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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hier werde ich gerne zum begeisterten Wiederhörer!
Die Stimmen und Hintergrundgeräusche in dem Hörspiel (bitte nicht verwechseln, es handelt sich hierbei NICHT um eine Lesung des Romans von Umbert Eco, sondern um eine Hörspiel-Bearbeitung!) sind wunderbar gemacht. Ein richtig atmosphärisches, mit viel Liebe gemachtes Hörspiel, das dem Buch und dem Film (den die meisten vermutlich bereits kennen,...
Veröffentlicht am 20. April 2007 von Apicula

versus
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Worth the effort
This is an interesting book, often well written, occasionally addictive, but it reads like a first novel - the glue shows through. The book's greatest strength is the character of William of Baskerville - Eco has created a funny, likeable, flawed hero who is able to hold together an uneven book. Adso is quite well drawn, but there are numerous inconsistencies in the...
Veröffentlicht am 6. Februar 2000 von Amazon Customer


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Buch, kleine Abstriche, 19. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose: Roman (Kindle Edition)
Über dieses Buch ist schon eine Menge gesagt und geschrieben worden.
Um es vorweg zu nehmen: Wer es noch nicht gelesen hat, sollte das
unbedingt nachholen und sich eine menge kostbarer Zeit dafür nehmen.
Die Geschichte ist es wert.
Warum dann "nur" vier Sterne? Es finden sich etliche Schreibfehler,
und ausgelassene Wörter, über die man beim Lesen öfter mal stolpert.,
Das ist dem Lesefluss nicht unbedint förderlich. Ich nehme an, das liegt
an der suboptimalen Digitalisierung der gedruckten Vorlage.
Dennoch: "Der Name der Rose" ist definitiv eines meiner Bücher für die Insel!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Welche Erwartung haben Sie?, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Sondereinband)
Der Name der Rose ist ein sprachliches Meisterwerk, dass sich schon allein aus Freude an der Fabulierkunst Ecos zu lesen lohnt.
Die Handlung wurde in den anderen Rezensionen bereits ausführlich geschildert, daher nur eine kurze (hoffentlich hilfreiche) Bemerkung:

Eco schreibt kapitelweise (eindrucksvoll) über die monastische Geschichte und Theologie.
Wen das interessiert, der kommt historisch meist korrekt auf seine Kosten.
Wer allerdings hauptsächlich die Spannung eines guten Krimis/Thrillers erwartet, ist hier ganz klar falsch. Die Handlung wird ständig unterbrochen durch (religions-)philosophische Überlegungen und die (angenommene) Sicht Ockhams (=Williams) auf die Ereignisse der Zeit, was mit den Mordfällen auf der Abtei freilich nur bedingt zu tun hat.
Das ist der einzige Grund, aus dem ich 4 Sterne gegeben habe, da der Klappentext und auch die Beschreibung Ecos inhaltlich doch etwas leicht anderes versprechen.

Daher nochmal kurz:
Für historisch, gar kirchengeschichtlich Interessierte ein Leckerbissen sondersgleichen!
Für Krimi- und Thrillerfans ohne religionsphilosophische Ambitionen eher nichts.

- euer Bibliophilos
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durchhalten, 13. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Sondereinband)
Bei "Der Name der Rose" handelt es sich um einen wahren Klassiker, der leider von vielen Lesern aufgrund ihres gering ausgeprägten Durchhaltevermögens unterschätzt wird. Ich habe zugegebenermaßen mehr als ein Jahr gebraucht, um die ersten 150 bis 200 Seiten zu lesen. Das restliche Buch habe ich dann allerdings in wenigen Tagen geradezu verschlungen! Ein Roman voller Wissen und Philosophie in wunderschöner Sprache, aber nichts für die Dan Brown-Massenkrimi-Fraktion. Alle anderen sollten Geduld dafür aufbringen, weiter zu lesen bis das Buch einen wirklich packt (das tut es!)!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viele Stimmen - ein Sprecher, 12. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Audio CD)
Ecos "Name der Rose" ist eine Hommage an die "descriptio" des Mittelalters. Stil- und themensicher verzaubert der italienische Semiotiker den Leser mit der bemerkenswerten Vielstimmigkeit seines Werkes. Allenthalben begegnet einem der scholastische Disput, die monastische Mentalität, ja die Zeichenhaftigkeit einer spannenden Epoche zwischen Universalienstreit und Inquisition. Dem Umstand, dass mittelalterliche Literatur, zumindest die volkssprachliche, vornehmlich Vortragsdichtung war, also dem geneigten Hörer präsentiert wurde, wird nun diese exzellente Lesung gerecht. Gert Heidenreich vermag es, den vielen Stimmen und Stimmungen aufs Vortrefflichste Gehör zu verschaffen. Er versteht es, die scharfsinnig-schelmische Gelehrsamkeit eines William von Baskerville stimmlich genauso überzeugend zu profilieren wie den dogmatisch-verschlagenen Geist Jorges oder den jugendlichen Alten Adson von Melk. Ein kongenialer Sprecher!
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28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Hintergrundbericht, 25. Februar 2004
Einige Jahre nachdem er den zweifellos großartigen Roman "Der Name der Rose" fertiggestellt hatte, schrieb Umberto Eco darüber wie dieser Roman entstand und wie Romane überhaupt entstehen. Damit begab er sich vom Erzähler zurück auf die Sichtweise des Wissenschaftlers und man kann wohl sagen ihm ist ein sehr interessanter Hintergrundbericht gelungen.
Der unbedarfte Leser erfährt viel darüber wie der Roman entstanden ist und warum bestimmte Dinge so und nicht anders geschrieben wurden. Eines jedoch vermeidet Eco aus Prinzip - er gibt keine Interpretation, noch nicht mal eine Interpretationshilfe. Er ist der festen Überzeugung, dass der Erzähler seine eigene Geschichte nicht interpretieren darf, und das Bemühen dieses zu vermeiden ist ihm zweifellos gelungen. Wer also von diesem Werk erwartet eine Interpretation des Autors zu erhalten, der wird enttäuscht werden. Wenn man aber mit der richtigen Erwartung herangeht, so ist das Buch jedenfalls ein Gewinn.
Warum nun also nur vier anstelle der fünf Sterne für ein gelungenes Werk. Nun, Eco bleibt mit diesem Werk eigentlich am Rande stehen. Er dringt bei weitem nicht in die Tiefen vor zu denen er zweifellos fähig ist. Ich meine jetzt nicht, dass er sein Werk interpretieren sollte, aber ganz sicher hätte es noch mehr Erwähnenswertes gegeben. Letztlich bleibt bei mir der Eindruck, dass gerade mal ein kurzes Blitzlicht aufleuchtete und vieles im Dunkeln bleibt. Dafür schweift er häufig ab und ergeht sich in einer Einschätzung der Postmoderne und der Änderung der Rezeption in den letzten 30 Jahren. Bestimmt nicht uninteressant, jedoch hätte ich das in diesem Buch nicht gesucht.
Fazit: Man kann dieses Büchlein durchaus empfehlen, da es wirklich sehr interessant zu lesen ist. Einen Stern ziehe ich ab, weil das Gefühl bleibt, dass Eco vieles ungesagt ließ, was jedenfalls erwähnenswert gewesen wäre.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Naja ..., 11. September 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose: Roman (Kindle Edition)
Also ich kann hier leider nur 3 Sterne vergeben. Ich hatte schon lange vor, das Buch zu lesen. Vor langer Zeit habe ich die Verfilmung gesehen und fand den Film sehr gut. Das Bücher natürlich schwer zu vergleichen sind mit Filmen ist mir klar, deswegen möchte ich das hier auch garnicht machen. Aber das Buch selber zieht sich meiner Meinung nach wie ein Kaugummi. Ich hatte zwar in der Schule Latein, aber ich mußte immer wieder die stellenweise langen lateinischen Absätze im Glossar nachschlagen. Das hat mir persönlich ein wenig die Freude am Lesen genommen. Die Geschichte selbst ist schon sehr spannend und interessant, aber als Gesammtwertung kann ich trotzdem nur 3 von 5 Sternen vergeben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Hoerspiel) Jede Rose hat ihre Dornen, 18. Juli 2010
Das Hoerspiel besticht dadurch, dass es das fantastische Kriminal-Mysterium in dem italienischen Kloster sehr ausführlich und weitumfassend wiedergibt (immerhin 6 CDs!) . Äussern tut sich dies z.B. in den immer wieder vorkommenden (langgezogenen) Rückblenden, die immer dann auftauchen, wenn ein Mord geschieht und das bisherige Geschehen nochmals durch die Protagonisten (speziell Adson - der Ich-Erzähler) reflektiert wird. Der Ich-Erzähler setzt hierbei nocheinmal an einem früheren Punkt der Handlung ein und erzählt die Geschichte von diesem Punkt an etwas genauer oder setzt den Fokus auf einen anderen Aspekt. Das mag den einen oder anderen nicht so gefallen, da der Plot immer wieder ausgebremst wird. Dramaturgisch finde ich ist dies ein kluger Weg, da es wie eine "Atempause" wirkt und die Spannung hierdurch noch weiter aufgebaut werden kann. Ausserdem wird der Rezipient dadurch nochmals in die Lage versetzt, sein eigenes Bild von der Lage selbständig weiter zu ergänzen und blickt im Plot letztlich besser durch.

Ein anderes Beispiel mögen die vielen Exkurse sein, die in der Erzählung eingebettet sind. Diese sind thematisch oftmals philosophisch oder politisch (geschichtlich) angehaucht. Diese zahlreichen Exkurse mögen für so manchen Hörer mit dem Wunsch, nach einem ungestörten Fluss der (Kriminal-)Handlung, stark kollidieren. Aber nur durch solche gedanklichen Ausflüge eröffnet sich dem Zuhörer das Mittelalter lebendiger zu erfahren - es ist einfacher das ganze nachzuvollziehen, wenn man weiss, mit welchen Dingen sich das soziale und das politische Bewusstsein der Leute im Mittelalter beschäftigte.

Überhaupt wird in dem Hoerspiel allgemein sehr viel erzählt. Im Falle dieser Produktion finde ich das aber nicht im geringsten als ein Nachteil zu bewerten. Im Gegenteil, der Ich-Erzähler macht seine Sache so gut, dass man sich schnell im Wohlklang seiner Stimme in das Treiben der Handlung verliert.

Nun noch ein paar Worte zur Geschichte an sich: Jedem der unter "Der Name der Rose" einen Krimi a la Miss Marple oder Sherlock Holmes erwartet sollte gewarnt sein. Das Werk wurde nicht von Agatha Christie oder Arthur Doyle geschrieben sondern von Umberto Eco! und dieser wurde nicht durch Krimis bekannt. Er lässt seine eigenen Stile miteinfliessen. Wer sich aber darauf einlässt, wird einen hochspannenden Mittelalter Thriller erleben!

Ich finde Umberto Ecos (unter den Rezensenten nicht umumstrittenes) Werk und die darauf basierende Hoerspielproduktion sehr gelungen. Auch wenn die Rose ein paar Dornen hat, ist und bleibt sie eine schoene Rose.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A masterpiece., 10. Oktober 1999
Von Ein Kunde
I'd like to add to the many reviews of this book only a few comments about the meaning of the famous Latin sentence "Stat rosa pristina nomine, nomina nuda tenemus". Literaly it can be translated as "The ancient rose subsists thanks to its name, we have only bare names". It is an ancient sentence often quoted by s.c. nominalist philosophers of Middle Ages who thought that our mind isn't able to discover the true essence of things and so it isn't able a fortiori to have the minimum idea of God. In fact in medieval philosophy God was often compared to the figure of a rose; the nominalists wanted to say with the sentence that even God, the supreme being, persists only through its name, i.e. persists upon an extremely frail thing. Names were seen as simple "flatus vocis", "emission of voice" without value. The nominalist philosophers who declared that even God was a flatus vocis were condemned as heretics (a theme that recurs often in the novel). But here the sentence isn't quoted only for its historical value, but also because it can be applied also to the love of the young monk Adso; he meets in the monastry a young woman and perhaps falls in love with her. In his mind she is just the "rose", i.e. God, of whom he doesn't know the name (the woman and Adso speak different languages). It is then a very pitiful and sad thing that of the woman he doesn't know the name, because, if nominalist theories were true, he won't be able to keep with him, in his heart and mind, in his future life and old age, the remembrances of that encounter and of those days which changed his life and mind forever (cf. the pages of the novel where the old Adso comments on those evets).
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schlampern Grünen brandierte ohne Flucken als integrierender Bestandteil!, 10. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Sondereinband)
Ja, ich weiß - was für eine bekloppte Überschrift. Aber keine Sorge, das Rätsel wird im Zuge der spontanen Kurzrezension geklärt werden.
Ich traue mich eigentlich gar nicht, über ein so gewaltiges Buch eine Rezension zu verfassen. Als ich zwölf Jahre alt war, wurde der Roman gerade mit Sean Connery in der Hauptrolle verfilmt, im ZDF gab es eine Art Making-of, und ich wollte daraufhin unbedingt den Film sehen. Meine Eltern marschierten fröhlich ins Kino, ohne mich mitzunehmen, hatte sich doch herumgesprochen, dass so manche Gewalt-, und was noch viel schlimmer war, eine recht explizite Sexszene dem unbedarften Zuschauer offeriert wurden. Ich durfte also den Film nicht sehen, Dreck! Also habe ich mir das Buch zu Weihnachten gewünscht (anno 86, soweit ich mich erinnere). Ich bekam eine wunderschöne Ausgabe geschenkt, in der es anscheinend keine Gewalt- und Erotikszenen gab, die meinen unschuldigen Geist verderben konnten. Jedenfalls glaubten meine Eltern augenscheinlich, von einem Buch gehe eine weniger große Gefahr aus als von einem Film. Wie auch immer, ich begann zu lesen - und schaffte es immerhin bis Seite dreißig, bevor ich frustriert aufgab. Das hatte ich nicht erwartet - dieses ... dieses sinnlose Gelabere!!! Geschichtliche Langeweile. Was sollte das? Wo war der Sex, wo das Blut?
Ich war zwölf, wie gesagt.
Im laufe der letzten 25 Jahre habe ich immer wieder einen Leseversuch unternommen, aber jedes Mal konnte ich mich nicht auf den Text einlassen, vielleicht, weil ich zwischenzeitlich den Film kannte und meine Erwartungshaltungen in eine ganz andere Richtung gingen.
Ich habe absolut keine Ahnung, warum ich das Buch ausgerechnet jetzt, im Jahr 2011, ganz gelesen habe - und mehr als begeistert und fasziniert davon bin. Klar hat mir die Erzählung als Zwölfjährigen nix gegeben. Es steckt einfach zu viel drin: Neben der Krimihandlung, auf die mehr oder weniger die Verfilmung reduziert wurde, begegnet uns ein geschichtliches Sittenbild, philosophische und theologische Exkurse, sämtlichen Grundbegriffe der Buchwissenschaft etc.. Ganz banal bleibt zu sagen, bei "Der Name der Rose" handelt es sich, hat man sich erst einmal auf den Stil eingelassen, um einen mehr als mitreißenden Roman.
Eco sagte dereinst, der Titel habe rein gar nichts mit dem Inhalt zu tun, ihm habe einfach die Melodie gefallen. Der Rezensent eifert ihm ergeben nach und wählt einen fast genau so gut klingenden Titel für diese kleine, nutzlose Besprechung, in ehrenvollen Andenken an Henning Venske ;-)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines meiner ewigen Lieblingsbücher, 8. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Rose (Sondereinband)
Anfang Oktober 1986 war ich 15, als ich das Buch kaufte, und weiss nicht einmal mehr, ob der Kauf vor oder nach der Filmausstrahlung getätigt wurde.
Mindestens 2 Anläufe habe ich gebraucht, um mich in die Bild-Sprache Eco's (bzw. der Übersetzung)hineinzulesen, geschweige denn, die Geduld aufzubringen, wegen mangelnder Latein- oder Abteiischer Ortsunkenntnis andauernd hin- und her zu blättern zwischen Anhang, Lageplänen, Glossar.

Aber mit Bewältigung der kleinen Tücken (was hatte ich doch damals noch für Geduld!)eröffnete sich mir eines meiner (wiederholt gelesenen) Lieblingsbücher überhaupt.

Die Figuren des (britisch trocken und schwarzhumorig)Bruder William und des Adlatus Adson(teils ~ungewollt~ slapstickreif)sind wundervoll beschrieben:
William erscheint als moderner Mensch in einer noch hoffnungslos abergläubischen und unwissenschaftlich geprägten Welt; Adson stehen als jungem unerfahrenen Mönch dauernd Augen und Mund offen vor Staunen und/oder Entsetzen.
Beide Hauptfiguren und all die anderen Akteure zeigen im Laufe der Geschichte Facetten und/oder Abgründe, die an Lebendigkeit nicht mangeln lassen.

Thematisch fesselte mich der Krimiteil(Whosdunnit)genauso wie das innerabteiische Intrigen- und Machtspiel, der trockenen Wortkrieg um die Frage ob denn nun der Erlöser Geld(bzw. eine Börse)besass - und damit im Nachhinein seine Vertreter berechtigt seien, Reichtum und Land zu scheffeln und der Völlerei zu frönen, haarsträubend und entsetzlich die Verhörszenen mit Bernard Gui.
Und die kleine (einseitige) Liebesgeschichte... herzerweichend und hoffnungslos.

Hat jemand beim Lesen des Romans lachen können ?
Ich schon, denn alleine der Dialog des Adson mit William über den Hintergrund von Reliquien: Klasse !

Also Spannung, Humor, Entsetzen und ruhige Passagen halten sich gut die Waage, wie ich finde:

Und was die Verfilmung angeht:
Laut der Beschreibung im Buch hätte vom Äusseren her damals Peter O'Toole oder Michael Caine besser gepasst - aber ich möchte Sean Connery trotzdem nicht missen !

Am besten sieht man den Film UND liest das Buch.
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Der Name der Rose
Der Name der Rose von Umberto Eco (Gebundene Ausgabe - 2004)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,68
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