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5.0 von 5 Sternen Europäische Zeitgeschichte und Roadmovie
Ein ganz besonderes Buch, dieses kleine, mit dem aufmerken lassenden Titel. Eine besondere Art und Weise, aktuelle europäische Konflikte, die in Deutschland oft nicht beachtet wurden und werden (die Medien tun ihr Teil dazu), die tiefe Wurzeln haben und Berührungspunkte mit unserer, deutschen, Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Spanien Francos war es,...
Veröffentlicht am 17. März 2009 von Klaus

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rebellenromatik
Raul Zelik, der heute als Drehbuchautor, Journalist und Schriftsteller in Berlin lebt, ist ein reisefreudiger Zeitgenosse. Nach Südamerika, Spanien und ins Baskenland unternahm er mehrfach ausgiebige Reisen. Studiert hat der 1968 in München geborene Weltenbummler Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik. Sein Debüt als Autor liegt schon einige Jahre...
Veröffentlicht am 12. Januar 2009 von F. Martin


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Europäische Zeitgeschichte und Roadmovie, 17. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Der bewaffnete Freund (Gebundene Ausgabe)
Ein ganz besonderes Buch, dieses kleine, mit dem aufmerken lassenden Titel. Eine besondere Art und Weise, aktuelle europäische Konflikte, die in Deutschland oft nicht beachtet wurden und werden (die Medien tun ihr Teil dazu), die tiefe Wurzeln haben und Berührungspunkte mit unserer, deutschen, Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Spanien Francos war es, dass einer legalen aber unliebsamen Republik den Garaus machte, unter Folterungen und Massenerschiessungen ein Regime der Tyrannei durchsetzte, was von Hitler gern gesehen wurde und was auch nach dem Krieg die deutsche Wirtschaft (und die erlaubende Politik) nicht davon abhielt, mit der Diktatur gute Geschäfte zu machen.
Eine Diktatur, die die älteste, noch gesprochene Sprache Europas verbieten liess - das Baskische, Euskera genannt (sprich: E-Uskera)- man schätzt, seit sieben bis acht Jahrtausenden komunizier(t)en die Bewohner längs der Pyrenäen in dieser Sprache, heute durch die in der Vergangenheit erlittene Verfolgung und Ilegalisierung begrenzt auf den baskischen Teil Spaniens, etwas im Norden der Pyrenäen, in Frankreich, und noch weniger in Navarra, von den Basken reklamierte Kernprovinz des kulturellen Baskenlandes, politisch zerlegt und geteilt in verschiedene Staatshoheiten.
Warum ich so weit aushole - weil vor diesem Hintergrund das Buch auf intime und selbstverständliche Weise uns teilhaben lässt an der Reise eines (nicht mehr ganz so jungen) deutschen Mannes zuerst nach Bilbao und dann quer durch die iberische Halbinsel, der eine verlorengegangene Freundschaft wiederfindet und eine Reise erlebt, die ihn auch in die Vergangenheit der Menschen, die sich als "Baskischsprechende" bezeichnen, führt und sein Verhältnis zu seinem alten Freund - diesem bewaffneten Freund - bis zum Zerreissen spannt.
Ein Buch ohne Action, die man vielleicht bei diesem Titel erwarten könnte, aber ein spannendes, dramatisches Buch, interessant gestaltet mit Rückblicken und historischen Details, was den Leser einen Teil europäischer Zeitgeschichte unter einem sehr persönlichen Blickwinkel erleben lässt.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Buch!, 31. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Der bewaffnete Freund (Gebundene Ausgabe)
Ich bin über die FAS-Rezension über dieses Buch "gestolpert". Und ich muss sagen der positive Eindruck der FAS hat auch mich erfasst.
Wer sich für Europa im allgemeinen und Spanien im speziellen interessiert, wer sich für Politik und Problemfelder interessiert, wer gerne interessante Sachthemen verknüpft mit einem spannenden und sympathischen Roman und einer sympathischen Hauptfigur zusammen konsumiert, der ist hier genau richtig!

Daumen hoch für den Autor - ich bin froh mal wieder einen solch schönen Roman lesen zu dürfen (bin nämlich noch nicht ganz fertig ;-)).
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewaffnetes Buch..., 11. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Der bewaffnete Freund (Gebundene Ausgabe)
In einem Satz gesagt: Ein sehr spannendes, und trotzdem relevantes Buch, auch politisch informativ, aber nie langweilig, sodass ich es in wenigen Tagen verschlungen habe.

Es erzählt die Geschichte eines deutschen Studenten(?), der im Ausland eine Studienarbeit schreiben will, und dabei seine alten, freundschaftlichen Kontakte ins Baskenland auffrischen lässt. Einer seiner Freunde von damals hat sich mittlerweile zu einem Terroristen entwickelt und bittet ihn über Umwege um eine Autofahrt quer durch Spanien, wodurch sich eine Mischung aus Politikthriller und Roadmovie entwickelt, in iberischer Landschaft und deutscher Denkweise geschildert.

Als neu in Katalonien wohnhafter Deutscher hat das Buch mir Zugang verschafft zum Verständnis der Geschichte und Motivation des spanischen Lokal-Separatismus, was mir vorher unmöglich war. Wer, wie ich, nur ein abfälliges, europäisch-globalisiertes Lächeln für diese Leute übrig hat, dem sei dieses Buch empfohlen. Neben der spanischen Staatspolizei- und Einwanderungs-Problematik, wird hauptsächlich beschrieben, wie der baskische Terrorismus auf menschlicher Ebene funktioniert.

Man könnte kritisieren, das dies nur auf vollkommen subjektivem Niveau geschieht, praktisch ohne differenzierte Hinterfragung der Argumente oder Parolen. Aber genau so sieht die Entwicklung extremer Gruppierungen ja auch aus, ohne diese Zutat wäre das Buch nicht so authentisch und nachvollziehbar. Wer diese notwendige Zutat jedoch akzeptieren kann, sollte sich der spannenden Erzählung hingegeben können und wird sich auf unterhaltsame Weise weiterbilden, ohne die Ansichten zwangsweise übernehmen zu müssen.

Ein negativer Punkt, fand ich, ist, dass doch allzuviel Werbung betrieben wird für die Übersetzung eines baskischen Romans, an der R. Zelik mitgewirkt hat, und das praktisch alle fünf Seiten etwas aufdringlich zitiert wird. Naja, kann man aber anderseits auch nachvollziehen, denn wer soll sonst die Publicity für den (untergetauchten) baskischen Autoren unternehmen?
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Rebellenromatik, 12. Januar 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der bewaffnete Freund (Gebundene Ausgabe)
Raul Zelik, der heute als Drehbuchautor, Journalist und Schriftsteller in Berlin lebt, ist ein reisefreudiger Zeitgenosse. Nach Südamerika, Spanien und ins Baskenland unternahm er mehrfach ausgiebige Reisen. Studiert hat der 1968 in München geborene Weltenbummler Politikwissenschaft und Lateinamerikanistik. Sein Debüt als Autor liegt schon einige Jahre zurück. 1997 erschien sein Roman "Friss oder stirb". Mit seinem 2005 erschienen Roman "Berliner Verhältnisse" stand er sogar auf der Longlist für den "Deutschen Bücherpreis".

Mit seinem jüngsten Roman "Der bewaffnete Freund" aus dem Jahre 2007 hat er es nicht auf die rund 20 Titel umfassende Auswahlliste für den begehrten deutschen Literaturpreis 2007 geschafft - wie auch die deutsche Literaturkritik insgesamt mit Zeliks schmalen Roman nicht viel anzufangen wusste. "Der bewaffnete Freund" eröffne laut "Süddeutsche Zeitung" (11.10.07) eine "fragwürdige Gewaltdiskussion". Zudem sei der Roman erzählerisch und sprachlich ziemlich grob gestrickt". "Die Tageszeitung" (03.08.07) will eine Schwarz-Weiß-Zeichnung der Charaktere festgestellt haben und zeigt sich erbost darüber, dass Zelik einen Jürgen Habermas "literarisch veralbert". "Die FAZ" (24.08.07) hingegen lobt "die Balance zwischen dem Dokumentarischen und der eigenen Kraft", die der Roman entfalten würde. Allein die eingestreuten prosaseminaristischen Exkurse müsse der Leser "verkraften". Trotzdem stellt die "FAZ" wohlwollend fest, dass mehr von dieser Art Literatur nicht schaden könne.

Die Handlung, teilweise auf authentische Charaktere und Begebenheiten basierend, spielt im spanischen Baskenland. Hier herrscht der Ausnahmezustand: Terroranschläge und Polizeifoltern gehören zum schrecklichen Alltag. Max, Mitte dreißig, reist mit seinem Geliebten wegen eines Forschungsprojektes in die Region - ein Trip auch in die eigenen Vergangenheit. Denn er trifft auf seinen alten Freund Zubieta, der als gesuchter Terrorist und ETA-Anführer schon lange im Untergrund lebt. Max ist hin- und hergerissen, er muss sich entscheiden zwischen Freundschaft und Verrat. Eine 600 Kilometer lange Autofahrt führt die beiden durch Südfrankreich und Spanien bis an die Meerenge von Gibraltar - eine Fahrt zwischen Hoffnung, Sorge und Angst.

Raul Zeliks "Der bewaffnete Freund" macht tatsächlich nicht restlos glücklich. Einerseits weckt Zelik durchaus Empathie für die politische Lage der Basken, andererseits scheint er seinem Plot selbst nicht ganz zu trauen. Aufgesetzte Rebellenromantik und überladene Abenteuerstimmung verdünnen den im Grundsatz gelungenen Plot. Auch schrammt der erregte Ton des Autors bedenklich oft die Nähe zum Kitsch, das Edelmenschentum eines Robin Hoods scheint seinem Hauptdarsteller Max zumindest nicht allzu fern. Aber als "ein angenehmes Gegenmittel zu den erhitzten Debatten um Terrorismus" ("NZZ", 22.08.07) kann der Roman dann doch empfohlen werden. Denn in die allgemeine Panikmache ob der globalen Terrorbedrohung verfällt der Autor glücklicherweise nicht. Zelik weiß um die Realität - die grausigsten Episoden des Terrors schreibt das Leben selbst.
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5.0 von 5 Sternen Freundschaft und Terror, 5. Juni 2013
Von 
Stefan Voggesser (Babenhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der bewaffnete Freund (Gebundene Ausgabe)
In mitreis(s)ender Sprache schreibt der Autor Raul Zelik die Geschichte einer Freundschaft eines jungen Mannes zu einem gesuchten Terroristen.

Schauplatz des Romans ist das spanische Baskenland. Hier gehören Terroranschläge, Folter und Korruption zum grausamen Alltag. Max trifft seinen alten Freund Zubieta (einem im Untergrund lebenden ETA-Terroristen) wieder und unternimmt mit ihm eine Reise durch Südfrankreich und Spanien bis zur Meerenge von Gibraltar. Es ist eine Reise mit Angst vor Verfolgern und dem Entdecktwerden, aber auch eine Reise mit Hoffnung und einem gemeinsamen Weg zweier Freunde.

Das "open end" lässt dem Leser noch Raum, die Reise in Gedanken weiterzuführen.

Sehr zu empfehlen.
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Der bewaffnete Freund
Der bewaffnete Freund von Raul Zelik (Gebundene Ausgabe - 10. Mai 2007)
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