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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Regt zum ernsthaften nachdenken an
Ein überfälliges und bis auf ein paar verzeihliche Lücken auch sehr lesenswertes Buch. Im ersten Teil legt der Autor den Finger in die Wunden und thematisiert die Gefahren des Radsports: das Sturzrisiko, Gefahren für das Herz, Doping, die Anfälligkeit von Sportstars für Depressionen und Drogensucht etc. Dabei gelingt Beune der Spagat, den...
Am 27. Oktober 2005 veröffentlicht

versus
7 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ochoa Zwillinge
Mit freuede habe ich schon auf dieses Buch gewartet, nun habe ich es und muss sagen, ich bin enttäuscht.
Wenn ein Buch schon 20 leider allzufrühe verstorbenen Rennfahher Portraitiert, slollte es auch bei ihnen bleiben.
Klar, ist das Schicksal der Ochoa Zwillinge sehr tragisch, aber ein, zwei Sätze über über den ehemaligen Tour de France...
Am 21. Oktober 2005 veröffentlicht


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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Regt zum ernsthaften nachdenken an, 27. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Did Not Finish: Der Radsport und seine Opfer. 20 Himmelsstürmer im Porträt (Gebundene Ausgabe)
Ein überfälliges und bis auf ein paar verzeihliche Lücken auch sehr lesenswertes Buch. Im ersten Teil legt der Autor den Finger in die Wunden und thematisiert die Gefahren des Radsports: das Sturzrisiko, Gefahren für das Herz, Doping, die Anfälligkeit von Sportstars für Depressionen und Drogensucht etc. Dabei gelingt Beune der Spagat, den Radsport einerseits nicht zu dämonisieren, sich andererseits aber auch nicht an der übertriebenen Heroisierung von Radprofis zu beteiligen. Im zweiten Teil erzählt er dann 20 ganz unterschiedliche Radsportkarrieren, die jäh zu Ende gegangen sind. Schön finde ich, dass er sich dabei nicht auf die Stars konzentriert, sondern auch vielen hierzulande "Namenlosen" wie Manuel Sanroma oder Nicole Reinhard seine Aufmerksamkeit schenkt.
Fazit: Die Intention, den Leser zum ernsthaften Nachdenken über die Probleme des Radsports anzuregen, hat "Did not finish" in meinem Fall (aktiver Freizeitradler und passiver Fan des Profiradsports) voll und ganz erfüllt. Das lässt sich gewiss nicht von jedem Buch sagen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bitter, aber lesenswert!, 1. März 2011
Von 
Tobias Fabian-Krause (Landau, Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Did Not Finish: Der Radsport und seine Opfer. 20 Himmelsstürmer im Porträt (Gebundene Ausgabe)
1997 erlebte der Radsport in Deutschland seine Hochphase. Jan Ullrich gewann als erster Deutscher die Tour de France, Erik Zabel brillierte als Sprinter, das Team Deutsche Telekom gewann die Teamwertung des berühmtesten Sportereignisses Frankreichs, wenn nicht gar Europas. Das Jahr 1998 war dann ein wenig verstörend. Ein ganzes Team (Festina) wurde im Vorfeld der Tour ausgeschlossen. Jeden Tag eine Razzia, da Frankreich Doping unter Strafe gestellt hat. Die Fahrer streikten und beschwerten sich, wie Verbrecher behandelt zu werden. Öffentlich geriet das Thema danach ein wenig ins Hintertreffen. Doping wurde als ernstes Problem in der Vorbericherstattung thematisiert, aber ob Jan Ullrich seinen Winterspeck rechtzeitig loswird und warum er dem Kampf mit Armstrong nie vollständig gewachsen war, war mindestens genau so wichtig. Die deutsche Öffentlichkeit liebte ihr schlampiges Genie und seinen Kampf mit sich selbst, Armstrong und der "Tur dö Fronks".

Doch die Skandale blieben nicht aus. Nach und nach bröckelte auch der Lack in der deutschen Radsportidylle. Im Frühjahr 2002 wurde Ullrich positiv auf Amphetamine getestet. Der Überführte gab an, in einer Discothek eine Pille genommen zu haben. Eine Verfehlung eines jungen Mannes, der dem Stress seines Lebens nicht gewachsen war oder einfach nur an EINEM Abend EINE falsche Entscheidung getroffen hat. Alltag!

Alltag? 2006 schließlich wurden die Tour-Favoriten Ivan Basso und Oscar Sevilla gemeinsam mit Ullrich von der Tour bereits vor dem Prolog ausgeschlossen. Verstörend! Floyd Landis gewann die Tour und wurde kurze Zeit später wegen Dopings disqualifiziert. Noch verstörender! Nach und nach wurden die Dopingsünden der Ex-Telekom-Stars Bjarne Riis, Erik Zabel, Rolf Aldag und Udo Bölts aufgedeckt (um nur die in Deutschland wichtigsten Skandale zu nennen). Am verstörendsten. Das Maß war voll, der Exitus des Radsports in der öffentlichen Wahrnehmung in Deutschland.

Im Jahr zuvor war Andreas Beunes Buch "Did not Finish - Der Radsport und seine Opfer" erschienen. Beune erklärt in den ersten Kapiteln, was hinter dem Phänomen Radsport steckt: die unglaublich harte und verzichtreiche Trainingsarbeit, das hohe Verletzungsrisiko durch Stürze, deren Folgen selbstverständlich so gut wie möglich ignoriert werden sollen. Als ein Beispiel von Tausenden sei erinnert, dass der Amerikaner Tyler Hamilton einmal mit angebrochenem Schlüsselbein eine halbe Tour de France absolvierte - sicher unter bestialischen Schmerzen.

Warum das Ganze? Die Soziologie und Psychologie des Radsports erläutert Beune ebenfalls: Radprofis sind traditionell eher (natürlich nicht alle) aus ökonomisch schwächeren sozialen Schichten. Der Sport bietet eine in dieser Form für die meisten auf keinem alternativen Weg zu realisierende Aufstiegschance. Dafür nehmen diejenigen, die in der Jugend Talent und erste Erfolge vorweisen können einiges in Kauf.

Doping: trotz jahrelangem härtesten Training fahre ich hinterher, bin am Schlussanstieg chancenlos, im Sprint zu langsam. Ich will nicht umsonst gearbeitet haben und einfach aufhören. So kommt das Thema Doping ins Spiel und damit der Weg in die Illegalität. Es beginnen absurdeste Versteckspiele, Katz- und Maus-Spiel mit Kontrolleuren und in einigen Ländern der Polizei. Ein Leben in der Lüge, nach außen ist der Sport ja sauber. Selbst die engsten Vertrauten im Privatleben muss man schamlos belügen oder mit in die Illegalität ziehen. Wer erwischt wird oder auspackt, wird verleugnet und geschmäht. Auch das Peloton kennt die Omerta.

Doping hat es im Radsport immer gegeben, schon bei den 6-Tage-Rennen im 19. Jahrhunderts wurde mit Strichnin nachgeholfen. Tom Simpson starb 1967 vollgepumpt mit Amphetaminen am Mont Ventoux. Doch über Jahrzehnte, ja fast ein ganzes Jahrhundert waren die Dopingmittel im Grunde recht wirkungsarm. Anabolika gibt es schon lange und ihre Wirksamkeit für Radsportler ist lange bekannt. Aber den großen Ausdauerzuwachs erbringen sie nicht. Die Wirkung von Hustensprays ist begrenzt, Koffein, Kokain, Amphetamine u.ä. heben die Leistungsfähigkeit im Grunde nicht. Sie helfen nur dabei, den Körper besser auszubeuten, die Grenzen besser zugänglich zu machen. Blutdoping, also das Anreichern von vorher dem eigenen Organismus entnommenem Eigenblut mit Sauerstoff bevor es dem Sportler wieder gespritzt wird war bekannt, aber wer hier dilletantisch mit den anspruchsvollen Notwendigkeiten hinsichtlich der Hygiene umgeht riskiert Blutvergiftungen und andere Infektionskrankheiten.

Dann kam EPO und versprach den Zuwachs, den man sonst nur mit Blutdoping oder mühsamem, teuren Höhentraining erzielen konnte (dessen Effekt auch schneller verpuffte) in kürzester Zeit. Es ist auch in der Hinsicht einfach zu handhaben, dass der Athlet es sich prinzipiell selbst spritzen kann. Doch es liegen kaum Erfahrungswerte bei der Dosierung vor. So werden die ersten EPO-Doper zu Versuchskanninchen. Nicht alle Versuche gehen gut. Es gibt Opfer, die es übertreiben, ihr Blut (sehr vereinfacht gesagt) zu sehr eindicken, ihr Herz überfordern und sterben. Beune zitiert aus dem Autopsie-Bericht eines EPO-Opfers aus den späten 80ern: "Er hatte zuletzt das Herz eines schwerkranken 80jährigen." Doch wer zu vorsichtig ist, riskiert abgehängt zu werden. Meistens geht es ja gut, aber die Angst ist immer mit dabei bei den großen Rennen. Es gibt skurrile Berichte aus den Fahrerhotels: häufig traf man nächtens Fahrer bei Spaziergängen auf den Gängen an, die man eigentlich im Tiefschlaf erwartet hätte, die aber aus Angst vor Trombose, Herzinfarkt oder Schlaganfall ihren Kreislauf in Bewegung hielten. Andere stellten sich um 3 den Wecker und machten einen Kopfstand oder ähnliches. Die Angst fuhr immer mit.

Den Wasserträgern winkt kein großer Ruhm und kein Reichtum. Aber ein besseres Einkommen als bei allen für sie realistischen Alternativen, schließlich haben sie in ihrer Jugend alle Energie in ihr größtes Talent gesteckt.
Den Spitzenathleten winkt tatsächlich Ruhm und Reichtum, aber auch Druck und wenn sie erwischt werden, selbst wenn sie nicht auspacken der gnadenlose, schlagartige Entzug all der schönen Seiten. Heute Nationalheld, morgen Außenseiter. Marco Pantani ergeht es so. Der einst von ganz Italien, wenn nicht gar Europa geliebte "Elefantino" kommt mit seiner Doping-Sperre nicht zurecht. Er bekämpft seine Depressionen mit Drogen, die diese natürlich verstärken. Im Februar 2004 stirbt er an einer Überdosis.

Einfach kein Doping mehr nehmen? Es gab immer wieder Berichte von Sportlern, die jenseits des üblich "Ich doch nicht!" tatsächlich als wirklich sauber galten. Vor Platz 100 im Gesamtklassement durften sie diese Namen aber nicht suchen und was an den Berichten dran ist, weiß ich auch nicht. Die Aussagen von Ex-Profis, eine Tour de France sei ohne Doping eigentlich nicht durchzustehen und schon gar nicht unter den Top 20 zu beennden häuften sich. Es ist wie mit der Abrüstung im Kalten Krieg. Wenn alle mitmachen ist es natürlich okay. Die Tour-de-France an sich ist extrem anspruchsvoll, aber nicht übermenschlich - es gibt sicherlich auch in Deutschland Tausende nichtgedopte Hobbyradsportler, die diese Distanzen bewältigen würden auch in 3 Wochen bewältigen würden. Für voll austrainierte Profiradsportler kein Problem. Das Problem ist das mörderische Tempo. Wenn wir vereinfacht von einem linearen Effekt des Dopings ausgehen, d.h. jeder wird durch das Doping im gleichen Umfang besser, wäre eine Tour de France ohne Doping im Prinzip genau das gleiche wie eine mit, sie wäre halt eventuell im Durchschnitt 5 km/h langsamer (ein Wert, den ich mir jetzt aus den Fingern gesogen habe), was vermutlich nur die aufmerksameren überhaupt merken würden. Aber sobald einer dopt, der den anderen nicht restlos unterlegen ist und ihnen dann davonfährt müssen die anderen mitziehen oder ihre Träume begraben.
Muss man halt ehrlich sein und geradlinig den moralisch richtigen Weg gehen? Sagt sich so leicht, wenn man nicht die ganze Jugend über auf alles mögliche verzichtet hat, weil man beim Training oder Rennen war oder sich davon erholen musste, evtl. keine Berufsausbildung hat usw. Ich möchte hier nicht Doping zur Zwangsläufigkeit erklären oder gar rechtfertigen, aber vor Selbstgerechtigkeit warnen.

So lernen Sie in diesem Buch die Welt des Radsports kennen. Zunächst werden die oben beschriebenen Zusammenhänge anhand der Geschichte des Sports erläutert. Danach werden Sportler portraitiert, die bei Stürzen im Training oder Rennen, direkt oder durch Folgeschäden des Dopings oder durch den krassen Abstieg nach dem Höhenflug (Pantani) ihr Leben ließen.

Meine Zusammenfassung mag etwas arg plakativ und horrorkitschig geraten sein. Eine der hier zusammengeschriebene Eindrücke stehen so auch nicht im Buch. Ich habe den Radsport seit frühester Kindheit intensiv verfolgt. Das Buch ist da sachlicher. Es glorifiziert nicht und es verteufelt nicht. Es ist bei aller Sachlichkeit mitfühlend und nicht kalt geschrieben. Ich finde es zwar erschreckend, aber in hohem Maße mitreißend.
Fazit: die Welt des Radsports ist gestört! Kann sein, dass der Radsport diesbezüglich eine der extremeren Sporarten ist und es in anderen Sportarten tatsächlich sauberer zugeht. Aber allzu hoch wetten würde ich darauf nicht. Aber: ich kann es nicht beweisen und würde mich gerne irren, aber ich fürchte, es steckt viel Selbstbetrug z.B. im Biathlon-Boom, der vor einigen Jahren in Deutschland eingesetzt hat. Auch der Langlauf hatte in kleinerem Umfang zwar auch eine schwere Krise Anfang des Jahrtausends als er noch eher eine Randsportart in Deutschland war.

In wie weit Koordinationssportarten wie Tennis und Mannschaftssportarten wie Fußball betroffen sind, ist schwer zu sagen. Ein Doping, das direkt dazu führen würde, dass ein Abwehrspieler effektiver grätscht, ein Torwart die richtigen Entscheidungen fällt und ein Stürmer das Tor trifft wäre mir nicht bekannt. Aber natürlich spielen Kraft und Ausdauer auch im Fußball eine große Rolle, können dabei helfen, dass ich insgesamt schneller bin oder in der 82. Minute weniger im Tempo nachlasse und deswegen meine Position besser halten kann, schneller am Ball bin und schlussendlich dann eben besser spiele. Die Akten des Dopingarztes Emanuel Fuentes wurden ja nur für Radsportler konsequent geöffnet und veröffentlicht (so viel ich weiß). Gemurmel, dass mindestens der spanische Fußball zusammengebrochen wäre, wenn da nicht einflussreiche Kräfte den Daumen draufgehalten hätten gab es immer wieder. Beweise fehlen bis heute.

Fazit zum Buch: lesen Sie es nicht, wenn sie es nicht zu genau wissen wollen. So ganz naiv den Sport genießen wie davor fällt schwerer, wenn man es gelesen hat. Wobei die aufmerksame Lektüre eines guten Sportteils zu den Hochzeiten der Dopingberichterstattung den gleichen Effekt gehabt haben dürfte. Hier wird geballt berichtet, was schon davor bekannt war. Aber anschaulich, präzise analysiert und anhand teilweise sehr nahe gehender "Einzelschicksale", auch jenseits der großen Stars.

Wäre dieses Buch 1998 oder gar 1990 möglich gewesen? Wer sehenden Auges und offenen Ohres sich mit Radsport beschäftigte, dem war klar, wie es stehen muss. Schon als Kind lernte ich hochtalentierte Amateure kennen, die lieber Radgeschäfte eröffneten als die ihnen angebotenen Profiverträge zu unterschreiben und dies mit der Aussage begründeten: "Die wollen alle, dass ich was nehme." So kitschig es klingen mag: die wahren Helden!
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4.0 von 5 Sternen Die andere Seite eines faszinierenden Sports...., 10. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Did Not Finish: Der Radsport und seine Opfer. 20 Himmelsstürmer im Porträt (Gebundene Ausgabe)
Vorne weg muss ich schreiben, dass ich selbst Radsportler bin und einige Zeit auch relativ professionell. Sofern das die Schule rund Ausbildung zugelassen hat. jedenfalls hat es dazu gereicht, dass ich bei Profi Rennen starten durfte und ich stolz war damals gegen Jan Ullrich, Danilo Hondo, Steffen Wesemann fahren zu dürfen. Ebenso hatte ich im Nachwuchsbereich der U23 Bundesliga in Deutschland mit vielen in Verruf geratenen Radprofis wie Stefan Schumacher, David Kopp, Matthias Kessler u.a. zu tun. Damals hatte ich mich schon gewundert, wie das mit rechten Dingen laufen kann. Ich hatte viel trainiert und hatte bei 80% der Rennen nicht mal die Chance ins Renngeschehen einzugreifen geschweige denn lang genug dabei zu bleiben.
Da ich auch aus einer Radsportfamilie komme, kenne ich einige der Deutschen Profis die in diesem Buch namentlich erwähnt wird und wenn man nochmal darüber nachdenkt, ist es eigentlich damals schon klar gewesen, dass diese Fahrer nicht nur mit Wasser gefahren sind.
Aber ich möchte nicht nur negativ über den Sport reden. Ich liebe diesen Sport immer noch und er ist wirklich schön. Dazu ist es einer der schwersten und anstrengendsten Sportarten. Daher ist auch nicht verwunderlich, dass man zu unerlaubten Mitteln greift.
Aber der Radsport ist nicht der einzige Sport der dopt. Überall wo Geld fließt ist Doping im Spiel, ganz besonders im Fußball und Tennis und jeder der das Gegenteil behauptet ist ein Lügner!
Der Radsport dient als Sündenbock um von den anderen Sportarten abzulenken und es wird allmählich Zeit die anderen Sportarten wie Biathlon, Schwimmen und Königfußball anzuprangern.

Aber zurück zum Buch hart und erschreckend, viele Hinweise und Vermutungen aber wenig beweise. ein Netz von Lügnern und Betrügern die zusammen gehalten haben, auf jeden Fall bis zu einem gewissen Grad. Erschreckende Geständnisse von Betreuern und Ärzten und Freunden zu den Praktiken vieler Fahrer. Dazu viele Tragödien die der Sport schreibt von Unfällen und Todesfällen, oft auch durch Depressionen zum Selbstmord getrieben. Tragisch und traurig wie die Menschen trotz Erfolgen kaputt gehen an ihrem eigenen Ego.
Besonders erschreckend fand ich die SMS Nachrichten von Johann Museeuw mit seinem Arzt und den versteckten Codewörtern zum Dopen und den einzunehmenden Präparaten. Die Abgebrühtheit der Sportler bis zum Äußersten zu gehen um den Erfolg zu haben.

Abschließend ist zu schreiben, dass es für Insider in diesem Sport aber keine Überraschungen sind. Und es auch immer so weiter gehen wird, weil es im Charakter des Menschen steckt, für den Erfolg und den Rum alles zu tun.
Ein Muss für jeden Radfahrer, der sich ein bisschen mit der Materie auseinandersetzen will. Aber es wird nicht leicht für Leute die immer gedacht haben, unsere Helden sind unantastbar und unbesiegbar.. Nein sie sind ebenso verletzlich und können sterben....
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als nur ein gutes Finish, 30. August 2007
Von 
Tobias Weis (Konz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Did Not Finish: Der Radsport und seine Opfer. 20 Himmelsstürmer im Porträt (Gebundene Ausgabe)
Das Buch besteht aus zwei Teilen - im ersten Teil wird dem Leser in verschiedenen Essays viel Wissenswertes über den Radsport im Allgemeinen und die Tour de France im Speziellen nähergebracht. Aus der Insider-Perspektive wird gerade das Thema Doping vertieft. Auch im zweiten Teil, den Portraits, werden neben dem Lebenswerk der Athleten auch die teils mysteriösen Todesumstände beleuchtet, allerdings holt der Autor manchmal zu weit aus und erzählt seitenlang von unbekannten Rennen oder Bergen.
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7 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ochoa Zwillinge, 21. Oktober 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Did Not Finish: Der Radsport und seine Opfer. 20 Himmelsstürmer im Porträt (Gebundene Ausgabe)
Mit freuede habe ich schon auf dieses Buch gewartet, nun habe ich es und muss sagen, ich bin enttäuscht.
Wenn ein Buch schon 20 leider allzufrühe verstorbenen Rennfahher Portraitiert, slollte es auch bei ihnen bleiben.
Klar, ist das Schicksal der Ochoa Zwillinge sehr tragisch, aber ein, zwei Sätze über über den ehemaligen Tour de France Etappensieg hätte längst gereicht.
Ich freue mich sehr für Javier, dass er in Teplice, Athen und zuletzt, im August in Alkmaar Erfolge feiern konnte,wäre es besser gewesen, wenn seinem verstorbenen Bruder mehr Zeilen gewidmet wären.
Naja, es ist auch schade, dass von Ochoa und auch von Fabio Casartelli kein Bild zufinden ist, nur die Denkmäler.
Ich würde es nicht mehr kaufen.
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Did Not Finish: Der Radsport und seine Opfer. 20 Himmelsstürmer im Porträt
Did Not Finish: Der Radsport und seine Opfer. 20 Himmelsstürmer im Porträt von Andreas Beune (Gebundene Ausgabe - Oktober 2005)
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