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am 19. Januar 2005
Die gelungene Vertonung von Umberto Ecos "Der Name der Rose" wartet mit nur einer - zudem formalen - Beeinträchtigung des Hörvergnügens auf: Die Tracks sind jeweils zwischen 50 und 70 Minuten lang. Die ursprünglich für das Radio produzierte Buch-Adaption hat vier Teile, die sind auf 6 CDs untergebracht sind. Da die Teile länger sind als die CDs, kommt es zu Überschneidungen: Die Teile enden mitten in einem CD-Track, und nahtlos beginnt der nächste Teil. Das kann verwirren.
Findet man sich aber damit ab - und immerhin erzieht die Länge der Tracks den Hörer ja dazu, sich Zeit zu nehmen - steht einem ein spannendes und lehrreiches Erlebnis ins Ohr.
Anders als die Verfilmung hat und nimmt sich das Hörspiel Zeit, sich mit seiner literarischen Vorlage ausgiebig zu befassen. Die Handlung des Buches wird getreu umgesetzt - natürlich aber wurde Ecos Romanvorlage für die Umsetzung als Hörspiel bearbeitet: Einige der ästhetischen und politisch-religiösen Ausschweifungen des ausgewiesenen Mittelalter-Experten Eco werden gerafft wiedergegeben oder (soweit sie die Krimi-Handlung nicht unmittelbar betreffen) ausgelassen. Diese Beschneidungen tragen allerdings definitiv zur Atmosphäre des Hörspiels bei, die auf bedrückende, mitunter gruslige Weise das Leben in jener geheimnisvollen Abtei vergegenwärtigt.
Herauszuheben aus der Sprecherriege ist sicherlich Heinz Moog, der als Erzähler aus der Sicht des greisen Adson von Melk vor allem in den schon erwähnten Resümes eine Glanzleistung vollbringt, desgleichen Pinkas Braun, der den William von Baskerville als bissigen und leidenschaftlichen Ermittler spricht. Ebenso beeindrucken die Leistungen der übrigen durchweg ausgezeichneten Sprecher, von denen vor allem Helmut Stange als Remigius von Varagine und Wolfgang Reichmann als radebrechender Salvatore hervorstechen.
Ein lohnendes Hörspiel-Vergnügen, spannend, atmosphärisch, eine würdige Umsetzung.
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am 28. Mai 2000
It may take the passage of time to answer the question in the title of this review but, for myself, the answer is a resounding "Yes". I have read and re-read this amazing book so many times that I have lost count! I admire the work on many levels, the least important being its guise as a mystery. I believe it can be interepreted in many different ways because it has so much to offer. In my opinion it is actually a book about books and their influence through history and ultimately about the censorship of the ideas found in books. Fear of ideas and books is at the heart of the murders and is the reason for the ultimate catastrophe -- the burning of the monastery library. Jorge de Burgos takes upon himself the role of censor and the logical outcome of his worldview is murder and destruction. (Echoes of Nazism, perhaps?) It is also a book about the effects ideas have when lived out in people's lives, how a good idea, such as St. Francis' love of poverty, can become twisted by fanaticism. It is also filled with a sly sense of humor (the resemblance of the William of Baskerville/Adso duo to Sherlock Holmes/Dr. Watson is one example). As an art historian I was highly amused to read St. Bernard of Clairvaux's condemnation of the artistic milieux of the Abbey of Cluny quoted just where it ought to be, as a commentary on the decoration of the abbey church. Also amusing is the idea of this fictional monastery as a microcosm of the emerging European Union, with representative monks from many countries on hand. The scholarly debates have much to say to our contemporary world, for, at their base, they are often still current. However, I do agree with some of the criticisms expressed about the lack of explanatory notes. For those without the necessary background in languages and a reasonably good knowledge of medieval history it may indeed by a tough book to get involved in, as I have found in the case of friends to whom I have recommended the book. But for anyone with that knowledge, and for those without it who are willing to persevere, this has to be one of the greatest books written in the 20th century, if not the greatest. It is certainly the most magical.
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am 15. Januar 2010
Als der Franziskanermönch William von Baskerville diesen Satz hört, steht er dem Mörder gegenüber. Sieben Tage hat es gedauert, bis Baskerville die mysteriösen Todesfälle in der alten, norditalienischen Abtei lösen konnte. Begleitet von seinem Novizen Adson von Melk. Dieser Novize, heute selbst betagt und weise, erzählt uns diese atemberaubende Geschichte aus seiner Jugend. Sie spielt in einer Woche des Jahres 1327 und wird das Leben des Adson von Melk und aller Beteiligten für immer verändern.

William und Adson sind in die Abtei gekommen, um ein Treffen der kaiserlichen Vertreter mit dem Papst vorzubereiten. Es geht um die Frage, ob Jesus eigenen Besitz hatte, oder aber frei aller Güter, wie es die Franziskanermönche glauben, arm war. Heute eine lachhafte Frage, damals eine Meinung, die über Leben und Tod ihres Verfechters entscheiden konnte.

Die beiden Mönche treffen vor den Delegationen ein und müssen erfahren, dass ein Mord in der Abtei geschehen ist. Der Mönch Adelmus stürzte unter rätselhaften Umständen zu Tode. William, ein brillanter Kopf, nimmt die Ermittlungen auf und Adson kann staunend verfolgen, wie sein Meister die Fäden und Spuren verbindet. Der Cellerar Remigius, der Bibliothekar Malachias und der seltsame Salvatore schienen mit Adelmus zu tun zu haben.
Am nächsten Tag liegt ein weiterer toter Mönch in der Abtei. Und es soll nicht der letzte Tote sein, den William und Adson vorfinden. Schnell bekommen die beiden heraus, dass der Ursprung der Todesfälle in der sagenhaften Bibliothek der Abtei liegt. Sie ist die größte und umfangreichste der damaligen Welt. Aber weder der Abt Abu noch der greise Jorge von Burgos wollen, oder können, bei der Aufklärung helfen. Im Gegenteil, sie behindern William, wo es nur geht.
William ahnt, weshalb der Tod umgeht, aber dann trifft die päpstliche Delegation unter dem Inquisitor Bernardo Gui in der Abtei ein. Gui ist Williams Erzfeind und jetzt muss der Ermittler aufpassen, dass er nicht selbst in Gefahr gerät...

Was für ein Roman! Hervorragend recherchiert, brillant geschrieben, mal blumig ausgeschmückt, dann wieder treffend und packend aufs Wort, so hat Eco seine Geschichte zu Papier gebracht. Der Leser(oder hier der Hörer) werden von ihr gepackt und nicht wieder losgelassen. Eco schafft es mit großer literarischer Klasse die Zeit des Jahres 1327 wieder auferstehen zu lassen. Wer sich dabei nicht nur auf die Todesfälle, sondern auch noch auf den von Eco geschilderten Lokalkolorit über die kirchlichen Meinungen dieser Zeit, konzentriert, der wird erstaunt feststellen, dass sich die Zeiten in den letzten knapp 700 Jahren zwar geändert haben, aber sich trotzdem noch ziemlich ähnlich sind.

Die 20 CDs umfassende Hörbuchversion wird von Gert Heidenreich gelesen. Das macht der gebürtige Eberswalder hervorragend, denn er kann lesen wie kaum ein anderer. Wie er William von Baskerville, Jorge von Burgos oder dem Cellerar Remigius seine Stimme leiht, dabei variiert, betont und eigene Charakterzüge schafft, das ist Lesen auf ganz hohem Niveau. Da macht das Zuhören Spaß und man lauscht gespannt Heidenreichs Stimme.

-Der Name der Rose- ist, jedenfalls meiner Meinung nach, bis heute noch Ecos Meisterstück. Sherlock Holmes Geschichte, Geschichtsbuch, Erzählung, Dokumentation und Belletristik, alles ist in diesem Stoff enthalten. Und wem das Buch immer viel zu dick vorkam, der hat jetzt die Möglichkeit Gert Heidenreich für sich lesen zu lassen. Falls sie sich dafür entscheiden, glauben sie mir, werden Sie es nicht bereuen.
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am 15. September 2010
Ich habe mir das Buch gekauft, nachdem mich der gleichnamige Film begeistert hatte. Allerdings muss ich nach der Lektüre des Buches dem Film den Vorzug geben (wobei ich zu den Menschen zähle, die das Buch normalerweise IMMER besser finden als die Verfilmung). Dies hat folgende Gründe:

- Umberto Eco schreibt in einer authentisch erscheinenden Sprache, die für die Handlung perfekt ist. Dies hat jedoch den Nachteil, dass dadurch das flüssige Lesen darunter leidet. Es handelt sich letztendlich (nicht nur, aber doch) um einen Krimi, also um die Aufklärung einer Serie von mysteriösen Morden in einem mittelalterlichen Kloster. Lange Textpassagen, viele lateinische Zitate (die ich als nicht lateinkundiger Mensch immer nachschlagen musste), umständliche Beschreibungen, haben für mich den roten Faden der Geschichte ein wenig zerfleddert.

- Ja, ich interessiere mich für Philosophie, für Theologie, für Geschichte, auch für Kunst (obwohl ich dennoch in allen Fachgebieten Laie bin) und Umberto Eco ist definitiv ein Mensch, der sich mit solchen Dingen auskennt. Sein Wissen darüber kann er einerseits rhetorisch geschickt in zB theologische Gespräche zwischen den Mönchen, oder Bemerkungen zum alltäglichen Leben im Kloster flüssig einbauen, andererseits gewann ich beim Lesen manchmal den Eindruck, dass er auf Biegen und Brechen noch die eine oder andere Ergänzung eingeführt hat. Dies ist für mich zum Teil verständlich, da Eco sicher der Komplexität all dieser Themen gerecht werden wollte, allerdings erschwerte es mir das Lesen manchmal erheblich.

Mein Fazit: Ein insgeheimes Geschichte/Philosophie/etc. - Buch innerhalb einer Kirminalgeschichte, mit Sicherheit unglaublich interessant für kultur- und philosophiebegeisterte Menschen, die auch Erfahrung mit Literatur dieser Art haben. Für diese wird es wahrscheinlich eine angenehme Lektüre sein, für jene die auf der Suche nach einer spannenden Geschichte sind, wird die Lektüre wahrscheinlich zu umständlich und mühsam sein.
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am 28. März 2016
„Der Autor darf nicht interpretieren. Aber er kann erzählen, wie und warum er geschrieben hat“, lautet das Programm, das sich Eco für diese kurze Nachschrift zum >Namen der Rose< (dtv Literatur) gesetzt hat. Der Leser darf sich also kein Erklärstück zum großen Mittelalteroman erwarten. Stattdessen gibt es einige leuchtende Einblicke in die Entstehungsgeschichte eines Buches, das mehr philosophisches Arrangement und Mönchstötungsorgie ist als ein Krimi. Dieser Autor schreibt lebhafter über Poetologie als andere über das Leben. Herrlich, wie unbedarft Eco von seinem eigenen Werk spricht (ohne Bescheidenheit zu heucheln): Figuren, die ein Eigenleben entwickeln, und dem Autor eingeben, was zu schreiben sei? „Dummheiten für Abituraufsatzthemen.“ Dem Gelehrten fehlt offensichtlich der Dünkel des Berufsschriftstellers.
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am 6. März 2004
Dieses Buch ist meines Erachtens für den (historischen) Kriminalroman, was Tolkiens "Der Herr der Ringe" für die Fantasy oder Stokers "Dracula" für den Vampirroman ist. Alles wird sich daran messen müssen, noch nichts hat es bislang erreicht.
Dass der Name von Ecos Detektiv ausgerechnet an einen Sherlock- Holmes-Roman Doyles erinnert, wage ich nicht als Zufall anzunehmen. Baskerville bedient sich der gleichen deduktiven Herangehensweise und Schärfe wie der berühmte Kriminalist aus London, der wiederum sehr an Poes Dupin erinnert. Doch Eco kupfert nicht ab - er erschafft glaubwürdige Figuren und mit ihnen eine ganze Zeit, die sich im Geist des Lesers immer konkreter auszuformen mag. Finsteres Mittelalter zwar, dass jedoch vom aufklärerischen Geist eines vorweggenommenen Kant erhellt wird - wenngleich auch nur für Augenblicke.
Neben der brillianten Haupthandlung führt uns Eco immer wieder in die Tiefen (oder Abgründe) des christlichen, mittelalterlichen Glaubens und der perversen Blüten der Inquisition sowie der Philosophie als Gegenpol, das Ganze nicht selten auf Latein (natürlich mit Übersetzungen und Anmerkungen am Ende).
Wer glaubt keine Freude mehr am Buch zu haben, da er oder sie den Film gesehen hat, dem/der sei versichert: es lohnt sich! Der Film war gut, die Darsteller brilliant, die Atmosphäre düster. Und dennoch: es gibt unfassbare Änderungen zum Roman, allein darin, wer überlebt und wer stirbt. Im Buch findet sich kein vor Clichés triefendes Ende, alles geht viel mehr in die Tiefe. Das ist dem Film nicht unbedingt vorzuwerfen, verfolgte er doch eigene dramaturgische Regeln. Dem Buch ist es jedoch hoch anzurechnen.
"Der Name der Rose" ist der Historienkrimi, der unerreicht bleiben wird.
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am 10. Mai 2011
Ja, ich weiß - was für eine bekloppte Überschrift. Aber keine Sorge, das Rätsel wird im Zuge der spontanen Kurzrezension geklärt werden.
Ich traue mich eigentlich gar nicht, über ein so gewaltiges Buch eine Rezension zu verfassen. Als ich zwölf Jahre alt war, wurde der Roman gerade mit Sean Connery in der Hauptrolle verfilmt, im ZDF gab es eine Art Making-of, und ich wollte daraufhin unbedingt den Film sehen. Meine Eltern marschierten fröhlich ins Kino, ohne mich mitzunehmen, hatte sich doch herumgesprochen, dass so manche Gewalt-, und was noch viel schlimmer war, eine recht explizite Sexszene dem unbedarften Zuschauer offeriert wurden. Ich durfte also den Film nicht sehen, Dreck! Also habe ich mir das Buch zu Weihnachten gewünscht (anno 86, soweit ich mich erinnere). Ich bekam eine wunderschöne Ausgabe geschenkt, in der es anscheinend keine Gewalt- und Erotikszenen gab, die meinen unschuldigen Geist verderben konnten. Jedenfalls glaubten meine Eltern augenscheinlich, von einem Buch gehe eine weniger große Gefahr aus als von einem Film. Wie auch immer, ich begann zu lesen - und schaffte es immerhin bis Seite dreißig, bevor ich frustriert aufgab. Das hatte ich nicht erwartet - dieses ... dieses sinnlose Gelabere!!! Geschichtliche Langeweile. Was sollte das? Wo war der Sex, wo das Blut?
Ich war zwölf, wie gesagt.
Im laufe der letzten 25 Jahre habe ich immer wieder einen Leseversuch unternommen, aber jedes Mal konnte ich mich nicht auf den Text einlassen, vielleicht, weil ich zwischenzeitlich den Film kannte und meine Erwartungshaltungen in eine ganz andere Richtung gingen.
Ich habe absolut keine Ahnung, warum ich das Buch ausgerechnet jetzt, im Jahr 2011, ganz gelesen habe - und mehr als begeistert und fasziniert davon bin. Klar hat mir die Erzählung als Zwölfjährigen nix gegeben. Es steckt einfach zu viel drin: Neben der Krimihandlung, auf die mehr oder weniger die Verfilmung reduziert wurde, begegnet uns ein geschichtliches Sittenbild, philosophische und theologische Exkurse, sämtlichen Grundbegriffe der Buchwissenschaft etc.. Ganz banal bleibt zu sagen, bei "Der Name der Rose" handelt es sich, hat man sich erst einmal auf den Stil eingelassen, um einen mehr als mitreißenden Roman.
Eco sagte dereinst, der Titel habe rein gar nichts mit dem Inhalt zu tun, ihm habe einfach die Melodie gefallen. Der Rezensent eifert ihm ergeben nach und wählt einen fast genau so gut klingenden Titel für diese kleine, nutzlose Besprechung, in ehrenvollen Andenken an Henning Venske ;-)
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Die Stimmen und Hintergrundgeräusche kamen gut rüber. Ich war überwältigt von den Geräuschen und der Spannung! Einmal ... ich war gerage sanft am Eindösen ... hat mich eine Stimme derart aus der Bahn geworfen, daß ich mich umsah, ob nicht jemand gerade mit mir gesprochen hat! (Habe das Gesamtwerk mit dem tragbaren Player mit Kopfhörern gehört, sollte ich vielleicht erwähnen ...)
Der Erzähler alleine - der alte Adson (gesprochen von Heinz Moog) - Adson ist der junge Begleiter von William von Baskerville, der die Morde in dem Benediktinerkloster aufklären soll - verdient schon großes Lob!
Die Stimme (er soll ja einen alten gebrechlichen Herren darstellen, der die Geschichte widergibt, so wie er sie in Erinnerung hat) ist einmalig, und leitet durch das 4-teilige Hörspiel.
Auch die anderen Sprecher sind (wenn man die Augen schließt) irgendwie bildlich vorstellbar. Ihre Stimmen spiegeln größtenteils die Charaktere wieder, die sie auch darstellen sollen.

Sei es ...
- Abbo der Abt (gesprochen von Manfred Steffen)
- oder Salvatore - der immer in verschiedenen Sprachen spricht - (gesprochen von Wolfgang Reichmann)
- oder der (''Böse'') Jorge von Burgos (gesprochen von Paul Hoffmann), der ja verhindern wollte, das das ketzerische Lügenbuch, um das es schlußendlich geht in die Öffentlichkeit gelangt.

4 Teile umfaßt das Hörspiel (ich nenne es lieber Hörspiel, obwohl es hier unter Hörbuch eingeordnet wird).
Damit wären wir auch schon beim ersten Nachteil der CD's:
Die CD's sind in 6 Stück zersplittet. Jede CD enthält nur EINEN Track von einer Dauer um die 60 Minuten.
Mitten in den Tracks kommt also ab und an eine Zusammenfassung vom jeweils vorhergehenden Teil. Was für mich etwas verwirrend war.
Nächster Nachteil, den ich unterschätzt habe ist ...
... die Lauflänge einer CD besteht - wie oben genannt - aus einem (einzigen) Track!
Man muß also wirklich die Zeit haben, sich eine CD am Stück anzuhören.
Andernfalls lernt man die Vorzüge eines ruhigen Fingers beim Drücken der Schnellvorlauftaste kennen.
Und mein tragbarer CD-Player spult anscheinend echt lahm vor, sodaß ich oft vorspielen mußte um ans Ende der CD zu gelangen.
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am 7. Januar 2014
Eine unglaublich gut angelegte Geschichte. Obwohl ich zunächst ein wenig an den vielen lateinischen Ausführungen und Redewendungen verzweifelte, warum eigentlich, denn wer mag, kann es ja überblättern oder im Glossar nachlesen, hatte mich diese Geschichte von Anfang an in ihren Bann gezogen. Wer für Philosophie, Geschichte und theologische Gespräche zwischen Mönchen etwas übrig hat und zudem noch eine fesselnde Krimigeschichte sucht ist hier goldrichtig aufgehoben. Das alltägliche Klosterleben, die Armut, der Aberglaube und die Unwissenheit erlebt der Leser hautnah mit. Mittelalterliche Exkurse in philosophischen Erläuterungen und Beschreibungen versteht Eco mit sprachlicher Gewandtheit zu verknüpfen ohne das der Lesefluss verloren geht. Es entsteht eine faszinierende Lebendigkeit, vor allem aber Glaubwürdigkeit der mittelalterlichen Welt, dass man mein selbst in jenem kalten, zugigen Kloster zu leben.

Den Inhalt mag ein jeder für sich dem Klappendeckel des Buches entnehmen, ich kann nur sagen: 5 Sterne für dieses großartige Werk
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am 12. Oktober 2011
Super Buch! Spannende Geschichte, die ein sehr gutes Bild der damaligen Zeit entstehen lässt. Man erfährt sehr viel über die damalige Lebensweise und die Auswüchse der Mächtigen. Wunderbar schafft es Eco darzustellen, wie sich eine Ideologie in alle Lebensbereiche hineinfressen kann und sich selbst mit radikalen Mitteln zu verteidigen weis. Ein Thema, das wie ich finde, nichts von seiner aktualität eingebüßt hat. Man kann dieses Buch als Bildungsroman bezeichnen oder aber auch als Lehrstück über Macht und Kontrolle - im ideologischen Sinn sowie im materiellen. Mit entsetzen kann man feststellen, dass diese Rechtfertigungen und "Wahrheitshindrehungen" bis heute überlebt haben! Es gibt für mich nur ein mehr oder weniger großes Manko: Es ist zu lang (Wahrlich gigantisch)! Mit mühe habe ich mich - trotz zunehmender Spannung gegen Ende - bis zum Schluß "durchgequält"( Was mich auch sehr lange davon abgehalten hat dieses Buch zu lesen). Trotzdem ziehe ich meine Hut vor Herrn Eco - tolle Buch. Viel Spaß beim lesen - aber nehmt euch Zeit dafür.
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