ende eine Zusammenfassung. Das erleichtert das Lesen enorm, der Überblick bleibt erhalten und es ermöglicht theoretisch auch das Überspringen von Kapiteln ohne den Zusammenhang zu verlieren. Diese Strukturierung ist so leserfreundlich, dass sie Pflicht werden sollte.
Alle spröden Fachbegriffe weitgehend umschiffed, wird dem Leser ermöglicht, den Weg des Geldes von seiner Entstehung als allgemeines Tauschmittel bis zu den heutigen Milliarden-Kreditvergaben an Staaten durch den IWF/Weltbank zu verfolgen. In erster Linie, so macht er deutlich, basiert Geld auf der Anerkennung als Währung durch den Bürger und eigentlich nur darauf. Gold und Silber waren früher akzeptierte Währungen, manche Banken gaben eigenes Geld heraus, aber prinzipiell sind auch Lebensmittel, Zigaretten oder Regionalgeld möglich. Das staatliche Papiergeld müssen wir dagegen per Gesetz annehmen. Wie konnte es dazu kommen? Konspirativ hat ein Kartell von Banken das FED-Zentralbanken-System in den Vereinigten Staaten vorbereitet und politisch eingefädelt. Entgegen der seriös klingenden Bezeichnung Federal Reserve System ist es aber weder staatlich noch gibt es Reserven. Die Zentralbank erschafft, den Alchemisten gleich, Geld aus dem Nichts genauer: aus Schulden. Würden also alle Schulden abgezahlt, verschwände das gesamte Geld. Dieses Kartell hat sich das Privileg der Zinseinnahmen auf das selbst geschaffene Papiergeld gesichert, der amerikanische Kongress hat dafür Zugang zu einem praktisch unbegrenzten Geldvorrat. Eine unheilige Partnerschaft zwischen Banken und Politik, bei der beide gewinnen! Wer sind die Verlierer? Die künstliche Ausweitung des Geldvorrates durch das Drucken von Papiergeld ist Ursache der Inflation und eigentlich eine versteckte Steuer. Diese Entwicklung geht, wie die Geschichte zeigt, nicht ewig gut, sondern führt irgendwann zu Wirtschaftskrisen und einer Abwertung des Geldes. Damit werden die Staatsschulden schlagartig minimiert und die Bürger quasi enteignet. Das FED hat zwar für die Stabilität des Dollars zu sorgen, trotzdem hat der Dollar seit Einführung des Zentralbank-System 95 % seines Wertes eingebüßt. Verwundert? Das hat weder mit Zufall noch mit mangelnder Intelligenz zu tun. Für Griffin sind Verschwörungen die Norm und nicht die Ausnahme und er belegt das ausführlich und spannend von der Unterstützung kommunistischer Revolutionen durch das CFR über den Untergang der Lusitania bis hin zur Finanzierung von Diktatoren und Kriegen durch Weltbank und IWF. Wozu Kriege mit Waffen führen, wenn Staaten über Kredite einfach und viel unauffälliger zu kaufen sind?
Als Ergebnis dieser Entwicklung zeichnet sich die Schaffung einer Neuen Weltordnung mit einer Weltregierung und einer Einheitswährung ab. Unsinn? Ich hoffe immer noch die Frage bejahen zu können, aber Griffin liefert zu viele Fakten, die das Gegenteil belegen.
Der Leser kann viel Zeit mit der Lektüre dieses Buches vergeuden, wenn er gute Nachrichten erwartet oder den Glauben von Politikern, Experten und Kommentatoren teilt, dass alles gut wird. Finanzen und Geld dürfen nicht die Domänen von Experten und Politikern bleiben, sie gehen den Bürger an. Nur deshalb konnte er wahrscheinlich dieses Buch über eine so komplexe Materie wie diese Geheimwissenschaft des Geldes schreiben, von der die meisten Menschen glauben, dass sie sie sowieso nicht verstehen. Doch, es geht. Dieses Buch ist deshalb ein aktueller Beitrag zur Aufklärung als eines Ausgangs des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.
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60 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Realistische Einführung in die Geldpolitik, 29. Dezember 2006
In diesem Buch erfährt man, wie Zentralbanken funktionieren und warum sie der Wirtschaft im Grunde schaden.
Ich beginne mit einem Aspekt des Buches, der mir nicht so gut gefallen hat. Der Autor weist nach, dass die amerikanischen Großbanken sowohl Nazideutschland als auch die Sowjetunion finanziert haben. Die Entwicklungshilfe der Staaten sowie der internationalen Finanzinstitutionen (IWF, Weltbank) transferiert Kaufkraft von den Industriestaaten zu den Entwicklungsländern, wo sie versickert. Aus diesen Geldflüssen und einigem Hintergrundwissen u. a. zu konzertierten Aktionen der Zentralbanken folgert der Autor, dass dies eine internationale Verschwörung zur Errichtung des Weltsozialismus sei. (Deshalb habe ich bei der Bewertung des Buches einen Stern abgezogen. Leider gibt es im letzten Teil des Buches plausible Argumente für die Theorie des Autors; demnach ist die Umweltbewegung ein Teil des Planes.) Diese Sympathie für den Sozialismus kann man meines Erachtens auch aus der Mentalität der Beteiligten (Intellektuelle wollen gern etwas planen, was aber nur im Sozialismus wirklich geht) und den Spielregeln in der Politik ableiten (siehe "Public-Choice-Theorie"). Daraus entstehen Staatsdirigismus und Lobbyismus, was mit der beliebten Wirtschaftspolitik von Lord Keynes zwangsläufig in den Weltsozialismus münden muss.
Die Geschichte des Geldes von dessen Entstehung (dort folgt der Autor Menger und v. Mises) bis heute wird im Buch sehr anschaulich nacherzählt.
Früher, als es nur Münzen gab, konnte man nur das Geld ausgeben, das auch verfügbar war. Später konnte man die Münzen lagern lassen und statt dessen mit den dafür ausgehändigten Quittungen zahlen. Das heutige Bankwesen entstand aus diesem Vorgang und ging bald dazu über, mehr Quittungen auszustellen als Münzen vorhanden waren. Deshalb brachen die Banken gern zusammen.
Heutige Zentralbanken haben es viel leichter: Sie brauchen sich gar nicht mehr um Sicherheiten zu kümmern und erzeugen Geld "aus dem Nichts". Im Buch wird ausführlich erklärt, wie das funktioniert. Für die Regierungen ist das wunderbar, weil sie Schulden machen können. Die Banken erhalten Zinsen auf Geld, das sie selbst kostenlos erzeugt haben. Auf diese Weise können sowohl Kriege als auch der Sozialstaat bequem finanziert werden. (Weil nur so die halbsozialistische Wirtschaftspolitik von Lord Keynes finanziert werden kann, war dieser selbstverständlich ein glühender Verfechter des "Papiergeldes".)
Bei einer solchen Wundermedizin fragt man sich natürlich, ob es denn keine Nebenwirkungen gibt. Die wichtigsten Nebenwirkungen, die auch im Buch erläutert werden, sind:
- Zentralbanken erzeugen Inflation (Geldentwertung), weil sie im Grunde nur wertloses buntes Papier in Umlauf bringen
- Zentralbanken lassen die Geldmenge schwanken und erzeugen damit die Konjunkturzyklen
Zentralbanken verursachen also Armut und Arbeitslosigkeit.
Ein besonders interessantes Beispiel ist die Weltwirtschaftskrise. Um eine Abwertung des englischen Pfundes zu vermeiden, wertete die US-Zentralbank "FED" ("Federal Reserve System") ihre eigene Währung, den Dollar, ab. Durch diese Politik des leichten Geldes entstand ein konjunkturelles Strohfeuer. Als die Inflation schließlich gebremst wurde, kam es zur unvermeidlichen Rezession. Die FED und die US-Regierung überboten sich gegenseitig, um diese Rezession zu verlängern und zu verschlimmern; das Ergebnis war die Große Depression.
Wie der Autor zeigt, ist das "Federal Reserve System" weder "Federal" (Bundesbehörde), noch ein "System". Dass es keine "Reserven" hat, wurde bereits als allgemeines Merkmal einer Zentralbank angeführt. Die "FED" ist eine Zentralbank mit staatlicher Lizenz, die privaten Großbanken gehört und von New York aus alle anderen Banken beherrscht. Um dies zu verschleiern (in den USA sind Kartelle verboten), wurde diese Zentralbank bei einem geheimen Treffen auf "Jekyll Island gegründet. Da die "FED" in den USA für die oben angegebenen Nebenwirkungen verantwortlich ist, sind die Bezeichnungen des Autors ("Kreatur" oder "Ungeheuer") vielleicht nicht ganz unpassend.
Der Autor schlägt deshalb vor, zum Goldstandard zurück zu kehren. Damit ist eine willkürliche Änderung der Geldmenge unmöglich, was auch die Entstehung von Konjunkturzyklen verhindert. Dies entspricht der so genannten "österreichischen Schule" der Volkswirtschaftslehre, deren in den USA bekanntesten Vertreter (Prof. Rothbard) der Autor auch häufig zitiert. Dazu wird am Schluss des Buches ein 16-Punkte-Programm zur Abschaffung der FED bzw. Einführung richtigen Geldes vorgestellt.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine (politisch unkorrekte) Einführung in die Themen Zentralbanken, Geld, Konjunktur oder Weltwirtschaftskrise benötigt.
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43 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
10 Sterne verdient, 8. November 2006
Bücher über das Bankenwesen haben im allgemeinen eine einschläfernde Wirkung, die die Wirksamkeit von Valium bei weitem übertrifft. Selten kommt man über den ersten Abschnitt hinweg, ohne dahinzudämmern.
Aber oh Wunder, das vorliegende Buch habe ich fast auf Anhieb durchgelesen, und das bei dieser Seitenanzahl. Der Grund für diesen Enthusiasmus liegt im Inhalt verborgen. Man bekommt selten ein so spannendes Buch über die wohl langweiligste und schwierigste Sache der Welt zu lesen. Eigentlich sollte das Werk als Kriminalroman gelistet werden, aber leider vergeht einem beim Lesen zeitweilig Höhren und Sehen, denn es geht um unsere Wirtschaft, unseren Wohlstand und letztendlich um unsere Zukunft. Was nach der Lektüre übrigbleibt, ist Angst und Wut und jede Menge Wissen über die wohl verschwiegendste Sache der Welt: nämlich wie eine kleine Gruppe von Leuten es schafft, das gesamte Volksvermögen im grossen Massstab zu vernichten.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Das beste Buch zum Thema, 20. Januar 2008
Das Buch lässt einem das Blut in den Adern gefrieren und es wäre zu schön wenn es sich dabei nur um ein Schauermärchen Griffins handelt, entsprungen aus seiner kranken Phantasie. Tatsächlich aber lässt sich all das Geschrieben lückenlos belegen. Egal ob sich jemand für die Entstehungsgeschichte des Zentralbankwesens interessiert, für unser Geldsystem im Besonderen oder die zukünftigen Aussichten: Wer dieses Buch gelesen hat, erspart sich zig andere Bücher ähnlichen, aber weniger gut aufbereiteten Inhalts. Dieses Buch hat mehr als 5 Sterne verdient.
@Gunther Tutein: Was Ihren Kommentar weiter unten betrifft: Was an einer Welt, wo Geld wieder eine Ware ist, schlecht sein soll, ist mir schleierhaft. Echtes Warengeld, also zu 100% gedeckt, ist doch die Basis jeder Marktwirtschaft (Tauschwirtschaft mit einer universellen Ware die jeder annimmt (=Geld)). Wenn sie tatsächlich wieder für teilgedeckte Geld plädieren, befürchte ich, haben sie dieses Buch nicht wirklich verstanden. Vor allem glaube ich sie sitzen dem weitverbreiteten Mythos auf, Geld müsse mit der Warenmenge mitwachsen, daher dieser Kommentar. Das ist natürlich Blödsinn. Es würde sich nur im Wert ändern sonst gar nichts. Nur weil die Menge an Autos wächst, muss der Bauer nicht die Menge an Milch daran anpassen..er bekommt dann eben für weniger Milch mehr Autos..ebenso ist es beim Gold, dass sich von keiner anderen Ware unterscheidet (außer dadurch dass sie, wenn sie als Geld fungiert, von jedem angenommen wird)
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Über die Bruderschaft von Politik und Bankensystem oder: warum die Großbanken heute ganze Volkswirtschaften erpressen können, 4. Oktober 2009
Im Jahre 1910 trafen sich einige wenige Auserwählte auf der kleinen Ferieninsel Jekyll Island, um über eine Umstrukturierung des amerikanischen Bankensystems zu diskutieren. Die Macht der New Yorker Großbanken war in Gefahr, weil die Zahl regionaler Kreditanstalten enorm gestiegen war. Man ersann die Schaffung einer Zentralbank, die mit dem "Federal Reserve Act" von 1913 dann auch vom amerikanischen Gesetzgeber ins Leben gerufen wurde. Die FED befindet sich im Privatbesitz der New Yorker Großbanken und ist nach Meinung des Autors ein Kartell zum Schutze dieser Banken.
Dafür führt er im 2. und 3. Kapitel eine Reihe von Argumenten und zahlreichen historischen Beispielen an. Das Spiel heißt Bailout und geht so: Eine Großbank ist pleite, weil sie schlecht gewirtschaftet hat. Anstatt sie (wie eine weniger große oder einen Industriebetrieb) in die Insolvenz gehen zu lassen, wird erklärt, dass sie ganz entscheidend für das System ist. In Wirklichkeit möchte man verhindern, dass andere Banken ihre Kredite verlieren. Man pumpt deshalb "frisches" Geld in die marode Bank, das man aber faktisch nicht hat, sondern erst per Mausklick erfinden muss. Anschließend drückt man dem ahnungslosen Steuerzahler die Lasten auf. Entweder direkt über höhere Steuern oder indirekt über eine höhere Inflationsrate. Ohne eine von den Banken gesteuerte Zentralbank wäre dies kaum möglich. Das ist eine der Kernaussagen des Buches und eine entscheidende Ursache für das sich fast 100 Jahre später abzeichnende Desaster.
Im 4. Kapitel erklärt der Autor, dass nach seiner Meinung die heutigen Probleme der Spar- und Darlehensbranche noch auf die Große Depression der 1930er Jahre zurückzuführen sind. Das folgende Kapitel befasst sich mit der Konferenz von Bretton Woods, dem IWF und dessen überaus problematischen und für den Normalsterblichen völlig undurchsichtigen Streben nach einer Weltwährung, die es faktisch schon über die so genannten "Sonderziehungsrechte" gibt. Damit hätten wir eine weltweite FED mit all den im Weiteren noch beschriebenen katastrophalen Folgen. Im 6. Kapitel erbringt der Autor eine Reihe von Beispielen, die zeigen, dass das Bailout-Spiel auch international von der FED geführt wird. Dazu berechtigt sie ein Gesetz von 1980.
Der zweite Teil des Buches, der die Kapitel 7 bis 10 umfasst, liefert dem Leser einen kurzen, aber vortrefflichen Kursus zum Thema Geld. Nicht ohne Grund wird dem Normalsterblichen gewöhnlich der Eindruck vermittelt, er könne dieses angeblich schwierige Thema sowieso nicht begreifen. Hat man aber nach dem Lesen dieser vier Kapitel die einfache Wahrheit erst einmal verstanden, dann wird einem noch viel mehr klar. Allein dafür lohnt sich der Kauf des Buches bereits.
Zwischen dem Bankensystem und der Politik gab es spätestens seit der Erfindung des Zentralbanksystems eine geheime Bruderschaft. Regierungen garantieren dem Bankensystem, dass es faktisch machen kann, was es will, denn im Ernstfall haftet der Steuerzahler. Im Gegenzug fungiert das Bankensystem als nimmermüder Geldbeschaffer dauerhaft bankrotter Regierungen. Mit der Staatsverschuldung ist in der Regel eine Aufblähung der Geldmenge verbunden, die früher oder später zu Inflation führen wird. Doch bereits vorher kann es zu Exzessen ungeahnten Ausmaßes kommen, weil einfach zuviel Geld im Umlauf ist, das Anlage suchen muss.
Frei schöpfbares Papiergeld führt zu Kriegen. Diese These erklärt der Autor im dritten Teil seines Buches an mehreren Beispielen. So hatte der Eintritt der USA in den ersten Weltkrieg weniger mit irgendwelchen hochtrabenden patriotischen Zielen, sondern mehr damit zu tun, dass riesige Kriegskredite an England und Frankreich bei einem deutschen Sieg zu platzen drohten. Solche Kreditmengen kann es nur geben, wenn man Geld aus dem Nichts erzeugen kann. Am Beispiel der beiden russischen Revolutionen von 1917 verdeutlicht der Autor das Wirken des Bankenkartells nach der Rothschild-Formel: Man finanziert alle. Das belebt das Geschäft, und man ist am Ende immer beim Sieger.
Der vierte Teil des Buches ist der Geschichte der amerikanischen Zentralbanken gewidmet. Er beleuchtet den intensiven politischen Kampf um die amerikanische Währung in der Geschichte der USA, der 1913 mit der Installation der FED endgültig zugunsten des New Yorker Bankenkartells entschieden wurde.
Zu Beginn des fünften Teils lernen wir, dass die internationalen Banken keine nationalen Interessen haben. Sie täuschen sie im besten Fall vielleicht noch vor. Ihr Ziel ist die Schaffung einer internationalen Finanzstruktur ähnlich der FED, der sie (siehe oben) bereits ein gutes Stück näher gekommen sind. Das wird gut getarnt vom breiten Publikum weder gesehen noch gar verstanden. Dieser Vertuschungstrick wurde bereits früher angewandt. Während die USA im 1. Weltkrieg standen und die Aufmerksamkeit den Kampfhandlungen galt, wurden heimlich still und leise viele Einschränkungen aus dem Federal Reserve Act von 1913 abgeschafft und die Geldmacht völlig in die Hände der FED gegeben. Mit dieser Macht ausgestattet erzeugte die FED nach Ansicht des Autors den Börsencrash von 1929 und die anschließende Große Depression. Ganz ähnlich wie in der jetzigen Krise hatte die FED zunächst die Märkte mit Dollars geflutet und so billiges Geld und wilde Spekulationen erzeugt und anschließend die Zinsen erhöht.
Im 6. und letzten Teil seines Buches unternimmt der Autor eine kurze Zeitreise in die Zukunft, die selbst in einer optimistischen Variante katastrophal werden wird. Das mag in den Ohren der meisten Menschen völlig übertrieben klingen. Für diese Menschen kam allerdings auch die gegenwärtige Schuldenkrise Ende 2008 wie aus dem Nichts, obwohl sie bereits spätestens 2006 (und für Insider bereits 2003) klar erkennbar war.
Am Ende seines Buches macht der Autor eine Reihe von Vorschlägen, wie man ein anderes System schaffen könnte. Leider sind diese Vorschläge sehr schwammig und auch etwas irreführend. Wenn man jetzt die vorhandenen FED-Dollars in irgendeinem sinnvollen Verhältnis in eine silbergestützte neue Währung umtauschen würde, hätte man überhaupt nichts gekonnt, denn die amerikanische Geldmenge hat schon lange nichts mehr mit der ihr eigentlich zugrunde liegenden Wirtschaft zu tun. Die Verfestigung dieses Zustandes würde immer wieder neue Krisen hervorrufen. Darüber hinaus kann eine Kopplung der US-Währung an ein Edelmetall vielleicht der US-Binnenwirtschaft helfen, sie führt aber unter anderem auch indirekt zu festen Wechselkursen zu anderen Währungen, wodurch wichtige Ausgleichsmechanismen zwischen den Volkswirtschaften wegfallen würden. Gegenwärtig könnte man außerdem davon ausgehen, dass die Möglichkeit Dollars in Edelmetalle zu tauschen, wohl zum Verlust sämtlicher Edelmetallreserven der USA führen würde. Keine Regierung würde das zulassen.
Fazit.
Wer etwas über unser Geld und das dahinter stehende System lernen möchte, dem werden mit diesem Buch sicherlich die Augen geöffnet. Es ist zwar ziemlich dick und auf die amerikanische Geschichte fixiert, aber es offenbart das wahre Spiel. Spätestens mit der auf die ganze Welt ausgedehnten amerikanischen Schuldenkrise wird deutlich, dass die Banken inzwischen das Wirtschaftssystem eines jeden Industriestaates dominieren, es für ihre Zwecke ausnutzen und erpressen können. Besserung ist erst zu erwarten, wenn alle Banken auf ihre ursprüngliche Rolle im System zurückgeschnitten werden und dabei nur mit Geld agieren dürften, das sie tatsächlich besitzen. Wer hingegen glaubt, dass lustige Bonus-Diskussionen das Problem beheben würden, ist schlicht naiv oder (freundlich ausgedrückt) befangen.
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20 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Interessantes Thema unseriös verpackt, 27. Mai 2007
Edward Griffin startet mit der Enthüllung der Tatsache, dass es sich bei der Fed um eine private Organisation handelt, die nachvollziehbarerweise auch privatwirtschaftliche Interessen verfolgt. Welche negativen Konsequenzen sich hieraus für die gesamte Welt ergeben legt er sehr anschaulich dar.
Die Art und Weise, in der er sein Buch schreibt, empfinde ich leider als sehr unangenehm. So schlägt er beispielsweise auf S.52f vor, dass Banken 100 Prozent sämtlicher Einlagen in Form von Bargeld in ihren Tresoren aufbewahren" sollten. Schließlich würden wir, wenn wir unseren Hut an einer Garderobe abgäben, auch nicht erwarten, dass der Hut in der Zwischenzeit weiter verliehen würde.
Dieser Vorschlag ist so fern von einer erstrebenswerten Zukunft, dass es mich an seiner Kompetenz als Autor arg zweifeln lässt. (Es sei denn ich liege hier selbst grundlegend falsch in meiner Kenntnis über die Ausgestaltung eines leistungsfähigen Bankensystems).
Es ist schade, denn ich denke in dem Buch stecken ein guter Kern und einige wichtige Themen. Die undifferenzierte Art seiner Darstellung wird aber dazu führen, dass er viele seiner Leser verliert.
Die Diskussionsseite seines englischen Wikipedia Artikels hegt Zweifel an seiner Seriösität - auch in Bezug auf seine Veröffentlichungen zum Thema Krebs. Für mich ist dies nicht verwunderlich.
(Ich habe das Buch nicht komplett gelesen)
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Unbedingt zu lesen zur Erhellung des Geldsystems!, 9. Mai 2009
Die 29 Irrtümer rund ums Geld
Die sonderbare Geschichte der amerikanischen FED als Ursache für viel Übel unter den Menschen erscheint gut recherchiert und spannend und konkret dargestellt. Viele Beispiele erhellen dem Leser die realen gesellschaftlichen Hintergründe der Mächtigen des Geldes.
Nur eines hat mich außerordentlich erstaunt: Der Autor G. Edward Griffin misstraut dem Staat schlechthin und huldigt total dem Marktmechanismus und fordert eine Einführung einer Silberdeckung. Das wäre ein großer Fehler und eine totale Fehleinschätzung der bisherigen Geschichte des Geldes und der Lehren, die daraus gezogen werden müssten.
Der Autor scheint also das Geld falsch zu definieren - vgl. auch seinen Brief vom 19.1.94 an die FED am Ende des Buches - . Für eine sachliche und recht verständliche Erklärung des Geldes wäre besonders zu empfehlen Helmut Creutz ( Sein neuestes Buch hier oben angegeben).
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Spannend wie ein Thriller, 27. März 2009
Der Autor entführt den Leser in seine spannend-schockierende Darstellung der Welt der Hochfinanz. Historosch übersichtlich aufbereitet folgt der Leser der geschichtlichen Entwicklung und spannenden Hintergrundinformationen die manchmal an der Grenze der Verschwörungstheorie zu liegen scheinen. Auf jeden Fall ein Pflichtbuch, um mehr über das Weltfinanzsystem zu erfahren!
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