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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gatsby, ein wahrer Gentleman!
Beleuchtet wird in diesem hervorragenden Roman die High- Society der Ostküste der USA während der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Als Tableau dient die tragische Liebesgeschichte zwischen dem reichen, Geheimnis umwitterten Jay Gatsby und der schönen aber leichtfertigen Daisy.
In Amerika zeigen sich die so genannten " Goldenen Zwanziger"...
Veröffentlicht am 5. Juli 2004 von Helga König

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47 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Poetische Vollkommenheit in peinlicher Übertragung
F. Scott Fitzgeralds Roman 'Der große Gatsby' erzählt die Geschichte einer unerfüllten Liebe vor dem Hintergrund der 20er Jahre in den USA. Mit einer einfachen und zugleich ergreifenden Poesie beschreibt der Autor die vergebliche, verklärte Liebe des Emporkömmlings Jay Gatsby zu einer Dame aus der Upper Class und stellt diesem reinen,...
Veröffentlicht am 15. Januar 2002 von ruedigerbreit


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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gatsby, ein wahrer Gentleman!, 5. Juli 2004
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby. SZ-Bibliothek Band 4 (Gebundene Ausgabe)
Beleuchtet wird in diesem hervorragenden Roman die High- Society der Ostküste der USA während der 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Als Tableau dient die tragische Liebesgeschichte zwischen dem reichen, Geheimnis umwitterten Jay Gatsby und der schönen aber leichtfertigen Daisy.
In Amerika zeigen sich die so genannten " Goldenen Zwanziger" als die Zeit der Prohibition, des ausgiebigen Drogenkonsums, der luxuriösen Parties mit neuartigen Jazzklängen. All dies macht der Autor zum Gegenstand seines Facetten reichen Romans.
Zudem bringt Fitzgerald die Oberflächlichkeit, Blasiertheit und Übersättigung der mondänen, höheren Gesellschaftsschicht zu Tage. Personen, die erst jüngst zu Geld gekommen sind, finden dort kaum Zugang und selten wirkliche Akzeptanz. Der amerikanische Traum, der verspricht, dass man durch Tüchtigkeit alles erreichen kann, stellt sich in seiner realen Durchführung als höchst fragwürdig dar oder stößt zumindest, wenn es um gesellschaftliche Anerkennung geht, an seine Grenzen.
Der tüchtige Gatsby, der so vielen Vieles gibt, hat im Grunde keine Freunde, keine wirklichen Herzensbeziehungen, die auf Gegenseitigkeit beruhen. Die Menschen, um ihn herum sind, ohne Ausnahme, materiell fixiert und irgendwie alle vom Stamme Nimm. Sie vermögen die seelische Größe dieses Mannes nicht zu erkennen. Als Mensch ist Gatsby für diese ethisch verkommene Clique nicht interessant. Dies gilt vor allem für die von ihm so geliebte Daisy.
Der fiktive Erzähler Nick - Jay's mittelloser Nachbar- ist der einzige, der die wirkliche Größe Gatsbys erkennt und ihm durch seinen Bericht ein würdiges Denkmal setzt.
Unendlich berührend! Ein Meisterwerk!
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Amerikanischer Klassiker zum Wiederlesen, 6. Juli 2004
Von 
Th. Leibfried "TL" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby. SZ-Bibliothek Band 4 (Gebundene Ausgabe)
Zuerst einmal ein Dankeschön an die SZ. Durch ihre (vor allem aber bei weitem nicht nur) preislich sehr attraktive Reihe wird man quasi "gezwungen" sich mit einer Reihe von Meisterwerken zu beschäftigen, die ansonsten immer wieder dem Vergessenwerden anheim fallen. Bei diesem Preis sieht man auch verhältnismäßig gerne über ein paar Schlampereien beim Setzen hinweg, Druck-, Rechtschreib-, Trenn- oder Tippfehler. Alleine fünf oder sechs beim "Gatsby".
"Der große Gatsby" ist ein Meisterwerk in jedem Fall. Thematisch kein bißchen veraltet, immerhin ist der Roman 80 Jahre alt, zieht das Buch seine Faszination vor allem aus zwei Umständen: seiner atmosphärischen Dichte und seiner Kürze. Wenn man dieses Buch gelesen hat, versteht man, warum Literaturpapst MRR so gegen überlange Bücher wettert. Bei Fitzgerald ist es so, daß man gerne noch ein paar Seiten gelesen hätte. Aber gerade deshalb ist es denkbar, das Buch in ein paar Jahren wieder zur Hand zu nehmen und es an einem verregneten Sonntag in einem Rutsch erneut zu lesen.
Nur ein Zitat (der letzte Satz des Buches): "So regen wir die Ruder, stemmen uns gegen den Strom und treiben doch stetig zurück, dem Vergangenen zu." Sprachgewaltig und intelligent, wie das gesamte Werk. Sehr schade, daß es von F. Scott Fitzgerald so wenig Romane gibt.
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47 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Poetische Vollkommenheit in peinlicher Übertragung, 15. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (Taschenbuch)
F. Scott Fitzgeralds Roman 'Der große Gatsby' erzählt die Geschichte einer unerfüllten Liebe vor dem Hintergrund der 20er Jahre in den USA. Mit einer einfachen und zugleich ergreifenden Poesie beschreibt der Autor die vergebliche, verklärte Liebe des Emporkömmlings Jay Gatsby zu einer Dame aus der Upper Class und stellt diesem reinen, tiefgreifenden Gefühl die Dekadenz und Oberflächlichkeit der amerikanischen Gesellschaft in den 20ern gegenüber. Fitzgerald's 'Gatsby' gehört wohl zu den wenigen großartigen Romanen aus der Neuen Welt.
Leider finden wir dieses Werk hier in einer Übersetzung vor, die den geneigten Leser mit einem Schulbubenenglisch ohne Gleichen konfrontiert. Die poetische Vorlage wird zu einer drögen Inhaltsangabe degradiert, die dem Leser auch die letzte Freude an der Lektüre zu nehmen vermag. Hier verschwinden Fitzgeralds feinsinnige Metaphern im Nirwana anglistischer Ignoranz, ausdrucksvolle Erzählpassagen wirken wie die Aufzählungen aus einer Medikamentenliste. Daher meine Empfehlung: Man genehmige sich etwas mehr Zeit, wage sich an das Original und verwende eine ausführliche Inhaltsangabe und, falls nötig, ein Lexikon. Es lohnt sich!
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die Liebe ohne Grund, 26. Mai 2007
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (Taschenbuch)
Natürlich ist "Der große Gatsby" auch ein herausragender Gesellschaftsroman. Denn woher stammt der Reichtum der Besitzer der großen Villen auf Long Island, am Meer westlich von New York? Natürlich aus kleineren oder größeren Verbrechen. Es sind zumeist Erben oder Gauner, die sich hier treffen, auch wenn Sie wundervolle Kleider und Anzüge tragen und "die Gesellschaft", die Elite des Landes repräsentieren. Aber innerlich bleibt alles hohl. Es gibt viele, großartige Dialoge, in denen Fitzgerald die völlige Inhaltslosigkeit und Leere des Lebens der Oberen Zehntausend transparent werden lässt. Gerade in diesen Momenten ist das Buch exzellent geschrieben.

Doch der vermeintlich Reichste unter ihnen ist anders. Gatsby, so erfährt man, hat sein Geld ebenfalls nicht auf völlig legalem Weg gemacht. Aber dennoch gibt es einen Unterschied, der ebenfalls hilft, die Welt der Schönen und Reichen besser zu verstehen. Sein Reichtum hat ein Ziel. Er stammt aus der Unterschicht, und in jungen Jahren hat er sich in ein Mädchen aus dieser Gesellschaft verliebt, die dann aber standesgemäß geheiratet hat. Doch Gatsby liebt sie immer noch, und so hat er beschlossen, ein Teil dieser Gesellschaft zu werden. Mit seinem geheimnisvollen Reichtum ausgestattet taucht er wieder im Leben seiner Angebeteten auf, die natürlich längst von ihrem Mann betrogen wird und natürlich alles andere als ein glückliches Leben führt. Eigentlich könnte es jetzt doch zu einem Happy End kommen, oder? Auch in "Liebe in den Zeiten der Cholera" hatte der die Frau liebende Protagonist ja nur etwas zu warten brauchen.

Aber die Wendung, die hier erfolgt, ist wirklich grausam. Gatsby muss lernen, dass seine große Liebe völlig hohl ist. Wie die Gesellschaft, aus der sie stammt. Ein nichts, eine Illusion, eine leere Hülle, die kaum zu einer eigenen Entscheidung fähig ist. Wieder sind es Fitzgeralds herausragende Dialoge, in denen klar wird, welches Geistes Kind diese Daisy eigentlich ist. In der Schlüsselszene streiten sich zwei Männer um sie. Beide wollen sie, nur einer von beiden liebt sie. Und Daisy selbst? Sie hat kaum etwas dazu zu sagen. Man merkt, wie sie sich zu einer eigenen Entscheidung hin quälen muss. Und selbst danach kann man sich auf sie nicht verlassen.

Wie reagiert Gatsby? Das wirklich tragische ist, dass er sie trotzdem noch liebt. Nicht viel später stellt er diese Liebe unter Beweis, als er in der finalen Katastrophe des Romans für sie einsteht und dabei selbst zum Opfer wird. Man fragt sich, warum dieser intelligente Mann von dieser einfach gestrickte Frau nicht loslassen will. Weil er offensichtlich nicht anders kann. Will Fitzgerald hier das inhaltlose Leben der High Society mit den großen, wahren Gefühlen kontrastieren? Ich persönlich glaube, dass der Autor hier über den Gesellschaftsroman hinausgeht, dass er Liebe als absolutes Gefühl darstellt, was vielleicht sogar mehr mit der Person des Liebenden als mit der Geliebten zu tun hat. Und so ist "Der große Gatsby" für mich persönlich einer der großen Liebesromane der Weltliteratur, der eine Liebe erzählt, die tragisch ausgehen muss, was dann trotzdem einfach eine wunderschöne Geschichte ist. Und kann man etwas Schöneres in einem Roman lesen, als eine große, tragische Liebesgeschichte?

So zumindest die Wahrnehmung des Rezensenten von diesem wunderbaren Buch. Aber vielleicht war dieser nur selbst zu oft in wirklich blonde Blondinen verliebt...
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die Liebe, 26. Mai 2007
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby. SZ-Bibliothek Band 4 (Gebundene Ausgabe)
Natürlich ist "Der große Gatsby" auch ein herausragender Gesellschaftsroman. Denn woher stammt der Reichtum der Besitzer der großen Villen auf Long Island, am Meer westlich von New York? Natürlich aus kleineren oder größeren Verbrechen. Es sind zumeist Erben oder Gauner, die sich hier treffen, auch wenn Sie wundervolle Kleider und Anzüge tragen und "die Gesellschaft", die Elite des Landes repräsentieren. Aber innerlich bleibt alles hohl. Es gibt viele, großartige Dialoge, in denen Fitzgerald die völlige Inhaltslosigkeit und Leere des Lebens der Oberen Zehntausend transparent werden lässt. Gerade in diesen Momenten ist das Buch exzellent geschrieben.

Doch der vermeintlich Reichste unter ihnen ist anders. Gatsby, so erfährt man, hat sein Geld ebenfalls nicht auf völlig legalem Weg gemacht. Aber dennoch gibt es einen Unterschied, der ebenfalls hilft, die Welt der Schönen und Reichen besser zu verstehen. Sein Reichtum hat ein Ziel. Er stammt aus der Unterschicht, und in jungen Jahren hat er sich in ein Mädchen aus dieser Gesellschaft verliebt, die dann aber standesgemäß geheiratet hat. Doch Gatsby liebt sie immer noch, und so hat er beschlossen, ein Teil dieser Gesellschaft zu werden. Mit seinem geheimnisvollen Reichtum ausgestattet taucht er wieder im Leben seiner Angebeteten auf, die natürlich längst von ihrem Mann betrogen wird und natürlich alles andere als ein glückliches Leben führt. Eigentlich könnte es jetzt doch zu einem Happy End kommen, oder? Auch in "Liebe in den Zeiten der Cholera" hatte der die Frau liebende Protagonist ja nur etwas zu warten brauchen.

Aber die Wendung, die hier erfolgt, ist wirklich grausam. Gatsby muss lernen, dass seine große Liebe völlig hohl ist. Wie die Gesellschaft, aus der sie stammt. Ein nichts, eine Illusion, eine leere Hülle, die kaum zu einer eigenen Entscheidung fähig ist. Wieder sind es Fitzgeralds herausragende Dialoge, in denen klar wird, welches Geistes Kind diese Daisy eigentlich ist. In der Schlüsselszene streiten sich zwei Männer um sie. Beide wollen sie, nur einer von beiden liebt sie. Und Daisy selbst? Sie hat kaum etwas dazu zu sagen. Man merkt, wie sie sich zu einer eigenen Entscheidung hin quälen muss. Und selbst danach kann man sich auf sie nicht verlassen.

Wie reagiert Gatsby? Das wirklich tragische ist, dass er sie trotzdem noch liebt. Nicht viel später stellt er diese Liebe unter Beweis, als er in der finalen Katastrophe des Romans für sie einsteht und dabei selbst zum Opfer wird. Man fragt sich, warum dieser intelligente Mann von dieser einfach gestrickte Frau nicht loslassen will. Weil er offensichtlich nicht anders kann. Will Fitzgerald hier das inhaltlose Leben der High Society mit den großen, wahren Gefühlen kontrastieren? Ich persönlich glaube, dass der Autor hier über den Gesellschaftsroman hinausgeht, dass er Liebe als absolutes Gefühl darstellt, was vielleicht sogar mehr mit der Person des Liebenden als mit der Geliebten zu tun hat. Und so ist "Der große Gatsby" für mich persönlich einer der großen Liebesromane der Weltliteratur, der eine Liebe erzählt, die tragisch ausgehen muss, was dann trotzdem einfach eine wunderschöne Geschichte ist. Und kann man etwas Schöneres in einem Roman lesen, als eine große, tragische Liebesgeschichte?

So zumindest die Wahrnehmung des Rezensenten von diesem wunderbaren Buch. Aber vielleicht war dieser nur selbst zu oft in wirklich blonde Blondinen verliebt...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sittenbild der Schickeria, 31. März 2007
Von 
dr_rgne - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby. SZ-Bibliothek Band 4 (Gebundene Ausgabe)
Der große Gatsby führt ein, in die Welt der Reichen und Schönen von Long Island, in der Nähe New Yorks. Gatsby selbst ist ein typischer Self-made-man und verkörpert damit den amerikanischen Traum. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend hat er es bis ganz nach oben und zu großem Reichtum gebracht. Ihm gegenüber steht Tom Buchanan, der seinen Reichtum ererbt hat und solchen Emporkömmlingen eher skeptisch bis abwertend gegenübersteht.

Das einzige was Gatsby noch fehlt, ist die Erfüllung seiner Liebe zu Daisy. Das Dumme nur: Diese ist mit Buchanan verheiratet. Es wird schnell klar, dass auch Daisy Gatsby liebt, doch wird das zur Überwindung der gesellschaftlichen Zwänge reichen?

In meinen Augen, birgt der Inhalt des Romans wenig mehr als das Widerkauen bekannter Klischees, wie dem Gegensatz zwischen Schein und Sein in der Welt des Glitters. Von der Art und Weise in der dies aufbereitet wird, war ich jedoch sehr angetan. Fitzgerald gelingt es sehr gut, die Atmosphäre in und um Gatsbys Haus zum Leben zu erwecken. Die illustre Gesellschaft, die sich zu den zahlreichen Partys in Gasbys Haus einfindet wird sehr amüsant karikiert und auch der Charakter Gatsbys trefflich dargestellt, wenn auch nicht ohne (gewollte) Widersprüche. Der große Gatsby zeigt, dass nicht viele Seiten notwendig sind, um ein glaubwürdiges Sittenbild zu zeichnen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feinsinnige (und glänzend erzählte) Gesellschaftssatire!, 18. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (Taschenbuch)
Auf der Suche nach seiner verflossenen Liebe gibt Gatsby (vor dem Hintergrund der wilden amerikanischen 20er) gigantische Partys auf seinem, nicht weniger gigantischen Anwesen vor den Toren New Yorks. Sein Nachbar (Erzähler) scheint zu ahnen, daß das ersehnte Wiedersehen unweigerlich in eine Katastrophe münden muss, sieht sich aber, nicht zuletzt durch eigene Verwicklungen in die Handlung (die Herzdame Gatsbys ist seine Cousine) außer Stande, eine entscheidende Wendung herbeizuführen. Glänzend erzählt, wirft der Roman ein Licht auf die verlogenen u. fasadenhafte Schicki-Micki-Gesellschaft (nicht nur der amerkikanischen 20er) und zeichnet zugleich ein satirisches Sittengemälde, dass bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüsst hat.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker, 17. Juni 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby. SZ-Bibliothek Band 4 (Gebundene Ausgabe)
Wenn man sich mit amerikanischer Literatur den 20 Jh. beschäftigt kommt man an F. Scott Fitzgerald nicht vorbei. Dieser Roman ist ein Mythos, zu recht. Ein Sittenporträt, eine Liebsgeschichte, ein Drama über das Leben. Der unheimlich dicht und atmosphärisch geschriebene Roman beginnt mit einem Rätsel: Wer ist Jay Gatsby? Er gibt mondäne Partys, aber woher kommt er? Und vor allem: woher hat er das viele Geld? Altes Geld, oder neues? Von ihm schein eine unheimliche Eleganz auszugehen, mondän, dieses Wort schein für ihn erfunden. Er wird zum Vorbild für die High-Society von New York. Für seinen Nachbarn, Nick, der Ich-Erzähler öffnet sich nach und nach das Geheimnis des Großen Gatsby und das Drama seines Daseins. Ein Buch, dass man immer wieder liest, und das dabei nie seinen Zauber verliert.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Der verlorene Amerikanische Traum", 21. März 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (Taschenbuch)
Für mich gehört "Der große Gatsby" zu den wichtigsten und besten Werken des 20.Jahrhunderts! Fitzgerald erzählt nicht nur eine Geschichte über endlose Liebe und eine gefühllose Gesellschaft. Hinter all dem steckt die Feststellung, dass der idealistische Amerikanische Traum nicht mehr existiert. Gatsbys Liebe zu Daisy repräsentiert diesen Traum, der seinen Sinn bereits verloren hat, als Gatsby beginnt sich zu verlieben. Er wird das Opfer einer korrupten Gesellschaft, eines Amerika dessen "grüne Küsten", die die holländischen Siedler einst erblickten, durch das "Tal der Asche" ersetzt wurden. Ein Tal, in dem es keine Hoffnung mehr gibt, in dem alle Träume bereits ausgeträumt sind! Gatsy wird hier zum tragischen Helden, da all seine Bemühungen in dieser Welt vergebens sind! Fitzgeralds Buch ist zweifellos ein Meisterwerk!
Johannes Miesen
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen engl. Titel: "The Great Gatsby" (1925) - raffiniert konstruierte Geschichte, 9. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Der große Gatsby (Taschenbuch)
Nick Carraway, ein ca. 30-jähriger Börsenmakler, zieht 1922 vom Mittelwesten in ein Haus auf Long Island. Er ist der Erzähler der Geschichte. Nicks Haus liegt neben dem Anwesen von Jay Gatsby (alias James Gatz). Gatsby ist ein Neureicher, über den vielfältige Gerüchte im Umlauf sind, doch niemand scheint ihn richtig zu kennen. So soll er sein Geld mit dubiosen Geschäften (Alkoholschmuggel, Wettgeschäfte) verdienen. Gatsby gibt auf seinem Anwesen häufig große Partys, auf denen die New Yorker Hautevollee erscheint. Eines Tages ist auch Nick dort eingeladen, er freundet sich mit Gatsby an.

Nick ist auch der Cousin von Daisy Buchanan und Freund von deren Ehemann Tom Buchanan. Tom betrügt seine Frau mit Myrtle Wilson, der Frau seines Automechanikers, George Wilson. Daisy ist eine Jugendliebe von Gatsby, der immer noch in sie verliebt ist, und der um ihr nah zu sein, sein riesiges Anwesen gegenüber vom Anwesen der Buchanans gekauft hat. Gatsby bittet Nick, für ihn ein Treffen mit Daisy zu arrangieren. In der Folge wird daraus eine Affäre. Der von Daisy betrogene Tom kommt dahinter, ebenso schöpft der von seiner Frau Myrtle betrogene George Wilson Verdacht, weiß jedoch nicht, mit wem sie ihn betrügt.

An Nicks 30. Geburtstag eskaliert die Situation und Daisy überfährt aus Versehen Myrtle Wilson mit dem Wagen von Gatsby, die an ihren Verletzungen stirbt. Tom und Daisy Buchanan sprechen sich aus lenken den Verdacht auf Gatsby. George Wilson, Myrtles Mann, hält fälschlicherweise Gatsby für den Fahrer des Wagens und für den Liebhaber seiner Frau und erschießt erst ihn und dann sich selbst. Obwohl die halbe Stadt immer zu den Partys Gatsbys erschien, sind zu Gatsbys Beerdigung neben Nick, nur sein Vater und einige ehemalige Angestellte anwesend.

Gatsbys Handeln, seine "Karriere", der Kauf seines Anwesens, und seine Kontaktaufnahme mit Daisy werden durch seine Liebe zur ihr erklärt. Sie ist das Motiv, das Gatsbys Handeln bestimmt. Fitzgerald definiert diese Liebe jedoch nur als eine Vehikel für ein grundsätzlicheres Bedürfnis, das menschliches Handeln anleitet - das Bedürfnis nach Verwirklichung einer Idee von sich selbst. Die Liebe zu Daisy ist für Gatsby das Vehikel, in dem seine Idee von sich selbst aufgegangen ist, und die Verwirklichung dieser Liebe verwirklicht seine Idee von sich selbst.

Die Erzählung ist mit vielen Aussparungen versehen, sie weist Sprünge auf, vieles wird nur angedeutet, das Lesen erfordert daher eine hohe Aufmerksamkeit vom Leser. Fitzgerald charakterisiert häufig die Erscheinung der Personen recht ausführlich, zeichnet den Handlungsverlauf und Faden der Ereignisse jedoch oft in kurzen Strichen. Zugleich werden oftmals Ereignisse und Personen beschrieben, die für die Verfolgung der Handlung unwesentlich erscheinen. Auch werden immer wieder stattfindende Partys und Gesellschaften beschrieben, so dass mit der Erzählung ein Gemälde der "Roaring Twenties" gezeichnet wird. Nick charakterisiert als Erzähler Gatsby zunächst auf Basis von Hörensagen, später auch auf Basis von Selbstauskünften Gatsbys. Immer wieder wird die Geschichte Gatsbys angezweifelt, trotzdem wird die Charakterisierung Gatsbys durch Nick für wahr genommen, bei Nick handelt es sich um einen verlässlichen Erzähler.

Die Erzählung ist raffiniert konstruiert. Sie erfordert Aufmerksamkeit beim Lesen, um die in kurzen Strichen gemachten Andeutungen zu verstehen, und der Handlung folgen zu können. Ich denke, nicht immer sind diese Andeutungen eindeutig, so dass das Verständnis die Handlung teilweise recht eigenmächtig rekonstrieren muss.
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Der große Gatsby. SZ-Bibliothek Band 4
Der große Gatsby. SZ-Bibliothek Band 4 von Walter Schürenberg (Gebundene Ausgabe - 2004)
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