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am 30. September 2009
Ich habe dieses wunderbare Buch gerade zu Ende gelesen und würde mich freuen, wenn es noch viele weitere Leser findet. Man erfährt darin von sehr interessanten Menschen, ihren Lebenswegen und Schicksalen, ihrer Begeisterung für die Kunst. Und man erfährt von der Kaltschnäuzigkeit nicht nur im Hitlerstaat, sondern auch im Nachkriegsdeutschland, wo die berechtigten Ansprüche der betrogenen Sammler und ihrer Erben einfach ignoriert oder mit unfairen Mitteln abgewehrt wurden. Das Buch ist sehr schön gemacht, toll bebildert und ein wirkliches Erlebnis. Man muss nichts von Kunst verstehen und sich nicht mal besonders für Geschichte interessieren, um Freude an diesem interessant und spannend geschiebenen Buch zu haben. Sehr zu empfehlen!
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Der spektakuläre Fund der Gurlitt-Sammlung hat den größten Kunstraub der Geschichte wieder ins Gedächtnis gerufen. Die Nationalsozialisten hatten von jüdischen Besitzern rund 650.000 Kunstwerke enteignet. Seit dem Zweiten Weltkrieg bemühen sich Geschädigte und Erben bis heute um die Rückgabe ihrer „verlorenen Bilder“, meist jedoch nur mit mäßigem Erfolg, denn nach wie vor kennt Deutschland keine rechtsverbindliche Grundlage für die Rückerstattung von Beutekunst.

Wenn heute darüber gestritten wird, warum jüdische Erben nicht schon früher, vor Ablauf von Fristen, die Kunstwerke ihrer Vorfahren zurückgefordert haben, dann muss man sagen: Wie hätten sie das machen sollen, wo doch Sammler und Museumsdirektoren jahrelang die Kunstwerke bewusst in Depots und Kisten vor den früheren Eigentümern versteckt hielten? Nur wenigen Anspruchstellern gelang es, einzelne Gemälde, Zeichnungen oder Skulpturen aufzufinden.

In dem vorliegenden Bild-Text-Band, der jetzt in einer aktualisierten Neuauflage erscheinen ist, werden anhand von fünfzehn Beispielen die Geschichten von Kunstwerken, die nach 1933 ihren jüdischen Besitzern entzogen wurden, bis in die Gegenwart verfolgt. Die beiden Autorinnen Melissa Müller und Monika Tatzkow wollen dabei dem Vergessen entgegenwirken. In den Biographien erzählen sie von Sammlern, die als Förderer, Bewahrer, Wegbereiter oder einfach als Liebhaber der Kunst wesentlich zur Wertschätzung der Moderne beigetragen haben. Ihre Sammeltätigkeit wurde von einem besonderen Bildungs-bewusstsein getragen und etablierte so ein neues kulturelles Selbstverständnis.

Da ist der exemplarische Fall von Paul Westheim, der in der Weimarer Republik einer der wichtigsten Förderer der modernen Kunst war. Für seine Sammlung erwarb er Werke u.a. von Paul Klee, Otto Dix, George Grosz oder Ernst Barlach. Bereits Mitte 1933 musste Paul Westheim aus Deutschland fliehen und seine Sammlung einem ungewissen Schicksal überlassen. In den 50er Jahren bemühte er sich in Deutschland um seine zurückgelassene Sammlung. Doch bis zu seinem Tod 1963 hat er vergeblich nach seinen Kunstschätzen gesucht. „Die Geschichte eines schmutzigen Verbrechens“, wie Monika Tatzkow abschließend bemerkt.

Das bemerkenswerte Buch will neben dem kunstgeschichtlichen Aspekt vor allem informieren, denn nur wer das Schicksal der Sammler und ihrer Bilder kennt, kann die aktuellen Forderungen nach Rückgabe von Raubkunstwerken auch verstehen. Mehr als sechzig Jahre nach Kriegsende müssen die Anspruchsteller immer noch in zähem Ringen um Gerechtigkeit kämpfen. Auch diesem Buch gingen jahrelange und mühsame Forschungsarbeiten der beiden Autorinnen voraus. Erst nach detektivischer Arbeit in Archiven, Bibliotheken und Nachlässen sowie in privaten Gesprächen kamen diese aufgeschriebenen Geschichten zutage, in denen die Einzelschicksale mit der historischen Dimension des NS-Kunstraubs verbunden werden konnten.
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am 1. April 2009
Die Berliner Historikerin Monika Tatzkow befasst sich seit vielen Jahren mit der sogenannten Provenienzforschung, das heißt, der Frage, wo die unzähligen Kunstwerke geblieben sind, die im Rahmen der Massenvernichtung von Juden durch die Nazis ihren ehemaligen rechtmäßigen Eigentümern geraubt wurden und die nach wie vor einer Rückgabe an die Rechtsnachfolger der ehemaligen Eigentümer harren. Während die offiziellen politischen Verhandlungen um diese Werke seit Jahren auf der Stelle treten, hat Monika Tatzkow im Auftrag ihrer Mandanten sehr viel herausgefunden. Eingang haben diese Erkenntnisse gefunden in viele Schriftsätze, die seitdem die Rechtsvertreter der Eigentümer mit den heutigen vermeintlichen Besitzern, oft Museen und staatliche Einrichtungen, führen, sondern sie hat ihre Forschungsergebnisse auch in ein Buch einfließen lassen, das sie zusammen mit der Wiener Publizistin Melissa Müller im kleinen Elisabeth Sandmann Verlag veröffentlicht hat.

Dieser Band würdigt in einer angemessenen Weise die große private jüdische Sammlerkultur vor dem Zweiten Weltkrieg und erinnert schmerzlich daran, dass alle diese Sammler, von denen 15 in diesem Buch vorgestellt werden, nach 1933 enteignet, beraubt und vertrieben und oft auch ermordet wurden. Ihre wertvollen Sammlungen wurden derweil von deutschen Galeristen und Auktionshäusern gewinnbringend verkauft.

Der vorliegende Bildband ist nicht nur ein Geschichtsbuch, sondern auch eine soziologisch-politische Dokumentation bis in die aktuelle Gegenwart. So hat etwa der von mir sonst geschätzte Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, den ich vor Jahren beim Jubiläum der Jüdischen Buchhandlung von Rachel Salamander in München bewegt vom Stellenwert der jüdischen Kultur in seiner Stadt sprechen hörte, den Erben von Sophie Lissitzky-Küppers mitgeteilt, eine Rückgabe des damals geraubten Gemäldes "Sumpflegenden" von Paul Klee verstoße gegen die bayrische Gemeindeordnung , weil sie einer "Verschleuderung von öffentlichem Vermögen" gleichkomme.

Dass auch seine Stadt der 1998 unterzeichneten Washingtoner Erklärung verpflichtet ist, hat er dabei übersehen. Danach verpflichten sich neben Deutschland 43 weitere Nationen, abgelaufene Fristen künftig zu ignorieren und zusammen mit den Anspruchstellern nach gerechten und fairen Lösungen zu suchen.

Dass diese irgendwann auch für die noch vielen ausstehenden Bilder gefunden werden, dazu leistet dieses wunderbare Buch einen wichtigen publizistischen Beitrag.
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Heute möchte ich euch ein ganz besonders interessantes Buch vorstellen.

Der PREIS von 34,00 Euro ist nicht billig - aber auch das Buch ist nicht billig - im Gegenteil - es ist das Geld allemal wert

hierzu schonmal vorab meine Meinung:
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Qualitativ vom Buch und dessen Inhalt für interessierte Leser auf jeden Fall ein Meisterwerk - eine Verbindung von Bildband mit detaillierten Infos zum Thema.

Sehr hochwertig verarbeitet und komplett recherchiert.

Der Aufbau und das Verhältnis von Text und Bild ist optimal zu bezeichnen und die Verständigkeit und das einfache Verstehen der Zusammenhänge tragen dazu bei, dass man das Buch, obwohl es sich um ein Fachbuch handelt mit großem Interesse und vorallem mit Leichtigkeit lesen und verstehen kann.

Inhalt und Gliederung:
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Das Buch ist in

Vorwort

15 Kapitel der einzelnen Jüdischen Familien

- Lilly und Claude Cassirer
- Paul Westheim
- Alfred, Tekla und Hans Hess
- Leo Bendel
- Eleonora und Francesco von Mendelssohn
- Walter Westfeld
- Sophie Lissitzky-Küppers
- Max Selberberg
- Max Steinthal
- Oscar Huldschinsky
- Adele und Ferdinand Bloch-Bauer
- Karl Grünwald
- Alma Mahler-Werfel
- Alphonse Mayer und Louis Nathaniel de Rothschild
- Jacques Goudstikker

Nazi Looted Art - ein historisch-juristischer Kommentar
Quellen und Dank
Bildnachweis
Register

Die einzelnen Kapitel werden immer mit dem Familiennamen und der Zeit überschrieben und beinhalten wertvolles Bildmaterial zur Familie ansich und zu den Kunstwerken sowie zahlreiche äußerst interressante Bilder von Dokumenten aus dieser Zeit die beschrieben werden.

Passende Aussagen dieser Menschen werden immer wieder angebracht, die den Leser nachdenklich stimmen und sehr gut zum Thema passen.

Das Bildmaterial ist immer gleich textlich erklärt.

Die einzelnen Kapitel sind weiterhin mit fettgedrucken Unterüberschriften versehen, sodass das Lesen wirklich sehr einfach und übersichtlich gestaltet ist.

Es ist s/w und Farb-Bildmaterial vorhanden.

"MAN WIRD FRAGEN; WARUM ICH MIR DAS HABE GEFALLEN LASSEN"
(Lilly Cassirer)

Es geht im Buch nicht nur aber auch um die Kunstwerke, die während des Zweiten Weltkrieges den jüdischen Sammlern ungerechterweise abgenommen wurde. Vordringlich geht es um die Familien, die dies erdulden mussten.

die Autorinnen Melissa Müller und Monika Tatzkow:
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Melissa Müller:

geb. 1967 in Wien
arbeitete schon während ihres Studiums der Germanistik und BWL in Wien, für verschiedene Magazine und Tageszeitungen.
Ihre anderen Werke:
Das Mädchen Anne Frank
Die Biographie »Bis zur letzten Stunde. Hitlers Sekretärin erzählt ihr Leben«
Hitler und der Adel im TV - ARD/ORF-

Monika Tatzkow:

geb. 1954 bei Berlin
studierte Geschichte in Berlin und promovierte 1986 an der Akademie der Wissenschaften.
Gründung des Wissenschaftlichen Dokumentationsdienst für Offene Vermögensfragen in Berlin 1992 von ihr
Sie beschäftigt sich schon lange mit NS-Raubkunst. und ihre Werke sind u.a.. "Nazi Looted Art. Handbuch Kunstrestitution weltweit".

Thomas Blubacher:

geb. 1967 in Basel
studierte u.a. Theaterwissenschaft.
Promotion 1997.
Erist als Theaterregisseur und Schriftsteller tätig.
2002 war er Writer-in-Residence in der Villa Aurora in Pacific Palisades (USA). Biografien über Gustaf Gründgens und die Geschwister Eleonora und Francesco von Mendelssohn (»Gibt es etwas Schöneres als Sehnsucht?«; 2008) entstammen aus seiner Feder.

Gunnar Schnabel:

geb. 1962, studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg und Berlin und ist seit 1991 alsRechtsanwalt tätig.Er hat sich dem Vermögens- und Grundstücksrecht verschrieben und seit 1998 besonders auf Kunstrestitution spezialisiert. Er ist für Rechtsvertretung für Alteigentümer und aktuelle Besitzer verantwortlich.

Dieses Quartett ist also äußerst prädistiniert, um das Buch top recherchiert und detailliert zu schreiben und fachlich untermauert die Thematik zu beleuchten.

kurze Leseprobe aus dem Buch:
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... Dabei blieb es, bis sich im Dezember 1998 hochrangige Regierungsdelegationen aus 44 Staaten in Washington trafen und dort Grundsätze im Zusammenhang mit den in der Nazi-Zeit verfolgungsbedingt verloren gegangenen Kunstwerken unterzeichneten. Leo und Else Bendels Erben, die Nachkommen von Elses Schwester Margarete, erfuhren davon und fragten sich, ob tatsächlich - wie Anfang der fünfziger Jahre von den deutschen Behörden festgestellt - gar nichts überliefert ist, was Auskunft über die damaligen Kunstverluste der Erblasser Auskunft gibt....

worum geht es im Buch?
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Man sollte nicht meinen, wieviele sehr bekannte Kunstwerke in privaten Händen waren und im Zweiten Weltkrieg unrechtmässig den Besitzer wechselten.

so z.b.
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Las tres velas von Jaquin Sorolla y Bastida(1903)
Rohrfederzeichnung L`Olivette von van Gogh
Louis Marcoussis Die Weintraube
Zwei schwarze Flecke von Kandinsky
Imporvisation Nr. 10 von Kandinsky
Paul Klee Fliegenstadt1921
Eglonvan der Neer Portraitof a Man and a Woman in an Interior
Rembrandt Bildnis der Hendrikje Stoffels

mehr möchte ich nicht nennen, schaut doch selbst ....

Die Qualität der abgedruckten Bilder ist phenomenal und schon allein deshalb hat sich für mich der Kauf gelohnt, und dazu noch die faszinierenden und detaillierten Erklärungen und interessanten Hintergrundinfos runden die Komplettheit des Buch noch ab und geben ihm das gewisse Etwas.

Es handelt sich um den sozusagen um den größten Kunstraub aller Zeiten, es wurden 600 000 Kunstwerke aus jüdischem Besitz enteignet. Sie wurden beschlagnahmt, gestohlen oder zwangsverkauft bzw. versteigert. Man darf nicht darüber nachdenken, was diese Sammler darüber wohl gedacht und wie sie empfunden haben, diesen Schmerz, ihre "Schätze" davonschwimmen zu sehen, ohne etwas dagegen tun zu können.

Ich finde es gut, dass es ein solches Buch gibt, welches daran erinnert, welche Ungerechtigkeit da passiert ist.

Seit 1945 wird nun geforscht und gesucht, wo diese Werke verblieben sind.
Kunstrestitution ist der Begriff, der sich durch das gesamte Buch zieht.

Ich würde sagen, dass Buch ist nicht als Anklage zu betrachten - sondern einfach als Aufarbeitung des Themas und als komplette Bemühung, die Menschen und ihre Kunstwerke in Erinnerung zu bringen.

Es sind ja meist schon die Nachkommen, die noch leben und sich betrogen fühlen um ihr Erbe, die auch jetzt wieder durch Museen, Politiker oder Auktionshäuser betrogen werden um ihren rechtmässigen Besitz.

Ich bin vom Buch begeistert und schaue es mir immer mal wieder während eines Mußestündchens an.
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am 15. Mai 2015
Obwohl man vieles bereits weiß: die Details über das Schicksal jedes einzelnen Sammlers gehen einem sehr nahe und schmerzen.
Vielen Bildern begegnet man auf eine neue Weise. Trotz der vielen Fakten lebendig und mit Herz geschrieben. Großartige Arbeit!
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am 17. August 2012
Mit dem Band "Verlorene Bilder, vverlorene Leben" habe ich meiner an Kunst interessierten Frau eine große Freude bereitet. Sie hatte sich das Buch zunächst geliehen und kann nun im eigenen Band ohne zeitliche Limitierung neue Erkenntnisse sammeln.Verlorene Bilder, verlorene Leben - Jüdische Sammler und was aus ihren Kunstwerken wurde
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