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5.0 von 5 Sternen Drei Herrscher auf dem Weg nach Jerusalem
Silvia Stolzenburg widmet sich im ersten Band des Zweiteilers einem dunklen Teil der Geschichte des Christentums. Kaiser Barbarossa, Philipp II. von Frankreich und Richard Löwenherz stellen ihr Heer zusammen, um für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen. Schnell bemerkt der Leser allerdings, dass zwischen England und Frankreich schon aufgrund von...
Veröffentlicht am 30. Juli 2012 von Media-Mania

versus
1.0 von 5 Sternen Zwei Fehlversuche
In Szene 1 soll eine 13-Jährige vergewaltigt werden, in Szene 2 verführt eine dummgeile Magd einen 14-Jährigen. So beginnt der Roman und beim ersten Versuch habe ich nach diesen beiden Szenen aufgegeben. Wenn die Autorin eine wilde, archaische von uns so ferne Zeit darstellen will und ihr nichts anderes einfällt als sexuelle Gewalt - dann wende ich...
Vor 3 Monaten von Hannah Meister veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drei Herrscher auf dem Weg nach Jerusalem, 30. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Schwerter und Rosen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Silvia Stolzenburg widmet sich im ersten Band des Zweiteilers einem dunklen Teil der Geschichte des Christentums. Kaiser Barbarossa, Philipp II. von Frankreich und Richard Löwenherz stellen ihr Heer zusammen, um für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen. Schnell bemerkt der Leser allerdings, dass zwischen England und Frankreich schon aufgrund von Gebietsansprüchen keine Einigkeit besteht. Richards Mutter Eleonore von Aquitanien ist gleichzeitig die Stiefmutter von Philipp II. und beansprucht aus vergangenen Zeiten einen großen Teil Westfrankreichs. Diese Zwistigkeiten bieten auch für den Verlauf des Kreuzzugs genügend unvorhersehbare Wendungen. Da die drei Herrscher große Teile der Strecke unabhängig voneinander zurücklegten, werden zeitgleich stattfindende Handlungen durch kurze Abschnitte beschrieben. Das ermöglicht eine ständig wechselnde Perspektive. Protagonisten aus den Handlungssträngen geraten so kaum in Vergessenheit. Auch die Sicht der Gefangenen im fernen Orient bleibt nicht unerwähnt.

Sowohl die wechselnde Kulisse als auch die Haupt- und Nebencharaktere werden gleichsam detailliert beschrieben. Historisch belegte und fiktive Persönlichkeiten sind gekonnt zusammengestellt, sodass eine flüssige Handlung entsteht. Dabei verknüpft die Autorin wahre Begebenheiten und füllt Lücken in den Chroniken mit logischen Schlussfolgerungen. Auch Sekundärwissen wie die Dichtung des Nibelungenlieds fließt mit ein. Der schnörkellose Erzählstil ruft je nach Schauplatz mal die Stimmung für romantische Situationen hervor, mal für brutale Kampfszenen. Gerade beim Zusammentreffen der Kreuzfahrer mit den Truppen des Sultans gibt es davon reichlich. Im Nachwort erfährt der Leser, dass diese Szenen keineswegs der Phantasie der Autorin entsprungen sind. Ausgleichend wirken dagegen die Treffen der Hofdamen mit dem englischen Heer.

Die Zeitspanne umfasst fünf Jahre. Begonnen mit dem Aufruf zum Kreuzzug, dem Zusammenstellen der Streitmacht, über den kräftezehrenden Weg von verschiedenen Teilen Europas bis hin zum Kampf vor Jerusalem und dem anschließenden Rückzug bekommt die Geschichte erneut Leben eingehaucht. Auch die Gefangennahme Richards auf dem Rückweg in Österreich bleibt nicht unerwähnt. Manche Dinge werden nach 800 Jahren wohl niemals mehr unumstößlich belegt werden und heutige Historiker können sich nur noch auf das subjektive Empfinden der damaligen Chronisten oder Barden berufen. Dieser historische Roman bietet versierten Lesern nichts, was nicht auch schon in vielen anderen Romanen verwendet wurde. Sein großes Plus ist allerdings die Verständlichkeit, mit der die Ereignisse zusammengefügt und erklärt werden.

Die gebundene Ausgabe erscheint mit einem Lesebändchen und haptisch ansprechendem Papier. Im Buchdeckel ist eine Karte zum Nachverfolgen der Routen abgedruckt. Ein Personenregister und ein erklärendes Nachwort runden das Erscheinungsbild ab. Der Zweiteiler wird im Oktober 2012 mit "Im Reich der Löwin" fortgesetzt. Silvia Stolzenburg ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und veröffentlichte bereits eine Trilogie über das Ulmer Münster. Die bereits 2008 für den Sir-Walter-Scott-Literaturpreis nominierte Autorin kann auch mit dem Auftakt um die Herrschaft der Plantagenets überzeugen. Sie gibt dem Mittelalter einen schillernden Anstrich und bringt die Geschichte auf interessante und nachvollziehbare Weise näher. Der historische Roman verlangt, dass seine Leser sich einlassen. Dann entwickelt er aber einen Sog, der eine Unterbrechung fast unmöglich macht.
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5.0 von 5 Sternen Temporeiche gut recherchierte Erzählung des 3. Kreuzzuges, 31. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Schwerter und Rosen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ende des 12. Jahrhunderts wird zum 3. Kreuzzug aufgerufen und drei Monarchen machen sich auf den Weg Jerusalem aus den Händen der Ungläubigen zu befreien: Richard Löwenherz, Friedrich Barbarossa und Philipp II von Frankreich. Während Richard und Philipp noch ihre ganz eigenen Scharmützel austragen und sehr lange brauchen, um überhaupt in die Nähe der Ungläubigen zu kommen, stürmt Barbarossa voran und direkt in sein Unglück. Auf der anderen Seite rüstet sich Sultan Saladin gegen die erneuten Angriffe, um sein Reich und seine Menschen zu beschützen.
In den wirren dieser verschiedene Parteien darf der Leser einige Normalsterbliche begleiten, die ganz unterschiedliche Schicksale haben, jedoch alle auf die eine oder andere Weise mit den Kreuzzügen und ihren Schrecken verbunden sind.
Da sind einerseits Harold of Huntingdon und die Hofdame Catherine de Ferres, die sich im Gefolge von Richard Löwenherz befinden und neben den Schrecken des Kreuzzuges ihre Liebe auch noch gegen den bösartigen Earl of Essex verteidigen müssen. Andererseits ist das ein Mönch, der als Geschichtsschreiber König Barbarossa folgt und auch noch der Kreuzritter Curd von Stauffen, der sich als Geisel von Sultan Saladin in Jerusalem befindet. Alle kämpfen um ihr persönliches Glück, aber werden sie die Schrecken des Kreuzzuges überleben?

Das Buch nimmt schon bald ein sehr hohes Tempo auf, da sehr schnell zwischen den einzelnen Protagonisten hin- und her gesprungen wird. Dies erfordert einiges an Konzentration vom Leser, hat jedoch meinen Lesespaß nicht im Geringsten geschmälert. Ganz im Gegenteil: Kaum mit dem Buch begonnen konnte ich es kaum noch aus der Hand legen und verfolgte gebannt das Geschehen.

Dabei werden alle Figuren sehr detailliert beschrieben und so gut eingeführt, dass ich sehr schnell ein Bild von ihnen hatte und mit ihnen mitgefiebert habe. Gut hat mir auch gefallen, dass auch allen realen historischen Figuren Leben eingehaucht wurde und ich mir auch diese sehr bildhaft vorstellen konnte. Dabei hat jede Figur ihre Ecken und Kanten und stets mehrere Facetten. Auch konnte man sehr gut die Entwicklung von bestimmten Figuren direkt miterleben und nachvollziehen.

Die historischen Begebenheiten sind sehr gut in die Geschichte verpackt worden und trotz der Vielzahl an geschichtlichen Informationen, die dieses Buch dem Leser vermittelt, habe ich mich nie überfordert gefühlt oder hatte das Gefühl, dass das Buch überfrachtet worden wäre. Zur Veranschaulichung dient eine schöne Karte im Buchdeckel, die mir sehr geholfen hat, die einzelnen Routen der Figuren nachzuvollziehen. Auch eine Übersicht aller auftretenden Figuren gleich zu Beginn des Buches mit Angabe ob es sich um eine reale historische Figur handelt oder nicht, hat mir auch sehr geholfen. Sehr begeistert bin ich von dem Nachwort, in dem darauf eingegangen wird, was Tatsachen und was Fiktion entspricht.

Alles in allem ein sehr gelungener historischer Roman mit hohem Tempo, der einem den dritten Kreuzzug sehr gut und intensiv vor Augen führt und mir noch einiges an geschichtlichem Wissen vermittelt hat. Ein sehr gelungenes Buch, dass ich jederzeit weiter empfehlen werde!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richard Löwenherz einmal anders, 26. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Schwerter und Rosen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nachdem Sultan Salah ad-Din die Stadt Jerusalem erobert hat, brechen im Jahr 1189 Kaiser Barbarossa, Philipp II von Frankreich und Richard Löwenherz zum 3. Kreuzzug auf um die Ungläubigen zu vertreiben. Die Wege der drei Herrscher sind unterschiedlich und das gemeinsame Ziel ist zwar klar, aber die Vorstellungen über das „wie“ sind sehr unterschiedlich und schließlich stehen bei den Herrschern oft eigene Interessen im Vordergrund. Konflikte sind hier also vorprogrammiert.
Die Autorin Silvia Stolzenburg platziert ihren historischen Roman „Schwerter und Rosen" in diese Zeit. Neben den historischen Ereignissen erzählt sie die Geschichte von Harold of Huntingdon, einem jungen Knappen des Earl of Essex, und seiner Liebe zu Catherine de Ferres, einer jungen Hofdame. Sowohl Harold als auch Catherine nehmen am Kreuzzug teil und sind dabei so mancher Gefahr ausgesetzt. Einer anderen jungen Liebe begegnet der Leser in Jerusalem. Dort lebt der Tempelritter Curd von Stauffen wie ein Gefangener. Er wurde begnadigt, darf aber die Stadt nicht verlassen. Zufällig lernt er die Kaufmannstochter Rahel kennen und verliebt sich in sie. Einer gemeinsamen Zukunft der beiden stehen aber nicht nur religiöse Unterschiede im Weg.
Die Geschichte lebt von ihren Perspektivwechseln, die dem Leser zu Beginn des Buches noch schwerfallen, da er sich auf immer neue Handlungsorte und eine Vielzahl von Charakteren einstellen muss. Schon nach kurzer Zeit aber belebt gerade dieser Wechsel die Erzählung und es macht Freude die unterschiedlichen Lebensweisen und Lebensvorstellungen von Christen und Muslimen zur damaligen Zeit zu erleben. Sehr farbenfroh und realistisch schildert die Autorin die Begebenheiten und spart auch nicht an Kampfszenen oder sonstigen grausamen Handlungen. Die Kreuzzüge sind nun einmal kein glorreiches Kapitel der Geschichte und Plünderungen, Brandschatzungen und Vergewaltigungen waren leider an der Tagesordnung.
Das Buch ist perfekt ausgestattet und wartet neben einem ansprechenden Cover und einem Lesebändchen auch mit einem Personenregister und einer Karte auf. So lassen sich die unterschiedlichen Wege, die die Kreuzfahrer genommen haben, viel genauer einordnen. „Schwerter und Rosen" ist der erste Teil eines Kreuzzugs-Zweiteilers. Der zweite Band „Im Reich der Löwin ist bereits erhältlich und spielt in der Zeit nach dem 3. Kreuzzug.
Wer historische Romane liebt und Richard Löwenherz einmal von einer ganz anderen Seite als in den Robin Hood Erzählungen kennenlernen will, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kampf um Jerusalem, 3. September 2012
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Schwerter und Rosen: Roman (Gebundene Ausgabe)
1189 brachen die Mächtigen von England, Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich zum Dritten Kreuzzug ins Heilige Land auf, um die Stadt Jerusalem von den Ungläubigen zu befreien. In diesem ersten Band des Zweiteilers widmet sich Silvia Stolzenburg diesem Teil der Geschichte des Christentums. Sie beschreibt ausführlich, wie Kaiser Barbarossa, Philipp II. von Frankreich und Richard Löwenherz ihr Heer zusammenstellen und sich auf den beschwerlichen Weg machen. Die drei unterschiedlichen Routen bergen diverse Gefahren und Hürden für die Truppen. Auch Uneinigkeiten zwischen den Herrschern untereinander bieten genügend Wendungen im Verlauf des Kreuzzugs, wobei sich die Autorin streng an die historisch belegten Eckdaten hält. Kurze Abschnitte in den Kapiteln ermöglichen eine ständig wechselnde Perspektive in den gleichzeitig stattfindenden Handlungen. Insgesamt umfasst die Zeitspanne fünf Jahre.

Mit den bildhaften Beschreibungen der wechselnden Kulisse gibt die promovierte Literaturwissenschaftlerin dem Mittelalter einen schillernden Anstrich und bringt den Lesern den Kreuzzug auf nachvollziehbare Weise näher. Haupt- und Nebencharaktere werden gleichsam detailliert beschrieben, wobei die historisch belegten und fiktiven Persönlichkeiten miteinander harmonieren. Seinerzeit übliche gesellschaftliche Gepflogenheiten wirken authentisch, ob es nun der Umgang mit dem Adel oder Andersgläubigen ist. Die nach 800 Jahren nicht vollständig geklärten Ereignisse füllt Stolzenburg mit logischen Schlussfolgerungen, sodass flüssig zu lesende Handlungsstränge entstehen. Auffallend ist dabei, dass mit einem schnörkellosen Erzählstil eine große Bandbreite von Emotionen hervorgerufen wird. Trotz der vielen Sprünge zwischen den drei Routen kommt man doch mit nur wenigen Worten sofort wieder ins Geschehen.

Auch in der Ausstattung lässt die gebundene Ausgabe keine Wünsche offen. Sowohl eine Karte zum Nachverfolgen der Routen, als auch ein Personenregister einschließlich erklärenden Nachworts sind im Anhang zu finden. Für Oktober 2012 ist der zweite Band namens "Im Reich der Löwin" angekündigt. Der historische Roman gehört für mich eindeutig zu den besseren seines Genres.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kraftvoll, wortgewaltig, ausdrucksstark und eine wahre Schönheit und Zierde für jedes Buchregal!!!, 28. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Schwerter und Rosen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Richard Löwenherz, Friedrich Barbarossa und Philipp II., viele Querälen, Zweifel und Intrigen und dennoch ein gemeinsames Ziel:

Die Rückeroberung Jerusalems!

Endlich den boshaften und intriganten Fängen von Stiefmutter und-bruder entronnen, wird der 16jährige Knappe Harold of Huntingdon ausgerechnet in die Dienste des brutalen und skrupellosen Earls of Essex und seiner Handlanger gestellt. Seine geheimen Sehnsüchte gelten der der Hofdame Catherine de Ferrer, deren Vater ebenfalls mutig an Richards Seite kämpft. Doch auch Harolds Dienstherr hat die schöne Tochter des Earls of Derby, fanatisch ins Auge gefasst, so dass man in dieser verzwickten und bedrohlichen Konstellation gleich um mehrere Leben bangen muss.

Währenddessen verliebt sich der, in Jerusalem festgesetzte Tempelritter Curd von Stauffen in die schöne Kaufmannstochter Rahel, der er nach einem verheerenden Brand das Leben gerettet hatte. Warum ausgerechnet ihm, durch eine spontane Begnadigung des Sultans, bei einer Massenhinrichtung von Tempelrittern, das Leben geschenkt wurde, bleibt lange ein Rätsel. Doch es gibt ernstzunehmende Gerüchte seine verwandtschaftlichen Grade betreffend, die Licht und Schatten auf sein Leben werfen.

Wird es Richard Löwenherz, ungeachtet aller Zweifel, Intrigen und verstimmten Verbündeten am Ende gelingen, das Heer der bedeutendsten Monarchen Europas in diesem Kreuzzug zu einem überwältigenden Triumph zu führen…? Oder wird am Ende die unerwartet starke muslimische Gegenwehr die allgegenwärtige Gier nach Macht in seine Grenzen weisen….

Die Autorin Silvia Stolzenburg wurde… :
… 1974 geboren und studierte Germanistik und Anglistik an der Universität in Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie über zeitgenössische Bestseller und fasst in dieser Zeit auch den Entschluss, selbst Roman zu schreiben.
So befasst sie sich mit der Geschichte der Stadt Ulm und begann mit einer Trilogie, deren erster Teil Die Launen des Teufels 2010 bei Bookspot erschien. Der zweite Teil Das Erbe der Gräfin erschien 2011. Die Trilogie erzählt die fiktiven Schicksale der Menschen um den Ulmer Münster.
Silvia Stolzenburg arbeitet derzeit als freiberufliche Englischdozentin und Übersetzerin. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb.
Quelle: [...]

Hier geht’s zur einprägsamen Website von Silvia Stolzenburg:
[...]

Eindrücke / eigene Meinung:
Silvia Stolzenburg hat mit „Schwerter und Rosen“ ein imposantes, von Historie triefendes Werk gezaubert. Wie ihrem Nachwort zu entnehmen ist, hat sie sich so weit wie möglich an geschichtliche Fakten gehalten, aber auch an manchen Stellen Ergänzungen vorgenommen, sowie Personen und Handlungsorte umdefiniert. So hat sie beispielsweise, die weltbekannte Robin Hood Legende (Robin von Loxley) nach eigenen Angaben etwas freier behandelt. Das Zusammenführen von realen Fakten, fiktiven Personen und Situationen in eine spannende historische Geschichte münden zu lassen, ist ihr meiner Meinung nach brillant gelungen! Man sollte sich jedoch Zeit für dieses Buch nehmen, denn es ist durch seinen prallgefüllten geschichtlichen Inhalt, durchwirkt mit zahlreichen Erzählsträngen, die einem vollste Konzentration abverlangen!!!

Was mich besonders beeindruckt hat, war Silvia Stolzenburgs Sprachgefühl. Es wirkte zu keinem Zeitpunkt erzwungen, künstlich oder gar kitschig, sondern strahlte in angenehmer und dennoch dem 12. Jahrhundert angepassten Natürlichkeit!

ABER man beachte bitte auch…
… inhaltlich hat sich Silvia Stolzenburg keiner weichgespülten Schönfärberei hingegeben!!! Da geht es zum Teil deftig zur Sache und das sollte dem interessierten Leser von vornherein klar sein! Die Autorin weidet das Leid nicht über alle Maßen aus, verschweigt es aber auch nicht. Sie zeigt das kriegerische Mittelalter in seiner Hässlichkeit, lässt aber auch kleine, wohltuende Momente durchschimmern. Nichtsdestotrotz wurde getötet, geschändet und gefoltert – von Menschenrechten und Mitgefühl war man meist Lichtjahre entfernt.

Aber es gab auch andere Tugenden … die Ritterlichkeit, das Ehrgefühl und selten erwiesene Gnade. Diese ehrbaren und mutigen Herren waren eine lesende Wohltat für meine stetige Anspannung, während ich der Geschichte gebannt folgte.

Man spürt wie viel Herzblut und unbändige Energie von Silvia Stolzenburg in die Geschichte von Richard Löwenherz geflossen sind. Man begegnet aber auch neuen und unbekannten Eindrücken und Fakten. Wer sich Richard Löwenherz als strahlenden Sympath aus unzähligen Filmen bewahren will, sollte sich überlegen, ob er tatsächlich den Interpretationen der Autorin folgen möchte.

Wer sich jedoch traut, der opulenten Zeit und Sprache des Mittelalters authentisch zu folgen und sich von Frau Stolzenburg dahin entführen zu lassen, dem kann ich dieses Werk, sehr ans Herz legen!
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1.0 von 5 Sternen Zwei Fehlversuche, 12. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Schwerter und Rosen: Roman (Kindle Edition)
In Szene 1 soll eine 13-Jährige vergewaltigt werden, in Szene 2 verführt eine dummgeile Magd einen 14-Jährigen. So beginnt der Roman und beim ersten Versuch habe ich nach diesen beiden Szenen aufgegeben. Wenn die Autorin eine wilde, archaische von uns so ferne Zeit darstellen will und ihr nichts anderes einfällt als sexuelle Gewalt - dann wende ich mich lieber anderem zu.
Ich habe einen zweiten Versuch gestartet, diese beiden Szenen überflogen und etwas weitergelesen. Der Roman springt zwischen Handlungs- und Schauplätzen hin und her ohne erkennbaren Sinn, ohne Ordnung. Ich konnte auch keinen Fortgang der Geschichte entdecken. Nach etlichen Szenen mehr habe ich das Lesen dieses Romans aufgegeben.
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4.0 von 5 Sternen Nicht schlecht, aber es geht besser, 27. November 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Schwerter und Rosen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Schrieb ich noch in einer früheren Rezension über "Die Launen des Teufels", das sich die Autorin ein schriftellierischea Desaster geleistet hatte, so musste ich meine Meinung bei der Lektüre von "Die Heilerin des Sultans" gründlich revidieren. Die Autorin war gewachsen und hatte ein passables Werk abgeliefert. Zitat: ... und werde mir den Namen Stolzenburg merken. Fazit: empfehlenswert!
Aber kommen wir zum vorliegenden Roman, "Schwerter und Rosen". Ich las das Buch gerne und es werden sicher noch mehr der Autorin folgen (momentan die Fortsetzung, "Im Reich der Löwin"). Schmunzeln musste ich über solche Ausdrücke, wie mitternachtsblaue Augen, lagunenblaue und meergrüne Augen... Immer wieder mal kommt das vor, ist aber nicht weiter tragisch. Was mir aus schriftstellerischer Sicht aufgefallen ist (habe eine Autorenausbildung und selber 8 Romane verlegt), ist das Fehlen von Konflikten. Ein Roman lebt gerade von diesen und man ist als Autor gut beraten, wenn man das beachtet. Beispiel: ein junges Pärchen plant die Flucht, der Leser fiebert mit. Nach wenigen Absätzen ist die gelungene Flucht beendet. Nichts da mit großen Steinen, die man den beiden in den Weg hätte legen können. Eine Schar ehrenwerter Personen werden von Bösewichte verleumdet und des Hochverrats angeklagt. Sie kommen in die Kerker und sollen higerichtet werden.. Auch hier, nach nur wenigen Absätzen, werden die wahren Täter entlarvt und die wirklichen Bösewichte werden bestraft. Friede Freude Eierkuchen... So hat das Mittelalter mit Sicherheit nicht funktioniert. Die Krönung kommt aber erst, Frau Stolzenburg berichtet über ihre Recherche, schön und gut und so soll es auch sein, aber musste sie unbedingt Robin Hood in ihren Roman einflechten? Zitat Wikipedia:
Robin Hood ist der zentrale Held mehrerer spätmittelalterlicher bis frühneuzeitlicher englischer Balladenzyklen, die sich im Laufe der Jahrhunderte zu der heutigen Sage formten. Die Existenz Robin Hoods als reale historische Figur ist aber nicht belegt. Ähnliches berichtete auch eine Doku, die ich kürzlich im TV sah. Und alle Ritter sind hünenhaft und haben breite Schultern...
Fazit: das Buch ist ohne weiteres empfehlenswert und ich werde auch weiter der Autorin lesen, aber bitte dann etwas weniger mitternachtsblau, etwas mehr Konflikte und Märchen (R.Hood) den Kindern überlassen. Und mein ganz persönlicher Wunsch: weniger Namen verwenden
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4.0 von 5 Sternen Schwerter und Rosen, 20. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Schwerter und Rosen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Es war mein erstes Buch von Silvia Stolzenburg und sie konnte mich mit ihrer Erzählweise und ihrem Sprachstil für sich einnehmen.
Die Geschichte um Richard Löwenherz, Kaiser Barbarossa etc. war interessant, kurzweilig und vor allem auch informativ. Über Kreuzzüge habe ich schon oft gelesen, aber die Autorin schafft es hier ein ganz anderes Bild als üblich zu übermitteln. Gerade weil es nicht nur aus einer Sicht geschrieben ist, geht es hier flott voran und man musste sich schon sehr konzentrieren. Aber das gibt dem Lesegenuß keine Abstriche, allerdings ist es halt kein Buch was man nebenher lesen kann. Sicherlich werde ich auch weiter Bücher von Silvia Stolzenburg lesen.
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4.0 von 5 Sternen Der Sultan, Richard Löwenherz und die Kreuzzüge, 19. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Schwerter und Rosen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Es handelt sich hier um einen historischen Roman zur Zeit der Kreuzzüge. Hervorragend bringt die Autorin diese traurige und zugleich schreckliche Zeit dem Leser näher! Durch geschicktes Verknüpfen von verschiedenen Handlungssträngen, wird der geschichtliche Hintergrund und die damals lebenden und herrschenden Personen in eine Geschichte mit tollen Romanfiguren verwickelt. Man findet Figuren, die man auf Anhieb lieben lernt (Harold, Catherine) sowie Figuren, die man sich mit Entsetzen aus dem Buch heraus wünscht, um die Guten und Schwachen zu beschützen.
Durch kurze und manchmal sehr kurze Kapitel ist dies ein temporeicher Roman, der sich nicht mit großen Pausen lesen läßt. Viele Orts- und Jahreswechsel "zwingen" den Leser am Ball zu bleiben, um dem Zug der Kreuzritter nicht hinterherzuhinken. Aktives Lesen ist dadurch unbedingt erforderlich, da die Geschichte zwischen den Kapiteln vom Leser weitergedacht werden muss.

Für mich war das der erste historische Roman dieser Art und er hat mir sehr gefallen! Die Charaktere der Geschichte werden authentisch gezeichnet, sodass ihre Reaktionen und ihr Handeln gut nachvollziebar sind. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung "Im Reich der Löwin".

Liebhaber historischer Romane können bei diesem Buch beherzt zugreifen und werden nicht enttäuscht.
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5.0 von 5 Sternen Es lebe der Kreuzzug, 15. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Schwerter und Rosen: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Inhalt:

Um 1189 beschließen König Richard Löwenherz, König Philipp II. und Kaiser Barbarossa, das es endlich an der Zeit wäre die Stadt Jerusalem und das Heilige Land von den Ungläubigen zu befreiten. Man beginnt also sich für einen Kreuzzug zu rüsten. Die drei gekrönten Häupter Europas machen sich auf den Land und dem Wasserweg so also auf ins gelobte Land. Aber der Weg dorthin ist weit und gefährlich und auch der Gegner Salab ad-Din, der Sultan von Syrien und Ägypten und der jetzige Besitzer von Jerusalem ist ein ernst zunehmender Herrscher und Regend in dieser Zeit. Wird dieser Plan gelingen.

Dabei begegnen uns Kappen, Könige, Ritter, Hofdamen usw. Gute und böse Menschen, Liebende, Machtsüchtige, Gierige und jeder trägt seinen Teil dazu bei und so wird eine tolle Geschichte mit vielen Schicksalen aufgerollt. Alles im Hinter/Vordergrund des Kreuzzuges und seines Gelingens oder auch möglichen Scheiterns.

Meine Meinung:

Die Autorin Silvia Stolzenburg versucht hier an Hand von Einzelschicksalen uns Lesern einen geschichtlichen Einblick in diese Zeit zugeben und über den Sinn und Zweck von Kreuzzügen, was ihr wirklich sehr gut gelingt. Schnell kommt man in die Geschichte hinein, auch wenn es etwas mühe macht immer auch seinem Lieblingsfigur folgen zu können, denn es gibt viele verschiedene Handelnde und die Autorin gibt auch viel an Infos an uns Leser weiter. Es ist kein Buch, was man zwischen durchlesen mal so lesen kann.

Denn es gibt viele Handlungsstränge und in jedem Kapitel passiert sehr viel, sonst gesteht leicht die Gefahr, dass man etwas überliest, wie es mir passiert ist, dieser kleine Hacken sollte aber den Lesegenuss nicht schmälern, denn dafür wird auch viel an interessante Infos über bestimmte Persönlichkeiten und anderem wissenswerten geboten. Hier entrollt sich einem die ganze Bandbreite solch eines Kriegsgeschehnis mit allem was dazu gehört Folter/Mord/Hunger/Angst/Tod und klar gibt es bei alldem auch einen Lichblick..die Liebe.

Ich bin schon sehr gespannt, was im nächsten Teil passieren wird.
Und kann diesen 1. Teil nur jedem wärmsten ans Herz legen, der historische Romane mag.
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Schwerter und Rosen: Roman
Schwerter und Rosen: Roman von Silvia Stolzenburg (Gebundene Ausgabe - 15. März 2012)
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