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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Leben im Dschungel von Sex und Gewalt, 14. März 2001
Rezension bezieht sich auf: Paradoxie. Tagebuch eines Raubtiers (Gebundene Ausgabe)
Was Lydia Lunch hier zwischen zwei Buchdeckel gepackt hat, ist wahrhaftig das Tagebuch eines Raubtieres. Keineswegs eine Lektüre für zart besaitete, erzählt sie in "Paradoxie" aus ihrem Leben in New York in den 70/80ern, einem Leben in den Extremen: Sex, Gewalt, Drogen - eine Chronik der Subkultur, des Punk und des Großstadtdschungels New York, vergleichbar vielleicht noch mit den Büchern von Burroughs ("Junkie") oder den Lebenserinnerungen des "Ur-Beatnik" Herbert Huncke. Kühl und präzise beschreibt Lydia Lunch Szenen ihres Lebens, die Menschen, denen sie begegnet (und mit denen sie meist auch auf irgendeine Weise sexuell verkehrt), die trüben Abrißviertel, die den Schauplatz des Kampfes bilden, des Kampfes um Geld, Drogen, Sex und Macht. Liebe oder Freundschaft haben keinen Platz in dieser Welt, in dem es nur um das Überleben des Einzelnen geht. Ein Buch wie Lydia Lunch's Musik: Brutal und häßlich, aber schockierend ehrlich und letztendlich so packend, daß man es kaum mehr aus der Hand legen möchte.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vom Opfer zur Täterin..?!, 12. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Paradoxie. Tagebuch eines Raubtiers (Gebundene Ausgabe)
'Tagebuch eines Raubtiers' ist der autobiografische Roman einer frühtraumatisierten Frau, die versucht, 'das Messer umzudrehen' und sexuelle Gewalt, wie sie ihr als Kind angetan wurde, als Erwachsene scheinbar selbstbestimmt zu suchen bzw. selbst auszuüben. In äußerster Direktheit berichtet sie von ihrer Höllenfahrt durch Drogenerfahrungen und ' teilweise selbstinszenierte ' sexuelle Gewalt.
Lydia Lunch ist es gelungen, solche Selbstbefreiungsversuche im Laufe von Jahren hinter sich zu lassen und als Künstlerin (Musikerin, Schauspielerin, Performance-Akteurin, Schriftstellerin) Lebensmöglichkeiten für sich zu finden.

Ihr Buch zeigt den Weg durch eine Hölle, aber es ist bestimmt von der Suche nach Möglichkeiten, Menschen zu lieben und sich selbst zu lieben. '
Ich sehe in Lydia eine Borderline-Frau, die (ähnlich wie Janis JOPLIN und sicher viele andere) jenseits von Psychotherapie/Psychiatrie einen eigenen Weg gesucht hat. Es scheint, daß Lydia Lunch (als eine von wenigen) traumatisches Leid dabei tatsächlich umwandeln konnte zunächst zu Wut, Empörung und Trauer und von daher zu sozialem (künstlerischem) Engagement.
Mit einer Sensibilität, die wohl nur aus tiefsten Verwundungen erwächst, stellt sie Menschen in ihrer seelischen Zerrissenheit dar in einer Tiefe und Wahrheit, die in psychologischen Fachbüchern kaum zu finden ist.

'Belastende Indizien' enthält kürzere Texte. In den meisten setzt sich die Autorin ' in ganz verschiedeer Weise ' auseinander mit Mißbrauch, Gewalt, Sex.

Traumatisierten Menschen sind die Bücher (und CDs) von Lydia Lunch aufgrund der Fülle von möglichen Auslösern nicht zu empfehlen!!!!

TRAUMA BERATUNG LEIPZIG
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Paradoxie. Tagebuch eines Raubtiers
Paradoxie. Tagebuch eines Raubtiers von Lydia Lunch (Gebundene Ausgabe - 2000)
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