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am 21. Dezember 2011
Jörg-Peter Findeisen ist nicht nur ein profunder Kenner der Geschichte Schwedens, sondern auch der Geschichte des Dreißigjährigen Krieges. Daher ist es naheliegend, das Findeisen sich an einer Biographie des Axel Oxenstierna, des schwedischen Reichskanzlers zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1612 - 1654), versucht hat, die man nur als äußerst gelungen bezeichnen kann.
Dieses vierhundertfünfzig Seiten starke Buch hat es wirklich in sich. Findeisen breitet vor dem Leser nicht nur das Leben dieses Ausnahmepolitikers seiner Zeit aus, der wie kein Zweiter die Außenpolitik seines Landes mitprägte und somit erheblichen Einfluss auch auf Deutschland hatte, sondern zeichnet zugleich ein beeindruckendes Panorama Schwedens, der zweiten Hälfte des Dreißigjährigen Krieges (nach dem Eingreifen Schwedens in den Konflikt) sowie der umfangreichen Friedensverhandlungen von Münster und Osnabrück.

Findeisen beginnt sein Buch mit dem Tod Gustav Adolf II. in der Schlacht von Lützen 163, als wichtigste Zäsur im Leben des Reichskanzlers, der damit vom Berater seines Königs praktisch zum Entscheider aufstieg und die Politik Schwedens in den folgenden Jahren nachdrücklich bestimmen sollte.
Nach dieser Einführung ist Findeisens Buch chronologisch gegliedert. Zunächst zeichnet der Autor ein Bild von Schweden zur Zeit Oxenstiernas, bevor er die Familie vorstellt und die Jugendzeit sowie ersten Jahre im Dienste des schwedischen Königs Karl IX. darstellt. Der Leser erhält somit die notwendigen Grundkenntnisse von Oxenstiernas Herkunft und der Einbindung dessen Familie in die schwedische Adelsgesellschaft. In den folgenden Kapitel beschreibt Findeisen Axel Oxenstiernas zunächst behutsamen ersten Schritte als Außenpolitiker und Berater des jungen König Gustav Adolf II. nach seiner Berufung zum Reichskanzler 1612 in den Auseinandersetzungen mit Dänemark und den inneren Reformen, die die Voraussetzungen für den Aufstieg der schwedischen Großmachtstellung bildeten. In den folgenden sieben Kapiteln wird Schwedens Rolle im weiteren Verlauf des Dreißigjährigen Krieges beschrieben. War Axel Oxenstierna 1628 keineswegs überzeugt von der Ansicht seines Königs in das Geschehen einzugreifen, unterstützte er diesen stets loyal von der Heimat aus durch Zuführung von Geldern und neuen Truppen. Er musste den Krieg des Königs vor dem heimischen Adel als für Schweden sinnvoll verkaufen.
Kurz vor der Schlacht von Lützen trafen König und Kanzler ein letztes Mal zusammen, um sich miteinander abzustimmen, ein letztes Wiedersehen des so zielstrebig voranschreitenden schwedischen "Führungsduos". Ein Jahr später führte der loyale Kanzler und Freund Gustav Adolf II. dann als Vertreter Schwedens in Deutschland das Vermächtnis seines Königs weiter fort, hatte faktisch den Oberbefehl über die Streitkräfte und alle Verhandlungen mit dem Gegner, legitimiert durch den schwedischen Reichsrat der für die noch minderjährige Tochter Gustav Adolf II. Kristina die Vormundschaft ausübte. Faktisch hatte Oxenstierna fast alle Machtbefugnisse des Königs, setzte diese aber nicht zum eigenen Vorteile oder um sich selbst zum Herrscher aufzuschwingen ein, sondern im Sinne der Politik Gustav Adolfs II. Nachdem Oxenstierna die schwedischen Richtlinien für die Verhandlungen während der Beratungen des Westfälischen Friedens in Osnabrück und Münster bestimmt hatte, entzweite sich das Verhältnis zur jungen Königin Kristina immer weiter und Oxenstierna trat 1654 von seinen Ämtern zurück und starb nicht einmal ein halbes Jahr später.

Findeisens gut recherchiertes, stets unterhaltsames und äußerst interessantes Buch vermittelt dem Leser ein umfangreiches Bild sowohl von der Persönlichkeit als auch von der Politik einer der bedeutendsten Politikers Schwedens in der Frühen Neuzeit, den der Autor auf eine Stufe mit Richelieu stellt. Zugleich ist diese Biographie auch eine Darstellung des Dreißigjährigen Krieges aus schwedischer Sicht und somit auch aus diesem Aspekt unbedingt lesenswert. Ich kann diese hervorragende Biographie nur mehr als empfehlen!
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am 7. Juni 2012
Wenn das Buch ein Deutschaufsatz wäre, dann würde der Lehrer "Thema verfehlt" darunter schreiben. 80% des Buchs handelt von Gustav Adolf und nicht von Oxenstierna.

Oxenstierna bleibt in diesem Buch immer irgendwie eine Schattengestalt, sehr unpersönlich. Man erfährt nicht, was ihn bewegt hat, kaum etwas Persönliches.

Wenn ich nach der Lektüre des Buches Oxenstierna charakterisieren müßte, müßte ich mit den Achseln zucken, weil überhaupt nichts rübergekommen ist.
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am 23. Februar 2010
Der Autor erzählt nicht nur viel über die Person Oxenstierna,Nein er streift spannenderweise auch die Zeit vorher.Der Dreißigjährige Krieg wird sehr schön außgebreitet.Ein Genuß für jeden der mehr über diese Zeit erfahren möchte.Unbedingt lesen.
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