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Zum Inhalt und Hintergrund dieser gut 1800 Jahre alten Gedanken von Marc Aurel ist hier seitens der Redaktion und anderer Rezensenten sehr ausführlich und sehr gut Auskunft gegeben worden. Dem ist nichts hinzuzufügen und muß von mir nicht wiederholt werden. Nur ein Gedanke, ein Anstoß, vielleicht ist es sogar eine Bitte: Schenken Sie dieses Buch ihren Kindern oder Enkeln. Mit 15 oder 16 Jahren, möglicherweise nach geistiger Entwicklung auch ein paar Jahre früher, ist dieser Text schon sehr gut zu verstehen und kann jedem jungen Menschen schon sehr früh Werte vermitteln, die uns in der Gesellschaft abhanden zu kommen drohen. Dieses Buch liest man wahrscheinlich nicht nur einmal, mir geht es zumindest so, sondern man schaut immer wieder mal hinein. Denn auch wenn man mit einer stabilen Psyche und guter seelischer Konstitution ausgestattet ist, bedarf es gelegentlich der Orientierung. Die Selbstbetrachtungen Marc Aurels sind dafür geeignet. Ich will nicht unerwähnt lassen, daß Helmut Schmidt es war, der mich vor Jahren dazu brachte, Marc Aurel zu lesen. Wiederholt kommt Schmidt in seinen Büchern auf Marc Aurel zu sprechen und erwähnt, das ihm die Selbstbetrachtungen Aurels oft ein besserer Ratgeber waren als die Bibel. Diesem Gedanken kann ich folgen und er ist nicht als Blasphemie zu verstehen. Nur ist die Existenz von Gott in Aurels Betrachtungen, für die Werte die ein Mensch verkörpern sollte, nicht relevant. Und in der Tat will mir scheinen, daß das Mühen um Anständigkeit und Redlichkeit, um vernünftiges und friedliches Handeln, ohne die Androhung oder die Aussicht auf ewig Hölle oder Himmel, eine ganz andere Qualität erreicht. Mag sein, daß ein 16jähriger das Buch erst einmal nur in den Schrank stellt, aber irgendwann wird er es mal aufschlagen und dann hilft es sicher ein wenig Prioritäten im Leben zu setzen.
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Im zweiten Jahrhundert nach Christus wird Platons Wunsch Wirklichkeit: Ein Philosoph besteigt den (römischen) Kaiserthron. Marcus Aurelius bleibt allerdings wenig Zeit fürs Philosophieren, schon bald muss er sein Reich an allen Fronten gegen einfallende Barbaren verteidigen. Während seiner letzten zehn Lebensjahre, in Feldlagern am Rand der römischen Zivilisation entstehen die "Selbstbetrachtungen". Das philosophische Tagebuch, das nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, stellt ein außerordentlich intimes und ehrliches Zeugnis eines königlichen Denkers dar. Die meditativen Gedanken und Aphorismen zeugen von einem edlen Menschenbild und großer Lebensweisheit. Marc Aurel legt angesichts der Kriegswirren und des sich abzeichnenden Niedergangs des Reiches ein unermüdliches Streben nach Selbstbesinnung und die sprichwörtlich gewordene stoische Gelassenheit an den Tag. Die "Selbstbetrachtungen" sind eine unvergängliche Sammlung von Leitsätzen, bestimmt von menschlichen Werten und der Suche nach Überreinstimmung mit der Natur. Der junge Nietzsche hat Marc Aurels Buch als Stärkungsmittel empfohlen - und noch heute taugt es als erbauende Lektüre: eine zeitlose Wegleitung zum inneren Frieden durch die Abkehr vom Streben nach Luxus und Ansehen. Ein Großteil der heutigen Lebenshilfe-Literatur ist nur ein schwacher Abklatsch dieses Klassikers.
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am 21. Februar 2011
"Niemand wird es müde, sich helfen zu lassen. Helfen aber ist eine Handlung gemäß der Natur. Werde daher nicht müde, dir helfen zu lassen, indem du anderen hilfst." (Buch VII, Aph. 74) Der römische Kaiser (121-180) Marc Aurel: ein außergewöhnlicher Charakter! Sein Ziel: gerecht, besonnen, gemeinschaftlich, vernunftbetont und gelassen zu denken und zu handeln und sich bei all dem Treiben am kaiserlichen Hof seine Seelenruhe zu bewahren wie einen Schatz, der es wert ist behütet und gepflegt zu werden. Er schrieb diese Aphorismen für sich selbst. Die Wiederholungen erklären sich zum einen eben dadurch; zum anderen aus dem Wissen, dass Marc Aurel seinen Sinn darin gefunden zu haben scheint, sich über jeglichen weltlichen Zweck des Daseins erheben, die materielle Welt der Meinungen und des Scheins zu überwinden, all die Einbildungen, Vorstellungen und Vorurteile als solche zu erkennen und über sie hinauszugehen, um seine menschliche Natur durch ein geduldiges, gleichmütiges, manchmal resignativ anmutendes Leben gemäß der Allvernunft quasi aus der Vogelperspektive nach und nach zu verwirklichen. Und nachdem ich das Buch erstmals vor 8 Jahren las und mir nun ein weiteres Mal auf einer Berghütte zu Gemüte führte, komme ich nicht umhin, meine Bewunderung für diesen Charakter auszudrücken. "Streng' dein Denken aufs äußerste an, das, was gesagt wird, zu erfassen. Versenke deinen Geist in das, was geschieht, und in das, was die Ursache davon ist." (Buch VII, Aph. 30)

Ich empfehle dieses Büchlein jedem Menschen, der bisher nur vom Hörensagen weiß (oder zu wissen glaubt) was stoische Ruhe, Leidenschaftslosigkeit und die Hingabe an den von der Allvernunft gelenkten Weltenlauf bedeuten. Wie Nietzsche vollkommen erfasst hat, sind die Ermahnungen, die Marc Aurel hier an sich selbst richtet und die Beobachtungen und Erkenntnisse, die er mit dem/r Leser/in teilt, von unschätzbar hohem Wert und führen als seelisches Stärkungsmittel zu einer unerschütterlichen Ruhe gegenüber den Wechselfällen Schicksalsschlägen des Lebens. Wenn auch manche Selbstbetrachtungen radikal erscheinen, so doch nur, weil sie an die Wurzel (lat. radix) rühren. Im Kontext des Ganzen, d.h. als Teil des gesamten Werkes sind auch die scheinbar radikalsten Aphorismen - v.a. in Bezug auf die Vergänglichkeit aller Dinge - schlüssig und verständlich. "Der Zeitpunkt ist nah, wo du alles vergessen hast, und nahe der Zeitpunkt, wo alle dich vergessen haben." (Buch VII, Aph. 21)

Für mich persönlich klangen immer wieder Einsichten an, die mich an Vergänglichkeit, Tao, Karma, wechselseitig bedingtes Entstehen und Vergehen, Tugendhaftigkeit und Furchtlosigkeit erinnerten. Auch die Tatsache, dass nur du selber dir wirklich schaden kannst und niemand sonst. "Wer sündigt, der sündigt zu seinem eigenen Schaden; wer unrecht tut, der tut sich selber unrecht, denn er macht sich selber schlecht." (Buch IX, Aph. 4) In tiefer Dankbarkeit denke ich an die Lektüre zurück und weiß, dass ich dies Büchlein nicht zum letzten Mal in der Hand hatte. "Mein liebes Herz aber lachte." (Buch XI, Aph. 31)
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Marc Aurel ( 121-180 n. Chr.) war römischer Kaiser , der in seinen philosophischen Betrachtungen von Seneca und Epiktet beeinflusst war.
Der hochgebildete Rhetorikschüler zeichnete im Briefwechsel mit seinem Lehrer ein dezidiertes Bild der vornehmen Welt Roms. Die meiste Zeit seiner Herrschaft verbrachte er im Heerlager, um die Barbarenstürme abzuwehren.
Die Philosophie wurde zu seiner ständigen Begleiterin . Sie half ihm die Last der Regierungsgeschäfte zu tragen. Marc Aurel gilt als der letzte Stoiker der Alten Welt.
Besondere Sorgfalt legte der Kaiser auf die Rechtsprechung . Bei Fragen um dem Status von Sklaven begünstigte er stets deren Freilassung.
Die vorliegenden Aufzeichnungen beginnen mit einer Danksagung Marc Aurels an seine Verwandte, Freunde und Lehrer. Das liest sich , wie folgt:" Fronto verhalf mir zur Einsicht, dass Missgunst , Schlauheit und Heuchelei die Folgen von Willkürherrschaft seien und dass im allgemeinen diejenigen, welche bei uns Edelgeborene heißen, eben doch weniger Menschenliebe besitzen, als andere."
Der Danksagung schließen sich zwanglos aufgereihte Bemerkungen über vernünftige Verhaltensweisen und Einstellungen an. Marc Aurel möchte sich selbst damit zu einem verträglichen Menschen erziehen. Er kämpft gegen die negativen Affekte, wie Zorn, Missmut, Rachsucht , Eigensinn etc. und konstatiert:" Wer sündigt, versündigt sich an sich selbst; wer unrecht tut, schadet sich selbst, indem er sich selbst verschlimmert."
Viele Jahrhunderte nach Marc Aurel schrieb Gryphius ein Gedicht, das folgende Sentenz des Kaisers aufgreift: " Alles, was du siehst, wird sehr bald zerstört werden, und die , welche diesen Zerstörungen zuschauen , werden selbst auch bald zerstört, und durch den Tod wird der älteste Greis mit dem Frühverstorbenen in denselben Zustand versetzt werden."
Ich erlaube mir einen weiteren Gedanken des Kaiser zu zitieren, um seine große Klugheit zu dokumentieren:
" Denke nicht an das, was dir fehlt, vielmehr an das, was jetzt noch für dich da ist, und wähle die unter den vorhandenen Gütern die ersprießlichsten aus und erinnere dich ihretwegen daran, wie du sie wohl aufsuchen würdest, wenn sie nicht vorhanden wären! Jedoch hüte dich zugleich, dass dieses Wohlgefallen daran dich nicht an ihre Überschätzung gewöhne; denn sonst müsste ihr einstiger Verlust dich nur beunruhigen."

Marc Aurel wusste, wer immer sich strebend bemüht und sich von Leidenschaften freihält, erlangt Seelenfrieden.

Empfehlenswert!
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TOP 500 REZENSENTam 9. April 2013
• 5 Sterne hat die Papierausgabe von Aurels Selbstbetrachtungen in der Übersetzung von Albert Wittstock und mit Wittstocks aufschlußreicher Einleitung und seinen Anmerkungen verdient: Selbstbetrachtungen

• 1 Stern gibt es für die zugeordnete Kindle-Version des marix-Verlages, die weder Wittstocks Übersetzung ist, noch sonst etwas von ihm enthält: Selbstbetrachtungen

• Als Ergänzung zur gelben Reclam-Ausgabe empfehle ich unbedingt die kostenlose Kindle-Version Selbstbetrachtungen, die bis auf die fehlende Einleitung Wittstocks mit dem Reclam-Heftchen identisch ist.
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am 9. September 2010
Dank Amazon konnte ich in diese hier vorliegende Ausgabe online einsehen und es ist allem Anschein nach die beste Übersetzung, die dem Original am meisten gerecht wird. Es mag noch andere mehr geben, hier auf den ersten Seiten, ist der gleiche Text zu lesen wie in der vor etlichen Jahren gekauften Buch "Wege zu sich selbst" aus dem Artems Verlag. Später wollte ich es wiederum weiterschenken, nur gab es diese Ausgabe nicht mehr. Ich bestellte daher eines der Taschenbücher aus dem amazonprogramm. Leider war es derartig schlecht übersetzt, in der Freiheit der Übertragung ging die seelenhafte Bedeutung oft verloren, wich einem salopperen Text, als müsste der Autor der Neuzeit über Gebühr gefällig sein. Leider ist somit das Ergebnis nicht von derselben Wirkung und Einsicht wie das erste Buch, ja ich meine, dass einige Einsichten sogar entstellt sind. Übrigens gibt es auch eine gute CD-Box dazu fürs Autofahren zB.
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am 3. August 2001
Marc Aurel hat kein eigenes philosophisches System aufgebaut. Bei seinen "Selbstbetrachtungen" handelt es sich vielmehr um Leitsätze, Maximen und Aphorismen, die ihm immer wieder sein Leben erträglicher machten: als römischer Kaiser war er oft Jahre auf Feldzügen unterwegs, und immer wieder stellten die Geschäfte des Tages seine Seelenruhe in Frage.
Kerngedanken seiner "Selbstbetrachtungen" sind die Furchtlosigkeit vor dem Schicksal und dem Tod, die Ergebung in die "Allnatur" (was "natürlich" ist, ist auch vernünftig und gut - wobei es nicht um irgendwelche Definitionen von "natürlich" geht, sondern darum, diese Philosophie zu leben), Toleranz gegenüber den Fehlern anderer, Selbstachtung, Bescheidenheit und die Verachtung des Körpers. Spätestens nach der Hälfte des Buches wird der aufmerksame Leser merken, daß kaum etwas Neues mehr kommt, sondern daß sich bereits angeführte Gedanken kaum abgewandelt wiederholen, bestenfalls mit neuen Beispielen und Metaphern hinterlegt. Sieht man von dieser Schwäche ab, ist Marc Aurels Sprüchesammlung (die kaum eine innere Ordnung besitzt: die aufeinanderfolgenden Gedanken haben selten einen deutlichen Zusammenhang) eigentlich kein schlechter Lebensratgeber.
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am 6. Dezember 2012
Marc Aurel ist wohl der letzte große römische Kaiser gewesen. Mit ihm endet die letzte Glanzzeit und trotz der vielen Kriege und Auseinandersetzungen, war es eine relativ friedliche Zeit, in welcher Marc Aurel lebte und dann als Kaiser selbst herrschte. Umso interessanter ist der Einblick in das Leben eines so mächtigen Mannes. Er bevorzugte ein einfaches Leben, die ruhigen Minuten und machte sich über seine Umwelt wohl mehr Gedanken als alle anderen römischen Kaiser.

Selbstbetrachtungen ist eine Sammlung von seinen gesammelten Gedanken in 12 Kapiteln (Büchern). Unter den zahlreichen zum Teil banalen Gedanken, die aber trotz ihrer "Gewöhnlichkeit" eben gerade deswegen interessant sind, befinden sich einige der wohl bemerkenswertesten Beobachtungen und Erkenntnisse. Diese haben nicht von ihrer Aktualität eingebüßt. Für den Leser können die Gedanken der diverse Fundstelle hilfreich sein. Allerdings fehlt eine richtige Struktur. Jeder einzelne Abschnitt kann zwar separat gelesen werden, allerdings ein "roter Faden", welcher durch das Buch führt, wäre wohl sehr hilfreich gewesen.

Ebenso fehlt eine historische Einordnung des Inhaltes. Dafür gibt es aber auch noch andere Quellen, so dass dies nicht wirklich ein Manko ist.

Trotz der beiden Einschränken ist das Buch kauf- und lesenswert.
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am 27. November 2012
Diese Ausgabe bietet ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der Inhalt des Büchleins ist nach wie vor gefragt und eine Inspiration jener Muse, die uns zur Kunst des Lebens führt.
Die antiken Stoiker hatten mit ihrer Philosophie eine Möglichkeit gefunden, in den schweren Stunden des Lebens von sich selbst Abstand und nehmen. "Ich bin nur ein Sandkorn im Univerum...", schreibt der römische Kaiser Marc Aurel, damals der mächtigste Herrscher in Europa und Nordafrika.
Sich selbst nicht allzu wichtig zu nehmen und dennoch für sich das Beste annehmen, wenn es sich anbietet, das war seit Seneca, dem reichen Stoiker und Politiker zur Zeit Kaiser Neros, ein Vorsatz.
Empfehlenswert ist auch "Das Handbüchlein der Moral" von Epiktet, schriftkundiger Sklave, später bedeutender Philosoph. Seine Weisheiten sind Balsam für den ruhelosen Geist, nicht nur für Trostsuchende. "Es sind nicht die Dinge, die uns Angst machen, sondern die Vorstellung von den Dingen."
Marc Aurel ein wenig in seiner Schrift kennen lernen und über seine Worte nachzudenken, ist wie ein ruhiger Besuch im Feldlager der stoischen Antike, den man sehr empfehlen kann.
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Marc Aurel ( 121-180 n. Chr.) war römischer Kaiser , der in seinen philosophischen Betrachtungen von Seneca und Epiktet beeinflusst wurde.
Der hochgebildete Rhetorikschüler zeichnete im Briefwechsel mit seinem Lehrer ein dezidiertes Bild der vornehmen Welt Roms. Die meiste Zeit seiner Herrschaft verbrachte er im Heerlager, um die Barbarenstürme abzuwehren.
Die Philosophie wurde zu seiner ständigen Begleiterin . Sie half ihm die Last der Regierungsgeschäfte zu tragen. Marc Aurel gilt als der letzte Stoiker der Alten Welt.

Die vorliegenden Aufzeichnungen beginnen mit einer Danksagung Marc Aurels an seine Verwandte, Freunde und Lehrer. Das liest sich wie folgt: " Fronto verhalf mir zur Einsicht, dass Missgunst , Schlauheit und Heuchelei die Folgen von Willkürherrschaft seien und dass im allgemeinen diejenigen, welche bei uns Edelgeborene heißen, eben doch weniger Menschenliebe besitzen, als andere."
Der Danksagung schließen sich zwanglos aufgereihte Bemerkungen über vernünftige Verhaltensweisen und Einstellungen an. Marc Aurel möchte sich selbst damit zu einem verträglichen Menschen erziehen. Er kämpft gegen die negativen Affekte, wie Zorn, Missmut, Rachsucht , Eigensinn etc. und konstatiert:" Wer sündigt, versündigt sich an sich selbst; wer unrecht tut, schadet sich selbst, indem er sich selbst verschlimmert."
Viele Jahrhunderte nach Marc Aurel schrieb Gryphius ein Gedicht, das folgende Sentenz des Kaisers aufgreift: " Alles, was du siehst, wird sehr bald zerstört werden, und die , welche diesen Zerstörungen zuschauen , werden selbst auch bald zerstört, und durch den Tod wird der älteste Greis mit dem Frühverstorbenen in denselben Zustand versetzt werden."
Ich erlaube mir einen weiteren Gedanken des Kaiser zu zitieren, um seine große Klugheit zu dokumentieren:
" Denke nicht an das, was dir fehlt, vielmehr an das, was jetzt noch für dich da ist, und wähle die unter den vorhandenen Gütern die ersprießlichsten aus und erinnere dich ihretwegen daran, wie du sie wohl aufsuchen würdest, wenn sie nicht vorhanden wären! Jedoch hüte dich zugleich, dass dieses Wohlgefallen daran dich nicht an ihre Überschätzung gewöhne; denn sonst müsste ihr einstiger Verlust dich nur beunruhigen."

Marc Aurel wusste, wer immer sich strebend bemüht und sich von Leidenschaften freihält, erlangt Seelenfrieden.

Empfehlenswert!
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