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42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Gregor Samsa erwacht eines Tages in seinem Bett - sein Leben hat sich von einem Wimpernschlag zu nächsten total verändert - er ist gefangen im Körper eines Insekts, seiner menschlichen Hülle beraubt - ein unruhiger Traum, oder grausame Wirklichkeit?

Wie wird Gregors Familie, sein Arbeitgeber, seine Umwelt auf Gregors Verwandlung reagieren...
Veröffentlicht am 24. Dezember 2005 von Stephan Seither

versus
7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ausgabe der "Hamburger Lesehefte" - unfassbar!
Folgende Rezension bezieht sich nur auf die Ausgabe von Kafkas Verwandlung aus dem "Hamburger Lesehefte Verlag" (ISBN 3-87291-186-4), denn über die Großartigkeit der Erzählung ansich - die Verwandlung ist, wenn es soetwas überhaupt gibt, Weltliteratur - muss man glaube ich kaum Worte verlieren.

Jedoch fällt bei der erwähnten...
Veröffentlicht am 15. März 2011 von as it is


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42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Ohren hat zu hören, der höre!, 24. Dezember 2005
Von 
Stephan Seither (Berg / Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Verwandlung (Audio CD)
Gregor Samsa erwacht eines Tages in seinem Bett - sein Leben hat sich von einem Wimpernschlag zu nächsten total verändert - er ist gefangen im Körper eines Insekts, seiner menschlichen Hülle beraubt - ein unruhiger Traum, oder grausame Wirklichkeit?

Wie wird Gregors Familie, sein Arbeitgeber, seine Umwelt auf Gregors Verwandlung reagieren? Wird man die Situation gemeinsam meistern, oder wird man sich vom Zeitpunkt der Verwandlung an immer mehr entfremden?

Dieses Hörbuch gibt die Geschichte des Gregor Samsa ungekürzt, auf 2 CD`s, wieder!
Der Text kann als PDF-Datei dargestellt und auf 70 Seiten ausgedruckt werden.

Die vorgetragene Biografie zu Franz Kafka (1:38 Minuten) rundet die CD ab und macht Lust, sich noch tiefer auf Kafka einzulassen.

Zum Sprecher Martin May und dessen großartiger Leistung....

Den Namen "Martin May" verbinde ich selbst mit dem Film "Das Boot", dort hat er als Schauspieler mitgewirkt - als Sprecher eines Hörbuches hätte ich ihn jedoch nicht erwartet, folglich war ich überrascht sein Foto auf der Hülle dieser CD zu finden....

In Personalunion spricht Martin May den Erzähler und die beteiligten Personen aus Kafkas Werk - den verwandelten Gregor Samsa, dessen Vater, Mutter u.a.

May schafft es, jeder erwähnten Person der Geschichte, durch jeweils individuelle Stimmlage, einen hörbaren Charakter zu verleihen.

Warum sollte man sich eine gekürzte Version kaufen, wenn man hier zu kleinem Preis mehr als 126 Minuten gelungener Unterhaltung erwerben kann?
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Peng! Volltreffer!, 19. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Verwandlung (Gebundene Ausgabe)
"Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt." -- Wassn Anfang! Kafka teilt dem Leser Gregor Samsas Verwandlung in ein "ungeheures Ungeziefer" mit, als würde er feststellen, dass es draußen regnet. Keine Einleitung, keine Begründung, nur diese sachliche Feststellung -- päng! Volltreffer!
In diesem Stil geht die Erzählung weiter. Gregor Samsa ist also über Nacht zum Ungeziefer mutiert, einfach so. Niemand wundert sich darüber, auch nicht Gregor Samsa selbst; niemand forscht nach den Ursachen; man arrangiert sich irgendwie mit diesem ungeheuerlichen (!) Sachverhalt. Gregors Familie zeigt zunächst Mitleid, gemischt mit dem Bestreben, die Peinlichkeit verborgen zu halten, doch allmählich verwandelt das Mitleid sich in Abscheu. Schließlich wird der Sohn, das nunmehrige Ungeziefer, isoliert. Eine alptraumhafte Situation für alle Beteiligten entwickelt sich, und nur Gregor Samsas Tod (besser: Verenden) könnte seine Umgebung erlösen. Oder auch nicht. Eine Parabel auf die Entfremdung des modernen Menschen, geschrieben in einer Sprache, wie sie präziser nicht sein könnte.

Ob Kafka in der "Verwandlung" mitteilen wollte, wie er selbst seine Stellung innerhalb der Familie empfand? -- Vielleicht. Einiges deutet darauf hin, aber eine Interpretation nur darauf zu stützen, wäre allzu kurz gedacht. Die Stärke dieser Erzählung liegt auch in einem absurden Humor, wie er schwärzer nicht auszudenken ist. Vor allem die ersten Begegnungen des Ungeziefers mit seiner Umwelt sind geprägt von einer nicht zu überbietenden grausamen Komik, bei der einem das Lachen im Halse steckenbleibt. Man lese nur einmal die Passage, in der der Prokurist von Samsas Firma bei den Samsas erscheint und sich nach Gregors Verbleib erkundigt. Wie hier der arme Gregor sich um Kontaktaufnahme bemüht, ohne an die Wirkung zu denken, die seine äußere Gestalt auf andere haben muss, und wie der Prokurist panikartig die Wohnung verlässt, das ist ein furioses Meisterstück, das die absurden Theaterstücke etwa eines Ionesco blass aussehen lässt.
Und genau das ist es, was in meinen Augen die "Verwandlung" zu einer der besten Erzählungen aller Zeiten macht: Der lakonische Ton des ersten Satzes setzt sich durch die gesamte Erzählung hindurch fort und steht in krassem Gegensatz zu der "ungeheuerlichen Begebenheit", die hier erzählt wird. Eine groteske Wirklichkeit, der die menschliche Sprache nicht mehr gewachsen ist; ein Alptraum, zu dessen Schilderung die Worte fehlen. Eine Katastrophe, die zur Farce wird.
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen als Reise ins eigene Unterbewusstsein, 7. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Verwandlung: Leipzig 1916 (Taschenbuch)
Was in aller Welt hat das denn nun wieder zu bedeuten? Da wacht einer namens Gregor Samsa morgens auf und hat sich in ein riesiges Insekt verwandelt. Und der arme Leser soll sich einen Reim darauf machen. Gibt es eine Meinung, eine Intention, die der Autor auf gerissene Art und Weise irgendwo zwischen den Zeilen versteckt hat?
Nein, die gibt es natürlich ist. Kafkas Kunst ist es Bücher oder Kurzgeschichten zu schreiben, die unglaublich weit definierbar sind und somit für jeden Leser eine andere Intention innehaben. Wofür könnte die Verwandlung stehen? Krankheit, Leid, Trennung, Tod, Unglück, Depressionen, Entfremdung, Sinnentleerung oder Beginn eines neuen Lebensabschnittes stellen nur einen Bruchteil möglicher Bedeutungen dar. Ebenso vielfältig lassen sich die seltsamen drei Untermieter und nicht zuletzt Gregors Familie betrachten, die nicht weiß, was sie mit dem neuen, leicht veränderten, Sohnemann anfangen soll.
Fazit: eine Herausforderung an den Leser! Eine richtige Interpretation gibt es nicht. Vielmehr sagt die jeweilige Interpretation vielmehr über den Leser, als über das Werk aus. Lesen als Selbsterfahrung!!!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familie unter sich, 17. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Verwandlung: Leipzig 1916 (Taschenbuch)
Die Verwandlung ist sicher Kafkas radikalste, direkteste Erzählung, verlangt geradezu nach Deutung, was sie zur idealen Schullektüre macht. Sie bietet nicht die Grundlage für Horrorphantasien, wie Therapeutenerkenntnisse, mit ihr spinnt der Autor sein Thema der Einsamkeit fort, die einen Menschen sich in sich verpuppen läßt. Die Psychologie besitzt dafür die passenden Begriffe. Kafkas Verdienst ist es, uns in Samsas Welt hineinzuziehen. Wie stehen ihm nicht gleichgültig gegenüber, auch wenn die Realität mehr und mehr verschwimmt, hinterläßt sie Ängste, Beklemmung, sucht man verzweifelt nach einem Ausgang, der sich nicht auftut. Was eine Familie sich selbst anzutun vermag, findet hier zwischen vier Wänden statt. Es muss nicht immer ein plötzlich über einen hereinbrechender Prozess sein, kein Schloss, dem man sich verzweifelt zu nähern versucht, es ist das so genannte eigene Fleisch und Blut, dass einen erschaudern läßt. Kafka besaß die Sprache, um die Erzählung nicht in eine banale Horrorgeschichte abgleiten zu lassen. Trotz einiger Schwächen in der Überzeichnung vergisst man Gregor Samsa so leicht nicht. Er könnte nebenan an wohnen. Oder noch näher.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beschreibung eines willkürlichen Ereignisses, 7. November 2005
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Verwandlung (Audio CD)
Franz Kafka beschreibt in seiner Erzählung einen jungen unverheirateten Mann, der eines morgens nach dem Erwachen feststellt, dass er sich in ein großes Insekt verwandelt hat. Zunächst glaubt nicht so recht an seine neue Körperform. Er bemüht sich seine üblichen Verpflichtungen nachzukommen, muss aber feststellen, das die Veränderung von Dauer ist und das sie sein Leben nachhaltig in allen Bereichen verändert.
Er kann seinen Beruf nicht länger wahrnehmen. Der Kontakt zur übrigen Familie und zu dem Personal bricht fast völlig ab. Seine Eßgewohnheiten ändern sich, er wird zum Aasesser. Doch es entstehen auch neue bisher nicht gekannte Freiräume und Möglichkeiten. Er vermag problemlos senkrechte Wände hochzuklettern und sogar kopfüber an der Decke zu kleben.
Der Protagonist Gregor Samsa ist der Haupternährer seiner Familie, das sind seine Eltern und seine Schwester. Die vorhandenen Rücklagen erlauben es zunächst, den erworbenen Wohlstand beizubehalten. Doch die Ersparnisse schmelzen und man nimmt Untermieter in der großen Wohnung auf. Da das Geheimnis, mit einem großen Insekt in einer Wohnung zu leben, sich nicht auf Dauer verheimlichen lässt, kommt es zu einer Auseinandersetzung mit den zahlenden Gästen.
Die Verwandlung könnte die Metapher für eine tödlich verlaufende Krankheit sein. Krankheiten sind meist über Nacht auf einmal plötzlich da. Je nach Heftigkeit entstellen sie den Körper des befallenen Menschen. Wer krank ist, kann seinem Beruf nicht nachgehen. Krankheiten haben Folgen im gesamten Umfeld des Betroffenen. Auch die Neugestaltung des bewohnten Zimmers ist oft notwendig. Geschmack, Neigungen und Interessen verändern sich.
Die Erzählung ist gut lesbar und spannend geschrieben. Kafka ist ein Schriftsteller, dem die deutsche Sprache vollauf genügt. Er kommt ohne Fremdwörter aus. Sein Stil ist gestochen scharf, er protokolliert in der Art eines Rechtsanwaltes. Stellt Fakt neben Fakt und gibt doch dem Leser seine wahren Intensionen nicht preis.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine von Kafkas berühmtesten surrealen Erzählungen, 18. August 2004
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Verwandlung: Leipzig 1916 (Taschenbuch)
Kafkas Erzählung "Die Verwandlung" spiegelt im Schicksal eines Einzelnen den moralischen Zustand der Gesellschaft: Durch Gregor Samsas Verwandlung in einen hässlichen Käfer vermittelt Kafka dem Leser das Selbstbild eines jungen Mannes, der durch den Willen seiner Familie auf die Funktion des Dienens und Helfens reduziert worden ist. Zugleich ist die Verwandlung aber auch ein Protest gegen die Forderungen und Erwartungen der Familie. Die gleichnishafte Erzählung lässt die Unfreiheit, Erniedrigung und Ausbeutung geradezu schmerzhaft deutlich werden, welche die bis in die Familien hineinreichenden autoritären Strukturen der modernen Gesellschaft schaffen und denen sich das Individuum willenlos fügt. Letztlich gelingt es Gregor Samsa nur, sich zum Preis der Verwandlung aus seiner Versklavung zu lösen, doch trotz dieser scheinbaren Befreiung bleiben seine Gewissensbisse und sein Gefühl der Pflichtverletzung weiter bestehen. Auch heute noch kann dem Leser bei der Lektüre von Kafkas "Verwandlung" eindringlich seine Abhängigkeit von Autoritäten bewusst werden, auf die er keinen Einfluss hat. Lesenswert ist die Erzählung aber vor allem auch wegen Kafkas unnachahmlicher Kunst, die surreale, tragikomische Handlung durch seine Sprache real werden zu lassen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flucht vor dem Leistungsdruck?, 21. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Verwandlung: Leipzig 1916 (Taschenbuch)
Die Verwandlung ist sicherlich eines der griffigsten Werke von Franz Kafka. Es ist einfach immer wieder schier unglaublich, wie viel Freude man an den ausgefeilten, skurrilen, genialen Dialogen und Monologen haben kann! Ich wurde infiziert durch das Schloss, habe dann mit "Der Prozess" weitergemacht und bin am vorläufigen Ende meiner Kafka Periode bei "Die Verwandlung" angekommen.
Das Thema passt einfach wunderbar in die Zeit, über die absurde Verwandlung des Gregor Samsa und den daraus resultierenden Problemen, die eine solche Mutation im Alltag nach sich zieht, wird der verzweifelte Versuch eines Individuums, den Zwängen der Gesellschaft zu entfliehen, in Szene gesetzt.
Ich gehe so weit zu behaupten, dass selbst wenn einem der tiefere Sinn eines Kafka Werkes verborgen bleibt, man dennoch unglaublich viel Spaß an diesen haben kann!
Kafka führt die Prozesse unserer Gesellschaft immer wider ad absurdum und das mit ungeschlagener Brillanz. Ich darf es mir eigentlich gar nicht anmaßen ein solches Werk bewerten zu wollen, aber da das hier eine Bedingung ist, gibt es 5 Sterne!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Will kein Käfer sein, 1. April 2009
Von 
M. Pilt "Psyangel" (Pforzheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Verwandlung (Gebundene Ausgabe)
Geschichte: Gregor steht morgens auf und bemerkt das was nicht mit ihm Stimmt. Sein ganzer Körper hat sich geändert....er ist sowas wie ein riesen Käfer.

Die Geschichte ist sehr tragisch!!! Mir hat sie sehr gut gefallen (und ich frage mich warum meine Lehrer uns so einen Mist wie "der Vorleser" oder "Nora, ein Puppenheim" vorgesetzt haben!!!). Bin schon auf weitere Sachen die ich noch von Kafka vor mir hab gespannt. Jedoch frage ich mich mal wieder warum sich Leute an dem Buch so aufhängen und soviel hineininterepretieren. Kafka hatte halt einen Alptraum oder eine gute Idee gehabt. So wirklich Tiefgründigen Hintergrund fand ich nicht. Vielleicht "es ist schwierig anders zu sein" oder einfach "Käfer sein ist doof".
Die Geschichte ist aber richtig schön finster, kein Happy End und man kann sich richtig gut hinein versetzen...voll meinen Nerv getroffen...eine der wenigen Lektüren die in der Schule gelesen werden mit der ich mich echt anfreunden kann. Daumen hoch für den Psycho-Kafka.
Buch ist sehr zu empfehlen, man kommt kaum von los. Man denkt manchmal man kriecht selber auf dem Boden im Staub rum oder hat den Apfel im Rücken stecken.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben als Ungeziefer, 5. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Verwandlung: Leipzig 1916 (Taschenbuch)
"Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt" - mit diesem Satz beginnt die Erzählung Franz Kafkas „Die Verwandlung". Einerseits ist dieser Satz sehr berühmt geworden und andererseits weist dieser Satz eine kleine Besonderheit auf: es ist von einem „Ungeziefer" und nicht von einem „Käfer" die Rede, ein interpretatorisches Missverständnis, dass die ganze Interpretation präjudiziert. Gregor ist ein junger Handlungsreisender, der unter seinem Beruf, seinen Vorgesetzten und seiner Familie leidet. Eines Morgens erwacht er als „Ungeziefer". Trotz dieses Zustandes will er sein normales menschliches Leben weiterführen - auch seine Familie reagiert ungewöhnlich auf diese Veränderung, sodass wir hier eine absurde, eine „kafkaeske" Situation vorliegen haben. So wird Gregors Verwandlung die Geschichte einer Ausgrenzung aus Familie und Beruf, bis dieses Wesen schließlich vollkommen verschwindet, was bei einem Ungeziefer ja zu allgemeiner Erleichterung führt. Was macht diese kurze Erzählung so lesenswert? Einerseits ist es die unerhörte Begebenheit der Verwandlung eines Menschen in ein Ungeziefer und die Reaktion seiner Umwelt darauf. Andererseits ist es die lakonische, schmucklose, aber sehr intensive Prosa, die Kafka verwendet. Meiner Meinung nach gehört die „Verwandlung" zum Kanon der Werke der Literatur, die man gelesen haben muss.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sich selber sehen, so wie man wirklich ist, 29. April 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Verwandlung: Leipzig 1916 (Taschenbuch)
Der Konflikt besteht darin, dass sich ein Mensch in einen Käfer verwandelt hat. Der eigentliche Konflikt ist aber wohl der Tatbestand, dass Gregor seinen Beruf nicht gern ausübt (Zugreisen, Anschlüsse heraussuchen etc.). Des weiteren leidet er unter den Intrigen in der Firma und einem grossen Misstrauen ihm gegenüber. Die Angst vor seinem Chef ist so gross, dass er darüber mehr nachdenkt, als an eine Möglichkeit, wie er aus der misslichen Lage des Käferdaseins wieder herauskommen könnte. Die Sorgen um seine berufliche Existenz und die der Familie beherrschen Gregor. Es fällt auf, dass er eine sehr liebevolle Rücksichtnahme, ja sogar ein Pflichtgefühl seiner Familie gegenüber hat. Es macht ihm z.B. grosse Sorge, sie nicht durch ein plumpes Runterfallen aus dem Bett zu erschrecken.

Die Reaktion der Familie ist die, dass sie bei seinem Anblick mit Ekel erfüllt ist; man scheucht ihn wieder in sein Zimmer und schreckt selbst vor Misshandlungen nicht zurück.

Die Frage ist, ob die Verwandlung in ein Insekt wirklich geschieht, oder aber ob Gregor an diesem Morgen seine missliche und hoffnungslose Situation im Leben plötzlich erkennt: seine devote Haltung der Familie gegenüber, seine Schwäche, sich zu entscheiden (z.B. seine Stellung zu kündigen und sich beruflich zu verändern), der fehlende Freundeskreis und letztlich das Akzeptieren, dass er der Alleinverdiener der Familie ist. Am Ende sehnt er sich sogar nach dem Tod.

Hervorragende Literatur und eines der Meisterwerke von Kafka. Der Deutungsmöglichkeiten gibt es viele, so wie man auch autobiografische Züge erkennen kann. Gehört für mich in jeden Bücherschrank.
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Die Verwandlung
Die Verwandlung von Franz Kafka (Gebundene Ausgabe - 31. März 2005)
EUR 3,95
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