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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Der "Held" ohne Namen kehrt zurück,
Rezension bezieht sich auf: Driver: Roman (Gebundene Ausgabe)
Neo-Noir Krimi im Stile der anonymen Krimihelden der dreissiger und vierziger Jahre.Ich muss - trotz regen Krimikonsums - gestehen, der Autor war mir neu. Der Titel "Driver" und der kurze Klappentext erinnerte mich an den gleichnahmigen Film mit Ryan O'Neal und Isabelle Adjani. Obwohl eine andere Geschichte scheint die Figur des Titelhelden davon inspiriert. Wer den Film kennt, vor dessen geistigen Auge tauschen immer wieder Szenen des Films beim Lesen auf. Der Inhalt ist schnell erzählt: Ein Stuntman für Autostunts in Hollywood, ohne Vergangenheit und langfristige menschliche Bindungen, fährt für Überfälle unterschiedlicher Gangster die Fluchtwagen. Bei einem fingierten Raubüberfall geht etwas schief. Er will die Beute seinen Verfolgern zurückgeben und in Ruhe gelassen werden. Die Gegenseite hält sich nicht an ihr Versprechen, und der namenlose Held muss sich rächen, um seinen äußeren Frieden zu finden. Die kurze Geschichte mit 160 Seiten ist nicht kontinuierlich erzählt, sondern gewinnt ihre Spannung aus verschiedenen Teilgeschichten, die kapitelweise auf verschiedenen Zeitebenen miteinander verschachtelt sind und erst in den letzten Kapiteln zusammenlaufen. Der Fortgang der Handlung wird hauptsächlich durch lakonische Dialoge statt durch eine actionsreiche Erzählweise getragen. Der Ende erlaubt Fortsetzungen mit diesem "Titelhelden", die sich auch in den letzten Sätzen des Buches ankündigen. Das Buch ist für den Krimiliebhaber mit Vorliebe für hard-boiled Charaktere wie geschaffen. Man kann und sollte es am Stück lesen, weil ansonsten leicht den Faden verloren geht. Das Buch macht jedenfalls Lust auf andere Bücher des Autors; Hinweise hierzu gibt es auf der Autoren-homepage. Zur Ergänzung einfach mal wieder in die Videothek gehen und sich "Driver" von vor ca. 25 Jahren ausleihen. Wie gesagt - die Geschichte ist eine andere, die Charaktere nicht "verwandt", aber bestimmt "verschwägert" Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Abgefahren,
Von JL "JL" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Driver: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Krimi des Jahres 2007. Ein Profi-Fahrer für Stunts und mittelschwere Überfälle gerät wegen eines dumm gelaufenen Jobs auf die Abschussliste der Mafia. Allerdings beißt die sich dann die Zähne an Driver aus.Der kurze Roman ist in einer Art "Rondo-Schnitt" erzählt: Ganze Szenen wiederholen sich fast wortwörtlich, biografische Rückblicke werden scharf in den Gang der rasanten Handlung geschnitten. Das ergibt einen sehr schönen, melancholischen Sound. Obwohl das Buch extrem kurz ist - man kann es locker an einem Abend lesen - blättert sich da doch ein Leben als Ganzes auf. Sehr gelungen. Höhepunkt ist das Gespräch zwischen Driver und dem verbleibenden Obermafiosi, das mit wenigen Zeilen einige hundert Zeilen Sartre in den Schatten stellt. Driver als jemand, der sich völlig autonom selbst erfindet. Er ist Fahrer - nicht mehr und nicht weniger - als Person völlig im Einklang mit seiner Funktion. Das dieser Einklang nicht gestört wird, ist auch die Bedingung für jeden Job, den er annimmt. Erst als das nicht mehr stimmt, laufen die Dinge aus dem Ruder. Der Schluss lässt auf eine Serie hoffen. Fast klingt da eine Art verquerer Märchenton an. Hier ist etwas, was man von diesen amerikanischen hard boileds gar nicht kennt: Romantische Ironie. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
DIE RENAISSANCE DER SCHWARZEN SERIE,
Rezension bezieht sich auf: Drive: Roman (Taschenbuch)
DRIVER ist ein origineller in knapper Sprache gehaltener temporeicher Thriller, der sehr an die Schwarze Serie aus den 30er und 40er Jahren des letzten Jahrhunderts erinnert.DIE STORY: DRIVER, Hauptprotagonist ohne Namen und Einzelgänger, ist - wie der Name schon sagt - Fahrer. Er ist darauf spezialisiert, bei Coups das (Flucht-) Auto zu fahren. Er ist der Beste auf dem Markt! Er verwahrt sich - aus Eigenschutz - davor, Details über die einzelnen Coups und über die Höhe der angestrebten Beute zu erfahren. Er bietet seine Job für ein festes Honorar an. Beim letzten Coup ist etwas schief gelaufen. Sie müssen verpfiffen oder reingelegt worden sein. Von dem Überfall kommt nur das weibliche Bandenmitglied zum Fluchtauto zurück. Auf der Flucht stellt sich dann heraus, dass die Beute um ein Vielfaches höher ausgefallen ist, als angeblich zu erwarten war. Es muß sich um heißes Geld handeln, das zudem wohl auch noch der Mafia gehört. DRIVER ist klar, dass die Mafia das nicht auf sich sitzen lassen wird, sodern gnadenlos ihr Geld und die Täter jagen wird. Er sieht nur eine Chance aus der Sache so gut es geht wieder rauszukommen: er dreht den Spieß um und wird vom Gejagten zum konsequenten Jäger ... FAZIT: Atemberaubend und Klasse! Hatte ich in meinen Rezensionen zu den Krimis von DECLAN HUGHES über dessen Detektiv ED LOY schon darüber geschwärmt, dass sie im Stile der Schwarzen Serie sind, gilt dies für DRIVER erst recht. Auch JAMES SALLIS reiht sich hier in die Tradition HAMMETTs und CHANDLERs ein. Wie einst SAM SPADE oder PHILIPP MARLOW droht DRIVER im Netz (organisierter) Kriminalität unter zu gehen. Standen SPADE und MARLOW - als Detektive - damals wenigstens nach außen hin noch auf der legalen Seite, geht JAMES SALLIS hier noch einen Schritt weiter und siedelt seinen Protagonisten von vornherein auf der kriminellen Seite an. Dass dieser dann selbst Opfer krimineller Machenschaften wird, spiegelt die heute weiter zugenommene Verflechtung und Verunsicherung wider; Verlaß ist heutzutage auf nichts und niemand mehr. Ein ausgesprochen lesenswertes kleines (160 Seiten) Buch, dass aus dem Einheitsbrei der Krimiflut positiv hervorzuheben ist. Viel Spaß und Spannung beim Nachlesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein perfektes Lesevergnügen,
Von Krimistars (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Drive: Roman (Taschenbuch)
Kein Wort zuviel, keines zuwenig. Ein Held, der keiner sein will, und eine Blondine, mit der die ganzen Probleme anfangen. Als Kulisse die heruntergekommenen Motels und zwielichtigen Bars von L. A..Driver ist der beste Stuntfahrer, den man in Hollywood kriegen kann. Und manchmal fährt er bei Raubüberfällen den Fluchtwagen, obwohl ihn das gar nicht so richtig interessiert. Genauso wenig wie die Hollywoodfilme. Eigentlich will er nur fahren. Aber dann läuft einer dieser Überfälle schief, und Driver findet sich in einem schäbigen Motel in Arizona wieder, mit mehreren Leichen im Zimmer und einer Tasche voller Geldscheine. Eigentlich sollte auch er tot sein, denn der Raubüberfall war eine abgekartete Sache... Driver von James Sallis ist ein fesselnder, atmosphärisch dichter und zugleich virtuos erzählter Kriminalroman, eine Hommage an den klassischen Roman noir. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Was langweilig ist, wird nicht erzählt: Kein Wort zu viel,
Von Lord Jickledy (Berlin unterm Dach) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Driver: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Vorlage des herausragend guten Films. James Sallis pflegt weiterhin seine sehr elliptische Erzählweise, die es verhindert, den Personen allzu nahe zu kommen. Fast eine Versuchsanordnung: Schicksal, das Leben, der Mensch kann halt nicht anders. Kein Wort zu viel. Was langweilig ist, wird nicht erzählt. Dieser Roman ist ein auf das mythische Einzelgänger-Grundgerüst heruntergehungerter Asphalt- und Gangsterthriller ohne Thrill. Aber große Kunst!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Gute Haltungsnoten beim Überschlag und in der Verfolgung,
Rezension bezieht sich auf: Driver: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der amerikanische Thriller spielt auf der Straße, in Motels, führt abgehalfterte Gangster zusammen, mitten drin einen Helden, der irgendwie mit dem Leben zu Recht zu kommen versucht. James Sallis gelingt der Kunstgriff Fiktion und Realität miteinander zu verschränken, indem er die Geschichte eines Stuntmans erzählt, dessen eigentliches Leben darin besteht, für den Film die halsbrecherischen Sekunden herauszuholen, die einen Actionstreifen seine besondere Brisanz liefern.Daß sein privates Leben dabei vielmehr Spannung abliefert, er ein Doppelleben als Fluchtfahrer führt, den nur interessiert, wie viel er verdient, wohin die Reise geht und nicht, wie Plan aussieht, ist pure Ironie. Der bessere Film spielt sich im Leben ab. Mögen die Stunts vor der Kamera noch so gewagt sein. Sallis schneidet seine Kapitel kurz, filmisch, wie Szenen. Sein Tempo ist atemberaubend. Er braucht nicht viele Seiten, um seine Geschichte zu erzählen, und trotzdem hat man das Gefühl, mehr gelesen zu haben. Was daran liegt, daß Sallis auf das schmückende Beiwerk verzichtet, das anderen Thrillern die Luft nimmt. In Rückblick und Gegenwart setzt Sallis das Leben seines Drivers zusammen, ödet einen Leser nicht mit Sozialkritik an, sondern zeigt den American Way of Life abseits des gesicherten Einkommens. Jeder ist sich der Nächste. Und im guten amerikanischen Sinn glaubt auch jeder, daß er es schaffen wird. Meisterhaft in der Charakterzeichnung, überzeugend im Plot, überraschend und subtil zugleich. Selten ist das Leben eines Überlebenden auf der letzten Seite so vollendet mit einem Satz abgeschlossen worden. Sallis kann schreiben. Wir sollten ihn lesen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Unfassbar anders!,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drive: Roman (Taschenbuch)
Ich habe zuerst den Film gesehen und mir dann das Buch gekauft. Und hier hat sich das mal richtig gelohnt. Es handelt sich nämlich um zwei komplett verschiedene Paar Schuhe. Zwar war ich erst verwundert bzw. enttäuscht, wie unterschiedlich beides ist. Im Nachhinein finde ich das aber richtig gut. Wo No Country For Old Men 1:1 umgesetzt wurde, wurde hier die künstlerische Freiheit genossen. Von mir gibt es die volle Punktzahl
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5.0 von 5 Sternen
wie einen guten Film schauen,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Drive: Roman (Taschenbuch)
Knappe kurze Sätze - ein Sprache, die nicht jedem gefällt, mir aber sehr gut. Das Buch liest sich wie ein Darkmovie, der Held ist keiner und ist es doch.
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5.0 von 5 Sternen
Top 10 Anwärter im Bereich Drive-Literatur,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Driver: Roman (Kindle Edition)
Absolutes Muss, Verfilmung zwar anders, aber genauso genial. Driver II muss sich erst noch bewähren.. Ansonsten guter Filmtip in die Richtung: Bellflower!
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5.0 von 5 Sternen
Klasse Buch,
Von Christian Scheid "Chris" (45525 Hattingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Drive: Roman (Taschenbuch)
Ein sehr spannendes und unterhaltsames Werk. Nicht zu lang und nicht zu kurz. Mich hat das Buch voll und ganz in seinen Bann gezogen. :-)
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Driver: Roman von James Sallis (Gebundene Ausgabe - 20. August 2007)
EUR 16,90
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