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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein gut durchstrukturiertes Gesellschaftssystem, 2. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Walden Two - die Vision einer besseren Gesellschaftsform (Taschenbuch)
Walden Two erzählt die Geschichte einer Gemeinde von rund 1000 Personen, welche ihr Leben nach den Erkenntnissen in der neuen Verhaltensforschung leben. Von Methoden, die negative Gefühle wie Wut und Eifersucht unterdrücken, von neuen Erziehungstechniken bis hin zu besseren Arbeitsmethoden erklärt Skinner ein besseres Zusammenleben für ALLE Menschen.

Der Roman wird aus der Sicht des Psychologie-Professors Burris erzählt. Dieser erfährt durch einen Studenten von der Gemeinde Walden Two, die ein flüchtiger Bekannter von ihm, T.E. Frazier, ins Leben gerufen haben soll. Er wird neugierig und beschließt Walden Two zusammen mit ein paar Freunden und seinem Kollegen, dem Philosophie-Professor Augustin Castle, zu besuchen. Frazier führt sie durch die Gemeinde und erklärt ihnen ihre einfache und friedliche Art des Lebens.
Anhand von einfachen Beispielen erläutert Frazier das System und gewinnt immer mehr den Respekt und Neugier seiner Besucher. Wird er es schaffen, sie von seinem System zu überzeugen? Kann er sie für seine Gemeinde gewinnen? Lest selbst!
Doch Castle ist im ganzen Buch über sehr skeptisch. Immer wieder verwickelt er Frazier in heikle Diskussionen über Moral und Ethik. Castle will und kann dem Frieden in Walden Two nicht trauen. Er glaubt, dass Frazier nur ein ziemlich intelligenter Mann ist, der Gott spielen will. Castle sieht nur, dass Frazier das Verhalten auf bestimmte Situationen manipuliert. Für ihn sind die Menschen in Walden Two nichts weiter als Marionetten ihres Gründers. Er kann einfach nicht verstehen, warum die Menschen so glücklich und zufrieden sein können, er glaubt, dass es da irgendwo einen Haken geben muss, denn den gibt es immer. Mir erscheint Castle sehr kritisch und voreingenommen. Er geht mit Skepsis an die Dinge heran und kaut sie solange durch, bis er mit dem Ergebnis zufrieden ist. Doch das Konzept von Walden Two sagt ihm gar nicht zu. Er kann nicht die Grundsätze, die Walden Two bestimmen, mit seinen Erfahrungen und Lehren der Philosophie vereinbaren, er kann einfach nicht über den Lehrerstatus hinaus denken, so wie Burris es tut.
Mir scheint, Burris ist offener für Walden Two als Castle. Er hört sich Frazier's Erklärungen an und entscheidet dann für sich als Mensch und nicht für sich als Lehrer, was er von der ganzen Sache halten soll. Er findet die Idee von Walden Two genial, doch auch er ist skeptisch und sucht nach einem Haken. Egal wen er von den Mitgliedern befragt hat, alle schienen wunschlos glücklich zu sein. Burris gerät im Verlauf des Buches zusehends in Selbstkonflikte. Er ist sich selbst nicht mehr sicher, was er von Frazier und Walden Two halten soll. Einerseits sieht er, wie glücklich und zufrieden die Menschen hier leben, doch andererseits machen Castle's Bemerkungen ihn doch skeptisch. Er fragt sich, ob Walden Two wirklich das ist, was Frazier ihnen zeigt oder ist doch nur alles Manipulation?
Der Roman soll, wie der Titel schon sagt, die Vision einer besseren Gesellschaftsform dem Leser nahe bringen. Die verschiedenen Methoden, das Leben zu vereinfachen, werden in den vielen Konversationen, die Frazier mit seinen Besuchern führt, erläutert. Der Leser wird immer mehr in die faszinierende und einfache Welt von Walden Two gerissen. Die verschiedenen Methoden, die Walden Two ausmachen, werden genau erläutert und eventuelle Fragen werden direkt von den Charakteren selber gestellt.
Skinner hat in seinem Roman sehr genau seine Sicht einer besseren Gesellschaft erläutert. Ich persönlich sehe keine Lücken in seinem System. Er hat alles durchstrukturiert und durchgearbeitet, er hat sich überlegt, wie ein Mensch in einer besseren Gesellschaft arbeiten sollte, ohne dass er die Freude an der Arbeit verliert. Jeder der Gemeindemitglieder in Walden Two arbeitet am Tag vier Stunden. Er kann sich aussuchen wann er die Arbeit verrichten will und sobald er z.B. mit dem Fensterputzen fertig ist, wird ihm eine neue Arbeit zugeteilt. So muss keiner der Mitglieder sein Leben lang die gleiche Arbeit verrichten. Skinner hat ebenfalls die Kindererziehung genau durchstrukturiert. Seine ganze Erziehung wird auf sechs Jahre reduziert, in denen die Kinder lernen negative Emotionen zu unterdrücken, andere zu respektieren und wie sie friedlich mit den anderen Mitgliedern zusammenleben. In den sechs Jahren bleiben sie auf einer Kinderstation. Ihre Eltern können sie jederzeit besuchen und auch andere Mitglieder, die keine Kinder haben, können jederzeit mit einem der Kinder einen Ausflug machen. So bekommt das Kind eine Bindung zu allen Mitgliedern und Walden Two wächst zu einer großen Familie zusammen.
Familie, das trifft es am besten: Walden Two ist wie eine große Familie. Jeder respektiert den anderen und jeder hat Freude am Zusammensein. In der Gemeinde wird nicht hinter dem Rücken anderer Mitglieder geplaudert, was das Vertrauen untereinander fördert.
Ich persönlich kann das Buch jedem empfehlen, der sich schon immer einmal mit Verhaltenstheorien beschäftigen wollte. Jeder, der ein Interesse hat, sollte es sich einmal durchgelesen haben, im Notfall auch zweimal, damit man die genauen Verhaltensmuster besser verstehen kann. Allerdings sollte ein Lexikon nicht fehlen, da in dem Buch doch einige Fremdwörter vorkommen, die nicht erklärt werden. Es werden zwar Autoren oder Personen am Seitenrand kurz beschrieben, aber Fremdwörter wie „Despotismus" werden nicht erklärt, was ich persönlich schade finde. Eine Erklärung wäre hier sehr hilfreich gewesen.
Am Anfang fand ich das Thema Verhaltenssteuerung nicht gerade spannend. Ich habe überlegt, was es mich eigentlich angeht. Doch dann haben wir im Unterricht angefangen über verschiedene Verhaltenstheorien zu sprechen und ich fand doch noch Interesse an dem Buch. Ich kann nur noch einmal betonen, dass das Buch auf jeden Fall lesenswert ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch, 8. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Walden Two - die Vision einer besseren Gesellschaftsform (Taschenbuch)
Skinner stellt in diesem utopischen Roman, die Grundzüge seiner psychologischen Theorie in Anwendung auf eine autonome Kommune dar. Reflektiert wird diese Gemeinschaft durch den Besuch einer kleinen Gruppe, die in dialektischer Manier Kritik anbringt und die utopische Kommune hinterfragt. Diese platonische Darstellungsforum in Rede und Gegenrede ist eine gelungene Darstellungsmethode, bei der Frazier, der Kommunengründer nicht einfach glänzt, sondern durchaus mit Macken behaftet, sein Walden präsentiert und verteidigt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Neue Gesellschaftsform, 3. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Walden Two - die Vision einer besseren Gesellschaftsform (Taschenbuch)
Vor einiger Zeit las ich die SF- Erzählung "Keine Macht der Erde" v. Eric Frank Russell, die mir außerordentlich gut gefallen hatte. Ein Raumschiff landet auf dem Planeten der Gands, damit die Besatzung den Planeten zur Ausbeutung durch die Erde klar machen kann. Aber die Gesellschaft der Gands nimmt kaum Notiz davon, sie scheinen immun gegen die Prospektoren. Die Gesellschaftsform der Gands kommt ohne Geld aus; für jede Leistung, die man in Anspruch nimmt, muss man eine Gegenleistung erbringen. Kurz und gut, die Erschließungsversuche der Raumschiffbesetzung gehen ins Leere, da die Gands nicht korrumpierbar sind und nur ihre Freiheit wollen.
Als ich nun WALDEN TWO von B.F. Skinner las, kam mir die Erzählung von Russell wieder in den Sinn. Vielleicht kannte Russell das Buch WALDEN TWO. In Walden TWO hatte der Begründer der Verhaltenspsychologie, B. F. Skinner, eine Gemeinschaft von ca. 1000 Personen beschrieben, die ihr Leben nach den Erkenntissen der modernen Verhaltspsychologie ausrichten. Und diese Gemeinschaft ähnelt sehr der oben beschriebenen Welt. Kein Geld und nur vier Stunden Arbeit am Tag für jeden. Die geleistete Arbeit wird in Arbeitspunkte umgerechnet. Die Kinder werden von der Gemeinschaft erzogen und jegliches Einwirken auf den Einzelnen geschieht durch die Positive Verhaltensverstärkung. Wenn man bedenkt, das die Kindererziehung in unserer Gesellschaft ohne jede "Qualifikation" erfolgt (der Nachweis "Eltern" zu sein reicht hierzu vollkommen), hat WALDEN TWO schon in diesem Punkt etwas für sich.
Skinner hat allerdings den Punkt der Religion ausgeklammert. Transzendente Fragen wie "Wo komme ich er?" und "Wo gehe ich hin?" werden in WALDEN TWO bewusst ausgeklammert. Wenn wir schon ins Leben geworfen sind, ohne das man uns danach gefragt hat, ob wir dies überhaupt wollen, soll unser Dasein auf Erden möglichst ohne Leiden ablaufen, also ohne negative Emotionen und Armut.
Niemand kann sich in WALDEN TWO über Andere stellen. Auch die Demokratie als Beste aller Übel wird hinterfragt. In unserer an Visionen so armen Zeit ein interessanter Gedanke.
Das Buch ist flüssig geschrieben und ich habe mich zu keiner Zeit beim Lesen gelangweilt. Skinner läßt WALDEN TWO von sechs Personen besuchen, die mit dieser Gemeinde konfrontiert werden. Dadurch ergibt sich ein spannender und konfliktgeladener Dialog zwischen Besuchern und Bewohnern von WALDEN TWO, in dem viele der Fragen gestellt werden, die bei der Erläuterung von WALDEN TWO auftauchen. Wo bleibt z.B. die persönliche Freiheit des Einzelnen in dieser Gemeinschaft? Skinner läßt Frazier sagen (Frazier ist der fiktive Begründer von WALDEN TWO), dass es etwas wie "Freiheit" gar nicht gibt.
Auch die Übersetzung ins Deutsche durch H. T. Master ist gelungen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessantes Buch! Lieferung einwandfrei!, 18. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Walden Two - die Vision einer besseren Gesellschaftsform (Taschenbuch)
Durch Zufall stieß ich auf dieses Buch. Es ist sehr, sehr interessant! Eigentlich ein Muss, besonders für Soziologie-, Psychologie-, Pädagogik-Interessierte. Es war gut verpackt und nagelneu. Eine umkomplizierte, schnelle Lieferung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visionär, 11. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Walden Two - die Vision einer besseren Gesellschaftsform (Taschenbuch)
Zum ersten Mal habe ich dieses Buch vor ca. 35 Jahren gelesen, weil ich mich für Gemeinschaftsvisionen interessierte. Auch die kritischen Aspekte der behavioristischen Verhaltenssteuerung habe mir bewusst gemacht.
jetzt bin ich wieder auf diesen "utopischen" Roman gestoßen, weil mich erneut das Thema der Gemeinschaftsbildung umtreibt. Nun muss ich mich fragen, wie sehr mich dieses Werk damals geprägt hat, denn ich halte seinen Grundentwurf mehr denn je für realisierbar.
Darüber hinaus hat mich beim erneuten Lesen beeindruckt, wie "Visionär" dieses 1948 geschriebene Buch tatsächlich war, denn bereits damals machte sich Skinner grundlegende Gedanken über eine "nachhaltige" Wirtschaftsweise. aus.
So ist dieses Buch eigentlich auch ein "Muss" für praktische Visionäre, die sich "Ökologie" und "Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben haben.
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Walden Two - die Vision einer besseren Gesellschaftsform
Walden Two - die Vision einer besseren Gesellschaftsform von Burrhus Frederic Skinner (Taschenbuch - 1. Januar 2002)
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