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am 15. Februar 2004
Eines der besten und intelligentesten Bücher, die ich je gelesen habe. Demand schreibt mit einer gedanklichen Schärfe, die Genuss vermittelt. Er deckt billige wie trickreiche Schein-argumentationen von Philosophen, Künstlern und Kunstkritikern schonungslos auf. Das Thema ist das "Ende der Kunst", mit dem Hegel einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatte. Es geht darin um nicht mehr und nicht weniger, als dass mit der Aufklärung das Individuum in den Mittelpunkt rückt und Kunst nicht mehr dem Ziel dient, das Schöne und das Göttliche zu vermitteln. Die gewonnene Freiheit ist teuer erkauft, weil gleichzeitig das Bewertungsmaß verloren gegangen ist. Seither kämpft Kunst mit Orientierungs- und Abgrenzungsproblemen. Diese Leidensgeschichte wird von Demand penibel analysiert. Letztlich verkommt die Kritik vor allem in der Bildenden Kunst zur Akklamation, negative Kritik an Etablierten wird refrexartig als Ignoranz abgestempelt. Der Kunstbetrieb wird schonungslos entlarvt.
Schön wäre es, wenn Demand sich in der gleichen Qualität mit noch wichtigeren Themen wie etwa dem Neoliberalismus auseinandersetzen würde.
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am 9. Juli 2014
Demands Werk lässt sich ausgesprochen gut lesen und enthält meiner Ansicht nahezu alle wichtigen Zitate, die man für eine Untersuchung der modernen Kunst braucht. Er setzt diese „fair“ ein, auch wenn sich hin und wieder dadurch einige Schwierigkeiten ergeben, die seine persönliche Meinung missverständlich widerspiegeln, was eigentlich kein Problem darstellte, wenn nicht Demands Grundaussage auf eben dieser basieren würde. Für eine wirklich wissenschaftliche Arbeit enthält das vorliegende Werk leider unzureichende Literaturnachweise und ein wenig zu viel eigene Meinung (Gerade für die Kunstgeschichte, aber auch für die Philosophie!). Versteht man es allerdings als „populärwissenschaftlich“, macht es Spaß, es zu lesen. Es regt auf alle Fälle zum Nachdenken an.
Die Kapitelüberschriften wie „Grenzen der Entgrenzung“ lassen Großes hoffen, doch leider musste ich feststellen, dass die einzelnen Kapitel trotz struktureller Abgrenzung sehr stark ineinander fließen, so dass ich die Benennung und Trennung oft nicht nachvollziehen konnte.
Während Sedlmayr als Nationalsozialist "präsentiert" oder "gedeutet" (S. 174) wird/wurde, "unterwirft" sich die Moderne Kunst "dogmatisch" andere Kunstarten und Willi Baumeister unternehme, nach Demand, einen "Generalangriff" gegen die gegenständliche Kunst (S. 178). Ich möchte hiermit sagen, dass ich zwar Demands Kitik an etablierten gesellschaftlichen Vorurteilen hoch schätze, so zum Beispiel die Kritik an der heutigen Kunstkritik, ich aber ebenfalls der Meinung bin, dass man Seldmayrs nationalsozialistische Tendenzen oder ähnliches nicht allzu stark aus der Kritik nehmen sollte. Demand scheint selbst ein wenig zu emotional an das Thema heranzugehen.

Alles in allem ist Demands Buch trotz kleiner und auch größerer Stolpersteine eine echte Empfehlung, da ich selten ein Buch mit wissenschaftlichem Anspruch so interessiert verschlungen habe, wenn auch immer wieder mit mächtigem Kopfschütteln.
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am 23. Februar 2004
„Um Missverständnissen vorzubeugen, sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die vorliegende Arbeit als Beitrag zur Kunstphilosophie, nicht aber zum akademischen Fach Kunstgeschichte konzipiert ist, auch wenn sie zwangsläufig auf dessen Feld wildern musste" - Demands Vorwort kommt wie ein Bekenntnis daher und formuliert doch implizit das Unternehmen einer Grundlegung zur Philosophie der Ästhetik, jedoch ohne deren Parameter einzuholen.
Demands Studie zielt auf die Herleitung einer idealen (und also real nicht stattgefundenen) ästhetischen Kritik im Sinne Hegels und in der Nachfolge dessen These, dass die Kunst „uns nicht mehr als die höchste Weise (gilt), in welcher die Wahrheit sich Existenz verschafft". Der sich anschließende Adlerflug über die nachhegelianischen Diskurse von Theorie und Kritik (Romantik, Kunst der Avantgarde, Moderne, Postmoderne - sprich: Minimalismus, Konzeptkunst, Pollock, Newman, Baumeister und Reinhard) jedoch verpasst die dem Hegelschen Diktum inhärente Möglichkeit einer polyfokalen Ikonik, wie z.B. Werner Hofmann sie argumentativ in die Kunstwissenschat und -philosophie einbrachte: Sich klassischer Wissenschaftstheorie und Teleologie verpflichtend, schreibt Demand eine Geschichte des Fortschritts, der künstlerischen Formensprache(n) und Ideologien, um die „Rechtmäßigkeit von Asymmetrien zu vermitteln, das Verklärte der Entzauberung zu entziehen". Des Autors Trauer um eine verlorene Regelpoetik normativer Kunstproduktion macht die Auslassung der Diskussionen neuerer Kunst notwendig und huldigt der viel zitierten Diskurstradition, diesem „Prozeß der Selbstbefreiung durch Erkenntnis" seit Schiller über Schopenhauer, Nietzsche, Adorno usf.
Zweierlei Prämissen bleiben so unberücksichtigt, denn weder offeriert Demand die Möglichkeit und Instrumente einer kritisch argumentierenden Kunst, noch gelingt ihm die Beschämung jener Philister, denen er als Visionär „wahrer (sich!) ästhetischer Freiheit" selbst angehört. Der ebenso ausführliche wie akademisch ausgelegte Anmerkungsapparat mag traditioneller Ästhetik und Kunstgeschichte genügen, doch „anschaulicher (als anhand Demands Studie) lässt sich der zentrale Ausschlußmechanismus des Kunstdiskurses nicht vorführen".
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