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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur ein Muss für Finanzmagnaten, 11. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Weltvernichtungsmaschine - Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise (Broschiert)
Wenn man keine Ahnung davon hat wie es zur großen Krise gekommen ist, dann ist dieses Buch genau das Richtige. Man bekommt all die komplexen Zusammenhänge nicht nur auf leicht verständliche Art erklärt, sondern kann auch über die ganze Misere lachen. "Die Weltvernichtungsmaschine" bietet einen kurzen Überblick über die Geschichte der Finanzmärkte, beschreibt die Ursachen und Mechanismen der jetzigen Krise und wie es bankrottgewirtschafteten Unternehmen gelingt staatliche Gelder einzustreichen. Neben einer Darstellung der neuen Finanzinstrumente und einem Vergleich der jetzigen Krise mit früheren, bietet dieses Buch Einsicht in alle möglichen Fragen. Der Leser erfährt unter anderem, weshalb gerade in Zeiten des wirtschaftlichen Zusammenbruchs besonders hohe Wolkenkratzer gebaut werden, dass Frank Pöpsel die falschen Aktien gekauft hat und warum die Idee vom unendlichen Immobilienboom auf einem Trugschluss basiert. Deshalb ist dieses Buch nicht nur für Makler, Bauunternehmer und Börsenhändler von Interesse, sondern auch für Leute, die keinen blassen Schimmer haben, was eine Ratingagentur, ein Credit Default Swap oder eine Collaterized Debt Obligation ist.
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nixon verursachte die aktuelle Bankenkrise, 18. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Weltvernichtungsmaschine - Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise (Broschiert)
Dieses Buch diskutiert die aktuelle Bankenkrise und deren eigentliche Ursache.

Zunächst beschreibt der Autor einige Krisen des 20. Jahrhunderts, u. a. die Weltwirtschaftskrise und Japan. Daraus wird ersichtlich, dass die jetzt vorgeschlagenen und durchgeführten Maßnahmen (Konjunkturprogramme, Leitzinsen nahe Null) schon ausprobiert wurden und nichts brachten.

Die Ursachen der aktuellen Bankenkrise wurden lange nicht richtig bewertet. Sie sind in der Kreditpolitik der Banken (z. B. Beleihung von Häusern zu 120 Prozent des Wertes) und vor allem in der Geldpolitik der Zentralbank zu finden. Die Vorhersagen der Experten waren meist falsch. So konnten sie z. B. keine Inflation erkennen, weil das allgemeine Preisniveau stabil blieb: Man muss jedoch die relativen Preise beachten (dieses Mal stiegen die Preise von Immobilien; vor der Weltwirtschaftskrise waren es die Aktien). Der damalige US-Notenbankchef Greenspan wird mit der Comicfigur Homer Simpson verglichen, welche Alarme im Atomkraftwerk beseitigt, indem sie Limonade auf die Signallampe schüttet (bei Greenspan war es "Liquidität".

Daran schließt sich eine lesenswerte Chronik der Krise und der "Rettungsprogramme" an, worauf zum besseren Verständnis eine kurze Geschichte des Geldes folgt.

Zunächst gab es nur Münzgeld. Dieses wurde zur Vereinfachung umfangreicher Käufe bei Goldschmieden hinterlegt, welche dafür Quittungen ausstellten. Bald wurden mehr Quittungen ausgestellt, als Münzen eingelagert waren. John Law schlug der bankrotten französischen Regierung im 18. Jahrhundert ein reines Papiergeld ohne jegliche Deckung vor. Auf dessen Grundlage konnten die Staatsausgaben gesteigert werden. Es kam zu einem Aktienboom, der jedoch zusammenbrach. Als Ausweg wurde der Goldstandard eingeführt, welcher die Geldschöpfung begrenzte. In den Jahren 1971 und 1973 beseitigte der US-Präsident Nixon die letzten Reste des Goldstandards. Seitdem häufen sich die Krisen, u. a. bei Banken, Aktien und Währungen. Diese Schwankungen machten neuartige Versicherungen notwendig, woraus Futures, Swaps und andere Finanzderivate entstanden. Experten dachten sich ausgefeilte Modelle zur Stabilisierung und Vorhersage aus. Als diese fehlschlugen, beeilte sich die US-Notenbank mit Hilfsmaßnahmen. Statt einer Verbesserung (besser: Abschaffung) der Modelle verlässt man sich seitdem auf staatliche Hilfen.

Im Anschluss werden die neuen Derivate beschrieben und die Rolle der Ratingagenturen diskutiert. Bei diesen wurde vor längerer Zeit die Vergütung vom Käufer der Anleihen auf deren Ausgeber verlagert. Der Wettbewerb führte deshalb dazu, dass die Ratingagenturen den Unternehmen hohe Bewertungen liefern mussten.

Das letzte Kapitel bietet eine Zusammenfassung der Argumente. Die eigentliche Ursache der aktuellen Bankenkrise liegt in der Geldpolitik der Zentralbanken. Die Automatisierung des Aktien- und Derivatehandels durch Computermodelle verstärkte die Konjunkturschwankungen. Im Euroraum erzeugt die unterschiedliche Wirtschaftspolitik der Mitgliedstaaten zusätzliche Instabilität, weil die EZB einen damit nicht zu vereinbarenden einheitlichen Leitzins festlegen muss. Zusätzliche Regulierungsmaßnahmen können gegen die Geldpolitik der Zentralbanken nichts ausrichten. Der Staat kann über seine Konjunkturprogramme nur Geld (und Arbeit) umschichten. Die "Allgemeine Theorie" von Keynes ist nach Ansicht des Autors irrational und nur Zauberei. Sie hat auch nicht die Weltwirtschaftskrise beendet (der so genannte Multiplikator der Staatsausgaben für die entscheidenden Jahre ist 0,8; das Staatsgeld ist also zu 20 Prozent versickert).

Der Autor sieht die primäre Ursache der Bankenkrise in der Aufhebung des Goldstandards durch Nixon, welche die aggressive Geldpolitik der Notenbank erst ermöglichte. Wie bei John Law musste auch diese 30-jährige Blase platzen. Wenn das jetzt unterbunden wird, muss die nächste Krise zwangsläufig noch größer sein. Deshalb wird die aktuelle Verfassung des internationalen Finanzsystems mit der "Weltvernichtungsmaschine" aus dem Film "Dr. Seltsam" verglichen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Obwohl der Ablauf eines Konjunkturzyklus weder erläutert noch theoretisch begründet wird, ist die Darstellung aus der Sich der "österreichischen Schule" der Volkswirtschaftslehre richtig: Die Geldpolitik der Zentralbanken steuert über Zinsmanipulationen die Konjunktur und die Inflation erhöht die Preise in bestimmten Branchen. Die Aufhebung des Goldstandards musste deshalb die in dem Buch dargestellten Folgen haben. Am Ende fordert der Autor das Ende der Kreditexpansion; man weiß aber nicht, ob damit eine Forderung nach einer Wiedereinführung des Goldstandards verbunden sein soll. Ich würde das jedenfalls begrüßen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, witzig und verständlich, 17. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Weltvernichtungsmaschine - Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise (Broschiert)
Ich habe mit dem Thema Wirtschaft normalerweise nix am Hut, verstehe davon nichts und finde es todlangweilig. Aber die momentane Finanzkrise ist ja doch in aller Munde, da komme sogar ich mal darüber ins Gespräch, und dabei mir hat ein Freund dieses Buch empfohlen, weil ich mich beschwert habe, dass man eigentlich nirgendwo mal so richtig verständlich erklärt bekommt, wieso weshalb warum.
Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt! Im Gegensatz zu der arroganten Art, in der die Presse darüber schreibt, beschreibt der Autor nicht nur auf verständliche, sondern auch witzige (aber auch nicht alberne) Art, wie die Krise entstanden ist. Sehr interessant ist auch, wie er sie mit früheren Krisen vergleicht und erklärt, wie der Finanzmarkt eigentlich grundsätzlich funktioniert, wie er sich entwickelt hat und wo die Probleme liegen, die im Moment gar nicht wirklich von der Politik in Angriff genommen werden.
Ich hätte nie gedacht, dass ich ein Buch zu so einem Thema mal so spannend finden würde!
Kann ich ebenfalls nur weiterempfehlen!
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert, lehrreich und amüsant, 26. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Weltvernichtungsmaschine - Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise (Broschiert)
Stefan Frank hat in seinen lesenswerten Wirtschaftsartikeln in der Zeitschrift "Konkret" bereits vor Jahren eine Krise vorhergesagt. Das vorliegende Buch beschränkt sich aber nicht auf ein "Ich hab's euch ja gesagt", sondern geht darüber hinaus: vielmehr macht der Autor deutlich, dass die Notwendigkeit einer Krise eigentlich jedem Betrachter augenscheinlich sein müsste, wenn er nur ein wenig nachdenkt. Sehr verständlich und oft mit einem ironischen Unterton wird aufgezeigt, dass Finanz- und Wirtschaftskrisen nichts Neues, sondern eine zwangsläufige Erscheinung des kapitalistischen Wirtschaftssystems sind. Obwohl ich für Wirtschaftsliteratur nie viel übrig hatte, hat mir das Lesen dieses Buchs viel gebracht und außerdem auch noch Spaß gemacht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch zum Thema!, 19. Oktober 2010
Von 
Michael Savoric (Kaiserslautern, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Weltvernichtungsmaschine - Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise (Broschiert)
Die Geschichte der Finanzindustrie ist voll von warnenden Beispielen - jedoch hat das keinen der im Finanzsystem arbeitenden und kräftig daran verdienenden Menschen interessiert. Anstatt aus den Krisen der Vergangenheit zu lernen, sind noch komplexere Finanz"produkte" entstanden. Mit der Folge, dass nun auch ganze Staaten faktisch pleite sind, um den Banken mittelfristig beizustehen. Langfristig wird sich das jetzige System sowieso nicht halten können.
Aus dem Buch nehme ich folgende (banale) Wahrheiten und Aussagen mit:
* Niemand kann in die Zukunft sehen. Auch finanzmathematische Modelle können das nicht.
* Risiken lassen sich auf Dauer nicht aus der Welt schaffen, sie können nur zeitweise mehr oder weniger geschickt kaschiert werden.
* Kreditversicherungen taugen nichts, wenn der Versicherer nicht zahlen kann (jeder Bürge eines Kleinkredits wird weitaus intensiver durchleuchtet als ein institutioneller Bürge wie AIG bei Milliardenkrediten).
* Die Meinungen von Rating-Agenturen sind - wenn es wirklich darauf ankommt - nichts wert.
Und aus diesen Zutaten besteht dann das System, indem die "Masters of the Universe" ganze Volksvermögen vernichten können und dafür von manchen Zeitgenossen (Politiker!) noch hofiert werden.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfache Einsicht in unsere Finanzkrise, 16. November 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Weltvernichtungsmaschine - Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise (Broschiert)
in Zeiten der political correctness, in der es zum guten Ton gehört, in schöne Worte verpackt zu schwindeln, ist dieses Buch ein Lichtblick. Es ist kurz, klar und vernünftig geschrieben, nennt die Dinge beim Namen und hinterlässt beim Leser den Eindruck, die gegebenen Zusammenhänge verstanden zu haben.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für alle, die den Kapitalismus und seine Auswirkungen verstehen wollen!, 28. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Weltvernichtungsmaschine - Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise (Broschiert)
Dieses Buch ist sehr hilfreich, wenn man das globale Wirtschaftssystem verstehen möchte. Es wird verdeutlicht, mit welchen Tricks das Wirtschaftssystem aufrechterhalten wird und wie so ein scheinbarer gesellschaftlicher Wohlstand geschaffen wird, der aber ein fragiles Kartenhaus darstellt. Sobald eine tragende Säule wegbricht, stürzt jenes Kartenhaus ein.

Durch das Buch entwickelt man ein Verständnis für die Mächte des Kapitalismus, kann wirtschaftspolitische Entscheidungen besser nachvollziehen und lernt, diese zu tolerieren anstatt darüber seinen Unmut zu äußern.

Letztlich kann das Buch dazu beitragen, dass der Leser zur Einsicht gelangt, in Zukunft moderater mit den globalen Geldreserven umzugehen, um so das siechte Wirtschaftssystem nicht weiter zu belasten, sondern zu seiner Gesundung beizutragen. Eventuell ein Tropfen auf den heißen Stein - aber wenigstens ein Anfang!

Kurz gesagt: Absolut empfehlenswert!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Geschichte der Finanzkrise, 17. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Weltvernichtungsmaschine - Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise (Broschiert)
Ich habe Stefan Franks Bücher "Die Weltvernichtungsmaschine" von 2009 und sein neues Buch "Kreditinferno" (Dezember 2012) direkt nach einander gelesen. Beide sind unterhaltsam und lehrreich, wobei es in der "Weltvernichtungsmschine" vielleicht mehr absurde und komische Zitate der Krisenprotagonisten gibt, während "Kreditinferno" mehr theoretischen Hintergrund enthält und mehr über die jüngsten Entwicklungen (was ja auch logisch ist, das Buch ist ja neuer ;-)). Es lohnt sich in jedem Fall, beide zu lesen. Die "Weltvernichtungsmaschine" als Panorama der Finanzkrise, mit vielen O-Tönen und einer interessanten Darstellung der Finanzmärkte seit den 1970er Jahren. Die "finanzielle Revolution" (ein Begriff aus dem Buch) begann mit der Abschaffung der Goldbindung und der Freigabe der Wechselkurse. Das Chaos, das daraus entstand, verlangte nach Lösungen, die wieder neue Probleme schufen: die "neuen Finanzinstrumente" wie ABS, CDS und die ganze Buchstabensuppe stand am Ende einer evolutionären Entwicklung. Hellsichtig erscheint im Rückblick die Bemerkung des Autors, wonach die "Rettungsschirme" niemals enden, sondern neue Krisen verursachen werden. Was ich über Stefan Franks neues Buch "Kreditinferno" zu sagen habe, habe ich dort geschrieben.
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Die Weltvernichtungsmaschine - Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise
Die Weltvernichtungsmaschi
ne
von Stefan Frank (Broschiert - Juli 2009)
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