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am 14. Oktober 2011
144 Seiten hochwertig gedruckter Schwarzweiß-Fotografien zeugen von einer Zwischenzeit, deren Spuren in der heutigen Hauptstadt nicht ohne Weiteres wiederzuerkennen sind. Bilder der noch stehenden Mauer inmitten der Stadt, wo heute die einstigen Zonengrenzen für jene, die die Teilung nicht mehr miterlebt haben, kaum noch rekonstruierbar sind. Ein Autobahnschild, auf dem notdürftig die Ergänzung zum Zielpunkt Berlin, "Hauptstadt der DDR", mit schwarzer Folie notdürftig überklebt ist. Zugemüllte und verfallene Hinterhöfe, wie sie selbst in den bewusst in noch etwas morbidem Charme belassenen Ecken in Mitte nicht mehr zu sehen sind. Die gähnende Leere des Potsdamer Platzes. Halb abgerissene Häuser und ganze Fassadenreihen voller Baugerüste.

Eingeleitet wird dieser Bilderreigen mit einem Vorwort von Christian Welzbacher, der nostalgisch die Aufbruchsstimmung der ersten, rauen Jahre nach dem Mauerfall beschwört. Geht es in dem Text weniger um die städtebaulichen Veränderungen an sich als um den Alltag, der in dieser Baustelle stattfindet, so sind auch die meisten der nachfolgenden Fotografien nicht allein als Dokumentation eines architektonischen Ist-Zustands, sondern als die von Lebensraum sichtbar. Am stärksten sind die Aufnahmen, die Menschen zeigen, wie sie inmitten dieser Stadt stehen und doch immer zu ihr in Spannung: In ihr zu leben ist nicht selbstverständlich, die Menschen scheinen sie nicht als gegebenen Lebensraum wahrzunehmen, sondern sie und ihr Werden zugleich interessiert, fasziniert, bisweilen auch argwöhnisch zu betrachten.

Fast wünscht man sich noch mehr von diesen alltäglichen Stimmungsbildern, die gegenüber den mehr dokumentarischen Stadtansichten dieser schwindenden Ära eindrucksvoller Ausdruck zu verleihen scheinen. Gerade weil Muhs' Fotografien so zum Eintauchen einladen, wünscht man sich auch noch mehr Ansichten randständigerer Stadtteile; die ausgewählten Fotografien beschränken sich weitgehend darauf, die zentralen Umbruchsorte in Berlin-Mitte abzubilden. Von diesem Wunsch nach Mehr abgesehen weiß der Fotoband jedoch zu gefallen ' jenen, in denen es möglicherweise Erinnerungen an die eigenen Jahre im Berlin der Nachwendezeit wiederbelebt, und jenen, denen diese Zeit nur noch in Form von Bilderinnerungen wie denen von Andreas Muhs zugänglich gemacht werden kann.
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am 14. März 2013
Ich hab selbst 1992 und 1993 in Mitte, Prenzlauerberg und Pankow gelebt und diese fotos sind wie ein Echo meiner eigenen aufnahmen. eine erfahrung, die mein ganzes leben geprägt hat.
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