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53 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Welche Übersetzung wäre zu empfehlen
Ich kenne 5 Übersetzungen von Heart of Darkness und habe sie alle anhand einzelner Passagen miteinander und auch mit dem Originaltext verglichen: Ich empfehle die Übersetzung von Manfred Allié (Fischer Klassik), der es versteht den heiklen Text stimmungsvoll und immer wieder sehr treffend in ein zeitlos anmutendes Deutsch ohne befremdende Archaismen oder...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2012 von Amazon Customer

versus
132 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nur eine brauchbare Übersetzung erhältlich!
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Absolut gleichzustellen mit Camus "glücklichem Tod", sprachlich perfekt und stilsicher, leider nur in der richtigen Übersetzung. Und die gibt es leider nur als Reclam-Heft. Wer einmal das englische Original gelesen hat, wundert sich über den brillianten und ausgefeilten Stil des...
Am 28. November 2000 veröffentlicht


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53 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Welche Übersetzung wäre zu empfehlen, 22. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Herz der Finsternis (Taschenbuch)
Ich kenne 5 Übersetzungen von Heart of Darkness und habe sie alle anhand einzelner Passagen miteinander und auch mit dem Originaltext verglichen: Ich empfehle die Übersetzung von Manfred Allié (Fischer Klassik), der es versteht den heiklen Text stimmungsvoll und immer wieder sehr treffend in ein zeitlos anmutendes Deutsch ohne befremdende Archaismen oder Stilbrüche zu verzaubern und an sprachlicher Schönheit die für mich beste Version liefert. Die Übersetzung von Daniel Göske (Reclam) ist sehr gediegen und mit einem Hang zu literarisch und altertümlich anmutender Wortwahl. Hin und wieder wirkt das ein wenig verkrampft, vielleicht weil bereits der Originaltext komplex gebaute Strukturen besitzt und keine weiteren Komplikationen verträgt. Da und dort ist im deutschen Text auch ein unbekömmlcher Hauch von Anglizismen zu spüren. Die Übersetzung von Urs Widmer (Haffmann Verlag) beweist für mich nur, dass nicht jeder Autor immer auch ein begnadeter Übersetzer sein muss. Der Text liest sich flüssig, manchmal sogar etwas schnoddrig, was gar nicht dem Original entspricht. Die Übersetzung nimmt sich manchmal Freiheiten, die über das Original hinausgehen und dort einfach nicht vorkommen, andererseits finden sich auch Sinnfehler und Stilbrüche, die die Stimmung zerstören. Die 4.Übersetzung ist die von Ernst W. Freissler, somit die älteste Übersetzung aus meiner Auswahl. Wenn man den Originaltext nicht kennt, wird man nicht merken, dass einige Stellen einfach ganz ausgelassen wurden und ausserdem einzelne Details fehlen. Wer sich damit abfinden kann bekommt einen ganz lesbaren deutschen Text ohne Extravaganzen aber auch ohne Raffinesse (Verlag Anaconda). Die Übersetzung von Sophie Zeitz (DTV) gefällt mir, weil sie einen modernen Tonfall vorlegt und trotzdem geschickt alle Nuancen im Original wahrt. Die Übersetzerin hat zahlreiche moderne Jugendromane aber auch Krimis aus dem Englischern übertragen und geht mit der gleichen Unerschrockenheit auch an eine Ikone wie Joseph Conrad und seinen Kultroman heran. Das Ergebnis gibt ihr recht und ist die richtige Wahl, wenn man einfach eine gut lesbare spannende Übersetzung möchte. Nichts für Literaten oder Literaturfreaks vielleicht, aber genau das richtige für den vom Literaturbetrieb unbelasteten modernen Leser.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anstrengend, 3. Juni 2007
Schon seit seiner Kindheit träumt der junge Marlow davon, die letzten weißen Flecken der Landkarte zu erforschen. Durch gute Beziehungen wird er schließlich trotz seiner geringen Erfahrung Kapitän auf einem Dampfschiff, das tief in den afrikanischen Urwald fahren soll. Dort angekommen stößt der junge Mann auf ein groteskes Tollhaus der Kolonialisierung, unorganisierte Lager, skurrile Landsmänner, die nichts tun als Intrigen gegeneinander zu schmieden, unsinnige Arbeiten und vor allem auf leidende unterdrückte Eingeborene. Marlowe, ein rationaler, realistischer Mann reagiert darauf mit Unverständnis und Ironie. Beeindruckt von der Größe, der Ursprünglichkeit und der Gewalt des Urwaldes macht er sich trotzdem auf in die Tiefen der Wildnis um den geheimnisvollen Kurtz zu finden, der sich hier sowohl mit seinem äußerst erfolgreichen Elfenbeinhandel, als auch mit seiner Abgeschiedenheit einen Namen gemacht hat. Doch was er findet ist ein Mensch, dem das Gefühl für Menschlichkeit abhanden gekommen ist.

Kein Lichtstrahl dringt durch die dunkle Stimmung, die Conrad hier erzeugt, durchtränkt von schweren dunklen Adjektiven ist der Text kontinuierlich beklemmend und unheilvoll, nur selten unterbrochen von bissigen und ironischen Kommentaren des Erzählers angesichts der makaberen Zustände im Urwald (zweifellos eine Kritik an der Kolonialisierung).

Dadurch, dass äußere Dinge meist nur skizzenhaft beschrieben werden und die Handlung zuweilen vom Erzähler unterbrochen wird, um an anderer Stelle fortzufahren, bekommt seine Geschichte, die eher anmutet wie ein Alptraum als die Realität, etwas Wirkliches. Hält man sich beim Lesen des Buches vor Augen, dass Conrad hier seine eigenen Erlebnisse als Seemann schildert und aufarbeitet, gewinnt es nochmal an Schrecken dazu.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise ins Grauen, 9. Juli 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Herz der Finsternis (Taschenbuch)
In der Gestalt des Marlow, der in nächtlicher Stille von seinen Erlebnissen während einer Flussfahrt landeinwärts auf dem Kongo erzählt, betrachtet man die dunklen Abgründe der eigenen Seele. Von einem nicht näher konkretisierbaren Sog einer unbekannten Kraft wird man jeden Augenblick näher in das Zentrum des Grauens gezogen. Dort wartet Kurtz, ein kranker, sterbender Mann, der unendlich weit weg von der Zivilisation mit unbekannter Kraft Regeln aufgestellt und durchgesetzt hat. Marlow lässt sich von Kurtz' Faszination in seinen Bann ziehen. Und der Leser auch.
Conrad wird wenig konkret, wenn es um die Beschreibung des Grauens und der Faszination, die Kurtz auf Marlow ausübt, geht. Dennoch weiß der Leser, wovon Marlow spricht. Darin liegt die ungemeine Kraft dieses Buches. Es lässt einen nämlich die dunklen Seiten seiner Seele spüren, ohne sie gleich detailliert ansehen zu müssen.
Eine bestechende Sprache - die deutsche Übersetzung ist überaus gelungen - macht es dem Leser schwer, das Buch wegzulegen, ehe es zu Ende gelesen wurde. Beim Zuklappen des Buches bleibt eine gähnende Leere, eine schwermütige Stimmung.
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132 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nur eine brauchbare Übersetzung erhältlich!, 28. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Herz der Finsternis (Broschiert)
Eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Absolut gleichzustellen mit Camus "glücklichem Tod", sprachlich perfekt und stilsicher, leider nur in der richtigen Übersetzung. Und die gibt es leider nur als Reclam-Heft. Wer einmal das englische Original gelesen hat, wundert sich über den brillianten und ausgefeilten Stil des gebürtigen Polen Conrad. Finger weg von dieser Ausgabe! Reclam oder das Original kaufen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kino für die Ohren. Ganz große Erzählkunst., 15. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Herz der Finsternis (Audio CD)
Die Geo Hörwelten Auswahl ist an sich schon ein Genuß. Aber mit Joseph Conrads -Herz der Finsternis- wird dem Hörer ein besonderer Leckerbissen angeboten. Ein klassischer Erzähler der alten Schule mit einer überbordenden Geschichte von Leid, Glück, Abenteuer und Forscherdrang. Geschrieben in Worten, die auch heute noch berühren und anfassen. Aber gerade da liegt das Problem bei den klassischen Erzählern wie Conrad, Steinbeck, Sayoran oder Hemingway. Der heutige Leser findet oft nur schwer Zugang zur Sprache der großen Schriftsteller. Sicher sieht das bei einer absoluten Leseratte anders aus, aber nicht jeder verschlingt dutzendweise Bücher; schon gar keine Klassiker. Und genau hier setzen die Geo Hörwelten in genialer Weise an. Die alten Geschichten der großen Meister wollen erzählt werden. Okay, man kann sie auch lesen, aber es sind Erzählungen. Und wenn man einen Christian Brückner gewinnen kann, der die Geschichte in einer Art und Weise präsentiert, dass einem jeder Satz ein Bild in den Kopf zaubert, das sich einem die Nackenhaare aufstellen und man das Geräusch der Stromschnellen hört; was will man dann noch mehr?

Der alte Kapitän Marlowe erzählt seinen Freunden von seiner Reise den Kongo hinauf. Dort sucht und findet er den geheimnisvollen Mister Kurtz, der eine Art Phantom unter den Elfenbeinhändlern zu sein scheint. Gerüchte eilen ihm voraus und der junge Marlowe muss seinen ganzen Mut zusammennehmen, um die gefahrvolle Reise zu meistern...

Eine einfache Geschichte, aber erzählt mit Worten, die die Welt still stehen lassen können. Klar, einfach, phantastisch. Wer den Zugang zur Weltliteratur noch nicht gefunden hat, hier kann er es noch einmal versuchen. Sich einfach zurücklehnen, Christian Brückners Stimme lauschen und sich von Joseph Conrad in das dunkle Afrika zur Wende des 19. Jahrhunderts entführen lassen. Eine Reise mit den Ohren, die sie, das kann ich fast versprechen, nie wieder vergessen werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Reise zum bösen Gott, 3. August 2012
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Herz der Finsternis: Roman (Taschenbuch)
Es gibt Bücher, mit denen sich Autoren als Hellseher beweisen. "Ich hatte gewaltige Pläne" erklärt Kurtz, der durch sein Charisma, seine "Stimme", auch ohne die Ausführung dieser Pläne bereits einen Landstrich hat in Gewalt und Chaos versinken lassen. "Er hätte einen glänzenden Führer einer extremistischen Partei abgegeben", wird er am Ende charakterisiert. Und natürlich denkt der Leser von heute dann an Hitler und die anderen durchgeknallten Diktatoren des 20. Jahrhunderts, die Menschen durch ihren Mythos begeistern konnten, um damit ganze Gesellschaften in einen Abgrund des bösen geführt haben. Joseph Conrad allerdings schrieb dies alles schon vor 1899. Da sah jemand klar in der Welt, ahnte, was noch kommen würde.

Aber vielleicht war das auch nicht zu prophetisch, vielleicht waren die Übel des 20. Jahrhunderts eben auch schon im 19. Jahrhundert angelegt. Der Fluss, über den Marlow als Erzähler seiner Nemesis entgegen reist, ist natürlich der Kongo. Vieles, was hier beschrieben wird, ist historisch, entspricht Strukturen und Ereignissen im belgischen Freistaat, dem möglicherweise schrecklichsten Beispiel des europäischen Kolonialismus in Afrika in dieser Epoche. Ein Buch namens "Schatten über dem Kongo" von Adam Hochschild beschreibt diese Zeit, und man kann dieses Buch nur als zusätzliche Lektüre zum "Herz der Finsternis" empfehlen. Das besondere am Autor Joseph Conrad ist, dass er seine Welt gut kannte, zur See gefahren ist er, bevor er zum berühmten Schriftsteller wurde, und es heißt, er wäre auch im Kongo gewesen und kannte die Zustände dort aus eigener Erfahrung. Facts und Fiction verschmelzen oft in guter Literatur.

Wie so oft bei Conrad geht es hier um einen einsamen Menschen, der sich allein gegen seine Umgebung wehren muss. Eine Reise in das Böse wird hier beschrieben. Böse, das ist schon der Dschungel, durch den sich dieser Fluss windet, die Natur, die undurchdringlich wirkt und immer wieder Gefahren mit sich bringt. Böse sind auch die Verwaltungsbeamten, die hier namenlos bleiben, Karrieristen, austauschbar, in Intrigen verwoben, scheinbar hochbegabt aber dumm in ihrem Verständnis der Welt. Das Herz der Finsternis ist aber dieser eine Mann, Kurtz, wobei es vielleicht nicht einmal der Mann selbst ist, um den es geht. Kurtz, das ist vor allem ein Mythos, jemand, über dessen Fähigkeiten und Erfolge Dritte sprechen, ohne ihn selbst zu kennen. Jemand, der gezeigt hat, dass es nur einer Überschreitung aller ethischen Grenzen bedarf, um einen solchen Mythos zu schaffen.

Vielleicht die stärksten Passagen dieses Textes sind die, in denen Marlow als Erzähler beschreibt, wie er selbst diesem Mythos fast erliegt. Wie die Faszination dieses Bösen auch ihn beeinflusst, wie er kurz davor steht, selbst in den Kreislauf der Gewalt einzugreifen, wie sich Hass auch in ihm breit macht. Die Rahmenhandlung, die weit später spielt, auch auf einem Fluss, aber in der vermeintlichen Zivilisation, macht diesen Abgrund noch einmal besonders klar. Und verweist darauf, dass dieses Herz der Finsternis an vielen Orten auf dieser Welt existieren kann. Und das ist dann wirklich "The Horror", der Schrecken, der in diesem Buch an prominenter Stelle geschrieben steht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen An Aktualität nicht zu überbieten!, 13. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Herz der Finsternis: Roman (Taschenbuch)
Die zutiefst bewegende Erzählung von Joseph Conrad über ein dunkles Kapitel belgisch-europäischer Kolonialgeschichte am Kongo überzeugt neben sprachlich-ästhetischer Klasse vor allem durch seine aktuellen Bezüge: Unverantwortliche Profitgier - Mitarbeiter als ausnutzbares Mittel - Rassismus und Fremdenhass - maßlose Überschätzung der europäischen "Herrenkultur"...Fazit: Wer seine Gegenwart verstehen will und seine Zukunft deuten möchte, sollte seine Vergangenheit kennen!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine leichte Kost, 19. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Herz der Finsternis (Gebundene Ausgabe)
Ehrlich gesagt, hätte ich das Buch nicht in meiner Freizeit als Lesestoff gewählt, aber im Rahmen einer Deutscharbeit sollte ich es lesen.

Am Anfang fällt es ein wenig schwer sich an den Schreibstil zu gewöhnen, denn es ist eine sehr bilderreiche Sprache, schließlich wurde das Buch ja auch schon 1899 geschrieben. Aber wenn man sich erst daran gewöhnt hat, ist die Erzählung über die Fahrt auf dem Kongo ins Innerste von Afrika sehr spannend und tiefgründig.

Die Hauptperson Marlow befindet sich nicht nur auf der Reise in "das Herz der Finsternis" auf einem unbekannten Kontinent, sondern auch auf einer Reise zu sich selbst und er muss erkennen, dass wohl jeder Mensch eine dunkle Seite hat, die unter extremen Bedingungen die Oberhand gewinnen kann.

Für mich gibt dieses Buch jede Menge Stoff zum Nachdenken und ist empfehlenswert, wenn man nicht nur reine Unterhaltungslektüre sucht.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein "kurtzer" Blick auf das Grauen, 4. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Herz der Finsternis (Gebundene Ausgabe)
Conrads Meisterwerk ist das bislang unangenehmste Buch, dass ich bisher gelesen habe. Es ist von vorne bis hinten erschaudernd. Nicht so sehr wegen des Inhalts, sondern viel mehr durch die Art der Erzählung, die Wortwahl, die Stimmung.
Es macht seinem Namen alle Ehre, es zieht einen auf einem schwarzen Fluss dahingleitend hinein in das Herz der Finsternis.
Der Roman handelt in seiner Kürze von einer epischen Geschichte, nicht so sehr wegen dem Erzählten, sondern viel mehr wegen seiner Bedeutung.
Der Protagonist Marlowe erzählt seinen Matrosenkollegen von einer Reise in das Herz des Kongos, zu einem Mann, der ihn für immer verändern sollte. Kurtz, der beeindruckendste Elfenbeinagent, der je in Afrika sein Unwesen trieb. Leser, die Apokalypse Now gesehen haben, werden jetzt an den mächtigen glattrasierten Kopf von Marlon Brando denken und ebenso eindringlich ist auch das Original. Auch wenn Marlowe ihn in seinen Erzählungen mehr als eine Stimme und weniger eine reale Person beschreibt. Eine Stimme, die, die Herzen rührt, den Tod befiehlt oder einfach nur Gedichte liest.
Doch bevor es zu dem Aufeinandertreffen kommt, schildert Marlowe noch die Verwüstungen und Ausbeutungen durch die Weißen, die sie Afrika in ihrer Kolonialzeit angetan haben. Doch nie so sehr um sich ein genaues Bild zu machen, aber immer ausreichend stark um an den Nerven des Lesers zu zehren.
Alles in allem ist Herz der Finsternis eine Tour de Force von Weltformat. Wem das Buch jedoch zu schwer erscheint, soll sich doch zum Einstieg an Coppolas Apokalypse Now heranwagen, dem Rest, Viel Glück auf dem Pfad zum Herz der Finsternis.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Meisterwerk von Conrad, 3. Januar 2000
Von Ein Kunde
"Das Herz der Finsternis" ist ein sehr interessantes Werk von Joseph Conrad. Man muss jedoch genau lesen, zwischen den Zeilen, um den Roman wirklich zu genießen. Es ist kein einfaches Buch, doch eines, welches sich lohnt zu lesen, welches in die Tiefe geht, bis ins Herz der Finsternis, Leben und Tod auslotet. Auch die deutsche Übersetzung ist nicht schlecht, bedenken sollte man jedoch, dass Conrad auf Englisch schrieb, nicht seine Muttersprache, eine Sprache, die er erst als Erwachsener gelernt hatte. Er lebte eigentlich mit dem Namen Josef Teodor Konrad Nalec Korzeniowski, zwischen 1857 und 1924. In der Ukraine geboren, in Krakau zur Schule gegangen, begab er sich dann mit 17 Lenzen nach Marseille und wurde Seemann. Als Offizier begann er das Schreiben, und mit 37 Jahren, als er Kapitän unter britischer Flagge war, musste er den Beruf aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen, wurde wieder zur Landratte, und zwar in England. Reich war er nicht, trotz der vielen Romane, die er dann verfasste, der Ruhm kam später. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Herz der Finsternis
Herz der Finsternis von Joseph Conrad (Audio CD - 1. August 2005)
EUR 19,95
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