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252 Rezensionen
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73 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kunstvoll und erschreckend aktuell!
1891 festigte der englische Schriftsteller Oscar Wilde mit seinem "Bildnis des Dorian Gray" seinen bis heute unverblassten Ruhm als begabter Schriftsteller, aber auch als "Enfant terrible" der aristokratisch-literarischen Szene.
Er erweist sich in diesem Buch als ungeheuer lustvoller Formulierer von BonMots, als unerschrocken-ehrlicher Beobachter und entlarvt in...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2006 von zeilensprung

versus
38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mieseste Übersetzung, die ich je gelesen habe ...
Wenn Null Sterne zu vergeben wären, so würde ich dieses tun. Die Ullstein Übersetzung dieses wunderbaren Buches ist wirklich unter aller S ... Ganze Passagen fehlen, aus einer Person werden plötzlich zwei und weitere Ärgerlichkeiten mehr. Bitte bitte nicht kaufen. Lieber auf die Haffmans Ausgabe zugreifen. Dort heißt der Titel auch richtig...
Veröffentlicht am 4. August 2005 von JaneAusten


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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu Recht ein Klassiker, 17. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Bildnis des Dorian Gray. SZ-Bibliothek Band 44 (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch das begeistert und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Es braucht ein Weilchen bis man sich eingelesen hat, denn die Gespräche mit Lord Henry sind sehr sarkastisch und zynisch und trotzdem manchmal so Wahr. Die teilweise sehr philosophischen Phasen regen zum nachdenken an. Die Geschichte gewinnt dann aber an Spannung und dringt tief in die Abgründe der menschlichen Psyche ein. Die Charaktere der Figuren sind gut herausgearbeitet und doch lässt Herr Wilde dem Leser den Freiraum für eigene Interpretationen. Die Idee mit dem Bildnis der Unsterblichkeit ist schlicht genial und eröffnet der Fantasie neue Dimensionen.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Druckfehler vermiesen die Leselaune, 15. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Dorian Gray (Gebundene Ausgabe)
Solch ein schlechtes Buch im Hinblick auf Druckfehler und inhaltliche Fehlübersetzungen habe ich noch nie gelesen.
Während bei mir die Leselust aufgrund dieser Tatsache stetig abnahm, stieg das Bedürfnis, beim Komet-Verlag Beschwerde einzulegen.
Fazit: Oscar Wilde - TOP. Komet-Verlag - FLOP! Lieber die Originalversion lesen oder in eine andere Druckausgabe investieren.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich fesselnd!, 4. September 2004
Von Ein Kunde
Seit langer, langer Zeit habe ich endlich wieder ein Buch gefunden, bei dem ich selbst beim Laufen noch mit der Nase drin steckte.
Der Schreibstil von Oscar Wilde ist atemberaubend, obwohl ich zugeben muss, dass ich mich erst daran gewöhnen musste.
Nach einem etwas lahmen Einstieg habe ich das Buch erst einmal für längere Zeit zur Seite gelegt, dann aber zum Glück doch wieder angefangen. Und von da an konnte ich mich nicht mehr losreißen. Das Buch ist einfach unglaublich fesselnd und die Charaktere Dorian Gray und Lord Henry faszinierend.
Fazit: Kaufen, Lesen, Staunen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hedonismus - eine Anleitung, 7. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Bildnis des Dorian Gray (Taschenbuch)
Beeindruckend, faszinierend, erschreckend, eindrucksvoll - das sind Worte, die einem durch den Kopf gehen beim Lesen diese Buches. Beeindruckend, wie Oscar Wilde der Gesellschaft des 19. Jhdt.s einen Spiegel vorhält und die Heuchlerei und Verlogenheit der damaligen "upper-class" indirekt durch den genialen Charakter des Lord Henry kritisiert. Faszinierend, mit welch scheinbarer Leichtigkeit Wilde provokante Aphorismen in den Mund des zynisch-dekandenten Lords legt. Erschreckend, wie dieser Dorian Gray als Experimentierobjekt betrachtet und ihn mit seinen hedonistischen Idealen ohne jegliche Rücksicht auf andere beeinflusst. Insofern ist für mich der eigentliche Hauptcharakter Lord Henry, denn Gray ist nur die Fleisch gewordene Idee Lord Henrys. Eindrucksvoll, wie Wilde immer wieder - für die damalige Zeit sehr deutliche - Hinweise auf das von der Gesellschaft erzwungene Doppelleben von Homosexuellen zu seiner Zeit gibt. Insgesamt ein Buch, das man gelesen haben sollte, allein schon wegen den genialen Aphorismen und der Rigorosität der hedonistischen Ansichten. Eine Freude, es zu lesen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen tolles Buch, nur nicht in dieser Ausgabe, 7. September 2011
Von 
lesezimmerchen (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Dorian Gray (Gebundene Ausgabe)
Dorian Gray ist schön. Ein unschuldiger, naiver junger Mann, dessen Antlitz so vollkommen ist, dass es andere in seinen Bann zu ziehen vermag. Und so wird er zur Muse des Künstlers Basil Hallward, der voller Inspiration unter anderem ein perfektes Portrait von Dorian anfertigt und es ihm schenkt.
Auf die Vergänglichkeit seiner Jugend aufmerksam gemacht, empfindet Dorian plötzliche Eifersucht dem Bild gegenüber und wünscht sich sehnlichst, es würde an seiner Stelle altern, ihm hingegen möge ewige Jugend und Makellosigkeit geschenkt werden.
Und so kommt es. Aber nicht nur Dorians Alterungsprozess spiegelt sich im Portrait wieder, sondern es hinterlassen auch seine Verfehlungen und Sünden ihre Spuren - umso zahlreicher, als die anfängliche Naivität, Großherzigkeit und Güte Dorians nach und nach von blumigen Reden von Freunden und Bekannten, seiner Neugier und einem Buch über das Erleben sämtlicher Empfindungen zerstört werden und einen selbst- und genusssüchtigen Menschen erschaffen.

Wildes Roman darf mit Recht als großartige Gesellschaftskritik des ausgehenden 19. Jahrhunderts aufgefasst werden, zeichnet er doch ein bissiges und stark wertendes Bild der oberen Gesellschaftssschichten dieser Zeit. So gibt es scheinbar im ganzen Buch nur wenige "gute" Menschen zu bewundern, die sich - bis auf den Maler Basil, der seinerseits von Lord Henry verlacht wird - alle in den unteren Schichten ansiedeln.
Es ist nicht nur die Rede von Genusssucht und Selbstgefälligkeit, sondern von einem Leben, das aus Teegesellschaften, Oper und Vergnügungen zu bestehen scheint.
In diesem Umfeld platziert der Autor ausschweifende Unterhaltungen über Moral und Recht, über die Seele, die Ehe und allerlei andere grundlegende Themen.
Und dort liegt auch das Problem des Buches. Dass Wildes Kritik hier scharfzüngig und doch ohne direkte Anklage vorgebracht wird, macht das Werk interessant. Aber die seitenlangen Gespräche sind -vielleicht auch durch die Sprache - langatmig und benötigen teilweise enorme Konzentration und Disziplin, um sie tatsächlich aufmerksam zu lesen.
Vergleicht man die Kapitel, in denen eine wirkliche Handlung stattfindet mit jenen, in denen "nur" geredet wird, so wird man feststellen, dass hier die Handlung, die eigentliche Geschichte nur noch schmückendes Beiwerk zu sein scheint. Ein Rahmen, innerhalb dessen Wilde sich nach Herzenslust austoben, seine Ansichten, seine Erfahrungen, seine Worte einbringen konnte und diese Möglichkeit reichlich genutzt hat.

Die Idee ist zweifelsfrei einzigartig und der Mut Wildes zu diesem Roman ist respektabel. Vom heutigen Leser allerdings wird viel verlangt und ohne eine weitere Auseinandersetzung mit dem historischen Kontext werden die Feinheiten des Inhalts und der Gesellschaftskritik vielen sicherlich verborgen bleiben.
Aufgrund der Langatmigkeit einiger Kapitel und einiger doch recht pathetischer Parolen muss ich in der Bewertung einen Stern abziehen. Dieses Buch ist zwar ein Klassiker und weit von "schlecht" entfernt, aber es ist eben auch nicht für jeden lesbar und teilweise ermüdend.

Einen weiteren Stern Abzug handelt sich meine Ausgabe (Komet-Verlag) ein, da diese nur so vor Fehlern (sowohl in der Rechtschreibung als auch in der Übersetzung und Grammatik) strotzt. Andere Ausgaben des gleichen Buches ohne diesen Makel würden entsprechen 4 Sterne erhalten.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Buch Top - Ausgabe Flop, 16. April 2006
Rezension bezieht sich auf: Dorian Gray (Gebundene Ausgabe)
Es ist eine einzige Unverschämtheit, dem Lesenden ein Buch in die Hand zu drücken, das derart vor Druckfehlern strotzt! Vermutlich handelt es sich bei dem Buch um einen Versuch, ein tolles Werk billig zu verkaufen! Es ist natürlich intelligent, so etwas zu tun, doch ich empfehle allen anderen Wilde - Interessierten eine andere Ausgabe!!!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mystisch, unheimlich und spannend, 31. August 1999
Von Ein Kunde
Dorian Gray ist ein junger Mann, der im London des vergangenen Jahrhunderts lebt. Er ist mit einer außergewöhnlichen Schönheit gesegnet. Der Maler Basil malt ein Gemälde von dem schönen jungen Mann, das dieselbe Schönheit ausstrahlt wie das Original. Beim Anblick dieses Werkes kommt Dorian Gray seine Schönheit und Jugend erst richtig zu Bewußtsein. Er wünscht in diesem Moment, daß dieses Bildnis an seiner statt alt und häßlich werden mag, er dagegen soll seine Schönheit bis an sein Lebensende behalten dürfen. Der Wunsch, leichtfertig ausgesprochen, soll sich erfüllen. Eine Studie der menschlichen Psyche ist dieses Buch von Oscar Wild. Aber auch eine Studie der Londoner Gesellschaft im letzten Jahrhundert. Die Veränderung, die in dem jungen Mann vorgeht, ist mit solcher Präzision beschrieben, daß man am Ende meint, keiner ist davor gefeit, sich dem Bösen hinzugeben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So schön sarkastisch!, 13. Februar 2003
Ich liebe dieses Buch! Die Personen sind so faszinierend. Was würden wir tun, wenn man uns unsere Sünden nicht äußerlich ansehen würde? Würden wir alles anders machen? Diese Buch bringt zum Nachdenken. Aber nicht nur über diese Frage, sondern auch über die Bemerkungen Lord Henrys. Er ist ein sehr ruhiger Charakter, aber seine Bemerkungen treffen immer ins Schwarze (auf die Aussage seines Onkels "Die jungen Leute heutzutage glauben, Geld sei alles." antwortet er kühl: "Und wenn sie älter werden, dann wissen sie es.")Dass Oscar Wilde auf diese Sätze gekommen ist und einen ganzen Roman damit gespickt hat, macht ihn fast zu einem Genie. Dieses Werk gehört zu den ganz GROßEN der Literatur!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dorian Gray-Ein Leben in der ewigen Jungend & schrecklichen Sünden, 16. April 2009
Die Idee das Buch zu lesen, kam mir lange nach dem ich den Film "Die Liga der der außergewöhnlichen Gentlemen" gesehen hatte. Dort sah ich ihn nämlich zum ersten Mal, unseren sehr Žgeehrten Herrn Gray.
Doch vor wenigen Monaten habe ich den Film bei einem DVD Abend wieder angeschaut und habe mich gefragt, wer war Dorian Gray & Mina Harker (die zwei interessierten mich besonders) wirklich?
Und so schaffte ich mir zuerst Bram Stockers Dracula, und vor kurzem auch Oscar Wildes (das Bildnis des) Dorian Gray her.
Wegen Zeitmangel habe ich erst seit kurzem beide Bücher wirklich durch...
Aber jetzt zum eigentlichen Buch,
Für die (wenige) Seitenanzahl von 250, las ich (für meine gewöhnlichen Leseverhältnisse) recht langsam, das kam davon, dass auf mindestens jeder zweiten Seite Dorians Freund Lord Henry eine interessante Idee zu etwas aus dem Leben aufstellte. Dies löste häufig eine Diskussionsrunde in meinem Kopf aus, so dass ich oft von Buch aufsehen musste und mir Zeit zum Nachdenken lies.
Die Geschichte an sich ist sehr interessant, ein junger Mann der nach einer von Lord Henrys Theorien (mal wieder) versteht, dass die Jugend das Größte und Beste ist, was wir haben. Und so wünscht er sich (und das äußert er auch deutlich) nichts mehr, als dass ein gemaltes Bildnis von einem guten Freund, dass ihn darstellt, altert und die Sünden, die er noch begehen wird (so wie jeder Mensch im Leben) sich auf diesem abzeichnen und nicht auf dem seinem Gesicht. Natürlich wusste er, dass so etwas unmöglich war...und doch geschah genau dies...
Als Dorian versteht was geschieht, genießt er es eine Zeit lang, doch sehr bald entwickelt sich eine Schattenseite von unserer blonden Hauptfigur. Er beeinflusst Menschen sehr und das oft negativ, bei einigen führt dies zu Selbstmord bei anderen zum Hass gegen Herrn Gray persönlich. Und auch an Dorians Händen klebt bald Blut, bzw. an den seines Bildnis...
Ich fand diesen Klassiker wirklich super! Da ich erst 15 Jahre alt bin, und noch wenig bzw. ungern Klassik an sich lese, überraschten Bram Stockers & Oscar Wildes Schreibstile mich sehrpositiv, beide sind verständlich und sehr spannend zu lesen.
Und was an diesem Roman auch besonders für mich war, ist, dass man nicht nur immer (wie gewöhnlich) mit der Hauptfigur mit leidet, sich mitfreut usw. nein, sondern das man mit den anderen mit trauert und fühlt über Dorians Verhalten und natürlich mit Dorian selbst.
Fazit: Ein wirklich gelungenes Buch, bringt einen stark zum Nachdenken... könnte ich 10 Sterne geben, würde ich sogar nach 15 kreischen :D
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, 12. September 2005
Es gibt keine moralischen und keine unmoralischen Bücher. Es gibt nur gute und schlechte...
So lautet ein Teil des Vorworts dieses Klassikers. Und ob moralisch oder unmoralisch, eins ist klar dieses Buch ist alles andere als schlecht.
Um Moral geht es trotz allem und vor allem darum, dass diese Interpretationssache ist. Der Inhalt ist weitgehend bekannt. Der junge, bildhübsche Dorian Gray, verliebt in sich selbst und seine Jugend, verfällt den „Verführungskünsten" seines Bekannten Sir Henry, der ihn beschwört das Äußerlichkeiten alles sind und die Jugend das wichtigste Gut im Leben. Und so schließt Dorian einen folgenschweren Pakt: Er will ewige Jugend und das um jeden Preis. Dafür verpfändet er seine Seele. Ein Bild altert an seiner Statt und Dorian richtet sich und was viel schlimmer ist, die Menschen die ihn lieben zugrunde. Er bleibt jung aber ist er auch glücklich?
Doch alles im Leben ist vergänglich - selbst die ewige Jugend. Das muss Dorian am Ende begreifen.
Dieses Buch hat mich tief berührt und ist trotz seines „Alters" aktuell wie nie. Äußerlichkeiten zählen zuviel in unserer Welt und Oscar Wilde zeigt eindeutig, welcher Preis zu zahlen ist, wenn diese derart überbewertet werden. Und auch wenn nicht jede böse Tat aus unseren Gesichtern abzulesen ist, so hinterlässt sie Spuren, Narben auf unserer Seele. Diese Narben haben Dorian schließlich in den Wahnsinn getrieben und dazu gebracht um des Vergessens willen sein Bild - das Abbild seiner selbst und seiner Seele zu töten und damit auch sein eigenes Todesurteil zu sprechen.
Dies ist kein Unterhaltungsroman und sollte auch nicht als solcher verstanden werden. Vielmehr verlangt das Werk Nachdenken und obwohl Oscar Wilde nachgesagt wird, er wäre Ästhetizist, so bin ich doch der Meinung, dass er mit diesem Roman wohl doch eher die inneren Werte vor die äußeren stellen wollte. Vielmehr denke ich will er uns mit der Nase auf unsere Oberflächlichkeit hinweisen, als diese zu entschuldigen.
Randbemerkung: Oscar Wilde saß zwei Jahre in Haft wegen Homosexualität und diese ist auch in seinem Werk eindeutig zu spüren!
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Das Bildnis des Dorian Gray. SZ-Bibliothek Band 44
Das Bildnis des Dorian Gray. SZ-Bibliothek Band 44 von Gustav Landauer (Gebundene Ausgabe - 15. Januar 2005)
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