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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Zeitreise eines Steins,
Rezension bezieht sich auf: Das Steinerne Auge: Historischer Episodenroman (Gebundene Ausgabe)
Bin leidenschaftliche Leserin historischer Romane - um so erfreuter war ich, als mir meine Schwester 'Das Steinerne Auge' schenkte! Siebzehn verschiedene Autoren sind mit jeweils eine Kurzgeschichte zum Thema 'Überwachung' vertreten, und in all diesen Geschichten kommt ein Stein vor, der aussieht wie ein Auge. Er wandert sozusagen durch die Jahrtausende, denn die erste Geschichte spielt im alten Ägypten, die letzte gar in der Zukunft, nämlich 2020 in Paris. Dazwischen liegen das antike Rom, das frühe und das späte Mittelalter, die Neuzeit und so fort.Wenn auch der Stein nicht immer eine große Rolle spielt, so verbindet er die verschiedenen Episoden doch miteinander. Von den Autoren kannte ich einige bereits, andere konnte ich durch dieses Buch kennen lernen, und bestimmt werde ich mir von diesem oder jenem einen Roman besorgen. Was mir an dem Buch besonders gefällt: Ich finde das mit dem Stein eine pfiffige Idee, und ich konnte neue Autoren kennen lernen, von denen ich vielleicht sonst nie etwas gelesen hätte. Nicht alle Geschichten finde ich toll, aber das ist schließlich Geschmacksache. Jedenfalls ist das Buch von hoher Qualität - Hardcover, gebunden und alles klasse Autoren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Eine Anthologie über des Menschen Lust an Gewalt, Intrige, Verrat und Mord,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Steinerne Auge: Historischer Episodenroman (Gebundene Ausgabe)
Allen Autoren ist es in dieser historischen Fundgrube voller Miniaturen gelungen, Phänomene wie Überwachung, Bespitzelung, Denunziation, Intrige, Kontrolle und Manipulation im Wandel und Kontext der unterschiedlichsten Zeiten, Epochen und Kulturen glaubhaft darzustellen.So unterschiedlich die Epochen und Begebenheiten auch sein mögen, alle haben sie eines gemein: in allen Miniaturen kommt ein besonderer Stein vor, mal mehr, mal weniger, der durch die Jahrhunderte wandert und stummer Zeuge von Mord, Verfolgung, Verschwörung, Terror und Intrige wird. Mal befindet er sich im Zentrum der Geschichte, mal ist er nur als Randnotiz auszumachen, um auch eine Aufnahme in diese gut gelungene Anthologie zu finden. Die Qualität dieses historischen Episoden-Romans (die Reise führt uns von Echnatons Alten Ägypten, über Varus und den Alten Fritz bis hin ins Jahr 2020) bleibt erfreulicherweise in allen Episoden annähernd gleich hoch und diese Anthologie lässt viel Platz für die literarische Freiheit und verschiedensten Schreibstile. Ohne ein zu wenig Spielraum lassendes Korsett konnten sich die beteiligten Autorinnen und Autoren so richtig austoben, um diese wunderbaren Short-Storys rund um das mehr oder weniger alles beherrschende steinerne Auge, den Achat, zu erschaffen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Mord und Intrigen auf höchstem Niveau,
Von X. Reimpell (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Steinerne Auge: Historischer Episodenroman (Gebundene Ausgabe)
Die erste Geschichte spielt im Ägypten Echnatons, die letzte im Jahr 2020. Doch nicht nur die Themen Gewalt, Verrat, Intrigen verbinden die Episoden. Durch alle Geschichten und über 3400 Jahre reist ein Augenachat, der durch seine Weitergabe ermöglicht, immer wieder einen kurzen Blick in die verschiedenen Zeiten zu werfen. Eine geniale Idee, der die Autoren in diesem Gemeinschaftsprojekt auch ein hohes künstlerische Niveau gegönnt haben.Zwischen dem Wirren, die unter Pharao Echnaton mit seinem Wandel zum einen Sonnengott Aton über die bisherige ägyptische Priesterkaste hereinbrach und der Erzählung über Neros brennendes Rom und den Kampf der Römer mit den aufbegehrenden Christen liegen Jahrhundert. Weiter geht es in die Zeit der Kreuzzüge, dann zur Inquisition. Die Suche nach einem Komplizen von Cinq Mars, dem hingerichteten Liebhaber Ludwig XIII., führt zu einem blutigen Duell, danach wird Friedrich II. von seinem Vater brutal gezwungen, seiner Jugendliebe abzuschwören. Und immer ist der Augenstein ein stummer Zeuge ... Dieser Band ist besonders für die Freunde historischer Literatur ein Kleinod. Die Erzählungen sind nicht nur wirklich gut, sie zeichnen so auch ein Bild über den Stil und das schriftstellerische Können zahlreicher Autoren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Denunzianten finden sich immer,
Von Dr. R. Manthey - Alle meine Rezensionen ansehen (#1 HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 10 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Das Steinerne Auge: Historischer Episodenroman (Gebundene Ausgabe)
Die Leute kommen von selbst und schwärzen ihre Nachbarn an. Das lesen wir in einer der 17 Kurzgeschichten, die man in diesem Buch vereint und dann wegen des gemeinsamen Themas Episodenroman getauft hat. In diesen Geschichten geht es um Intrigen, Verrat und Denunziation in allen Zeitaltern. Die erste Geschichte spielt im Ägypten Echnatons, die letzte 2020. Doch nicht nur das Thema verbindet. Durch alle Geschichten und über 3400 Jahre reist ein wie ein Auge aussehender Stein, der durch seine zufällige Weitergabe den Eindruck vermittelt, als würden wir immer wieder einen kurzen Blick in die verschiedenen Zeiten erhaschen.Dem ist natürlich nicht so, denn die Erzählungen entstanden als ein gemeinsames Projekt. Ich bin kein besonderer Freund solcher Vorhaben, da bestellte Kunst meist nicht viel taugt und der pädagogische Zeigefinger oder das Ausleben persönlichen Sendungsbewusstseins bei der Beschreibung verwerflichen Handelns oft nicht zu vermeiden sind. Doch die meisten der hier teilnehmenden Autoren halten sich diesbezüglich glücklicherweise angenehm zurück. Auch das künstlerische Niveau der meisten Geschichten ist ansprechend. Intrigen und Verrat gehören zum Inventar des menschlichen Zusammenlebens. Daran werden alle künstlerischen, philosophischen oder gesellschaftspädagogischen Versuche von Weltverbesserern nichts ändern. Wenn man eine Erkenntnis aus den in diesem Buch vereinten Erzählungen gewinnen kann, dann ist es die über die Unveränderbarkeit des Menschen. Zwischen dem Leiden, das der Pharao Echnaton mit seinem Gotteswandel über die bisherige ägyptische Priesterkaste brachte und der verlorenen Schlacht der Römer im Teutoburger Wald, die die zweite Geschichte thematisiert, liegen bereits 1400 Jahre. Dann folgt eine Erzählung über Neros brennendes Rom und den Kampf der Römer mit den aufbegehrenden Christen. Die nächste Geschichte spielt bereits zur Zeit der Kreuzzüge. Zwei Erzählungen, die sich mit der Inquisition befassen und mir besonders gut gefallen haben, schließen sich an. Auch die folgende Erzählung befasst sich mit der katholischen Kirche und zeigt, wie angebliche Prinzipien schnell der Machterhaltung zum Opfer fallen. Zwei Geschichten später befinden wir uns bereits in der Zeit der großen Preußenkönige und erfahren, mit welcher Brutalität Friedrich II. von seinem Vater gezwungen wurde seiner Jugendliebe abzuschwören. Wer diese Geschichte noch nicht kennt, bekommt sie hier sehr gut erzählt. Dieser Teil des Projekts ist nicht nur der längste, sondern aus meiner Sicht auch einer der besten. Leider werden die nachfolgenden Erzählungen dann etwas schwächer. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass wir mehr in die Gegenwart kommen und uns die Umstände vertrauter werden. Fazit. Alles in allem ist dieser Band besonders für die Freunde historischer Literatur eine Fundgrube. Nicht nur, dass einige der Erzählungen wirklich gut sind, man kann sich darüber hinaus auch ein Bild über den Stil und das künstlerische Vermögen zahlreicher Autoren machen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Gute Kurzgeschichtensammlung für kommende Herbstabende,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das Steinerne Auge: Historischer Episodenroman (Gebundene Ausgabe)
"Das steinerne Auge" ist eine gelungene Sammlung von Kurzgeschichten, auch wenn das eigentliche Kernthema nur wenig zu überzeugen weiß.Die siebzehn Geschichten haben Biss, bieten Spannung und Unterhaltung in kompakter Form. Auf wenigen Seiten werden interessante und gute Kurzgeschichten erzählt, welche sich in einer zeitlich geordneten Abfolge präsentieren. Dabei springen die Inhalte jedoch von "besessenen" Frauen im 14. Jahrhundert über das große Feuer in Rom unter Kaiser Nero hin zu dem Briefgeheimnis im preußischen Staat und letztendlich der totalen Überwachung in der europäischen Föderation in der nahen Zukunft. Geschmacklich ist somit für jeden etwas dabei und auch die unterschiedlichen Schreibstile laden zum Lesen des Buches ein. Abstriche muss der Leser allerdings bei den Erwartungen machen. Das Werk ist kein zusammenhängender "Roman" und auch die einzelnen Episoden haben inhaltlich nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun. Einzig "das steinerne Auge" wird in den Geschichten erwähnt, dabei tritt oft der unschöne Effekt auf, dass der Stein anscheinend nur deswegen erwähnt wird, weil es die Vorgabe für dieses Werk war. Wer mit dieser "Kleinigkeit" umgehen kann, findet in der Sammlung gute und interessante Geschichten rund um historische Ereignisse, fiktive Erlebnisse und sogar eine mögliche Zukunft mit totaler Überwachung - eine starke Mischung in guter Aufmachung. Ansprechend ausgearbeitet sind die kurzen Einleitungen vor den eigentlichen Geschichten, welche oft kurz und knapp den zeitlichen Rahmen abstecken und ein paar Details der jeweils aktuellen Situation preisgeben. Etwas schwach fällt die Gestaltung des Covers aus. Das Hintergrundbild wirkt merkwürdig und fehl am Platz, die alte Schrift unpassend. Auch der Klappentext ist recht klein und durch die gelb/orange Schriftfarbe etwas schwach (lesbar) ausgefallen. Positiv hingegen bleibt zu erwähnen, dass sich im hinteren Teil des Buches Kurz-Viten der beteiligten Autoren befinden. Insgesamt bietet "Das steinerne Auge" siebzehn gute Kurzgeschichten mit allerlei Facetten und Stilen, welche aber im Gesamtbild für einen empfehlenswerten Lesespaß sorgen. Die Hardcover-Ausgabe ist ihren Preis durchaus wert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der stumme Begleiter,
Von Berthold Braams "Horst" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Steinerne Auge: Historischer Episodenroman (Gebundene Ausgabe)
Das steinerne Auge wird zum stummen Begleiter vieler Untaten, gnadenlose Unterwerfung in Echnatons Ägypten des, fanatische Christen planen im antiken Rom einen Anschlag, ein jüdischer Arzt muss gegen seinen Willen bei einer christlichen Geburt helfen, die skrupellose Inquisition arbeitet mit üblen Denunzianten, ein Duell beendet das Leben eines zwielichtigen königlichen Gesandten, eine Spion wird verraten. Durch die Zeiten und politischen Systeme wandert der Augenstein als unbestechlicher Zeuge von Mord, Verrat und Intrige, spannend erzählt von den bekanntesten Autorinnen und Autoren des historischen Romans.Die Erzählungen, die sich zu diesem interessanten "Episodenroman" vereinen, entstanden als ein gemeinsames Projekt von Quo Vadis, der Vereinigung historischer Autoren. Obwohl man bei früheren Projekten dieser Gruppe teilweise ein sehr wechselvolles Niveau der Beiträge verzeichnen konnte, ist diesmal die Qualität aller Geschichten ähnlich hoch. Die Episoden lesen sich flüssig, sind spannend und der rote Faden durch den Augenstein wirkt nicht störend, sondern tatsächlich verbindend. Ein gelungenes Buch, das neben purem Lesevergnügen, die einmalige Chance bietet, einzelne Autoren besser kennen zu lernen und sich danach einem dicken Roman seiner Lieblingsautoren zu widmen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Raffinierte Idee konsequent umgesetzt,
Von Marlene Sieber (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Steinerne Auge: Historischer Episodenroman (Gebundene Ausgabe)
Ich mag kleine Verlage - warum? Weil sie Mut haben und nicht nur immer auf die sichere Bank, also die berühmte "Cash-Cow", setzen. Ob das jetzt Nautilus ist mit dem Überraschungserfolg "Tannöd" oder Grafit mit den sehr stimmigen regionalen Krimi-Anthologien oder, wie hier, Bookspot, der mal was Neues wagt.18 bekannte Genre-Autoren wie Sabine Ebert, Jörgen Bracker, Malachy Hyde oder Martina André haben sich auf einen sogenannten "Episodenroman" eingelassen und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Es geht um Intrige und Verrat im Wandel der Zeiten, verbindendes Element der einzelnen Kurzgeschichten ist ein Augenachat, der in unterschiedlicher Form (mal als Anhänger, mal als Briefbeschwerer, Handschmeichler etc.) in jeder Geschichte vorkommt. Jede Epoche wird bedient - die erste Geschichte startet im Ägypten des Echn-Aton, es folgt das alte Rom, Mittelalter, Renaissance usw., die letzte spielt in der nahen Zukunft. Natürlich wird nicht jedem Leser jede Geschichte gefallen, dazu sind die Autoren zu unterschiedlich - aber das ganze Projekt ist sehr gelungen und verdient Anerkennung. Mein absoluter Favorit ist "Tausend Jahre" von Barbara Zoeke, die sich eines der dunkelsten Kapitel der Geschichte - der Euthanasie angeblich "unwerten Lebens" im Dritten Reich - angenommen hat und diese Aufgabe souverän gemeistert hat. Großes Lob auch an den Herausgeber Ruben Wickenhäuser, der seine Autoren mit Bedacht gewählt hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Streetview before "Streetview",
Rezension bezieht sich auf: Das Steinerne Auge: Historischer Episodenroman (Gebundene Ausgabe)
Googles umstrittener Online-Straßenatlas-Dienst 'Street View' ist in Deutschland gestartet. Der Internetkonzern hat die Panorama-Ansichten für 20 Städte freigeschaltet. Hätte es diese umstrittene Aktion schon früher gegeben, fände sich vielleicht auch im vorliegenden Band ein Episode, in welcher der Zugriff dieses neuen Überwachungssystems literarisch verarbeitet wird.Geht es im Buch doch um Überwachung, Kontrolle, Bespitzelung im Lauf der Jahrhunderte. Die Geschichten reichen vom 14. Jahrhundert vor Christus bis in eine fiktive Zukunft im Jahr 2020. Die Wiederkehr des immer Gleichen, dort wo Macht und Herrschaft im Spiel sind, symbolisiert ein Achat, das 'Steinerne Auge'. In jeder der vierzehn Geschichten besitzt einer der Protagonisten einen solchen Stein. Nicht alle Leser werden sich für jeden Beitrag in gleichem Maße interessieren, und eine Besprechung aller Beiträge an dieser Stelle würde sehr ermüden. Ohne die Erzählungen aus den früheren Jahrhunderten zu schmälern, gilt daher diese Besprechung einer Episode aus der Hitlerzeit (Tausend Jahre) und einem durchaus realistischen Blick in eine nahe Zukunft (Du bist ein offenes Buch). Barbara Zoeke: Tausend Jahre Die vorliegende Geschichte aus Deutschland zwischen 1938 und 1945, beziehungsreich 'Tausend Jahre' überschrieben, erzählt von Lena und Anja, die sich auf einer Schulungswoche für Hebammen begegnen. Die Frauen verlieben sich in einander und erleben wenige Stunden überwältigenden Glücks. Die Hoffnung auf Zukunft endet jäh, als Lenas Bruder auftaucht und seine Schwester zur Flucht nach Schweden drängt. Lena beschwört Anja, nachzukommen. Anja jedoch glaubt, ihren verwitwetenVater nicht allein lassen zu können und bleibt versteinert zurück. Sie arbeitet in einer Leipziger Frauenklinik und wartet vergebens auf ein Lebenszeichen von Lena. Inzwischen ist sie in das Programm zur Verhinderung erbkranken und 'minderrassigen' Nachwuchses eingespannt, wird vom leitenden Arzt, Dr. Mittel, jahrelang umworben und willigt schließlich in die Ehe mit ihm ein. Von einer älteren Kollegin wird sie in die spezielle Arbeit ihres Mannes eingeweiht. Mehr soll hier nicht verraten werden, um dem Leser die Spannung nicht zu nehmen. Eine intensive, aber auch bedrückende Geschichte, hervorragend erzählt, sprachlich dicht, trocken im Ton, sparsam, unsentimental. Martina André und Oliver Pifferi: Du bist ein offenes Buch Im Jahr 2020 wird anstelle der EU die Europäische Föderation als Staat gegründet; Hauptstadt ist Eureka, das ehemalige Brüssel. Ziel ist, die Vielstimmigkeit der 35 Einzelstaaten aufzuheben um vor allem in Außen- und Sicherheitspolitik schlagkräftig zu sein. Das erscheint dringend erforderlich, da Cyber-Terrorismus, Wirtschaftskriminalität und Energieraub bedrohliche Ausmaße angenommen haben. Ab sofort ist die weltweite Durchsuchung von Datenbanken legal, und die Bürger müssen ihre DNA-Signatur der supranationalen Behörde EUROSIK zur Verfügung stellen. In der Kampagne unter dem Slogan 'Du bist ein offenes Buch' wird der Datenschutz in Internetforen aufgehoben. Paris, im Jahr 2022. Jacques und Celine sind Eltern von zwei dreijährigen Mädchen. Er ist Markenchef eines großen Konzerns, sie Gattin und Mutter. Im Onlinewarenhouse BuyBuy hat sie ein Collier mit einem geschliffenen Augenachat entdeckt und umgurrt den beruflich oft abwesenden und daher schuldbewussten Mann, den Schmuck zu bestellen. Eine Woche nach Lieferung wird Jacques im Morgengauen aus dem Bett heraus verhaftet. Der Vorwurf: 'Spionage, Geheimnisverrat und Beihilfe zur Destabilisierung der Europäischen Föderation'. Jacques wird ins Hochsicherheitsgefängnis eingeliefert und erfährt nach und nach, was auf seinem Rechner zu finden war und ihm nun zur Last gelegt wird: Kontakt zu ostasiatischen Terrorgruppen und Informationen an die feindliche Lebensmittelindustrie. Außerdem steht er im WWW am Pranger: wer will, kann ihn mit drei Prostituierten in Paris sehen. Der Ausgang soll hier nicht verraten werden, nur so viel, dass der Nachbar mit der Sache zu tun hat. Eine interessante und spannende Geschichte. Was besonders gefällt: sie zeigt, was eine frei gegebene technische Überwachung im Leben von Menschen anrichten kann. Sie könnte für alle ein Warnung sein, die schon jetzt freiwillig Daten in das Worldwideweb geben und 'Fingerprints' hinterlassen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Historischer Episodenroman,
Von Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Das Steinerne Auge: Historischer Episodenroman (Gebundene Ausgabe)
DAS STEINERNE AUGE ist ein Episodenroman um ein zentrales Thema und ein zentrales Objekt, den Augenachat. Viele Autoren haben daran mitgewirkt und herausgekommen ist eine ganz annehmbare Fortsetzungsgeschichte, welche durch die Jahrtausende bis zur nahen Zukunft führt. Doch das Besondere dieses Buches erschließt sich erst beim lesen des Vorworts von Ruben Philipp, hier liegt die Quelle für den Roman und seine eigentliche Intention. DAS STEINERNE AUGE ist also mehr als die Summe seiner Autoren und zielt ab auf ein ganz aktuelles zeitgeschichtliches Thema.Zu was tendiert der Mensch? Es sind Missgunst und Kontrollverlangen - leider wahr und es bestätigt sich gerade heute immer wieder. Überwachung, Machtmissbrauch und Anhäufung von Privilegien, dies sind die Zeichen der Zeit. Doch nicht ur der Staat kontrolliert seine Bürger, es sind die Bürger selbst die anfangen zu spionieren und sich gegenseitig zu überwachen. Willkommen in der schönen neuen Welt! Dieses Buch wendet sich an alle Leser und Leserinnen denen diese Tendenz in der Bevölkerung auch schon aufgefallen ist. Alle Geschichte zeigen im Kern diese drei Säulen, verbunden werden sie durch den immer wieder auftauchenden Augenachat. Martina André, Angeline Bauer, Jörgen Bracker, Malachy Hyde, Sabine Ebert, Peter Erfurt, Klas Ewert Everwyn, Harald Gröhler, Olaf Kappelt, Beate Klepper, Tessa Korber, Lea Korte, Walter Laufenberg, Oliver Pifferi, Heidi Rehn, Alessa Schmelzer, Sabine Wassermann, Ruben Wickenhäuser und Barbara Zoeke sind die gut ausgewählten Autoren des Projekts. Die Stile sind sehr unterschiedlich, die Stimmungen ebenfalls, der Tenor ist gleich, doch prägt er sich gut ein durch das verbindende Element. Mir persönlich hat gleich die erste Geschichte gut gefallen und es stellt sich in der Tat die Frage, ob Echnaton mit seiner Ein-Gott-Philosophie und deren Durchsetzung wirklich so friedlich und Weise gehandelt hat. Doch auch die Geschichte des verratenen Briefgeheimnisses zeugt von dem erstarkenden Kontrollverlangen des Staates unter Mithilfe seiner Bürger. Somit sei abschließend bemerkt das Kontrolle unsinnig ist, wir müssen dereinst alle loslassen, das Missgunst giftig wird und die Seele verdirbt und das der Machtmissbrauch der Dolch ist mit dem Staat und Bürger sich am Ende entzweien. Empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Das Steinerne Auge: Historischer Episodenroman von Ruben Wickenhäuser (Gebundene Ausgabe - 21. Juni 2009)
Gebraucht & neu ab: EUR 4,99
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