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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kaufempfehlung (nicht nur für Gloalisierungsgegner), 20. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Ausverkauft: Wie das Gemeinwohl zur Privatsache wird (Broschiert)
Differenzierte, faktenreiche und eingehende Artikel, die sich -wie es der Titel bereits verrät- mit der zunehmenden Privatisierung in Gesellschaft, Kultur, Umwelt uvm. auseinandersetzen. Leider sind manche Publikationen nicht mehr ganz tagesaktuell, denn sie wurden z.B. schon 2004 oder noch früher veröffentlicht.

Auf jedem Fall empfehlenswert, zumal der Blick nicht nur auf nationale Entwicklungen gerichtet ist. In vielen Artikeln werden internationale Prozesse und Tendenzen beleuchtet. Auch die Vielfalt der Themenbereiche überzeugt, wenngleich mich nicht alle im gleichem Masse interessierten.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Text-Sammlung zum Privatisierungs-Wahn., 2. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Ausverkauft: Wie das Gemeinwohl zur Privatsache wird (Broschiert)
Wir erleben es in Deutschland seit vielen Jahren: Öffentliches Eigentum, in Jahrzehnten aufgebaut, wird verscherbelt, mal mit der Motivation, um - wie man uns sagt - irgendwie wieder etwas Geld in kommunale bzw. Landes- oder auch Bundeskassen zu bekommen, koste es, was es wolle, mal um einfach - wie man uns verkündet - Kosten zu senken, denn die privaten Betreiber können ja alles besser, billiger, effizienter, egal, ob es sich um kommunale Schwimmbäder, Wohnungsgesellschaften, städtische oder überregionale Strom - Gas - Wasser - Werke, also den Bereich der Daseins-Vorsorge handelt. Die Problematik kennen wir alle: Explodierende Strom- und Heizkostenpreise, und Skandale wie bei den Berliner Wasser-Betrieben oder der Kölner Messegesellschaft (Machenschaften um den Oppenheim-Esch-Fonds), oder die seltsamsten Finanzkonstrukte (z. kommunale Gebäude billigst verscherbeln, und sie dann zu Mond-Mieten mit jahrzehntelangen Knebel-Verträgen anzumieten, man gönnt sich ja sonst nichts) wie Cross-Border-Leasing, PPP (Public-Privat-Partnership), in die Wege geleitet von naiven bis unfähigen, oder auch bis auf die Knochen korrupten Politikern, die sich das Ausplündern der öffentlichen Kassen im Dienste ihrer "Freunde" aus der Privatwirtschaft auf die Fahnen geschrieben zu haben scheinen ... etc... Wir haben alle schon diverse Privatisierungs-Skandale miterlebt, manche direkt vor der Haustür. Der Privatisierungs-Wahn der neoliberalen Ideologie ist ein weltweites Thema. Wir in Deutschland haben das zweifelhafte "Glück", erst relativ spät von diesem Irrsinn erwischt worden zu sein. Es ist auf jeden Fall sehr lehrreich, mal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und Texte nachzulesen, die sich nicht nur aus unserer Sicht mit der weltweit grassierenden Privatisierungs-Seuche befassen. Das Heft "Edition Le Monde diplomatique 06. Ausverkauft: Wie das Gemeinwohl zur Privatsache wird" bietet einen groben, aber soliden Abriss über Privatisierungs-Entwicklungen und deren tlw. erschreckenden Folgen in Deutschland, und in einigen anderen nicht nur europäischen Ländern. Es finden sich Artikel zur Wasser-Privatisierung in Frankreich, zum Umbau von Universitäten zu marktwirtschaftlichen Instituten (siehe Bertelsmann bei uns), Rechte an Genen, die plötzlich Konzernen gehören, Ausbeutung der Ressourcen, der Arktis und der Meere, Ideologie der Privat-Bildung, privatisierte Kranken-Versicherungen und deren Folgen, Privat-Armeen und ihre Machenschaften, der Text "Mord am Dakar-Niger-Expreß" des Dokumentarfilmers Vincent Munie wiederum schildert die düstere Geschichte einer Bahn-Privatisierung in Afrika, die Wirtschafts-Expertin der TAZ, Ulrike Herrmann, legt dar, warum ein staatliches Rentensystem um Längen krisenfester ist, als eine, wie in der jetzigen Finanzkrise, gebeutelte, obwohl uns doch jahrelang gebetsmühlenartig dem neoliberalen Dogma entsprechend als angeblich allein seligmachend gepriesene private Rentenversicherung.
Eine Reihe sehr guter Autoren wie Heiner Ganßmann (Prof. f. Soziologie FU Berlin), Robert Darnton (Kultur-Historiker in Harvard), Peter Warren Singer (Politologe u. ehem Mitarbeiter d. US-Außenministerium in Bosnien) finden sich genauso wie eine ganze Reihe international tätiger und erfahrener Journalisten (z. B. Marc Laime, Matthias Greffrath, Philippe Leymarie, Nicola Liebert u. a.).
Zur Ergänzung und inhaltlichen Weiterführung des Themas kann ich die u. a. auch bei Amazon erhältlichen Filme "Der große Ausverkauf" von Markus Schmickler, und die beiden, im Fernsehen leider nur wenig gezeigten hervorragenden Dokumentationen "Wasser unterm Hammer" und "Bahn unterm Hammer" der beiden Dokumentarfilmer Herdolor Lorenz und Leslie Franke empfehlen. Nicht jeder Text ist neu, auch kann nicht jedes Thema in allen Tiefen ausgeleuchtet werden, dann hätte das Heft locker den 3-4fachen Umfang haben müssen.
Es ist jedoch als inhaltlicher Einstieg in die Privatisierungs-Problematik absolut geeignet, informativ und lesenswert.
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Ausverkauft: Wie das Gemeinwohl zur Privatsache wird
Ausverkauft: Wie das Gemeinwohl zur Privatsache wird von Nicola Liebert (Broschiert - 1. Dezember 2009)
EUR 8,50
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