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Kundenrezensionen

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am 4. Oktober 2010
Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein, dennoch scheue ich mich nicht zu sagen, dass Tarraschs "Das Schachspiel" wenn nicht das beste, so doch zumindest eines des besten Schachbücher ist. Die Methode, die er anwendet, um einen Neuling an das Spiel heranzuführen, ist selbst heute noch gültig:

"Ich wende in diesem Buch für die Anfangsgründe eine völlig neue Methode an, nämlich dieselbe, mit der die Mutter dem Kinde das Sprechen beibringt. Ich fange mit dem Anfänger gleich zu spielen an, indem ich ihm einfache Stellungen vorführe und an ihnen die Grundregeln erläutere. Also Anschauungsunterricht."

So baut Tarrasch am Anfang des Buches eine Stellung mit zwei Königen und einem Turm auf. Er erläutert zunächst die Zugweisen von König und Turm und erklärt, was ein Matt ist. Ganz nebenbei erlernt dabei der Schüler, wie man in einem solchen Endspiel mattsetzt - nämlich, indem man die Opposition der Könige am Brettrand erzwingt. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und das Lernen und Erfassen geht spielerisch leicht.

Diese Methodik bestimmt das ganze Buch. Nach den "Anfangsgründen" folgt das Kapitel über das Endspiel, weil es wegen der wenigen Figuren am einfachsten zu überschauen ist. Die Anforderungen werden in diesem Kapitel deutlich erhöht. Wie jeder erfahrene Spieler weiß, ist z.B. das Mattsetzen mit Turm und Läufer gegen Turm ziemlich schwierig, dennoch wird es im Buch behandelt.

Nach dem Endspiel kommt das Mittelspiel - der umfangreichste Teil des Buches. Hier geht es um Fesselungen, Doppelangriffe, erstickte Matts, Randmatts, Rochadeeinschläge auf f7, g7, h7 usw. Dieser Teil kommt mir persönlich etwas unstrukturiert vor, selbst wenn man natürlich eine Menge lernt. Der Sprung vom Endspiel scheint mir hier zu groß. Es wäre vielleicht sinnvoller, zunächst die Eröffnungen zu behandeln und dann das Mittelspiel.
Die Eröffnungen bilden den letzten Teil des Kurses. Im allgemeinen Teil schildert Tarrasch die Bedeutung von Kraft (Anzahl der Figuren), Zeit und Raum. So meint er, dass ein Gambit dann korrekt sein müsste, wenn man drei Tempi für den Bauern hätte. Das ist ganz interessant, jedenfalls hatte ich es noch nie unter diesem Gesichtspunkt betrachtet.
Der spezielle Teil gibt einen Überblick über die damals gängigen Eröffnungen. Das ist historisch interessant, aber heute veraltet. Tarrasch hält nichts von indischen Eröffnungen, bei denen zunächst darauf verzichtet wird, das Zentrum zu besetzen. Diesbezüglich hat Nimzowitsch den Theoriestreit gewonnen, denn indische Eröffnungen gehören heute zu den meistgespielten, da ihre Korrektheit nachgewiesen ist.

Das einmalige an diesem Buch ist, dass es bei null anfängt und sich immer weiterentwickelt. Einen solch ganzheitlichen Ansatz findet man sonst kaum - schon gar nicht in der Leichtigkeit, mit der Tarrasch ihn präsentiert. Nach der Lektüre fühlt man sich als schachlicher Muttersprachler und nicht als jemand, der sich mühsam etwas angelernt hat, was ihm aber immer irgendwie fremd geblieben ist. Meines Erachtens reicht das intensive Studium dieses Buches unter Zuhilfenahme neuer Eröffnungstheorie aus, um eine DWZ von 2000 zu erreichen.
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am 3. März 2008
Ich bin vielleicht einer der wenigen, der dieses Buch von Anfang bis Ende mit Ausnahme der Regelerläuterungen komplett durchgearbeitet hat. Deswegen möchte ich jetzt einmal eine ausführliche Rezension zu diesem Buch schreiben. Das Buch besteht aus 5 Teilen: Die Anfangsgründe, Endspiel, Mittelspiel, Eröffnungslehre und sieben vom Autor kommentierten Partien. Die Anfangsgründe kann man, wenn man die Spielregeln schon kennt, auch überspringen. Trotzdem sind diese wohl gut erklärt. Danach kommt der zweite Teil: Das Endspiel. Hier bringt Tarrasch viele verschiedene Endpiele. Einige davon sind recht simpel, andere wiederum sehr schwer. Die Erläuterungen dazu sind meiner Ansicht nach mittelmäßig. Dies stellte sich für mich besonders bei den komplexen Endspielen als Problem heraus, da ich auf gute Kommentierung viel Wert lege. Den Teil "Das Endspiel" kann man durcharbeiten, aber man muss es nicht. Der dritte Teil des Buches ist "Das Mittelspiel". Er ist mit ca. 200 Seiten der größte Teil und eigentliches Herzstück des Werkes. In ihm kann man wirklich viel über Schach lernen. Tarrasch geht besonders stark auf die typischen taktischen Schläge während einer Schachpartie ein, Deckungsbeseitigung, Fesselung, Doppelangriffe und natürlich Figurenopfer gegen die Rochadestellung. Es gibt reichlich Übungsmaterial. Wer dies alles durchgearbeitet hat, kann sicher sein, dass er seine taktische Sehfähigkeit verbessert hat. Ich weis seitdem jedenfalls deutlich besser über die taktischen Elemente des Schachs bescheid und kann gerade diesen Teil (Das Mittelspiel) nur jedem Schachfreund mit einer Spielstärke bis DWZ 1750 empfehlen. Es lohnt sich! Danach kommt der vierte Teil des Buches: Die Eröffnung. Unterteilt ist er in zwei Teile: Allgemeine und spezielle Eröffnungslehre. Der "Allgemeine" Teil ist super. Tarrasch erläutert hier wirlich sehr gut den Zussammenhang zwischen Zeit, Raum und Kraft im Schach. Seine Erläuterungen sind wirklich einleuchtend. Der spezielle Eröffnungsteil ist nicht so gut gelungen. Abgesehen davon, das er aufgrund des Alters nicht mehr aktuell sein kann, muten mir manche Urteile von Tarrasch doch sehr dogmatisch und wohl auch zu hart an. An der Philidor-Verteidigung lässt er z.B. kein gutes Haar, obwohl gerade die Nimzowitsch-Variante hier sehr gut spielbar ist. Manchmal behauptet er auch, "einzig richtig" sei folgendes Qualitätsopfer und gibt dann eine Variante der Italienischen Verteidigung an.
Trotzdem kann dieser Teil einen guten Überblick über alle offenen Spielweisen geben. Der letzte Teil ist der kürzeste. Hier erläutert Tarrasch einige Schachpartien. Die Kommentierung ist gut, ohne hervorrangend zu sein. Lehrreich ist sie allemal. Gesamtfazit: Aus diesem Buch kann man viel lernen. Der Teil " Das Mittelspiel " und "Allgemeine Eröffnungslehre" hätte 5 Sterne verdient. Für den Teil "Das Endspiel" und "Spezielle Eröffnungslehre" gebe ich aus den oben genannten Gründen einen Stern Abzug. Trotzdem ein Super-Buch mit einem sehr guten Preisleistungs-Verhältnis. Hier erhält man wirklich "viel Schach" für wenig Geld. Daher eine klare Kaufempfehlung.
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am 6. April 2006
"Das Schachspiel - Die Originalfassung" ist ein Grundlagenwerk. Man erlernt mit diesem Buch Schach von Beginn an, inclusive Regeln und Taktik. Man benötigt keine fremde Hilfe. Natürlich ist es schöner, wenn einem ein Verwandter oder ein Freund das Spiel beibringt, aber auch dann ist es besser, nebenbei in einem Lehrbuch mitzulesen, weil nicht jeder wirklich alle Regeln kennt oder die eine oder andere auch vergißt.
Das Buch hat einen Umfang von 488 Seiten und einen festen Einband. Letzteres ist für mich bei Lehrbüchern wichtig.
Es gibt dieses Buch auch in einer überarbeiteten Version. Ich kenne diese Version leider nicht. Laut Vorwort wurde die neue Version im allgemeinen Teil gestrafft und der Eröffnungsteil aktualisiert. Da die überarbeitete Version leider wesentlich teurer ist, habe ich mich für die Originalfassung entschieden.
Wie der Zusatz "Die Originalfassung" bereits sagt, handelt es sich bei der vorliegenden Version um die Urfassung, so wie sie der Autor im Jahre 1931 gedacht hat. Man merkt es an der Sprache, daß der Text bereits einige Jahre auf dem Buckel hat. Trotzdem, die Sprache ist knapp, präzise und verständlich.
Ich kann dieses Buch jedem, der Schach lernen will, aber auch Anfängern, die ihr Spiel verbessern wollen empfehlen. Welche Version man nimmt, muß man aber selber entscheiden.
Für Kinder würde ich allerdings eher "Zug um Zug" von Dr. Helmut Pleger empfehlen, welches wegen den "Dreisteins" und dem lockeren Stil für diese Altersgruppe meiner Meinung nach besser geeignet und in der Sonderausgabe ähnlich preisgünstig zu haben ist. Alle anderen können bedenkenlos zugreifen.
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am 1. September 2010
Ich sollte zuerst erwaehnen, dass ich ein Spieler mit annaehernd 2200 DWZ/ELO bin.

Man duerfte sich jetzt fragen: Warum sollte sich ein so fortgeschrittener Spieler ein Buch fuer Anfaenger kaufen?
Nach Lektuere dieses Buches muss ich gestehen, dass selbst Spieler im Bereich 2000+ von diesem Buch noch einiges lernen koennen und die besprochene Materie alles andere als leicht ist.
Die Methode des Autors, naemlich auf Grundlage des Endspiels aufzubauen, ist gerade zur Verbesserung der Details, wie es bei dieser Gruppe von Spielern ankommt, - meiner Meinung nach - bedeutend. Und hier fordert Tarrasch nicht, dass man nur einen Ueberblick bekommt, sondern der Schueler soll zuerst das Endspiel vollstaendig meistern, bevor er zum Mittelspiel voranschreiten darf. Obwohl das Buch leider nicht alle wichtigen Stellungen zum Endspiel enthaelt, gibt es doch Anreize sich mit der Materie zu beschaeftigen und jeder geuebte Spieler wird sich bewusst, wie wenig man doch eigentlich vom Schach versteht.
Leider beschaeftigt sich der Mittelspielteil fast nur mit taktischen Motiven und weniger mit Strategie und Planung (so haette man doch erwartet, dass Tarrasch dem isolierten d-Bauer, der haeufig in der von ihm erfunden Eroeffnung hervorgeht, besondere Beachtung im Mittelspielteil schenkt, was nicht der Fall ist).
Ich darf zudem erwaehnen, dass der Autor es versteht in eloquenter Weise das Feuer eines jeden Schachspielers zu entfachen und seine eigene Bewunderung und Faszination fuer das Spiel auszudruecken.

Jeder Anfaenger, der dieses Buch tatsaechlich meistert, verdient meinen Respekt und wird sich bald in den hohen Raengen der Turniertabellen wiederfinden.

Das Design des Buches ist auch sehr gut gelungen, obwohl ich mir fuer 20 EUR gerne einen Hardcover-Einband gewuenscht haette. Vielen Dank fuer die Neuauflage dieses spannenden gelungenen Werkes.
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am 12. Dezember 2014
Vorneweg: wenn ich nur der Inhalt bewerten will, dann würde ich dem Buch 4 Sterne geben: Das Buch gibt einen guten Überblick über praktisch alles Wissenswerte zum Schachspiel, geht aber auch gleichzeitig genug in die Tiefe um länger damit arbeiten zu können. Die Kritikpunkte (z.B. zu kurze Erläuterung zu einigen Partien; Voreingenommenheit gegenüber Nimzowitsch etc) , die ihm dem letzten Punkt kosten, wurden schon von anderen Rezenten detailliert genug erläutert.

Was mich allerdings sehr enttäuschte, als ich das Buch kaufte (Hardcover) war der schlechte Druck. Von aussen sieht das Buch modern aus, innen hat es einen ganz schlechten, weil alt und unübersichtlichen Druck. Man kann es durchaus lesen, aber es kostete mich immer etwas Überwindung mit dem Buch zu arbeiten, da ich gerne farbige, frische Darstellungen bevorzuge und nicht auf kleinstem Raum zusammengedrängtes.
Was mich weiter störte war das Format: Es ist zwar Hardcover, hat aber die Grösse eines kleineren Taschenbuchs: Man kann es zwar mitnehmen, es ist aber eher schwer und anders als mit einem grossen gebundenen Band ist es mühsam mit ihm aufgeschlagen am Tisch zu arbeiten.
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am 25. Dezember 2012
Als ich Mitte der 70er mit Vereinsschach begann, empfahl mir einer der Top- Spieler das Buch mit den Worten, ich kam damit gut zurecht und bin dadurch spielerisch stärker geworden. Ich sah es mir an und es wurde meine Fibel, auf die ich immer mal zurückgriff. Ich lernte durch den Tarrasch sehen, also zu erkennen, was in einer Stellung so alles drin steckt.

Ich habe dieses im Aufbau unveränderte Buch kürzlich an einen Hobby-Spieler verschenkt, der es für sich ebenfalls als sehr hilfreich empfindet.

Schach ist auch eine kleine Wissenschaft für sich; für jeden Schachadepten ist der Tarrasch mehr als nur ein Basisbuch, es schärft den Schachblick ungemein.

Ein ausgezeichnetes, sich auch für Schachverrückte als Top-Präsent eignendes Lehrbuch.

Viel Freude und Erfolg damit!
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am 24. Juni 2014
Ich hatte als Hobbyspieler ohne Vereinserfahrung lange das Problem, keine Schachliteratur zu finden, die meinem Niveau entspricht. Die meisten gängigen Werke geben sich mit den grundlegenden Prinzipien, deren Verständnis m.E. unerlässlich ist, gar nicht erst ab und erklären stattdessen irgendwelche abgefahrenen Stellungen und Varianten. Andere, eher für Einsteiger gedachte Bücher, vermitteln lediglich die Regeln und einfachste Prinzipien und sind für ambitioniertere Anfänger auch nicht wirklich geeignet.

Der "Tarrasch" bietet hier die goldene Mitte. Er wendet sich an den Anfänger, der bereit ist, sich gewissenhaft durch den fast 500 Seiten dicken Wälzer zu kämpfen. Wer diese Mühe auf sich nimmt und die erlernten Dinge auch beherzigt, der wird innerhalb kürzester Zeit zu einem gefährlichen Gegner, sogar für manchen Vereinsspieler.

Aufgrund des sinnvollen Aufbaus kann der "Tarrasch" auch vom erfahreneren Spieler mit Gewinn gelesen werden. So bringt es zum Beispiel auch schon sehr viel, sich lediglich das jeweilige Kapitel über Eröffnung, Mittelspiel oder Endspiel durchzulesen. Wirklich positiv ist hier, dass das Buch alle Züge mit Erklärungen versieht, welche zumeist auf allgemeinen Prinzipien gründen.

Der "Tarrasch" ist und bleibt die deutschsprachige Bibel des Schachs und ist jedem Anfänger, aber auch fortgeschrittenen Spielern, uneingeschränkt ans Herz zu legen. Die lediglich knapp 8 Euro für ein 500-Seiten-Buch mit Hardcover sind wirklich gut angelegtes Geld. Einziger Wermutstropfen ist das Alter des Werkes, welches 1931 das erste Mal erschien. Manche Dinge, die für Siegbert Tarrasch noch unumstößliche Wahrheiten darstellten, sind mittlerweile widerlegt oder werden zumindest nicht mehr ganz so gesehen wie zu Beginn der 30er Jahre. Wenn man sich aber des Alters des Buches bei der Lektüre bewusst ist, dann muss der "Tarrasch" ganz einfach 5 Sterne bekommen.
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am 14. Juni 2010
Ein tolles Schachbuch, das dem Anfänger und auch dem Fortgeschrittenen sehr dienlich ist und richtigerweise mit den Endspielen anfängt, dann das Mittelspiel behandelt und die Eröffnungen nur streift. Ich bin begeistert!! Übrigens: nach all den Jahren immer noch brandaktuell!!
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am 25. März 2013
Der "Tarrasch" stellt immer noch ein Standardwerk dar. Und das zurecht! So manche Postulierung erscheint heutzutage zwar dogmatisch, doch ist dies für den Lernerfolg nicht unbedingt nachteilig! Im Gegenteil: dieses Buch rüttelt wach, bedeutet aber auch viel Arbeit - egal ob Einsteiger oder Könner!

Anders als moderne Schachliteratur beginnt das Buch mit dem Endspiel. Hier befinden sich die wenigsten Figuren im Spiel, hier ist am wenigsten Kombinationsgabe gefragt, hier können noch relativ klare Regeln aufgestellt werden, kurz: hier wird die Basis des Schachs gelehrt!

Viele Bücher zielen darauf ab, dass der Leser möglichst schnell spielen und erste Erfolge bzw. Verbesserungen verzeichnen kann. Sollten Sie ähnliche Ambitionen haben, dann ist der "Tarrasch" das falsche Buch für Sie.

Hier wird das Schachspiel erarbeitet - viele interessante Beispiele natürlich inklusive. Nach der Bewältigung aller möglichen Endspiele geht es weiter mit dem Mittelteil des Spiels. Begriffe wie Springergabel, Opfer oder Fesselung sind hier natürlich obligat, aber auch spezielles Wissen (etwa der Bauernzug g2 - g3 zum Schutz des kurz rochierten Königs) wird ausführlich diskutiert.

Erst im letzten Drittel des Buches werden die Eröffnungen thematisiert. An dieser Stelle ist der Leser bereits ein gefährlicher Gegner! Der "Tarrasch" schafft es wie kein anderes Buch, den Leser in seinem Spiel zu disziplinieren, zu schulen, viele Eventualitäten vorherzusehen und alle Spielzüge zu kennen... - ... obwohl mitunter noch keine einzige Partie gespielt wurde!

Es ist kein Buch für zwischendurch, es werden viele Monate vergehen, bis alles verinnerlicht wurde. Wiederholtes Lesen ist ein Muss. Doch der Lohn des Studiums bleibt nicht aus. Und das für unter zehn Euro!

Klare Kaufempfehlung und somit fünf Sterne wert!
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am 12. November 2015
Ich muss gestehen, ich habe mir "Das Schachspiel" in erster Linie gekauft, um aus meinem stümperhaften, unüberlegten Hin- und Herziehen auszubrechen, und vielleicht auch mal öfter gegen einen Computer zu gewinnen..
Als ich den Schmöker mit gut 480 Seiten vor mir liegen hatte - anfangs mit Bildbeispielen, später nur noch mit Zugabkürzungen - war ich als Neueinsteiger erst ein wenig zurückgeworfen. Doch dieses Buch war eins der größten Überraschungen meiner Lesekarriere! Tarrasch's Werk von 1930 gibt einen spielerisch-praktischen, und doch gleichzeitig immer höchst akkuraten Einblick in dieses wunderbare Spiel. Durch anschauliche und gut nachvollziehbare Brettgefechte führt er den Leser erst durch Endspiele, da dort die Lage noch am übersichtlichsten ist, über Mittelspiele, bis hin zu einigen Eröffnungsspielen.
Ich bin mit diesem Buch mehr als zufrieden, zeigt es mir als einfachem Hobbyspieler Schritt für Schritt alle Feinheiten und Kniffe, die einem den Blick für das Schachbrett gehörig schärfen
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