Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor calendarGirl Prime Photos Sony Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen60
4,5 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:7,80 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 15. August 2010
Auf 63 Seiten nimmt sich Jörg Schönbohm Politische Korrektheit zur Brust. Er entlarvt sie als neue "lingua franca" eines Kartells, das Meinungshoheit in Presse und Politik an sich nimmt. Trotz der Knappheit seines Buchs liefert er teils ausführliche Beispiele für P.C. Obwohl die zuweilen bis ins Lächerliche grotesk sind, zeigt Schönbohm deutlich die Gefahr, die in der P.C. liegt: Man deutet Dinge bereits moralisch, noch bevor man sie objektiv erfasst hat. Moralische Korrektheit - und was das ist, das bestimmen die Tugendwächter - triumphiert über objektive Richtigkeit.

Für Menschen, die einschlägige, ausführlichere Literatur kennen, bietet Schönbohm kaum Neues. Dennoch volle Punktzahl: Das kleine, schmucke, süffig zu lesende Büchlein eignet sich vorzüglich als Geschenk für geliebte gute Menschen, denen man zu einem Einstieg in unkonventionelle und/oder konservative Gedankenwelt helfen will. Oder als Gabe für ungeliebte Gutmenschen, die bereits beim Namen des Autors Schaum vor den Mund bekommen.
1010 Kommentare|276 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2011
Das Buch ist zwar sehr dünn, aber es wurde alles gesagt ' bzw. geschrieben. Es fiel ja jedem aufmerksamen Nachrichtenverfolger auf, nur Hr. Schönbohm hat es in leicht lesbarer Form zu Papier gebracht. Keinen Bereich hat er ausgelassen; von der "Rassendiskriminierung" bis zur Gleichstellung? der Geschlechter. Auch die Auswüchse im englischsprachigen Raum werden angesprochen. Schade, daß keine anderen europäischen Sprachräume behandelt wurden. Wäre sehr interessant,was sich dort alles abspielt oder auch nicht.Auch die Probleme der vorauseilenden Zensur werden erörtert. Mit der allzu häufigen Verwendung des Begriffes '"political correctness" oder "gender mainstream" als Fachbegriff kann vordergründig auf geringe englische Sprachkenntnisse schließen; mit den Darstellungen aus den besagten Gebieten beweist er allerdings das Gegenteil. Die Texte besitzen einen gewissen versteckten Humor, dem man sich nicht entziehen kann. Leider ist das Ganze todernst. Alles in allem: Das Buch ist sehr empfehlenswert und sollte, ob alles richtig ist oder nicht, zum Nachdenken anregen.
0Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juli 2009
Jörg Schönbohm präsentiert hier in (sehr) kompakter Form die Auswüchse des Einflusses von Gutmenschen und Gutmenschinnen in aller Welt auf die Sprache.
Viele tlw. abstrus anmutende Beispiele veranschaulichen, wie peinlich die sprachlichen Verenkungen sind, die jede Minderheit auf dieser Welt vor Denunzierungen und Benachteiligungen schützen sollen.
Natürlich entwickelt sich Sprache weiter, keine Frage, aber ich selbst konnte erst kürzlich auf einer Veranstaltung einer der großen Volksparteien in Hamburg mit dem Titel "Was brachten die 68er?" erleben, wie ca. 20 Minuten diskutiert wurde, ob "Farbige" noch gesagt werden dürfe. Es ging dann hin- und her zwischen "Afroamerikanern", "Afrikanern" und "stärker pigmentierten Menschen". Hier konnte ich gut sehen, was uns die 68er (oh, fast hätte ich die 68erinnen vergessen!) neben der Friedens-, Frauen-, Antikriegs-, Antiatom- und Gegen-Rechts-Bewegung noch gebracht haben: Duckmäusertum, freiheitliche und geistige Einschränkungen auf Grund zu erwartender "Sanktionen". Aber letztendlich ist man (mensch), ähnlich wie die provozierende Polizei bei Demonstrationen, ja selbst schuld, wenn der erste Stein auf einen (oder eine) zufliegt.
1515 Kommentare|297 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Grundsätzlich ist uns Interessierten die Sachlage bekannt, dass aber teilweise derartige Wortverfremdungen vorgenommen werden, um ja keinen zu diskriminieren , hat mich an in dem Buch aufgezeigten Beispielen doch wieder mal den Kopf schütteln lassen.

Das von einigen "verwirrten Zeitgeistern" sogar das Synonym "man" als diskriminierend empfunden wird, haut einen dann doch wieder mal um.

Der Autor präsentiert in seinem kurzen 64 seitigen Din-A6 Büchlein die Verballhornung der westlichen politischen Ausdrucksweise. Es mündet sogar in einer Art Wandel unseres bisherigen Systems von Demokratie in Wortdiktatur. Dargelegt wird das an Hand der Jagd und Hatz in Medien auf diejenigen, die sich nicht an das neue Vokabular halten. Z.B. gestalten Firmen ihre jahrzehnte alten Produktnamen um (Negerküsse -> Schokoküsse, Sarottiemohr -> Sarottiemagier) um nicht in das diskriminierende Lager gestellt zu werden.
Auch die Ansprachen wie "liebe Mitgliederinnen" sind schon recht peinlich. Das ganze gipfelt dann im englischen, wo man einen Ersatz für dunkle Afrikaner, -> "Menschen stärker pigmentierter "Rasse" sucht , welche in Deutschland wiederum nie gesagt werden könne , da der Begriff "Rasse" schon negativ besetzt sei. Behinderte werden zu "körperlich Herausgeforderten" was an sich schon wieder eine Verunglimpfung darstellt.

Im Alltag ist die Verbiegung aber schon so weit fortgeschritten, dass viele es gar nicht mehr bemerken, dass unsere Sprache eigentlich schon immer einfache, umfassende, alle Personen ansprechende nicht diskriminierende Begriffe beinhaltete. (Bürger, Mitglieder, Versehrte, Ausländer usw.)

Alles in allem ein klares Wort zur unmöglichen Sprachverbiegung, die in sich selbst schon wieder kontraproduktiv ist und somit peinlich wird.
Ein sehr lesenswertes aber etwas zu kurz geratenes Buch, 4 Sterne .
55 Kommentare|158 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2012
Die neue Form der political correctness mutet so lächerlich an, das man meinen könnte, sie wäre nicht ernst gemeint, sondern zum reinen Spott erfunden worden. Leider ist jedoch das Gegenteil der Fall. Frei nach Orwell'schen Visionen wird versucht, die Massen zwecks bewusster Sprachumkehrung durch ständig neue Kunstworte und Neudefinitionen zu manipulieren und in des Gutmenschen gewünschte Richtung zu dirigieren, um im Sinne einer schönen neuen Welt eine psychozivilisierte Gesellschaft zu erzeugen.

Wie Jörg Schönbohm schon bereits zu Anfang seiner Abhandlung ausführt, kann es nur noch bedingt etwas mit Demokratie zu tun haben, wenn eine kleine Minderheit darüber entscheidet, wer wie worüber sprechen darf und was als salonfähig gilt.

Absolute Gedankenkontrolle durch versteckte Einflussnahme mit dem Ziel, nachhaltig Individuen oder ganze Gruppen in ihren Wahrnehmungen und Überzeugungen zu verändern ist also der Plan. Man soll Dinge direkt moralisch bewerten, noch bevor man sie objektiv behandeln kann. Höchste Zeit, sich darüber einmal genauer Gedanken zu machen.
Besonders, seitdem die euphemistische Gutmenschenmafia nicht einmal davor zurückschreckt, in Klassikern der Weltliteratur herumzuklecksen, um bereits im Kindesalter eine Uniformität des Denkens zu erzielen und die kleinen ach so zart besaiteten Kinderlein nicht zu gefährden.

So musste beispielsweise neben Mark Twains "Huckleberry Finn" und Hugh Loftings "Dr. Dolittle" selbst Hoffmanns "Struwwelpeter" eine solch nachfolgende Tintenfassbehandlung seiner Spötter über sich ergehen lassen, da er angeblich ebenso "an einer verstehenden, empathischen Pädagogik leicht vorbeschlängeln" würde.
Die Krone setzte dem ganzen dann letztes Jahr die Theologin Dr. Eske Wollrad mit der Behauptung auf, die Pipi Langstrumpf-Geschichten Astrid Lindgrens seien nicht mehr zeitgemäß, da vorwiegend nur die rein weiße Welt dargestellt würde, was nicht der heutigen Wirklichkeit entspräche, da jedes dritte Kind in Deutschland ausländische Wurzeln habe.

Eine wahre Schande, denn schließlich sind mit solcherlei Büchern ganze Generationen aufgewachsen und ehrlich gesagt habe ich auch noch niemanden kennen gelernt, der dadurch ernsthaft traumatisiert wurde.
Auch ich bin mit diesen Werken groß geworden und empfand sie als Kind eher abenteuerlich, amüsant und stellenweise auch pädagogisch mahnend und lehrend, als das ich dadurch nachhaltig paralysiert worden wäre oder zum Molotowcocktailwerfenden Ausländerfeind mutiert bin.

In diesem Sinne ist wohl nun selbst das Sandmännchen kein gutes Vorbild mehr, wenn es von Haus zu Haus ziehend unschuldige Leute mit Sand beschmeißt. Dürfte wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis unsere Tugendwächter zu dieser Einsicht gelangen werden.

Im übrigen können Kinder ziemlich gut zwischen Realität, satirischer Überspitzung und fiktiver Übertreibung unterscheiden. So stören angebliche Diffamierungen, Gewalt und Grausamkeiten in Kindergeschichten unsere Gesinnungsgouvernanten scheinbar mehr als die Kinder selbst.

Wenn etwas krankt, dann diese selbsternannten Sittenwächter, Political-Correctness-Propheten, Möchtegern-Psychoanalytiker und Zensurpsychopathen.

Die eiserne Konsequenz und Ernsthaftigkeit dieser frommen Puritaner hat mittlerweile zu solch erschreckenden Auswüchsen geführt, dass man als normal realisierender Mensch nur noch fassungslos den Kopf schütteln kann und es höchste Zeit wurde, ein Büchlein wie hier vorliegendes zum Thema zu veröffentlichen, welches jedem geneigtem, freigeistigem Leser wärmstens ans Herz zu legen ist.

Danke, Herr Schönbohm. 5 Sterne!
22 Kommentare|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. September 2010
Ein gutes, lesenswertes Buch. Hier wird genau analysiert, wie vorgeblich "progressive" politische Strömungen und Strömunginnen die Sprache zu ihren Zwecken manipulieren (und nebenbei auch erheblich verhunzen). Es zeigt, dass die selbsternannten Hüter der Toleranz zuweilen selbst sehr wenig tolerant sind. Aber Freiheit ist auch heute noch die Freiheit des Andersdenkenden und wenn wir nicht irgendwann in einer Gesinnungsdiktatur landen wollen, dann sollte es mehr solche klugen und mutigen Bücher geben.
0Kommentar|35 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Mai 2009
Jörg Schönbohm zeigt uns in diesem kleinen Büchlein, wie sehr man uns die Sprache im Mund verdreht, bis daraus nur noch ein nichtssagender Brei geworden ist und was unsere Politiker, unsere Kommentatoren, unsere Journalisten für Sprachregelungen beachten müssen, wenn sie nicht von einer lautstarken und ständig wachsenden Schar von Gutmenschen zur Ordnung gerufen oder gar vor den Kadi gezerrt werden wollen.

Natürlich ist Nigger ein Schimpfwort, das man als höflicher Mensch vermeiden sollte -' ich würde mich auch dagegen wehren, wenn mich ein Engländer oder Amerikaner als Kraut, oder ein Franzose als Boche bezeichnen würde (was haben wir eigentlich im Deutschen für herabwürdigende Worte für einen Franzosen oder einen Menschen aus dem englischen Sprachbereich? Tommy oder Franzmann vielleicht, aber schlimmer wird's da nicht). Aber warum das Wort Neger nun eine Serie von euphemistischen Verschlimmbesserungen mitmachen musste ist mir völlig unerfindlich.

Das erinnert mich immer an ein Schild am Landratsamt einer kleinen Stadt in Schlesien, das uns in meiner Kindheit ermahnte 'Der Deutsche grüßt Heil Hitler'. Die erzieherischen Mittel sind seitdem verfeinert worden, erregen in mir aber den gleichen Widerwillen, daher: 'Bravo, Herr Schönbohm!'
2929 Kommentare|136 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. April 2013
Ich fange von hinten an.
1.Dieses Buch ist eine Empfehlung für alle, die es satt haben, von einer Minderheit im Namen der "Politischen Korrektheit" (PK) gegängelt und in ihrer verfassungsgemäss garantierten Meinungsfreiheit unterdrückt zu werden. Das betrifft alle Lebensbereiche (Beruf, Freizeit,Geschlechterk(r)ampf, Rauchen und dergl.!.
2.An diesem Buch hat alles gefallen, nicht nur, weil ich 100%!!! sondern weil es endlich einmal deutlich gesagt wurde. Einziger Mangel
""zu kurz"".
3. Diese Wertung habe ich gewählt, weil sie passt!

Ps. meine Gesinnung liegt irgendwo bei stark- liberarl bis radikal- demokratisch!????
PS ist sicherlich nicht politisch korrekt!!!!
0Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Man hätte sich gewünscht, dass sich der Autor in seiner Zeit als Minister in Brandenburg mit derselben Deutlichkeit gegen die sich immer mehr ins Absurde steigernde Umerziehungsideologie der Politischen Korrektheit gewandt hätte, wie er das in seinem sehr dünnen, aber wunderbar auf den Punkt kommenden Büchlein tut.

Schönbohm zeigt wie aus dem einstigen Versuch der amerikanischen Bürgerbewegung, durch eine andere Sprache auch eine andere, gerechtere Realität zu erschaffen, inzwischen eine schreckliche Verhunzung unserer Muttersprache und eine faktische Zensur geworden sind. Denn wer sich im öffentlichen Raum nicht mehr der bescheuerten Sprache der Politischen Korrektheit bedient, wird dafür schmerzlich bestraft.

Inzwischen ist die Politische Korrektheit eine Gefahr für die im Grundgesetz allen Bürgern zugesicherte Meinungsfreiheit. Darauf und auf die abstrusen sprachlichen Verrenkungen der "politisch korrekten" öffentlichen Ausdrucksweise geht der Autor in seinem Text ausführlich ein. Besonders seine Beispiele aus der "Bibel in gerechter Sprache" sind haarsträubend.

Nicht zuletzt die öffentliche Auseinandersetzung um Thesen zum Integrationswillen bestimmter Ausländergruppen in Deutschland hat sehr deutlich gemacht, dass Diskussionen zu unliebsamen Themen bereits im Keim durch eine gezielte Empörungsrhetorik der ideologischen Tugendwächter erstickt werden. Auf diese Weise kommt es weder zu einer Beschreibung der möglicherweise unangenehmen, weil die eigene Ideologie Lügen strafende Realität, noch zum Austausch von Argumenten.

Eine sehr spannende Frage, auf die Schönbohm allerdings nicht eingeht, ist, ob die schwachsinnigen Sprachverrenkungen bis in den privaten Bereich vordringen werden. Kann es durch öffentlich erzwungene Veränderungen im Sprachgebrauch wirklich gelingen eine andere Realität bis in den Kernbereich unseres Daseins durchzusetzen? Neusprech wurde in Deutschland schon zweimal in Diktaturen öffentlich verordnet. In beiden Fällen wusste man genau, wie man sich im öffentlichen Bereich auszudrücken hatte, um sich unheilsschwangere Diskussionen oder Schlimmeres vom Leibe zu halten. Doch bis in den privaten Bereich ist das jeweilige Neusprech bei der großen Mehrheit der Menschen nicht vorgedrungen. Irgendwie gibt das doch Anlass zur Hoffnung.

Fazit.
Ein kleines Buch, das sowohl den sprachlichen Schwachsinn einer "politisch korrekten" Ausdrucksweise als auch die damit verbundenen Ziele und Gefahren kurz und präzise beschreibt.
0Kommentar|51 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. August 2010
Schade, dass Jörg Schönbohms Denkschrift nur 63 Seiten umfasst ' deshalb ein Stern Abzug. Inhaltlich hat der Autor dagegen 6 Punkte verdient! Der ehemalige General leitet schlüssig her, wohin PC zwangsläufig führt: zur Entmündigung des Einzelnen und zur Verödung des Geistes, da man nur noch streng nachbeten darf, was eine selbsternannte und selbstgerechte Pseudo-Avantgarde zuvor festgelegt hat. Sollte ich mit dieser Rezension die Gefühle eines Lesers verletzt haben, so entschuldige ich mich dafür natürlich im Voraus.
0Kommentar|63 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden