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5.0 von 5 Sternen Ein Künstlerschicksal in der DDR
Der ehrliche und ungeschönte Lebensbericht des freischaffenden Künstlerfotografen Klaus Ender schildert spannend und authentisch die schwierigen Lebensumstände in der DDR.

Der Autor erlebt als kleiner Junge gemeinsam mit seiner Mutter die entbehrungsreiche Nachkriegszeit und erarbeitet sich danach von Jugend an trotz zahlreicher Anfangsschwierigkeiten...

Veröffentlicht am 23. Januar 2005 von Katrin Ketelhut

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ja, ja, ja, ich, ich, ich!
Es handelt sich durchaus um ein sehr interessantes leben mit höhen und tiefen, welches hier geschildert wird und hat sicherlich somit auch seine daseinsberechtigung auf dem buchmarkt.
Die art und weise wie es geschildert wird, ist jedoch oftmals einfach nur öde. ich habe selten ein buch gelesen, in welchem der autor sich selbst so bemitleidet und über...
Vor 18 Monaten von ShakiShan veröffentlicht


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Künstlerschicksal in der DDR, 23. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die nackten Tatsachen des Klaus Ender. Ein Leben zwischen Ost und West. Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Der ehrliche und ungeschönte Lebensbericht des freischaffenden Künstlerfotografen Klaus Ender schildert spannend und authentisch die schwierigen Lebensumstände in der DDR.

Der Autor erlebt als kleiner Junge gemeinsam mit seiner Mutter die entbehrungsreiche Nachkriegszeit und erarbeitet sich danach von Jugend an trotz zahlreicher Anfangsschwierigkeiten konsequent einen Namen als Landschafts- und Aktfotograf. Die schöne Insel Rügen, ein Naturparadies, wird bald seine Heimat und bietet ihm dafür zahlreiche Möglichkeiten.

Früh wird die Stasi auf den Republikflüchtling aufmerksam, der den unzumutbaren Arbeits- und Lebensbedingungen als Bäcker - seinem erlernten Beruf - entfliehen wollte.
In die DDR zurückgekehrt, wurde er durch Erpressung und Intrigen Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi. Eine Absage hätte für ihn ein Strafverfahren und das Ende seiner künstlerischen Tätigkeit bedeutet. Sie ist sein Lebenselixier, als kreativer und naturverbundener Mensch entwickelt er in den kommenden Jahren die Akt- und Landschaftsfotografie zu einem eigenständigen Kunstgebiet der DDR.
„Akt & Landschaft", die von ihm 1975 ins Leben gerufene Fotoausstellung wird ein großer Erfolg und etabliert sich später als bedeutende DDR-Traditionsschau. Daneben fotografiert Ender für das Karl-Marx-Werk Babelsberg und veröffentlicht regelmäßig im „Eulenspiegel" und in „Das Magazin" sowie ausländischen Publikationen.

Dass der Weg bis dahin weit und voller Steine war, wird dem Leser anschaulich und spannend vermittelt. Der ehemalige DDR-Bürger fühlt sich an eigene Erlebnisse erinnert, westdeutsche Leser können sich endlich wieder einmal (!) ein differenziertes Bild der Lebensumstände in Ostdeutschland zu Zeiten der Mauer machen. So bietet das Buch wichtige Aufklärung für eine ehrliche Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit.

Das bekannte Vorurteil, dass IM's ausschließlich Täter im System der Bespitzelung durch die Staatssicherheit waren, wird durch die Schilderung Enders weiter zurechtgerückt: IM's waren sehr wohl ebenso Opfer und haben oft versucht, mit den ihnen eigenen Mitteln Schlimmes zu verhindern. Beispiel dafür ist die Warnung eines Bulgarien-Urlaubers durch den Autor, der durch DDR-feindliche Äußerungen der Stasi ein Dorn im Auge war. Ohne Enders Eingreifen hätten ihm Denunziationen gedroht, deren Ausmaß oft nicht abzusehen war.

Verständlich ist vor diesem Hintergrund die Enttäuschung des Künstlers über die mangelnde Anerkennung seiner fotografischen Leistungen nach seiner Ausreise aus der DDR sowie die ausbleibende Rehabilitation nach der Wende, u.a. durch Falschaussagen ehemaliger Spitzel. Hier liegt eine Tragik neuer deutscher Geschichte, die noch zu wenig künstlerisch bearbeitet, interessanten Stoff für weitere literarische und filmische Aufarbeitung bieten könnte.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die nackten Tatsachen des Klaus Ender", 15. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Die nackten Tatsachen des Klaus Ender. Ein Leben zwischen Ost und West. Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist packend und spannend ohne ein Thriller zu sein, es läßt den Leser teilhaben an einem Leben voller Entbehrungen, Erfahrungen, Erfolge und dem Bestreben, sich selbst immer treu zu bleiben, kein Ghostwriter polierte die Sätze bis zur Marktreife, der Autor schrieb es in einfacher ehrlicher Sprache selbst, so wie er sein Leben generell selbst in die Hand nahm.

Dadurch besitzt das Buch eine unnachahmliche Authentizität, die es zusammen mit der Offenheit und Ehrlichkeit des Autors zu einem Werk macht, welches nicht für einen gewinnbringenden Markt produziert wurde, sondern für Leser, die in der Lage und Willens sind, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen um sein Denken, Fühlen und Handeln zu verstehen.

Es werden geschichtliche Geschehnisse beschrieben, von denen man so oder ähnlich schon öfter gehört hat, aber selten so persönlich und berührend. Klaus Ender öffnet sich dem Leser in einer Art und Weise, wie sie in der heutigen Zeit kaum noch üblich ist, er gibt so viel von sich preis, daß man sich ihm nahe fühlt.
Nicht allein die Kraft, die er aufgebracht hat, um sein Leben zu dem zu machen, was es heute ist, gibt Mut und Zuversicht, sondern auch die Tatsache, daß der Autor sich nicht scheut, Gefühle zu zeigen und die eigene Verletzlichkeit und Fehlbarkeit offen und ehrlich darzustellen, hinterläßt beim Leser ein starkes, gutes Gefühl.
Rückblickend auf das, was er in seinem Leben bisher geschafft hat, darf Klaus Ender auch vollkommen berechtigt stolz sein auf seine Verdienste um die Entwicklung der Aktfotografie in der DDR.
Mit der Offenbarung seiner erpressten IM-Tätigkeit für das MfS berührt Klaus Ender ein auch heute noch sehr schwieriges Thema, weil zu viele Vorurteile und Vorverurteilungen in den Köpfen der Menschen existieren.Dieses Buch kann helfen, diese abzubauen, es zeigt auf, dass nicht jeder IM ein Verbrecher und ein Werkzeug des Staates war - genauso wenig, wie jemand, der nicht für die DDR war, gleich ein Widerstandskämpfer war.

Wieviele IMs hatten - wie er keine andere Wahl, als der Zusammenarbeit mit dem MfS zuzustimmen und dennoch versuchten, ihren Werten treu zu bleiben. Die Reduzierung des Lebenswerkes von Klaus Ender auf seine IM-Tätigkeit, die zeitlich gesehen nur einen geringen Teil ausmachte, ist ebenso verwerflich, wie unsinnig.

Das Buch ist nicht nur eine Biografie mit Fakten und Tatsachen, sondern eine Reise in die Gefühlswelt eines ehrlichen, offenen und nach Harmonie strebenden Menschen, eine Reise, von der man voller Eindrücke und neuer Erfahrungen und vor allem gestärkt zurückkehrt.

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Akt, Schönheit, Stasi, Täter und Opfer, 26. November 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die nackten Tatsachen des Klaus Ender. Ein Leben zwischen Ost und West. Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
In der DDR gab es nur in zwei ausgewählten Zeitschriften (Eule, Magazin) ganz sparsam monatlich ein Nacktfoto einer weiblichen Schönheit zu sehen; deshalb waren diese Zeitschriften auch so begehrt und immer vergriffen bzw. nur unterm Landentisch zu haben. Nun erfuhr ich, wer diese Fotos (besser Aktfotos) in der DDR produziert hat - Klaus Ender.
Ender beschreibt in seiner Autobiographie sein Leben, angefangen von einer schweren Kindheit bis zum Höhepunkt als freischaffender und hoch gelobter Akt-Fotograf der DDR, der sogar von der SED vereinnahmt wurde. Die Biographie ist offen und direkt erzählt, wirkte daher auch direkt spannend und lebensnah auf mich; es war schwer das Lesen zu beenden, wenn man noch nicht den Schluss erreicht hatte.
Seine Arbeit als Akt-Fotograf war natürlich auch für die Stasi interessant. Er beschreibt in seinem Buch, wie er zur Mitarbeit gezwungen wurde, nicht freiwillig mitmachte. Ein Umstand, der heute vor allem in Westdeutschland noch nicht klar differenziert wird. Viele IM's wurden wirtschaflich oder persönlich gezwungen mitzumachen, eine Tatsache, die man in der Ender-Biographie erstmals von Anfang bis Ende nachvollziehen kann. Hätte ich anders gehandelt?
Eine Autobiographie die berührt, kann ich nur zum Lesen empfehlen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ja, ja, ja, ich, ich, ich!, 24. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Die nackten Tatsachen des Klaus Ender. Ein Leben zwischen Ost und West. Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Es handelt sich durchaus um ein sehr interessantes leben mit höhen und tiefen, welches hier geschildert wird und hat sicherlich somit auch seine daseinsberechtigung auf dem buchmarkt.
Die art und weise wie es geschildert wird, ist jedoch oftmals einfach nur öde. ich habe selten ein buch gelesen, in welchem der autor sich selbst so bemitleidet und über alle maßen lobt: er macht die besten fotos, ist beim ringen der stärkste, hat den tollsten körper, legt die schönsten mädels flach, usw.. zumindest in mir kam des öfteren beim lesen der wunsch auf, herrn ender mit den worten zu stoppen: "jetzt halt doch mal den ball flach, junge.". erster punkt abzug. gefällt mir nicht, könnte anderen gefallen. zweiter punkt abzug für die vielen rechtschreibfehler, die dem autor im zuge seiner ausufernden selbstbeweihräucherung nicht aufgefallen sind. da hat er wohl einmal zuviel nachgedacht, mit welchem mädchen er noch im bett gewesen sein könnte. dritter punkt abzug für die qualität der abgedruckten fotos - unter aller sau. die fotos an sich sind schon nicht sonderlich interessant, aber darum geht es mir gar nicht. wer nach sovielen jahren im fotobusiness nicht weiß, wie man fotos runterrechnen muss, damit sie in einer veröffentlichung nicht dermaßen verpixelt aussehen, wie die in dem buch...na, ich weiß ja nicht. aber klaus kann ja auch nicht alles wissen.
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Die nackten Tatsachen des Klaus Ender. Ein Leben zwischen Ost und West. Autobiographie
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