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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein literaturgeschichtlich und kulturgeschichtlich interessantes Buch, durchaus nicht nur für kluge Frauen., 25. März 2014
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Extravagante Engländerinnen: adelige Landpartie zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerparty (Gebundene Ausgabe)
Was geht mich der Adel an? So könnte man fragen, und dieses Buch schnell zur Seite legen. Doch will man unser Nachbarland England und seine besondere Geschichte, die gerade in den aktuellen Auseinandersetzungen um seinen Status in der EU wieder virulent werden, besser verstehen, muss man etwas wissen über die Geschichte des Adels in diesem Land. Denn in kaum einem anderen europäischen Land hat der Adel noch heute eine solche Bedeutung wie in England.

Entsprechend dem Motto des Elisabeth Sandmann Verlags („Schöne Bücher für kluge Frauen“) widmet sich das vorliegende Buch von Luise Berg-Ehlers, einer passionierten Englandkennerin, der Rolle und der Bedeutung des weiblichen Adels in England und seiner oft unterschätzten Macht.

Da geht es nicht nur um die Königin und andere politisch aktive Ladys, sondern auch um die Bedeutung adliger Gärtnerinnen für die besondere Gartenkultur der Insel und vor allen Dingen in einem langen Kapitel um die Literatur als weibliche Domäne. Die Mitford-Schwestern, Vita Sackville-West. Edith Sitwell, Virginia Woolf, Sybille Bedford Und die berühmte Jane Austen werden ausführlich beschrieben und ihre Lebensumstände dokumentiert. Das gesellschaftliche Leben und die Partys erhalten ein eigenes Kapitel und auch die Dienerinnen werden nicht vergessen. Denn „ohne die Dienerinnen keine Ladys“.

Es ist ein literaturgeschichtlich und kulturgeschichtlich interessantes Buch, durchaus nicht nur für kluge Frauen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben englischer Aristokratinnen, 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Extravagante Engländerinnen: adelige Landpartie zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerparty (Gebundene Ausgabe)
Luise Berg-Ehlers widmet sich in ihrem Buch „Extravagante Engländerinnen“ dem Leben englischer Aristokratinnen. Sie portraitiert Frauen, die zu ihrer Zeit versucht haben, den gesellschaftlichen Normen zu entfliehen, sich von ihren Geschlechtsgenossinnen zu unterscheiden und die eigenen Interessen durchzusetzen. In ihrer Einleitung schreibt die Autorin, dass der Einfluss dieser Frauen in Kultur und Gesellschaft wiederzufinden ist. Dabei handelt es sich nicht nur um Königinnen wie Elisabeth I. und Eleonore von Aquitanien, sondern auch um Frauen, die erst dadurch adelig geworden sind, „dass entweder ihr Vater, ihr Mann oder sie selbst in den Adelsstand erhoben wurden“.

Fotos und Illustrationen, mal klein, mal über eine Doppelseite verteilt, schmücken den Text und geben einen kleinen Einblick in die damalige Zeit. So findet sich im ersten Kapitel ein großes, sepiafarbiges Foto von Königin Victoria umgeben von Mitgliedern der königlichen Familie aus dem Jahre 1898. Im zweiten Kapitel werden Gärten der Adeligen gezeigt. Beschrieben wird hier die Leidenschaft zur Gärtnerei, als eine Art Zufluchtsort, ein Labyrinth, als Ausgleich zum gesellschaftlichen Leben. Viele Gärten, die im 17. und 18. Jahrhundert entstanden sind, existieren noch heute und finden bei Botanikern ein großes Maß an Beachtung.

Das wohl interessanteste Kapitel in diesem Buch befasst sich mit der Literatur und beschreibt Schriftstellerinnen, die sich mit ihren Werken politisch, gesellschaftskritisch und journalistisch einsetzen. Zu diesen gehören vier der sechs Mitford-Schwestern, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Während Diana ihren Mann wegen des Faschistenführers Oswald Mosley verließ, konnte sich Unity als eine enge Freundin Hitlers bezeichnen. Jessica kleidete sich mit den Symbolen Hammer und Sichel und floh mit einem Neffen Churchills, um in Spanien im Bürgerkrieg zu kämpfen. Nancy steckte all ihre Energie ins Schreiben von Büchern, mit denen sie für den Unterhalt sorgen konnte, weil ihr Ehemann arbeitslos war. Doch so verschieden die Schwestern auch sein mochten, es verband sie die Liebe zum Schreiben. Jessica wanderte bspw. in die USA aus, setzte sich für die Bürgerrechtsbewegung ein und machte eine Karriere als Journalistin. Nancy schrieb Romane wie „Wigs on the Green“ (Landpartie mit drei Damen) und „The Pursuit of Love“ (Englische Liebschaften).

Neben den Mitford-Schwestern, werden u.a. auch Virginia Wolf und Jane Austen vorgestellt. Dabei geben Bilder und Zitate einen Einblick in das Leben der Schriftstellerinnen. Virginia Wolf, die bekannt ist für ihre Werke „The Voyage Out“ (Die Fahrt hinaus) und „A Room of One’s Own“ (Ein Zimmer für sich allein), ist auf einer Lithografie von Edgar Holloway zu sehen. Ein Zitat von ihr lautet: „Um die Wahrheit zu sagen, zu schreiben ist das wahre Vergnügen, gelesen zu werden ist nur Nebensache.“ Auf einem Foto sieht man das Esszimmer in Chawton Cottage mit dem Mobiliar von Jane Austen. Diese erhielt für ihre Werke den Status einer Klassikerin, nicht zuletzt wegen ihrer anschaulichen Beschreibungen des Landlebens mit den Gesellschaften, Dinner Partys, Parks und Gärten. In ihren Romanen „Verstand und Gefühl“ und „Stolz und Vorurteil“ findet man Kritik an ihren Geschlechtsgenossinnen. Darüber hinaus zeigen sie, dass Bälle und andere Vergnügungen ein Heiratsmarkt sind. In „Stolz und Vorurteil“ schreibt sie: „Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein alleinstehender Mann, der ein beträchtliches Vermögen besitzt, einer Frau bedarf.“ Da Jane Austen kein Vermögen besaß, war sie auf dem Heiratsmarkt eher unbedeutend. Ausgemacht hat es ihr jedoch nichts, denn viel wichtiger waren ihr ihre Romane.

„Extravagante Engländerinnen“ entführt uns anschaulich, bunt und sachlich-nüchtern in eine andere Zeit und gibt einen Überblick über die Taten englischer Aristokratinnen. Optisch und inhaltlich ist das Buch interessant gestaltet und lässt keine Fragen offen.

© Bücherstadt Kurier
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extravagante Engländerinnen, 7. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Extravagante Engländerinnen: adelige Landpartie zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerparty (Gebundene Ausgabe)
Schöne Bücher für kluge Frauen, wieder ein Buch aus der Elisabeth Sandmann Galerie >> Extravagante Engländerinnen <<. Luise Berg - Ehlers, widmet sich in diesem Buch englischen Aristokratinnen, die zeitlebens aus dem engen Korsett gesellschaftlicher und familiäre Konventionen auszubrechen versuchten. Darunter die Schriftstellerin Virginia Woolf sowie die verwegenen Midfort- Schwestern oder die exzentrischen Damen Edith Sitwell oder Ottoline Morrell. Jane Austen, Vita Sackville-West und Elizabeth von Armin schrieben sich mit ihren Büchern frei, und handfeste Schlossherrinnen wie die Duchess of Devonshire entdeckten im Hühnerstall das Lebensglück. Mehr Glamour konnte von Edwina Mountbatten, Vizekönigin von Indien, und der vom Königshaus gemiedenen Herzogin von Windsor erwartet werden. Sie alle und viele mehr, werden in diesem Buch aus dem Elisabeth Sandmann Verlag München porträtiert, das uns zu Englands großen und kleineren Landsitzen führt und von einem Leben erzählt , das es so längst nicht mehr gibt. Denn damit die adeligen Familien ein ihnen angemessenes Leben führen konnten, dazu gehörten große Gesellschaften, elegante Bälle, Fuchsjagden, üppige Picknicks, Bootsausflüge, Kricket, Polo, Tennis, Nachmittagskonzerte und Abendsoireen, musste eine Armada an Bediensteten dafür Sorge tragen, dass sich kein Staubkorn auf silbernen Teekannen niederließ, die Damen bestens und mehrmals am Tage anders gekleidet waren, Breakfast , Lunch, Tea und Dinner üppig ausfielen, der Portwein wohltemperiert und die Gartenanlagen tadellos gepflegt waren.( Klappentext ) Auch hier wieder in diesem Buch, die inhaltliche Auflistung. Die weibliche Macht des Adels in England.-Es lebe die Königin.-England, das Land der Gärten.- Literatur als weibliche Domäne.- WE DANCED ALL NIGHT.-Unter den Treppen. 138 Seiten voller Wahrnehmung und Schönheit des Adels in England. Hervorragende Farbaufnahmen, jede Seite anders gestaltet,das ganze Buch erinnert an >> Die Welt von Downton Abby <<. In keinem anderen europäischen Land, hat der Adel noch heute eine solche Bedeutung wie in England. Ein tolles Buch mit adeligen Liegenschaften. Für den Leser ein Genuss.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ein Kuss auf die Wange ist zur Begrüßung wirklich vollkommen ausreichend, schließlich sind wir nicht beim französischen, 19. April 2014
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Extravagante Engländerinnen: adelige Landpartie zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerparty (Gebundene Ausgabe)
Militär" (Lady Diana Cooper, S.114)

Das Cover dieses Buches kannte ich bereits, denn es wird in einem Buch über Hühner, das ich im Herbst vergangenen Jahres rezensierte, auch gezeigt und hat mich des etwas eigenwilligen Motivs wegen schon damals amüsiert.

Die Autorin Luise Berg-Ehlers steht britische Aristokratinnen zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerpartie vor, speziell solche, die aus dem engen Korsett gesellschaftlicher und familiärer Konventionen auszubrechen versuchten.

Das Buch ist bebildert. Unter den Bildern sind auch alte Fotos zu finden, so etwa von der Gräfin Elisabeth von Arnim, deren Buch "Elisabeth und ihr Garten" ich vor langer Zeit gelesen habe. Sehr gut geschrieben und dabei informativ ist das Kapitel im vorliegenden Buch, das sich mit England als Land der Gärten und adeligen Gärtnerinnen befasst, ein Thema, das immer wieder in Gartenbüchern zu Sprache gebracht wird und diese Damen mit ihren grünen Daumen sehr sympathisch macht. Auf dem Cover ist übrigens die Herzogin von Devonshire abgebildet, eine tüchtige Dame, die aufgrund ihrer Tüchtigkeit in ihrem "farmshop" den Unterhalt ihres großen Anwesens generieren konnte.

Man lernt adelige Schriftstellerinnen und Lyrikerinnen aus England kennen, so etwa die von mir geschätzte Virginia Woolf und auch Sybille Bedford, deren Bücher mir auch sehr gut gefallen, einige davon habe ich rezensiert. Eine intelligente Autorin, die hervorragend schreiben kann.

Doch ich will nicht zu viel verraten. Wer sich über die Ladys und ihre Gepflogenheiten kundig machen möchte, wird das Buch mit Vergnügen lesen. Erwarten Sie bitte keine Yellow-Press- Nachrichten. Die finden Sie hier nicht. Ich sage nur: "sophisticated".

Empfehlenswert.
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Extravagante Engländerinnen: adelige Landpartie zwischen Herrenhaus, Gartenidylle und Dinnerparty
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