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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Juli 2007
Der Titel des Buches deutet es schon an, dass es sich nicht um eine gemütliche Kulturgeschichte handelt. Im Gegenteil, es geht um die jüngste blutige Vergangenheit der geteilten Insel und um die politisch-historischen Wurzeln des so genannten Zypernkonflikts, die man getrost im Niedergang des Osmanischen Reiches und in der Einverleibung der Insel in den Einflussbereich des britischen Imperiums suchen kann. Die großen Reiche kannten keinen Nationalismus, diese politische Pest des 19.Jahrhunderts, die leider immer noch nicht erledigt ist und den europäischen Einigungsprozess so schwierig macht.
Dass nicht alles so einfach ist, wie man es für gewöhnlich in den Medien dargestellt findet zeigt Gülbeyaz in seinem immens faktenreichen und gut recherchiertem Buch, nach dessen Lektüre man sich einen eigenen Reim auf die Ereignisse machen kann. Es ist in guter journalistischer Tradition objektiv. Es betrachtet die gegenwärtige Konstellation, um sie in ihrem Zustandekommen akribisch zu rekonstruieren. Da wird die türkische Invasion und die Teilung der Insel betrachtet und wie es dazu kommen konnte. Es wird offenbar, dass die einfachen Leute vom Land und der so genannte Mann von der Strasse kein Problem im Zusammenleben der Volksgruppen sah. Es waren die Mächte von außen, die Großmächte und die Besatzer, die Briten, die den Nährboden für den Konflikt bereiteten. Dazu kamen und kommen die von Griechenland und der Türkei geschürten nationalistischen Umtriebe. Gülbeyaz gelingt es, diesen heillos verwickelten Konflikt, der in seinen Wurzeln bis ins 19.Jahrhundert zurückreicht, gut verständlich und spannend nachzuzeichnen.
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