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Das Sein und das Ereignis
Format: TaschenbuchÄndern
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8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Oktober 2006
Dieses Buch behandelt die spannende und interessante These: Ontologie ist Onto-Logik. Es verbindet Erzählungen aus der Philosophie mit solchen aus Mathematik und Literatur.

Diese Texte helfen mir anders als Lacan, oder über ihn hinaus, beim Verstehen von Zuständen und Daseinsformen 'jenseits des Lustprinzips` wie beispielsweise Angst oder Psychosen.

Obwohl einzelne Textstellen begrifflich wenig konzise gefasst und daher verwirrlich sind, dient mir dieses Buch, mehr noch als Bücher von Deleuze, Derrida, Nancy oder gar Agamben, als theoretisches Arbeitsbuch für meine praktische Tätigkeit.

Deshalb gebe ich ihm die maximale Punktzahl: *****

Andreas.Braendli@hin.ch
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9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. März 2012
Ein Kritiker dieses Buches darf eine Sache auf keinen Fall vergessen: Er muss den Leser vor dem Kauf warnen. Alain Badiou ist vor allem als Philosoph bekannt, als linker Philosoph sogar, und das zieht natürlich Leser an, die selbst meinen linke Philosophen zu sein. In diesem Buch, das wohl eine Art Hauptwerk sein soll, geht es aber vornehmlich um Mathematik. Und zwar nicht nur um Mathematik als solche, also von einer philosophischen Ebene her betrachtet, sondern Badiou geht in die Vollen. Es wimmelt nur so von mathematischen Formeln. Die Zeichen, die in diesem Buch verwendet werden, kann ich in meiner Tastatur hier gar nicht eintippen. Das nur mal als Einleitung, damit hinterher keine Klagen kommen. Wer liest also dieses Buch? Die deutschen Großkritiker lesen es nicht. Entweder es ist ihnen zu schwierig oder sie kommen vor lauter Pizzaausfahren nicht dazu. Dabei ist das Buch gar nicht so schwer zu verstehen. Natürlich kann man dem Franzosen seine mathematischen Orgasmen nicht streitig machen, es sei denn man ist Mathematiker im achten Semester, aber es kommt ja auch nicht auf die Formeln an, sondern auf die Ergebnisse, die man in normaler Wortsprache verhandelt. Und diese Konklusionen sind natürlich nicht allzu originell, denn gesagt und gedacht wird ja schon ziemlich lange und es ist nicht leicht noch etwas neues hinzuzuerfinden. Da hätten wir also erst mal den Grundgedanken, der da besagt, dass die wahre Ontologie, also die echte Seinslehre, schlicht und ergreifend die Mathematik sei. Das ist nun wirklich nichts neues. Wer Per Anhalter durch die Galaxis" kennt, weiß schon lange, dass die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens 42 ist. Nun ja, die Mathematik also. Das kann man vielleicht sogar noch durchgehen lassen, schließlich wird heute alles Menschliche in Zahlen umgerechnet. Aber dann kommt der erste Haken. Badiou nimmt aus dem riesigen mathematischen Universum ausgerechnet die Mengenlehre her, um die Welt zu erklären, dabei haben wir doch schon in der Grundschule von unseren Eltern gehört, dass die Mengenlehre ein Schmarrn" sei. Warum ausgerechnet die Mengenlehre? Wer entscheidet das? Ist Alain Badiou, der auch Mathematik studiert hat, in diesem Fach nur besonders gut? Man weiß es nicht. Aber gut, wir wollen nicht allzu kleinlich sein. Diese Mengenlehre hat es wider Erwarten wirklich in sich. Denn alles ist Menge. Es gibt kein großes Ganzes, dass nicht von einem noch größeren Ganzen umschlossen sein würde. Und auch das Allerkleinste besteht noch aus unendlich vielen Teilmengen. Daraus folgt, dass weder ein Gott, noch ein Atom existiert, theoretisch natürlich. Und es folgt auch, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, und dass das Proletariat ein besonderer Term" ist, na ja, Sie können sich denken, was daraus noch so alles folgt, wenn sie wissen, dass Badiou bekennender Kommunist ist. Man wird den Eindruck nicht los, dass hier einer unter dem Deckmantel neunmalkluger Mathematik, einfach nur ein paar alte Ladenhüter des politischen Denkens loswerden möchte. Trotzdem ist es ein gutes Buch, dass einen fesseln kann, weil es das Denken eben durch diese Mathematik in gewisser Weise befreit. Und freies Denken ist OK.
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