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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychologisch hochwertiger Gruselklassiker
Ein Mann taucht aus dem Nichts auf. Von diabolischer Gestalt, kleinwüchsig und schmächtig, treibt er sein Unwesen in der Stadt. Jeder, der ihm ins Gesicht blickt, ist von dessen Mißbildung paralysiert. Wer ist dieses geheimnisvolle Wesen, das Nachts skrupellos ein kleines Mädchen zu Boden stößt und überrennt? Warum erhält der...
Am 21. Februar 1999 veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut und Boese - Jekyll und Hyde
"Dr. Jekyll and Mr. Hyde" ist die Geschichte des englischen Arztes Dr. Jekyll, der das Gute und Boese zugleichermassen in sich traegt und dessen "Boeses Ego" immer mehr Oberhand ueber seine Persoenlichkeit gewinnt. Tagsueber der ehrenwerte Arzt, wird er nachts zu Mr. Hyde, der in London sein Unwesen treibt und auch nicht vor Morden zurueckschreckt. Er ist zwiegespalten...
Veröffentlicht am 13. August 2010 von faustino888


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Psychologisch hochwertiger Gruselklassiker, 21. Februar 1999
Von Ein Kunde
Ein Mann taucht aus dem Nichts auf. Von diabolischer Gestalt, kleinwüchsig und schmächtig, treibt er sein Unwesen in der Stadt. Jeder, der ihm ins Gesicht blickt, ist von dessen Mißbildung paralysiert. Wer ist dieses geheimnisvolle Wesen, das Nachts skrupellos ein kleines Mädchen zu Boden stößt und überrennt? Warum erhält der Übeltäter daraufhin von Dr. Jekyll, einem wohlsituierten und anerkannten Wissenschaftler, einen Scheck, um die Familie des Mädchens zu entschädigen? Welche Art der Freundschaft ist es, die den Doktor mit dieser schrecklichen Kreatur verbindet? Mr. Utterson, Anwalt und enger Freund Henry Jekylls, findet die Wahrheit auf mysteriöse Weise heraus.... Die Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde hat schon viele Liebhaber des Gruselgenres begeistern können. Diese jüngere Ausgabe des Klassikers wurde von Doris Eisenburger illustriert und fügt der ohnehin beklemmenden Stimmung, die die Lektüre des Buches auslöst, optische Entsprechungen hinzu .Diese sind zwar gut gelungen, greifen aber zwangsläufig in die Phantasie des Lesers ein. Der Illustrationen und der großen Schrift wegen wirkt diese Ausgabe eher wie ein Bilder-oder Kinderbuch, der spannenden und ungemein faszinierenden Geschichte tut das jedoch keinen Abbruch. Robert Stevenson, seiner Zeit psychologisch weit voraus, hat in diesem Klassiker die tiefsten und dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele meisterhaft durchleuchtet. Schade, daß das Buch nur 94 Seiten hat!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Unmöglichkeit der Flucht aus sich selbst, 16. August 2001
Von 
Dr. Jekyll und Mr. Hyde, das ist eine Erzählung, eine sehr kurze zumal, deren Inhalt hinlänglich bekannt ist. Der zwar vordergründig sehr bieder wirkende, in Wirklichkeit zwar bisweilen rücksichtslos ausschweifend lebende Arzt Dr. Jekyll beschäftigt sich intensiv mit Paramedizinischer Halbwissenschaft. Ihm gelingt es, seinen Körper mit Hilfe eines Elixiers in die Schattengestalt des bösartigen Mr. Hyde zu verwandeln. Daß es sich bei Ihnen um die selbe Person handelt wird dem Leser von Anbeginn der Erzählung nicht ganz klar (falls er es nicht ohnehin weiß), er wird lediglich mit den Untaten des Mr. Hyde konfrontiert. Im weiteren Verlauf geht der Anwalt Mr. Utterson dem Fall nach und kommt dem Verhängnis auf die Spur. Schließlich bricht er zusammen mit dem Butler Poole in das Schlafgemach des Doktors ein und lüftet das Geheimnis. Mit Hilfe zweier aus der Perspektive eines Zeugen und aus der Sicht des Dr. Jekyll verfaßten Berichten kommt schließlich Licht in die unheilvolle Geschichte. Interessant ist, daß Dr. Jekyll die Verwandlung nur mit Hilfe eines verunreinigten Salzes gelang, die später bezogene reine Substanz vermag diese Verwandlung nicht herbeizuführen und das ist das Fatale: Dr. Jekyll ist gefangen im Körper des Unholdes Hyde und beendet sein Leben mit einer Dosis Zyankali kurz bevor sein Freund Utterson ihn findet. Die Erzählung an sich ist hervorragend, sie ist gar als Weltliteratur zu werten, der Stil ist excellent, die Charaktere pointiert. Das einzige, was fehlt, ist eine etwas genauere Beschreibung der Bösartigkeit des Mr. Hyde, Berichte seiner Untaten, seiner Verdorbenheit, ein Versäumnis, daß sich auch Oscar Wilde nachsagen lassen muß, dessen tragischer Held zwar als zunehmend böse und schwarzen Mächten verfallen geschildert wird, genauere Schilderungen aber leider fehlen. Das Buch beinhaltet eine klare Aussage: Der Mensch kann seinem Gewissen nicht entfliehen. Dr. Jekyll nimmt sich selbst nach der endgültigen Verwandlung in Mr. Hyde in dessen Gestalt das Leben. Das Buch ist eine Parabel, ähnlich wie der "Zauberlehrling" oder "Die Verwandlung", es ist ein zeitloses Stück Literatur nicht ohne Spannung, trotzdem der Leser um den dramatischen Konflikt weiß. Weltliteratur!
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant, 6. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Wer kennt sie nicht, die Geschichte des Dr. Jekyll und Mr. Hyde? Und doch, sind Sie sich sicher, daß Sie die Geschichte wirklich kennen? Ich war mir relativ sicher, zu wissen, worum es gehen würde als ich das Buch in die Hand nahm. Dadurch, daß man schon so viel von dem Buch gehört hat, meint man zu wissen, worum es geht. Aber es war anders, ziemlich anders als ich es mir vorgestellt hatte. Es ist eine sehr faszinierende Geschichte um die Trennung von Gut und Böse und ob nicht doch beides in uns Menschen angelegt ist. Der Erzählstil Stevensons ist interessant, die Perspektive immer wieder durch Briefe aufgelockert. Es lohnt sich wohl doch immer wieder, das vermeintlich Bekannte unter die Lupe zu nehmen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als nur ein Hörspiel ..., 28. Januar 2013
Von 
Florian Hilleberg (Göttingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Da Amazon es immer noch nicht hinbekommen hat, die Rezensionen nach Ausgabe und Medium getrennt zuzuordnen, hier der Hinweis, dass sich die folgende Rezension auf das Hörspiel der Künstlergruppe Mediabühne bezieht. Erschienen bei Random House Audio als 2. Folge der Reihe MEISTER DER ANGST.

Dr. Henry Jekyll genießt unter seinen Kollegen und Studenten gleichermaßen einen Ruf als brillanter Forscher und Mediziner. Bis er sich zunehmend obskuren Forschungen verschreibt und immer eigenbrötlerischer wird. Selbst sein alter Freund aus Studientagen, der Anwalt Gabriel Utterson, bekommt Jekyll immer seltener zu Gesicht. Der arbeitet in seinem Labor in aller Abgeschiedenheit an einem Serum, mit dem er hofft die gute und die böse Seite der menschlichen Seele voneinander trennen zu können. Doch das Ergebnis stellt sich anders dar, als von Jekyll erhofft. Die Folge ist eine tödliche Schizophrenie – bis es in den Straßen von London zum ersten Mord kommt. Die Bevölkerung lebt ohnehin schon in Angst, wegen der grauenhaften Taten Jack the Rippers, und Inspektor Abberline hat alle Hände voll zu tun, um eine Massenpanik zu verhindern ...

Der zweiten Folge von MEISTER DER ANGST liegt eine der berühmtesten Gothic Novells der Literaturgeschichte zugrunde. Robert Louis Stevensons großartige Erzählung wurde bereits mehrfach vertont, sowohl als Lesung, als auch als inszeniertes Hörspiel. Da stellt sich automatisch die Frage nach der Notwendigkeit einer erneuten auditiven Adaption. Hat man sich jedoch die ersten Minuten angehört erübrigt sich die Frage schnell, denn allein die Darbietung von Andreas Fröhlich in der Doppelrolle als Dr. Jekyll und Mr. Hyde ist die Anschaffung des Hörspiels wert. Obwohl sich die erste Manifestation von Mr. Hyde ein wenig wie Gollum aus „Herr der Ringe“ anhört, der ja auch von Andreas Fröhlich synchronisiert wurde, entwickelt das Hörspiel rasch eine beklemmende Atmosphäre und verbindet auf kongeniale Art und Weise die Elemente der klassischen Gruselgeschichte mit denen eines modernen Psychothrillers. Natürlich ist der Plot der Geschichte hinlänglich bekannt und gehört mittlerweile zur festen Allgemeinbildung. Der Reiz liegt in der Darstellung der Zwiespältigkeit und der inneren Zerrissenheit, der sich Dr. Jekyll ausgesetzt sieht. Es ist unheimlich und faszinierend zugleich wie Andreas Fröhlich den sinistren und triebhaften Mr. Hyde spielt, der all die animalischen Instinkte auslebt, die Dr. Jekyll mühsam unter dem Deckmantel der Zivilisation begraben hat. Fröhlich bestreitet das knapp 80minütige Hörspiel fast im Alleingang. Fast wohlgemerkt, denn natürlich gibt es noch zahlreiche andere Sprecher, die ebenfalls eine hervorragende Arbeit geleistet haben. Allen voran Peter Weis in der Rolle des Anwalts Gabriel Utterson; und auch Marius Krügel ist als Zeitungsjunge grandios. Klaus Ude, der auch für diese Folge das kongeniale Skript schrieb, ist in der Rolle von Uttersons Kutscher Jeffrey zu hören. Obwohl das Hörspiel für sich alleine steht, und es sich bei MEISTER DER ANGST um eine Reihe von einzelnen Episoden handelt, wurde das Hörspiel locker und auf geniale Art und Weise mit der ersten Folge („Jack the Ripper“) verknüpft. Beide Geschichten spielen im Spätsommer/Herbst des Jahres 1888 und Mr. Hyde treibt just sein Unwesen als sich auch Jack the Ripper auf der Jagd befindet. Inspektor Abberline, bekannt aus Folge 1, gesprochen von Frank Glaubrecht, muss sich nämlich nicht nur mit den Ripper-Morden auseinandersetzen, sondern auch die Untaten von Dr. Jekylls Alter Ego aufklären. Und schließlich gehört Montague John Druitt, der von Patrick Bach fabelhaft gespielte Sündenbock aus der ersten Folge, zu Dr. Jekylls Studenten. Die famose schauspielerische Leistung wird übrigens von einem stimmigen Soundtrack begleitet, der die Fantasie des Hörers beflügelt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut und Boese - Jekyll und Hyde, 13. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde (Gebundene Ausgabe)
"Dr. Jekyll and Mr. Hyde" ist die Geschichte des englischen Arztes Dr. Jekyll, der das Gute und Boese zugleichermassen in sich traegt und dessen "Boeses Ego" immer mehr Oberhand ueber seine Persoenlichkeit gewinnt. Tagsueber der ehrenwerte Arzt, wird er nachts zu Mr. Hyde, der in London sein Unwesen treibt und auch nicht vor Morden zurueckschreckt. Er ist zwiegespalten und nicht in der Lage, das "Gute" in sich zu steuern und triumphieren zu lassen. Immer wieder ueberkommt es ihn, obwohl er sich des Boesen durchaus bewusst ist. Stevenson beschreibt die Zwiespaeltigkeit, der wohl jeder Mensch obliegt, wobei die wahre Kunst darin besteht, steuernd einwirken zu koennen. Gleichzeitig ist der Roman ein Sittengemaelde Englands, der die Konventionen und moralischen Vorstellungen der damailgen Teit ueberliefert. Nicht immer spannend, aber aufschlussreiches werk ueber eine Zeit, die lange vergangen ist.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Diesseits von Gut und Böse, 13. Oktober 2009
Von 
Gerhard Mersmann "GM" (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein weltreisender und weltläufiger Schotte holte nicht nur die Kenntnisse aus entfernten Kontinenten vom Atlantik bis zum Pazifik in die Lesestuben des viktorianischen England, sondern der 1850 geborene und bereits 1894 in der Südsee verstorbene Erzähler brachte auch ein Phänomen in die Literatur seiner Zeit, das es vermittels seiner Beobachtungsgabe und epischen Qualität zu einem Stück Weltliteratur macht. Die zunächst als Schauernovelle verstandene Erzählung Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde griff insofern auf literarische Vorbilder wie Mary Shelleys Frankenstein oder Deacon Brodie von Henley auf, aber nur unter dem Aspekt von Wissenschaftler und Versuch. Auch diese Fragestellung war früh und griff bei der Frage ethischer Grenzen eines Forschungsprozesses zielsicher nach dem Kern. Darüber hinaus gelang es Stevenson, die Frage der inneren Zerrissenheit des zivilisierten Menschen in einer Tragweite zu beleuchten, die die Geschichte bis heute zu einem lesenswerten und tiefe Erkenntnisse vermittelnden Dokument macht. Die Erzählung entstand 1886, 37 Jahre vor Freuds Das Ich und das Es.

Die Geschichte von dem gut situierten Mediziner Dr. Jekyll, der ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft genannt werden kann und der zersetzenden Kraft seines Forscherdranges ist schnell zusammengefasst. Dr. Jekyll experimentiert an und mit sich herum, im Zeitalter ungebrochener Faszination anhand der exakten Wissenschaften, und stößt auf eine Tinktur, bei deren Einnahme er sich zu dem vom Bösen, Unzivilisieren und Rohen getriebenen Mr. Hyde verwandelt, der das Unbezähmbare auslebt. Durch abermalige Einnahme des Chemomixes reinkarniert sich jener Mr. Hyde in den renommierten Dr. Jekyll. Die Doppelexistenz artet dahingehend aus, als dass die Anteile Mr. Hydes an der Lebenszeit zu- und die des Dr. Jekyll abnehmen. Das Böse bricht sich die Bahn und das Zivilisierte verliert an Boden. Als Mr. Hyde erkannt eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens ermordet, verwandelt Jekyll sich zurück, doch das Böse dominiert die Natur und nun braucht die Doppelexistenz immer die Tinktur, um zu einem Dr. Jekyll zu werden. Als die gelagerten Rohstoffe für die Medizin ausgehen, nimmt das Drama seinen Lauf und die Leiche Mr. Hydes wird in den Räumen des Dr. Jekyll gefunden, während letzterer unauffindbar bleibt.

Das Debakel der Zerrissenheit ein und derselben Person wird deutlich in den unterschiedlichen Existenz- und Verhaltensformen beider Bestandteile der einen Persönlichkeit. Der Widerspruch scheint in der zivilisatorischen Leistung insgesamt zu liegen, die zivilisierte Persönlichkeit leidet unter der eigenen Barbarei und die natürliche Persönlichkeit unter dem Diktum der Zivilisation. In Stevensons Erzählung führt der Kampf beider Naturen wie selbstverständlich ins Desaster, er bringt beide um. Selbst in der Namensgebung weist Stevenson auf die Schwierigkeit einer Parteinahme zugunsten eines Zustandes hin. Dass die zivilisierte Existenz des Dr. Jekyll phonetisch auf den Schakal hinweist, ist sicherlich ebenso wenig ein Zufall wie die Namensgebung des Mr. Hyde, der das nahezu Vornehme des Versteckes suggeriert. Der enorme Wert des Buches besteht in der Fusion vor-zeitiger Erkenntnisse und epischer Tradition erster Güte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachts ist das Gehirn aktiv ..., 3. Januar 2009
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
wie am Tage, hat die neue Gehirn-Forschung festgestellt. So scheint die neue Reihe der Mitternachtsbibliothek gerade richtig zu kommen. Aber es ist ein Vorläufer von Stevenson, der in diesem Jahr den 200. Geburtstag feiert. Edgar Alan Poe ist der Vorreiter der phantastischen Schauer, die durch Angst Reizschutz erwecken, wie Freud feststellte, die aber genau in diesem Genre zur psychologischen Literatur werden.
Nachts ist das Gehirn aktiv wie am Tage, heißt also: Der Schlaf dient nicht der Erholung, sondern der Festigung oder der Problemlösung.

Der vorliegende Roman mit dem dialektischen Thema des menschliches Verhaltens oder Denkens ist ebenso, wie Stevenson (1850-1894) berichtete, aus einem Traum entstanden. Lines drawn between good and bad, eine Linie definiert die Stevenson Geschichte (1886), beide Seiten in einer gespaltenen Persönlichkeit sind sein Traum-Thema. Dieses Bild ist die Hinführung zur Pychoanalyse, zur Findung des Über-Ichs als Kontrollinstanz über das ES als das Triebhafte, dass sich im Traum das Recht nimmt, seine Freudschen Wünsche zu erfüllen.

Diese Wünsche stehen im Gegensatz zur viktorianischen Zeit und der herrschenden Moral. Eingefangen in diesem Kerker bleibt allein die Phantasie oder das versteckte Tun, um diesem zu entfliehen. Oscar Wilde konnte fünf Jahre später seinen "Dorian Gray" aus dieser Misere heraus schreiben. So mag es Stevenson auch gegangen sein. Sein Bild ist Spiegelbild der Gesellschaft und des Menschen, dessen Ich keine stabile Mitte zwischen Es (Mr. Hyde) und Über-Ich (Dr. Jekyll) findet. Die Analytische Psychologie in der Tradition Carl Gustav Jungs sieht in den beiden Titelfiguren Ausprägungen der Archetypen der Persona und des Schattens.
Stevenson beeinflusste mit diesem Roman die Horrorgattung der Literatur wie des Films. Dieser Roman zählt zu den must reads der Literatur.
In der Reihe ist auch Frankenstein erschienen, der Roman der erst 19 jährigen Mary Shelley.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Beeindrucked, 30. Januar 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dr. Jekyll und Mr. Hyde (Gebundene Ausgabe)
Ich war 13 Jahre alt, als ich dieses Buch zum erstenmal
gelesen habe und war total beeindruckt, nicht nur weil
das Buch einfach großartig ist und toll geschrieben,
nein, auch die Umstände unter denen dieses Buch entstand
haben mich so fasziniert, dass ich es einfach lesen musste.
Denn der Autor, Robert Louis Stevenson, träumte die
Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde, bis zur Verwandlungsszene, während der er unter Angstschreien
erwachte. Am nächsten Morgen begann er sie niederzuschreiben
und war innerhalb von 3 Tagen damit fertig.
Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, aber ganz
besonders denen, die von Victorianischen Krimis beeindruckt sind!!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zurecht Weltliteratur, 27. August 2002
Es ist also doch möglich: Weltliteratur, die man gerne liest!
Obwohl der allgemeine Inhalt von Jekyll & Hyde relativ bekannt ist, war es trotzdem spannend, das Buch zu lesen. Bemerkenswert der Aufbau des Werkes: Die erste Hälfte des Buches läuft die Geschichte linear ab, und der Leser wird an die merkwürdigen Vorfälle herangeführt. Die zweite Hälfte besteht dann aus Jekylls Brief an seinen Anwalt, in dem er die ganze Sache im Nachhinein aufklärt. Der erste Teil ist also die Sicht des Umfeldes, der zweite Teil ist aus der Perspektive von Jekyll.
Sehr eindrucksvoll sind die Stellen beschrieben, die die Verwandlung von Jekyll und Hyde zeigen. Auch der Zwiespalt der beiden Wesen, und Jekylls Verzweiflung über seine "Schöfpung" wird deutlich dargestellt.
Diese Werk ist der eindrucksvolle Beweis, daß ein Buch tiefsinnig, hinterfragend und zum Nachdenken anregend sein kann, und trotzdem spannend und gut lesbar. Man muß kein Philosoph mit blühender Phantasie sein, um die Bedeutung dieses Werkes zu erkennen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dem Bösen ist durch Chemie nicht abzuhelfen, 20. Juni 2013
Stevenson erzählt. Er erzählt wie jemand, der eigentlich Alles weiß und dennoch vieles nicht oder nicht gleich sagt, um seine Leser oder Hörer zu fesseln. In eher finsteren Vierteln des London der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts wird das unerhörte Vorkommnis einer Spaltung des Iches eines Menschen erzählt. Diese Spaltung wird als so echt dargereicht, dass der Leser geneigt werden oder sein könnte, an die volkstümlich geläufige Trennung zwischen "gut" und "bös" als wahrhaftig zu glauben. Dies wird in großer Spannung dardurch erreicht, dass dem Leser bis kurz vor dem Ende der Novelle stets nur die eine oder die andere Hälfte des Gespalteten wie eine eigenständige Figur vorgeführt wird, sodass er an zwei verschiedene Gestalten zu glauben bewogen ist.
Der Gipfel der Spannung ist in der Eröffnung der Verwandelung des ehrenwerten Arztes Dr. Jekyll in jenen Mr. Hyde zu erleben, der sämmtlich ohne all die allgemein als "gut" gewerteten Seiten des Doktoren ist und handelt, jedoch wie ein anderer Mensch in einem scheinbar kleineren Körper sich bewegt. Durch einen chemischen Trunk nämlich gelang es Dr. Jekyll, seine durch Gewissen und Moral unterdrückte finstere Seite zu befreien und wie ein eigenständiger Mensch auszuleben. Der eine und selbe, wenn auch je nach Umwandelung verkleinerte oder wieder rückvergrößerte Körper dient also als Gefährt so wohl für den moralisch integeren Doktor Jekyll als auch für den sonst verborgenen, rücksichtslos triebhörigen Mister Hyde. Dieser gerät durch einen Mord an einem Parlamentsmitgliede in den Focus öffentlichen Interesses, und ein Freund des Doktoren, nämlich der Anwalt Mr. Utterson, untersucht den Zusammenhang, so weit ihm dies möglich ist, bis endlich, nach dem Suizid des in die Enge getriebenen Mr. Hyde, durch schriftliche Geständnisse Dr. Jekylls Alles offenbar wird.
Die erstklassige Novelle ist durchwegs prächtig geschrieben. In einem zunehmenden, großen Spannungsbogen wird der Leser in atemloser Schwebe gehalten, bis am Ende die wenn auch unmögliche Auflösung dargereicht wird. Nichtsdestominder unterließ es der Meistererzähler R. L. Stevenson, den Denkhintergrund der Sache gründlich zu untersuchen. Wo bleibt das angeblich "Gute" nach der Spaltung? Müsste nicht das Gute zu dem verborgenen zweiten Teil des Mr. Hyde werden und nun seinerseits ein Schattendasein führen? Dann müsste aber der Mr Hyde nicht so als durch und durch "böse" dargestellt werden. Und was ist denn eigentlich das Böse? In Horrorgeschichten (auch den modernen, vertonten oder verfilmten) wird das Böse stets ungeprüft und wie selbstverständlich als eine "eigenständige Macht" oder als ein eigenständiges Wesen dargestellt. Dies ist eine (wenn auch vielleicht unbeabsichtigte) Hinter-das-Licht-Führung des Lesers, Hörers oder Zuschauers. Glaubte Stevenson ernstlich an eine solche "Existenz des Bösen"? Dass das angeblich "Böse" nur auf dem Grunde der Angst zu etwas Bösem wird oder geworden ist, bleibt gemeinhin ungenannt oder wird gar geleugnet. Das Böse ist das Jenige, darvor die Menschen Angst empfinden. Das beweist nicht, dass es von sich aus "schlecht" oder bedrohlich sei. Vielleicht irrt die Angst ja auch? Und dies lässt sich weder durch Chemie eröffnen noch beseitigen, sondern überwunden wird das vermeintlch "Böse" allein durch liebevolle Meditation, sanftmütige Vergebung des Bösen und vertrauensvolle Liebe.
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Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde
Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde von Robert Louis Stevenson (Gebundene Ausgabe - 31. August 2005)
EUR 3,95
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