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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich
Die Edda:

Zweifelsfrei eins der schönsten Schriftstücke, die jemals festgehalten wurden.
Diese Ausabe ist schön geschrieben und sehr gut lesbar. Beide Bücher der Edda wurden hier absolut perfekt für den modernen Leser verewigt.
Das Nachwort und Register bieten bei Unklarheiten ect. einen sehr guten Überblick!
Kurz:...
Veröffentlicht am 13. Oktober 2009 von Oliver Barth

versus
8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Germanische Götter- und Heldensagen
Die Edda besteht aus zwei Teilen: Einmal die ältere und dann noch die Jüngere Edda. Sie handeln von den Erlebnissen bzw Heldentaten der germanischen Götter oder Helden. Der erste Teil war leider etwas schwer zu verstehen, da darin sehr viele Namen enthalten waren und es überwiegend in einer Gedichtsform abgefasst wurde. Dagegen hat mir die Jüngere...
Veröffentlicht am 4. April 2010 von Ines Müller


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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich, 13. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen (Gebundene Ausgabe)
Die Edda:

Zweifelsfrei eins der schönsten Schriftstücke, die jemals festgehalten wurden.
Diese Ausabe ist schön geschrieben und sehr gut lesbar. Beide Bücher der Edda wurden hier absolut perfekt für den modernen Leser verewigt.
Das Nachwort und Register bieten bei Unklarheiten ect. einen sehr guten Überblick!
Kurz: Ein absoluter Pflichtkauf für denjenigen, der sich gerne mit der nordischen Mythologie auseinandersetzen will.
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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und unterhaltsam, 6. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen (Gebundene Ausgabe)
Die germanische bzw. altnordische Mythologie kennen wir aus der "Edda", die eigentlich aus zwei altisländischen Büchern besteht: Der "Lieder-Edda" (oder "Ältere Edda", aus dem 9.-13. Jh.) umfasst viele Götter- und Heldenlieder, die "Snorra-Edda" (oder "Jüngere Edda",um 1225) - nach ihrem Schreiber Snorri Sturluson benannt - ein Mythen-Lehrbuch. Zur "Älteren Edda" gehört z.B. auch die Heldensage von Siegfried ud Brunhild, Vorbild für die Geschichte im Nibelungenlied. Auch Wagner greift schließlich die germanische Sage in seinem "Ring des Nibelungen" auf.
Alles gute Gründe, um sich mit der germanischen Mythologie einmal genauer zu beschäftigen. Nun ist die Übersetzung von Karl Simrock zwar keine in modernes Deutsch, aber vielleicht wird einem so der zeitliche und gedankliche Abstand zur "Edda" auch erst bewusst und die altertümliche Sprache erscheint um so geheimnisvoller. Sehr hilfreich ist es in jedem Fall, zunächst das Nachwort und im Laufe der Lektüre immer wieder das Register heranzuziehen.
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242 von 276 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Literarisches Zeitfenster in die Welt der alten Germanen, 21. März 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen (Gebundene Ausgabe)
Die Edda (dt. „Urgroßmutter") ist eine Sammlung altnordischer Erzählungen mythologischen Inhalts. Im Jahr 1851 wurde das Werk erstmals vollständig ins Deutsche übersetzt veröffentlicht. Als Autor zeichnete Karl Simrock, Germanist und Dichter. 2004 gibt Manfred Stange im Marixverlag eine überarbeitete Ausgabe von Simrocks 8. Auflage heraus. Literaturgeschichtlich wird das Mythenkompendium in die Ältere und Jüngere Edda unterteilt.
Die Ältere Edda entstand aus ursprünglich oral tradierten Liedern, Versen und Geschichten aus der Zeit zwischen 800 und 1200. Ihre Sprache ist das Altnordische, wie es norwegische Eroberer in Island, Grönland oder in Exklaven auf den britischen Inseln verwendeten. Um 1270 schrieb ein unbekannter Verfasser die Ältere Edda auf 45 Pergamentbögen nieder. Erster verbürgter Besitzer dieses so genannten Codex Regius war Bischof Sveinsson im Jahre 1643. Seit 1971 liegt das kostbare mittelalterliche Werk im Isländischen Handschrifteninstitut von Reykjavik.
Stilistisch kommt in der Älteren Edda eine sehr poetische Ausdrucksweise zum Tragen, die in Bildern, Vergleichen und Umschreibungen (= Kenningar) schwelgt. Einige Beispiele für Kenningar: „Speergewitter" für Kampf, „Wundenflamme" oder „Blutschlange" statt Schwert bzw. anstelle von Gold „Sifs Haar" (nach den strahlend blonden Locken gleichnamiger Göttin). Es herrscht ein ausgeprägtes Versmaß mit vielen Endreimen. Überraschender Weise breiten sich die Geschichten nicht episch aus, sondern sind kurz, pointiert und oft in Dialogform. Stellenweise erinnern die Götter- und Heldenlieder an moderne Interviews, etwa dann wenn einer der gar nicht so wissenden Asen Ratschlag bei einer weisen Riesin einholt. Philosophisch gibt die Ältere Edda das Weltbild des germanischen Heidentums wieder, in dem Blutsfehden, Götterintrigen und das allübergeordnete Schicksal das Leben bestimmen.
Anders die Jüngere Edda, die Snorri Gurluson 1220 auf Altisländisch festhielt. Snorri war bereits überzeugter Christ und stand der alten Welt des germanischen Pantheon gelassen bis heiter gegenüber. Die allzu menschlich agierenden Göttinnen und Götter sind nur das Tüpfelchen am i im märchenhaften Kosmos des Snorri, der von Zwergen, Alben, Drachen und riesigen Wölfen bevölkert wird. Snorri Gurluson legte ebenfalls großen Wert auf Kenningar. Er wollte angehenden Skalden (sangesgewandten Dichtern, ähnlich den keltischen Barden oder mittelalterlichen Minnesängern) Beispiele in der Reimkunst geben, eine Art Handbuch für poetische Umschreibung und Versmaß abliefern.
In der Edda treffen wir all jene Gestalten wieder, mit denen wir von Kindheit an aus Sagen bestens vertraut sind. Da stößt der Leser zum einen auf Sigurd (Siegfried), der den Drachen Fafnir tötet, wie auf Högni (Hagen), Gunnar (Gunther) oder Atli (Etzel), alles Figuren des Nibelungenliedes. Zum anderen trifft er die rivalisierenden Göttergeschlechter der kriegerisch geprägten Asen und der eher bäuerlichen Wanen, die sich später hin versöhnen und verheiraten; eine poetische Symbiose für den historischen Übergang von der Nomadenkultur zur Sesshaftigkeit. Oberster Gott der Asen ist Odin. Er ist mit zahlreichen Attributen ausgestattet, wie dem Speer Gungnir, der nie sein Ziel verfehlt, Sleipnir, dem sechsbeinigen Pferd, seinen Wölfen Geri und Freki oder den Raben Hugin („Gedanke") und Munin („Erinnerung"), die allmorgendlich ausfliegen, um am Abend ihrem Herren über die Geschehnisse in der Welt Bericht zu erstatten. Odin ist zudem einäugig, da er dem Riesen Mimir eines seiner Augen als Pfand für einen Schluck aus dessen Brunnen der Allwissenheit verpfändete. Die Herrin der Wanen ist die schöne Freya, eine Vegetationsgöttin, deren Wagen von Katzen (einem Fruchtbarkeitssymbol) gezogen wird. Herausragend ist auch die Figur des Loki, eines undurchschaubaren Ränkeschmieds, der einmal abgrundtief verschlagen das Ende der Asen herbeisehnt, dann wieder den verhassten Verwandten hilft.
Der Altnordische Kosmos - wie er in der Edda beschrieben steht - ist ein einfaches Modell. Am Anfang war nur der Raum Ginnungagap. In seinem Norden entwickelte Niflheim, eine stürmische Eiswelt, im Süden das feurige Muspelheim. Wo die beiden Extrema sich berührten, entstand der Urriese Ymir, aus dessen Körper die ersten Götter die Erde schufen. Auf dieser dreht sich alles Wesentliche um die Weltenesche Yggdrasil, über deren Blätterdach sich Asgard, das Reich der Götter, mit Walhalla, der prächtigen Halle gefallener Krieger, befindet. Midgard (mal um den Baumstamm, ein andermal unter einer seiner drei Hauptwurzeln liegend) ist der Wohnort der Menschen. Unter dem Baum liegt Hel, das Land der Toten. Als Götterbote läuft das quirlige Eichhörnchen Ratatoskr den Baum auf und ab, während unterm Wurzelwerk der Drache Nidhöggr die Yggdrasil zum Einsturz bringen will, um die Götterdämmerung, das Weltenende Ragnarök einzuläuten.
Viele Worte der altnordischen Religion leben bis dato fort, so die Namen der Götter Odin und Thor, die im südgermanischen Raum (dem heutigen Deutschland und England) Wotan bzw. Donar genannt wurden. Der englische Name für Mittwoch, Wednesday, heißt übersetzt „Wotanstag". Donnerstag wiederum war ursprünglich dem Donar geweiht, jenem Asen, der seinen Blitze sprühenden Hammer Mjölnir schwingt. Und der Freitag hat nichts mit arbeitsfrei, sondern mit Göttin Freya zu tun. Auch das Wort Hölle hat seine Wurzel im nordischen Totenreich Hel.
J.R.R. Tolkien, Vater des Fantasy-Genres, ließ die Edda in Namensgebung und Motiven im „Herr der Ringe" ebenso kräftig Niederschlag finden.
-) Aus den Alben („Lichtgestalten") der Edda wurden Elben.
-) Mimirs Brunnen ist das Pendant zum Spiegel der Galadriel
-) Der Name des Tolkienschen Zwergenkriegers Gimli erinnert stark an Gimili, eine vor Feuer schützende Höhle.
-) Shadowfax, der Hengst des Magiers Gandalf, endet auf „fax(i)", das altnordische Wort für Pferd.
-) Sauron, der Feind alles Guten auf Tolkiens Mittelerde, hausend im vulkanischen Land Mordor, ist nichts anderes als ein Abbild des Feuerriesen Surtur, der Midgard mit Vernichtung überzieht.
-) Last but not least sei Andwaranaut erwähnt, ein verfluchter Ring, der samt dem Schatz der Niflungen auf den Grund eines Flusses fiel. Auch bei Tolkien wird „der eine Ring, der alle zu knechten trachtet", am Grund eines Flusses gefunden.
Summa summarum macht die Edda wohl neben Ilias, Odyssee und dem Artus-Sagenkreis die wichtigsten Anfänge europäischer Literatur aus, deren weitverzweigtes Netzwerk an Mythen bis in die Gegenwart hineinreicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Edda in neuem Gewand - lohnenswert, 18. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen (Gebundene Ausgabe)
Wer sich für mittelalterliche Sagen im Allgemeinen und für die nordischen im Besonderen interessiert, kommt um dieses Buch nicht herum. Die Übersetzung Simrocks ist gelungen und auch wenn sein Stil um 1882 einigermaßen modern war, so kommt er heute doch etwas altertümlich herüber, was den Charakter der Edda jedoch nur unterstreicht.
Dank des Registers gibt es auch kaum Verständnisschwierigkeiten trotz der teils recht obskuren Sprache - oft wurden Dinge elegant umschrieben, um einen Stabreim herzustellen, doch heute bedarf es einiger Kenntnis der damaligen Zeit und der Mythologie, um so manche Referenz aufzulösen. Die Definitionen erleichtern das Lesen ungemein, denn so kann man schnell nachschlagen, wer zu wem in welcher Beziehung stand (bei den nordischen Göttern ist das genauso kompliziert wie bei allen anderen). Vor allem für den Preis ist diese Ausgabe unschlagbar.

Ein Schmankerl für interessierte Leser, die sich dieses Buch nicht entgehen lassen sollten!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr guter Überblick, 11. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch bietet sicherlich keine hochwissenschaftliche Ausarbeitung - es bietet aber eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick über die skandinavische Mythenwelt zu verschaffen und sich in diese hineinzulesen - quasi als Sprungbrett für eine vertiefende Beschäftigung mit der Materie. Gerade aus diesem Grund habe ich es als Geschenk für einen Freund gekauft.
Beim Lesen muss man allerdings immer im Hinterkopf haben, dass auch diese "ur-nordgermanische" Götterwelt - wie sie von gewissen Leuten hochstilisiert wird - erst durch äußere Einflüsse, die in erster Linie die Wikinger von ihren Reisen mitbrachten, in dieser komplexen Form entstanden ist. Auch waren solche Skaldendichtungen vornehmlich der Oberschicht vorbehalten, während die breite Masse sich "einfacheren" kultischen Formen hingab.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwei Eddas in einem Buch, Thorshammergeil!, 6. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen (Gebundene Ausgabe)
DIE EDDA...

Edda...Steht für Urgroßmutter, aber auch für den isländischen Ort Odd, wo zum erstenmal Harfenklang und Gesang ertönt sein sollen.

Götterlieder, Spruchweisheiten und Heldenlieder der Germanen

Herausgeber: Dr. Manfred Stange

Übersetzung: Karl Simrock

448 Seiten

WOW:
Es ist schon praktisch, daß man sowohl die Lieder-Edda (die ältere, zwischen ca.800-1200 n.Chr.) und die Snorrie Sturluson Prosa-Edda (die jüngere, ca. 1220 n. Chr.) in einem Buch vereint hat und so nun ein Gesamtwerk sein Eigen nennen kann!

Zu Anfang gibt es einen Nachruf an Jakob Grimm, der mit seinem Bruder Wilhelm (1786-1859) kleine und große Märchen-Fans mit ihren Hausmärchen noch heute beglücken. Der Nachruf wurde in einer ergreifenden Ode in Stabreimform zu Papier gebracht und macht Lust, die Edda zu lesen und sich in den nordischen Sagen zu verlieren.

WARNUNG:
Wer sich schon mit der nordischen Mythologie auseinander gesetzt hat, wird es einfacher haben, sich zurecht zu finden. Anfänger dürften hier ihre Schwierigkeiten haben und vielleicht frustriert aufgeben, da auch sehr viele Kenningar (Metapher) benutzt werden, die zugegeben irritieren! Um dieses Werk genießen zu können, wäre ein Grundwissen schon von Vorteil (z.B. durch ein Buch "Germanische Götter- und Heldensagen").

NACHRUF AN JAKOB GRIMM (1785-1863):

Ich wagte niemals Dir ein Buch zu weihn,
Zu hocherhaben standst Du ob uns allen;
Doch durfte meine Edda Dir gefallen:
Die frohe Kunde kam mir an den Rhein.

Ach, eine trübe scholl uns hinterdrein;
Du gingst hinüber zu der Väter Hallen
An Wilhelms Hand, in Glasirs Gold zu wallen;
Uns hegt ein seidner Faden noch den Hain.

Doch welche Wunder hast Du uns erschlossen!
Die deutsche Sprache sperrten sieben Siegel
Und sieben Riegel Recht und Poesie.

Nun haben wir Odhrörirs Trank genossen,
Sahn uns in Urdas weißer Flut im Spiegel;
Dein Bild, o Meister, doch entsinkt uns nie.

EDDA:
Allen Edeln gebiet ich Andacht,
Hohen und Niedern von Heimdalls Geschlecht;
Ich will Walvaters Wirken künden,
Die ältesten Sagen, der ich mich entsinne.

Riesen acht ich, die Urgeborenen,
Die mich vor Zeiten erzogen haben,
Neun Welten kenn ich, neun Äste weiß ich.
An dem starken Stamm, im Staub der Erde.

...So beginnt das erregenste Lied des nordischen Sagenkreises: Die Völuspa-Der Seherin Weissagung!

Vom Beginn alles Seins bis zum letzten großen Krieg, wenn Surtur alles verbrennt; dem apokalyptischen Weltenende.

Der Kiel fährt von Osten, da kommen Muspels Söhne
Über die See gesegelt; sie steuert Loki.
Die wilden Riesen sind all mit dem Wolf;
Auch Bileists Bruder ist ihm verbündet.

Surtur fährt von Süden mit flammenden Schwert,
Von Seiner Klinge scheint die Sonne der Götter.
Steinberge stürzen, Riesinnen straucheln,
Zu Hel fahren Helden, der Himmel klafft.

"Alle Wesen müssen die Weltstatt räumen!"

Doch es gibt Hoffnung: Eine jungfräuliche neue Welt entsteht. Ein Mädchen und ein Junge werden ein neues Menschengeschlecht zeugen. Thors Hammer wird auf dem Schlachtfeld gefunden. Der ermordete Sonnengott Baldur und sein Mörder (sein eigener Bruder, der blinde Hödur) fallen sich weinend in die Arme. Denn alle Schuld und Freveltaten verbrannten auf dem Schlachtfeld.

Die Asen einen sich auf dem Idafelde,
Über den Weltumspanner zu sprechen, den großen.
Uralter Sprüche sind sie da eingedenk,
Von Fimbultyr gefundener Runen.

Da werden sich wieder die wundersamen Bälle im Grase finden,
Die in Urzeiten die Asen hatten,
Der Fürst der Götter und Fiölnirs Geschlecht.

Da werden unbesät die Äcker tragen,
Alles Böse bessert sich, Baldur kehrt wieder.
In Heervaters Himmel wohnen Hödur und Baldur,
Die walweisen Götter. Wißt ihr, was das bedeutet?

Ob die neuen Götter und wir Menschen wieder zu Brudermördern und Eidbrechern werden, kündete uns die Seherin nicht...aber Wir kennen doch schon jetzt die Antwort, nicht wahr?

INHALT:
Die ältere Edda (Lieder-Edda)
- Götterlieder
- Spruchweisheiten
- Heldenlieder

Die jünger Edda (Prosa-Edda von Snorrie Sturluson, 1178-1241)
- Gylfaginning
- aus der Skaldskaparmal
- dem Sonnenlied
- Gunnars Harfenschlag

Dazu ein Nachwort und Informationen zu den beiden Eddas

HEIDEN:
Viele der Neu-Heiden sehen die beiden Eddas als germanische Version zur christlichen Bibel. Zwar raten Edda-Forscher ständig davon ab, aber die Entdecker ihrer neu entdeckten Frömmigkeit juckt das wenig. Für Sie leben die Götter heute noch in alten Holzburgen und kämpfen mit Waffen aus der Eisenzeit (ca. 800-15 v. Chr.)!

Darüber hinaus sind hier auch einige christliche Elemente eingearbeitet, etliche sogar verborgen, verschlüsselt!

Denn im Grunde genommen sind die Inhalte der beiden Eddas nichts anderes als Zeitzeugnisse, aufgeschrieben von Skalden (nordische Dichter), die ihren heidnischen Glauben, Denken und Handeln mit dem neuen christlichen Glauben entgegenstanden und dennoch nach Einigung suchten.
Die Wikinger hatten so viele Götter, warum sollte man den gekreuzigten Nazarener samt seiner Lehren nicht mit einbeziehen? Eines kann man den Wikingern nicht nachsagen, nämlich, daß sie Keine Pragmatiker waren!

BEWERTUNG:
5 nordische Sterne für dieses Gesamtwerk, daß beide Eddas beinhaltet, geschrieben von Nordgermanen, die uns in eine Welt führen, die wir heute schwer nachvollziehen können. Vom Allvater Odin, seinem Hammer tragenden Sohn Thor und all den anderen Göttinnen und Götter der nordischen Mythologie und Helden.
Dachten wir doch, daß die Wikinger nur Brandschatzer, Piraten, Sklavenhändler und Vergewaltiger waren. Sie waren mehr: Eine Ackerbau- und Viehzuchtgesellschaft, Geschichtenerzähler und leidenschaftliche Sänger, Künstler, Seefahrer, Händler und (oft durch Zufall) Entdecker neuer Welten. Sie machten durch ihre Schiffe unsere große Welt ein bißchen kleiner!

FAZIT:

"Meine beiden Raben Hugin (Gedanke) und Munin (Erinnerung) fliegen jeden Tag um die große Mutter Erda, damit ich erfahre, was so in dieser Welt geschieht. Ich habe Angst, daß Hugin nicht wiederkehrt, doch mehr Sorge bereitet mir Munin!" -- Odin

Diese Rezension widme ich allen, die bereits schon in Valhalla auf mich warten. Die Zeit meines Kommens ist keine Frage des Gehens, denn in Herz und Seele liegen wir uns jetzt schon in den Armen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Altes Wissen gut verpackt, 21. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist faszinierend, denn man muss es erarbeiten, erfühlen, erleben...
Es ist Urwissen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es liegt an jedem selbst, es zu erforschen und zu beleben. Es ist kein Roman - mal so eben für zwischendurch, es ist spannende Lektüre, wenn man es zulässt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anspruchsvolle Lektüre, 12. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen (Gebundene Ausgabe)
Für Leute, wie z.B. auch ich selbst, die sich mit dem Thema bislang kaum beschäftigt haben, ist diese Lektüre durchaus anspruchsvoll, aber auch anstrengend. Aber, das habe ich auch vorher schon gewusst. Dennoch finde ich das Werk sehr lesenswert.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbar, wenn auch mit Schönheitsfehlern, 28. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen (Gebundene Ausgabe)
Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen. Es ist eine sehr schöne Niederschrift der nordisch/germanischen Mythologien, wie sie nur schwer zu bekommen ist. Allerdings ist sie nicht ohne Schönheitsfehler: So scheint die Auto-Korrektur beim Setzen bei manchen Geschichten zugeschlagen zu haben. Zumindest glaube ich nicht, dass der Originalübersetzer Hymir und Ymir und Loki und Logi mutwillig verwechselt hat. Auch scheint die Geschichte über Brisingamens Raub zu fehlen.
Aber ansonsten, sehr lesenswert.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Germanische Götter- und Heldensagen, 4. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen (Gebundene Ausgabe)
Die Edda besteht aus zwei Teilen: Einmal die ältere und dann noch die Jüngere Edda. Sie handeln von den Erlebnissen bzw Heldentaten der germanischen Götter oder Helden. Der erste Teil war leider etwas schwer zu verstehen, da darin sehr viele Namen enthalten waren und es überwiegend in einer Gedichtsform abgefasst wurde. Dagegen hat mir die Jüngere Edda umso besser gefallen, da sie in einer Erzählform geschrieben wurde und man ihr meistens sehr leicht folgen konnte. Auch haben mir hier die Geschichten an sich einfach besser gefallen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Edda durchaus ein Werk ist, das man als Deutscher und somit Nachfahre der Germanen gelesen haben muss, allerdings wäre es besser, sich zuvor ein Sachbuch zu diesem Thema zu kaufen, da man es so einfach viel leichter versteht.
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Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen
Die Edda: Götterlieder, Heldenlieder und Spruchweisheiten der Germanen von Manfred Stange (Gebundene Ausgabe - Juni 2011)
EUR 10,00
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