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Die Renaissance markierte die Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Sie überwand das mittelalterliche Weltbild. Renaissance heißt Wiedergeburt - gemeint war die Wiedergeburt der Antike. Das beschränkte sich aber nicht nur auf die Kunst, auch die Wissenschaften und die antike Staats- und Gesellschaftsordnungen fanden eine Wiederbelebung.

Ein weiteres Phänomen der Renaissance war die "Entdeckung der Frauen". Sie wurden von den Männern entdeckt als Herrscherinnen, Künstlerinnen und Lebedamen. Aber auch die Frauen um 1500 entdeckten sich selbst und ihre neuen Möglichkeiten.

Thomas Blisniewski, bereits mehrfach Autor der beliebten "Frauen"-Buchreihe des Elisabeth Sandmann Verlages, erzählt in dem reich illustrierten Bild-Text-Band von Frauen, die den Männern damals auf Augenhöhe begegneten, ja sogar in männliche Domänen einbrachen.

Anhand von Frauenbildnissen aus dem 15. und 16. Jahrhundert macht Blisniewski mit den neuen künstlerischen Auseinandersetzungen vor fünfhundert Jahren bekannt. Die Künstler versuchten die Gesetzmäßigkeit des Schönen aufzudecken und neue Regeln zu normieren. Das war eng verbunden mit dem Selbstbewusstsein der Künstler und vielen ihrer Modelle. So sind eine Fülle von Frauenporträts entstanden, die im Gegensatz zur mittelalterlichen Kunst immer mehr einen weltlichen Bezug hatten.

Die Porträtskizzen sind in vier Kapitel unterteilt. Den Auftakt machen "Künstlerinnen und Dichterinnen", die mit ihren Kunstwerken Anerkennung und Nachhall erfuhren. Unter "Herrscherinnen und Mäzeninnen" lernt der Leser seltene Beispiele kennen, wo Frauen damals durchaus große Verantwortungen übertragen wurden.

Ein weiteres Kapitel macht mit "Heiligen und Kurtisanen" bekannt, denn bei aller Antikenbegeisterung waren religiöse Bildthemen weiterhin aktuell und darstellenswert. Den Abschluss bildet die "idealisierte Frau". Hier versuchten die Künstler durch idealschöne Frauenkörper Natur und Ideal in Einklang zu bringen.

Neben den informativen Texten besticht der Band vor allem durch seine rund sechzig großformatigen Gemäldeabbildungen, darunter Werke von Botticelli, da Vinci, Dürer, Michelangelo, Tizian, Cranach, Giorgione u.v.a. Sie werden ergänzt durch Bilder von Malerinnen wie Sofonisba Anguissola, Lavinia Fontana und Catharina van Hemessen.

Fazit: Wieder ein wunderbares und schön anzuschauendes Buch aus dem Elisabeth Sandmann Verlag, das einen bisher wenig beachteten Aspekt der Kunstgeschichte beleuchtet.

Manfred Orlick
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am 29. August 2011
Der Kunsthistoriker und Philosoph Thomas Blisniewski veröffentlicht nach den beiden Werken "Frauen, die den Faden in der Hand halten" (2009) und "Mütter, die im Bilde sind" (2010) mit dem hier vorliegenden Band "Die Entdeckung der Frauen in der Renaissance" sein drittes kunstgeschichtliches Buch über Frauen in Folge beim Elisabeth Sandmann Verlag.

In ihm beschäftigt er sich mit der revolutionären Kunstepoche der Renaissance, der er unter dem Titel "Zwischen Wandlung und Neubeginn" zunächst einen sehr informativen kunsthistorischen Essay widmet. Es war diese Epoche, die den Mensch in den Mittelpunkt unterschiedlicher Betrachtungen rückte. Man war der Überzeugung, menschliche Würde sei nur durch eine umfassende Bildung zu erreichen. So kam es, dass auch Frauen von höherem Rang und Stand plötzlich ungeahnte Möglichkeiten für sich entdecken konnten und sie auch nutzten.

Thomas Blisniewski stellt sie in diesem Buch vor, mit Kurzbiographien und Gemälden zum Teil berühmter Meister, mit denen diese Frauen sich auf Augenhöhe bewegten.

Da sind:

* Künstlerinnen und Dichterinnen
* Herrscherinnen und Mäzeninnen
* Heilige und Kurtisanen

In einem abschließenden Kapitel befasst sich Blisniewski mit dem Thema "Die idealisierte Frau" und zeigt an 18 Beispielen, die die Epoche der Renaissance beherrschende Tendenz, im Bezug auf antike Mythen und biblische Frauenfiguren sozusagen ideale Frauenfiguren zu schaffen, und insbesondere die tugendsamen Heldinnen aus dem Alten Testament ( z., B. Judith) in ihrer Darstellung zu sexualisieren.

Ein weiterer empfehlenswerter Band von Thomas Blisniewski, dem es mit gut ausgewählten Bildern und knappen, aber instruktiven Texten hervorragend gelingt, dem Leser und Betrachter einen lebendigen Eindruck einer Epoche zu vermitteln, die nicht nur in der Kunst eine Zeitenwende einleitete, die alle weiteren Epochen beeinflusste.
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Das Vorwort wurde bereits erwähnt. Auch zu jedem Kapitel erhält der Leser eine sehr informative und allgemeinverständliche Einführung, an die sich jeweils ein großformatig abgedruckter Ausschnitt aus einem der im Kapitel vorgestellten Bilder anschließt.
Jedem dieser Bilder ist eine Doppelseite gewidmet. Das Bild (mit Kurzinformationen: Künstler mit Geburts- und Sterbejahr, Titel, Entstehungsjahr, Eigentümer) selbst umfasst eine Seite; in wenigen Fällen ragt es formatbedingt in die gegenüberliegende Textseite hinein. Der Text gibt Informationen zu Maler, portraitierter Person und Kontext und liefert zudem interessante Denkanstöße. Bisweilen ist am Rand der Textseite ein ungewöhnliches oder besonders beachtenswertes Detail abgebildet.
Wie alle Frauenbücher des Verlags bietet dieses nicht nur eine Fülle an Informationen und kann mit hochwertigen Abbildungen interessanter, sorgfältig ausgewählter Kunstwerke zu einem so ungewöhnlichen wie fesselnden Thema aufwarten, es ist auch mit sehr viel Liebe aufgemacht; so wurden die Hintergrundfarben für die Texte perfekt auf die gegenüber abgedruckten Gemälde abgestimmt und manche Texte mit einem zarten, gerade erahnbaren monochromen Ausschnitt aus dem jeweiligen Gemälde hinterlegt. Alles zusammen ergibt ein wahres bibliophiles Juwel, ein Buch, das man gern immer wieder zur Hand nimmt, durchblättert - um sich früher oder später festzulesen.
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