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70 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugend
Bisher hatte ich an der Präventivkriegsthese meine Zweifel. Natürlich gab es von sowjetischer Seite schon seit Anfang der 30-iger Jahre Ernst gemeinte Konzepte für einen Angriffskrieg auf Westeuropa, im Besonderen auf Deutschland, aber waren nicht Hitlers Lebensraumpläne der eigentliche Grund für den Angriff auf die Sowjetunion?
In seinem...
Veröffentlicht am 30. August 2011 von Berger Gerd

versus
47 von 140 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen unsinnnige Darstellung der Gründe für die "Operation Barbarossa"
Das Buch mutet bereits äußerlich ein wenig an wie die "Mao-Bibel" (die war ähnlich klein) und wird aus der rechten Ecke als "Geschenk" oder als "Schulungsunterlage" positioniert. Also, wenn Sie demnächst, per Zufall oder auch nicht, einmal eine Indoktrinationsveranstaltung für den NPD-Nachwuchs halten müssen, greifen Sie ruhig zu bei diesem...
Veröffentlicht am 30. Juni 2011 von thanepower


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70 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugend, 30. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten (Gebundene Ausgabe)
Bisher hatte ich an der Präventivkriegsthese meine Zweifel. Natürlich gab es von sowjetischer Seite schon seit Anfang der 30-iger Jahre Ernst gemeinte Konzepte für einen Angriffskrieg auf Westeuropa, im Besonderen auf Deutschland, aber waren nicht Hitlers Lebensraumpläne der eigentliche Grund für den Angriff auf die Sowjetunion?
In seinem kleinen, aber überzeugenden Buch gelingt es Stefan Scheil nachzuweisen, dass es wirklich die (begründete) Furcht vor einem Angriff Stalins war, die Hitler veranlasste, seinem Gegner zuvorzukommen.
Noch eins: Es geht dem Autor erkennbar nicht darum, den Nationalsozialismus zu rechtfertigen oder Verbrechen zu verharmlosen, wie ihm vorgeworfen wird.
Solch ein Buch würde ich sofort in den Müll werfen. Scheils Ziel ist es zu einem gerechten Urteil über Deutschlands Krieg gegen die Sowjetunion zu kommen, wobei er ausdrücklich herausstellt, dass auch ein Präventivkrieg keine Entschuldigung für Verbrechen am Kriegsgegner sind.
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66 von 83 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltanschauungskampf als Präventivkrieg, 25. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten (Gebundene Ausgabe)
Scheils knappes Buch stützt sich zunächst auf die Binsenweisheit, daß Polen 1939 von zwei Gegnern erobert und geteilt wurde: Vom nationalsozialistischen Deutschland auf der einen, der Sowjetunion auf der anderen Seite. An der Demarkationslinie, die mitten durch das ehemalige Polen verlief, standen sich zwei Streitmächte gegenüber, die gleichzeitig die Werkzeuge zweier ebenso verwandter wie unterschiedlicher Weltanschauungen waren. Es war nur eine Frage der zeit, wann eine Seite mit den Kriegshandlungen beginnen würde.
Scheil weist nach, daß Deutschland seinem Gegner nur um wenige Wochen zuvorkam und bitter überrascht wurde vom ebenso geheimen, wie massierten Aufmarsch sowjetischer Truppen an der Grenze und im nahen Hinterland. Alleine an diesem Punkt ist Scheils Argumentation ebenso einfach wie einleuchtend: Hätten die Truppen der Abschreckung gelten sollen, wären sie nichtinsgeheim aufgestellt worden, sondern offensichtlich oder sogar übertrieben laut.
Scheil muß sich nicht verrenken, um den deutschen Angriff auf die Sowjetunion 1941 als Präventivkrieg einzustufen. Er kann im Schlußkapitel seines Buchs etliche 50 Fragen klar und eindeutig beantworten und daraus den Präventivkriegscharakter des Unternehmens Barbarossa ableiten. Daß er für die vier Kapiteln seiner Untersuchung ebenso verblüffende wie aussagekräftige Zitate zusammengetragen hat, macht das Buch zu einer anschaulichen und einprägsamen Lektüre.
Fünf Sterne für Ansatz, Antwort, Preis, Ausstattung und - Mut!
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37 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Einstieg in die Thematik, 1. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten (Gebundene Ausgabe)
"Der Angriff auf die friedliebende Sowjetunion am 22. Juni 1941 war ein rassistisch-ideologisch motivierter Vernichtungskrieg, der sich gegen die slawische/jüdische Bevölkerung Russlands und seiner Nachbar-Republiken richtete und mit dem Hitlers Pläne für die Gewinnung von Lebensraum im Osten umgesetzt werden sollten."
So oder so ähnlich lauten die Einleitungen in diversen linksextremen und meinungszensierenden Wikis und so oder so ähnlich werden die Schüler der deutschsprachigen Länder im Geschichtsunterricht noch heute über die tatsächlichen Begebenheiten des 2. Weltkriegs belogen. Das Bild des bösartigen Deutschen soll schließlich niemals verblassen, auf das diverse Günstlinge für alle Zeiten von diesem Schuldkomplex zehren können.

Auf akribische Art und Weise führt Stefan Scheil nun in diesem Buch die Beweise an, warum der Angriff der Wehrmacht gegen die Invasionstruppen der Roten Armee am 22. Juni 1941 nach den Regeln des Völkerrechts tatsächlich ein Präventivkrieg war und räumt mit dem verfälschtem Geschichtsbild auf, das insbesondere Deutschland noch immer in seinem Würgegriff hält.

In "Präventivkrieg Barbarossa" belegt Scheil durch zahlreiche Quellen unter anderem, dass:
- Lenin bereits 1920 seinen Blick in Richtung Deutschland wandte, um seine hasserfüllte und menschenverachtende kommunistische Ideologie über ganz Europa zu stülpen,
- Stalin diese Doktrin weiterverfolgte und das Sowjetregime bereits in den 1920er Jahren auf intensive Kriegswirtschaft getrimmt wurde,
- Hitler die von der Sowjetdiktatur ausgehende Gefahr richtig einschätzte und 1936 eine Beschleunigung der deutschen Rüstung auf Grund des drohenden sowjetischen Überfalls anordnete,
- Die Führung der Roten Armee 1938/39 an möglichen Angriffsszenarien arbeitete,
- Die zahlenmäßig weit überlegene und technisch modernere rote Armee sich im Juni 1941 bereits in der Vorwärtsbewegung für den militärischen Angriff befunden hat und
- die deutsche Generalität und der damalige Reichskanzler Hitler über die langfristigen Vorbereitungen, Aufmarschpläne und die sich im deutschen Einflussgebiet befindlichen feindlichen Kräfte Bescheid wussten.

Trotz des räumlich sehr eingrenzenden Formates des Buches ist es Scheil vortrefflich gelungen, die wichtigsten Fakten und vor allem die verräterischen Aussagen der Akteure selbst (Stalin, Schukow, Litwinow, Molotow...) zu einem transparenten und schlüssigen Gesamtbild zu vereinen.
Der verantwortungsbewusste Leser wird die angeführten Beweise einer Prüfung unterziehen und die Faktenlage mit anderer seriöser Literatur abgleichen. Schließlich jedoch wird kein objektiv denkender und ideologisch unbelasteter Zeitgenosse die Tatsache aberkennen, dass der Angriff der Wehrmacht am 22.6.1941 einen Präventivschlag gegen ein Tyrannenregime darstellte, welches die Zwangs-Sowjetisierung Europas zur obersten Doktrin erhoben hatte und kurz vor der Vollendung dieser teuflischen Pläne stand.

Dieses Buch erhält von mir 5 Sterne, da es einen sehr guten Einstieg in die Thematik bietet und vor allem sehr viele Fakten auf kleinem Raum präsentiert. Wer sich Detailwissen aneignen will, wird um das Studium weiterer Lektüre (insbesondere den Werken von Viktor Suworow [Vladimir Resun] und Gerd Schultze-Rhonhof) jedoch nicht umhin kommen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht PC, 17. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist sicherlich nicht PC, aber es erzählt die Geschichte mal aus einer anderen Perspektive, arbeitet mit vielen Quellen. Sicher, man kann eine Quelle so, oder so heranziehen, bewerten.
Ich erinnere mich noch ganz genau daran, dass mein Großvater mir so um 1973 herum erzählte, das Massaker von Katyn wäre nicht von der Wehrmacht begangen worden, das war damals die offizielle Meinung. Alle die eine andere Meinung hatten wurden als Revisionisten beschimpft....
Erst nach dem Zusammenbruch der UdSSR kam ja heraus, dass dieses Massaker von den Truppen der UdSSR begangen wurde, alleine daran sieht man, dass manche geschichtlichen Begebenheiten mit de Zeit anders bewertet werden.
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65 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut nachvollziehbar und sehr logisch!, 24. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten (Gebundene Ausgabe)
Dieses Büchlein besticht durch seine Stringenz. Scheil widmet sich zunächst einer Definition des Begriffs "Präventivkrieg", um danach dessen Merkmale am "Unternehmen Barbarossa" zu überprüfen. Scheil kommt zu dem Ergebnis: Wenn dies kein Präventivkrieg war, dann macht der Begriff keinen Sinn mehr. Diese Argumentation unterlegt der Autor mit nachprüfbaren Quellenbelegen. Eine sehr gute historische Arbeit, die das Wesentliche zu diesem Thema auf den Punkt bringt!
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitgeschichte, 26. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten (Gebundene Ausgabe)
Hier ist endlich mal ein Autor, der den Mut hat, das, was schon seit langem bekannt war, auch nochmals in gut verständlicher Form komprimiert darzustellen. Dieses kleine Werk zeigt, wie sehr die deutsche und europäische Geschichte seit dem 2. WK von Seiten der ehemaligen Westalliierten verbogen und zu politischen Zwecken zurechtgelogen wurde und wird. Denn die Darstellung des Krieges, seine tiefgreifenden Ursachen und Folgen, beeinflußen bis heute das Denken und die Geschicke der europäischen Völker; vor allem aber die Gegenwart und auch die Zukunft unseres deutschen Volkes. Der Autor hat über ein brisantes Thema ein Buch verfaßt, das zu Diskussionen anregen muß; damit sich der etablierte Halbwahrheiten- und oftmalige Lügenmief dieser Republik endlich anfängt zu lüften.
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18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Undank ist der Welten Lohn, 18. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten (Gebundene Ausgabe)
Auch in diesem, wenn auch sehr kurz gefasstem, Buch erfärt der geneigte Leser die wahren gründe für den Angriff auf die rote Sowjetunion. Weder Stalin selbst noch das Politbüro haben jemals einen Hehl aus ihren Angriffsplänen gegen Westeuropa gemacht und sowohl der Rüstungsstand anno 1940-1941 als auch die sowjetischen Truppenbewegungen belegen eindeutige Welteroberungspläne der roten Horde. Man wollte nur abwarten, bis die Westmächte sich ggseitig in großen Konflikten untereinander schwächen und anschließend losschlagen. Diplomatische Depeschen, Telegramme und Aussagen hochrangiger Militärs belegen diese Pläne.
In diesem Machtspiel haben alle baltischen Länder und auch besonders Polen + Tschechei verloren, obwohl sich letztere von guten Bündnispüartnern umgeben fühlten und nicht bemerkt haben, wie sie als Zündschnur zum Weltenbrand mißbraucht wurden.
Der kommunistische Erstschlag wäre viel härter ausgefallen, wenn ER dem nicht zuvorgekommen wäre. Es sollte ein Dankeschön wert sein, daß die schlachtenden, menschenliebenden Brüder an der Berliner Mauer gestoppt werden konnten, aber in Zeiten wie diesen, wo wir von roten Idealen und Wahnvorstellungen infiltiert werden, ist es vermutlich bald soweit, daß wir dem System UdssR in Schweigeminuten nachweinen müssen.

5 Sterne.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungelöste Fragen, 17. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten (Gebundene Ausgabe)
Wie auch in seinen anderen Büchern breitet der Autor Fakten aus und überläßt es dem Leser sich seine eigene Meinung zu bilden. Die Entscheidungen der handelnden Personen kann man nur an ihren Taten erkennen. Ihre Gedanken und Gefühle bleiben uns immer verborgen. Das Thema Präventivkrieg wurde nach 1990 schon von verschiedenen Autoren in dicken Büchern bearbeitet. Diese Leute kamen je nach ihrer Voreinstellung zu den verschiedensten Ergebnissen. Hier sind jetzt ganz kurz nur die Tatsachen angegeben und jeder Leser kann weiter denken, denn endgültig kann man keine allgemeingültige Ansicht feststellen, weil man den Handelnden nicht ins Gehirn schauen kann.
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurz, bündig und informativ, 24. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten (Gebundene Ausgabe)
Ich gestehe, daß ich in diesem Bereich über kein (vertieftes) akademisches Wissen verfüge. Ich konnte jedoch Stefan Scheils klarer, präziser und eingängig gegliederter Argumentation (mit dem Fazit: "Wenn das Unternehmen Barbarossa nicht als Präventivkrieg eingestuft werden kann, hat der Begriff Präventivkrieg seinen Sinn überhaupt verloren")gut folgen. Sehr nützlich fand ich das Schlußkapitel, indem Sscheil rund 35 entscheidende Fragen rund um den deutschen Angriff 1941 zusammenfassend beantwortet. Einige der hier veröffentlichten negativen Bewertungen haben mich deshalb geärgert, weil sie offenbar in denunziatorischer Absicht verfaßt wurden: Scheil (der mit einiger Regelmäßigkeit in der FAZ veröffentlicht!)als Verfasser von NPD-Schulungsmaterial zu brandmarken und ihm mangelnde Kenntnis und veralteten Wissensstand vorzuwerfen, das geht auf jeden Fall deutlich an der Sache/der wahrheit vorbei! (Im übrigen stimmt es auch nicht, daß Scheil den Hitler-Stalin-Pakt nicht beachte!) Das Büchlein ist in sehr sachlichem, sachgerechtem Ton gehalten, auch das Literaturverzeichnis verweist auf seriöse Werke.
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27 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Barbarossa nicht als Präventivkrieg eingestuft werden kann, hat dieser Begriff seinen Sinn verloren, 11. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Präventivkrieg Barbarossa. Fragen, Fakten, Antworten (Gebundene Ausgabe)
Das ist der Schluß, zu dem Scheil am Ende seiner Abhandlung "Präventivkrieg Barbarossa" kommt. Die Argumentation, die dem zugrunde liegt, breitet der Verfasser sachlich und gut lesbar vor dem interessierten Leser aus.

Scheil beginnt seine Ausführungen mit der Definition des Begriffes "Präventivkrieg". Dabei stellt er klar, daß dieses Wort erst in der Moderne aufkam, seit das Führen eines Krieges einer Rechtfertigung bedurfte. Dabei gibt es verschiedene Stufen des Präventivkrieges: Die Skala reicht vom vorsorglichen Entsorgen eines Gegners, der entweder militärisch oder wirtschaftlich Schwierigkeiten machen könnte oder vielleicht irgendwann einmal machen wird, bis hin zum Notwehrangriff in letzter Minute, bevor der angegriffene Feind seinen bereits geplanten Schlag ausführen kann. Scheil macht deutlich, daß der Begriff des Präventivkriegs nicht zufällig aus dem englischen Sprachraum stammt, da das Beseitigen eines Landes, das an Macht gewinnt, eine lange Tradition in der britischen Außenpolitik hat. Der deutsche Angriff am 22.6.1941 auf die Sowjetunion fällt dagegen eindeutig in die Kategorie Notwehrangriff in letzter Minute, wie dann ausführlich erläutert wird.
Angesichts dieser Dehnbarkeit des Begriffes Präventivkrieg, so Scheil, sei die Frage, ob es sich beim Unternehmen Barbarossa um einen solchen handele, "so offensichtlich zu bejahen, daß es beinahe nicht interessant ist."
Nach britischen Maßstäben wäre jeder von Deutschland gegen das gewaltige Rußland geführte Krieg ein Präventivkrieg gewesen, da die Briten einen so übermächtigen Nachbarn niemals an ihrer Seite geduldet hätten.

Scheil beläßt es aber nicht bei dieser einfachen Feststellung, er argumentiert, daß für einen Präventivkrieg im Sinne von akuter Notwehr vier Bedingungen erfüllt sein müssen:

1. Langfristige Angriffsplanungen des Angegriffenen, im Falle Barbarossa die UdSSR in Richtung Deutschland.

2. Kenntnis solcher langfristiger Angriffsplanungen durch den späteren Angreifer, im Falle Barbarossa das Deutsche Reich.

3. Militärische Vorbereitungen des Angegriffenen, hier also der UdSSR, die auf einen in Kürze bevorstehenden Angriff durch ihn schließen lassen.

4. Kenntnis dieser militärischen Vorbereitungen durch den Angreifer, hier Deutschland.

Scheil belegt das Zutreffen dieser vier Bedingungen auf das Unternehmen Barbarossa anhand zahlreicher Zitate führender beteiligter Funktionäre aus Politik und Militär, die jeden Zweifel ausräumen. So hatte bereits Lenin festgestellt, daß die sowjetische Revolution nur endgültig erfolgreich sein könne, wenn die Revolution auf die ganze Welt ausgedehnt werden würde. Der offensive Charakter des Sowjetsozialismus war also schon immer eine offen zugegebene Tatsache, die nur aus politischen Gründen heutzutage abgestritten wird, um nicht an den Gründungsmythen der heutigen westlichen Welt zu rütteln.

Scheil erwähnt auch den sogenannten Schukow-Plan, einen Bericht Schukows über den aktuellen Stand der Angriffsvorbereitungen der Roten Armee vom 15.Mai 1941. In diesem Bericht warnt Schukow vor der Gefahr, daß Deutschland dem sowjetischen Angriff zuvorkommen könnte, und mahnt eine Forcierung der sowjetischen Vorbereitungen an.
Den Unterlagen der deutschen Regierung ist eindeutig zu entnehmen, daß den Deutschen die Angriffsvorbereitungen der Roten Armee bekannt waren.

Am Ende sollte man die bis zum Beginn des Unternehmens Barbarossa erfolgten sowjetischen Angriffskriege, z.B. gegen das Baltikum, Finnland, und Polen, zur Einschätzung der Aggressivität der Sowjetunion berücksichtigen.

Wer angesichts dieser Sachlage einen deutschen Präventivangriff auf Stalins Sowjetreich als völlig absurd abtun will, hat eindeutig ideologische Gründe.

Scheils kurze Abhandlung liefert eine schlüssige Argumentation ohne sich im Detail zu verlieren. Wer sich für dieses Thema interessiert, sollte diese Abhandlung lesen!
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