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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prof. Gore - Gute Zusammenstellung von Texten zur Geschichte und Theorie des Zombiefilms - Spass und Verstand in einem Buch !, 4. Februar 2012
Von 
Retro Kinski - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Untot. Zombie Film Theorie (Gebundene Ausgabe)
Den Herausgebern sei Dank. Erstmals erhalten wir mit dem Buch eine Zusammenstellung von wissenschaftlich hochwertigen Aufsätzen in deutscher Sprache zum Phänomen des Zombiefilms, seiner Abarten und die Einbettung "des Untoten" in Philosophie, Sozialwissenschaft, Politik, Ästhetik und Gendertheorie. Wir erleben die Geschichte von dem ersten einflußreichen Zombiefilm WHITE ZOMBIE (1932) und sogar einiger früherer zombieähnlicher Vorläufer, über George A. Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD (1968) der den Voodoo-Zombie mit dem Menschenfresser-Zombie der Neuzeit ablöst, bis hin zu dem Revial des Zombiegenres im vergangenen Jahrzehnt im Stile neuerer gefährlicher Zombies in 28 DAYS LATER bis hin zum Viren-Zombie a la RESIDENT EVIL und anderer Epigonen.

Die alle ca. jeweils 15-20 Textseiten umfassenden Artikel sind mit schönen (Film-)Bildern im Kleinformat aufgelockert. Primär und bewußt nimmt der Text den grössten Teil des Buches ein. Dem wissenschaftlichen Anspruch nachkommend finden wir im Schnitt 5-15% der Seitenfläche mit Fußnoten bestückt. Diese vervollständigen die reichhaltigen Texte mit sehr interessanten Hinweisen und Literaturangaben, weiterführende Literatur bzw. die Originalquellen finden sich auch nach den Aufsätzen aufgelistet. Mir liegt es am Herz, Zombiefilm Fans ohne wissenschaftliches Interesse zu "warnen", sollten sie denken hier ein leicht konsumierbares Buch im Stile eines Fanbuches, historisch-chronologischen Gegenüberstellungen, Filmbesprechungen oder Besprechung diverser Genre-Regisseure zu finden.

Wie der Titel des Buch sagt, geht es hier um "Zombie Film Theorie" und so sind die AutorInnen meist Medien- und Kommunikations-, Film- oder Literaturwissenschaftler, nur ein Kriminalbiologe hat sich wohl unter die Autorencrew gemischt. Die Texte befinden sich auf ebensolchem wissenschaftlichen Niveau, auch wenn es an einigen Stellen übertrieben scheint im Kontext des Spezialgebiets von "Gay Zombies", als Kostprobe, wie folgt zu formulieren: "...Der schwule Untote aus GAY ZOMBIE verweist damit semiotisch auf die strukturelle Vermischung von Konvergenz und Divergenz durch ein intrinsisches Zeitparadoxon..."

In diesem Zusammenhang sei auf die guten Aufsätze zur Thematik des schwulen Zombiefilms im Sinne von "Zombies over the rainbow" zu u.a. den Filmen GAY ZOMBIES, CREATURES FROM THE PINK LAGOON und OTTO; OR, UP WITH DEAD PEOPLE verwiesen. Diesen Tiefgang hat man bisher so in deutscher Sprache nicht vereint gesehen. Hier paaren sich gute Genrekenntnisse mit Insiderwissen, z.B. rund um das Schaffen eines Queer-Regisseurs wie Bruce LaBruce, der den schwulen Zombie als eigenständiges Wesen und Konstrukt zu positionieren versucht.

Ausführungen über die Zombie- bzw. Viren-Päpste wie Romero bzw. Cronenberg dürfen natürlich auch nicht fehlen. Mein persönlicher Lieblingstext bricht allerdings ein wenig aus der theoretisch geprägten Phalanx heraus. Christian Maier liefert einen Festschmaus für Fans in seiner Abhandlung über den italienischen Zombiefilm. Hier wird auch Filmfans viel gutes Wissen und Hintergrund geliefert. Weiterhin erfahren wir warum Hitchcocks VERTIGO der vielleicht komplexeste Zombiefilm der Geschichte ist [sic] und interessantes über den "Uncanny Valley" Effekt der Kinder weinend aus dem Film THE POLAR EXPRESS rennen ließ - ein unbeabsichtiger Zombiefilm, beides sehr profund von dem Autor Markus Rautzenberg beschrieben.

Folgende Hauptkapitel enthält das Buch mit ca. 280 reinen Textseiten, in den 3 Kapiteln befinden sich insgesamt 16 Aufsätze von denen ich nur aus Platzgründen einige für mich maßgebliche hier exemplarisch aufgeführt habe, die Liste ist also nicht komplett:

TEIL 1 - ZWISCHEN KULT UND KINO: ZUR GESCHICHTE DES ZOMBIEFILMS (insgesamt 5 Texte)
Leben und Tod im Zombiefilm
Das Echo sozialer Traumata im Zombiefilm
Der italienische Zombiefilm
...

TEIL 2 - FUCKING DEAD: ZOMBIE UND GENDER (insgesamt 4 Texte)
Konstruktionen von Geschlechtsidentität im schwulen Zombiefilm
Rassen- und Sexualproblematik im klassischen Zombiefilm
Geschlechteraspekte in Resident Evil
...

TEIL 3 - MEHR GEHIRN: THEORIEN DER ZOMBIEFIZIERUNG (insgesamt 7 Texte)
Parasiten und radikale Entsublimierung in David Cronenbergs Shivers
Der Zombie als Figur des Exzesses und der Ausgrenzung
Untote Filmfiguren als Denkbilder in politischen Filmtheorien
...

Zusammenfassend kann das Buch allen (wissenschaftlich) Interessierten im Umfeld von Filmtheorie im allgemeinen und Zombie- und Virenfilmen im speziellen empfohlen werden. Ich kann keine negativen Punkte vermerken. Auch nicht in den oben genannten Fakultäten tätige Filmfans - mit dem Wunsch ihre praktische Erfahrung mit Zombiefilmen theoretisch-wissenschaftlich zu hinterfragen - werden das Buch schätzen. Es ist meines Wissens nach die umfangreichste Vereinigung von Texten zu den obenstehenden Themen und deshalb möchte ich das Buch ohne Einschränkung als das Kompendium der Zombie Film Theorie bezeichnen.

5/5 Sternen
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5.0 von 5 Sternen Der erste Ansatz, 24. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Untot. Zombie Film Theorie (Gebundene Ausgabe)
Die Aufsatz Sammlung "Untot-ZombieFilmTheorie" ist in sich das einzige deutsche Werk dieser Art. Die verschiedenen Autoren versuchen den popkulturellen Massen der Zombiefizierten mit verschiedenen Methoden und Blickwinkeln Herr zu werden. Dadurch wird ein Übebrlick geschaffen, der sowohl weiterführend sein kann, als erste Informationen zu diesem in Deutschland leider oft gemiedenen Thema ist. Mit dem vorliegenden Buch ist jedoch für die deutsche Filmwissenschaft eine grundlage geschaffen, sich mehr mit diesen Themen auseinander zusetzen. Absolut empfehlenswert!
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Untot. Zombie Film Theorie
Untot. Zombie Film Theorie von Michael Fürst (Gebundene Ausgabe - Dezember 2010)
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