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85 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausfordernd
Hoppes Analyse ist glänzend: Etatismus, so sein Urteil, führt immer zur Sozialdemokratie und letztendlich zum Kommunismus.
Zwingend erscheint die Spirale, in der sich der Staat immer mehr selbst bereichert und Geschenke an Dumme, Faule, und an seine eigenen Bediensteten auf Kosten der Leistungsträger der Gesellschaft verteilt. Dabei suggeriert der...
Veröffentlicht am 16. August 2005 von Karsten Jung

versus
22 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schwer lesebar und unrealistisch
Das buch fängt sehr interessant und auch realistisch an. Die Argumente gegen den alles verschlingenden Staat sind logisch nachvollziehbar. Je weiter man liest, desto (jedenfalls für mich) utopischer und unrealistischer wird es. Es fehlt mir beispielsweise die Vorstellung, wie die Gerichtsbarkeit privatisiert werden soll. Im letzen Teil wird das Buch zu einer Art...
Veröffentlicht am 24. Dezember 2005 von PST


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85 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausfordernd, 16. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Gebundene Ausgabe)
Hoppes Analyse ist glänzend: Etatismus, so sein Urteil, führt immer zur Sozialdemokratie und letztendlich zum Kommunismus.
Zwingend erscheint die Spirale, in der sich der Staat immer mehr selbst bereichert und Geschenke an Dumme, Faule, und an seine eigenen Bediensteten auf Kosten der Leistungsträger der Gesellschaft verteilt. Dabei suggeriert der Staat, daß er dies tue, um Sicherheit und Recht für seine Bürger zu gewährleisten. Das Recht selbst jedoch verrottet dadurch: je mehr der Staat selbst ohne Grenzen Steuern erhebt (Hoppe vergleicht Steuererhebung mit Schutzgelderpressung), desto weniger kommt der Staat seinen eigentlichen Aufgaben nach: "Im Namen sozialer, öffentlicher oder nationaler Sicherheit "beschützen" unsere Verwalter uns vor globaler Erwärmung und Abkühlung und dem Aussterben von Tieren und Pflanzen, vor Ehemännern und -frauen, vor Eltern und Arbeitgebern, vor Armut, Krankheit, Katastrophen, Unwissenheit, Vorurteilen, Rassismus, Sexismus, Homophobie und zahllosen anderen öffentlichen Gefahren. Und mit riesigen Vorräten an Aggressions- und Massenvernichtungswaffen "schützen" sie uns, sogar außerhalb der USA, vor immer neuen Hitlern und möglichen Hitler-Sympathisanten. Die einzige Aufgabe jedoch, die eine Regierung jemals wahrnehmen sollte - unser Leben und unser Eigentum zu schützen - wird von unseren Verwaltern nicht erfüllt" (191f.)

Nach der starken Analyse hätte ich, und das ist der Wermutstropfen des Buches, eine stärkere Perspektive auf die Privateigentumsanarchie, die Hoppe dem Etatismus entgegensetzen will, gewünscht. Zu knapp fällt das 12. Kapitel aus - vieles bleibt nur schwer vorstellbar. Eine weitere Schwäche: das Buch ist sehr stark auf die Verhältnisse in den USA hin geschrieben - so manches Detailproblem scheint für den europäischen Leser nur von geringer Relevanz, so z.B. Hoppes lange Auseinandersetzung mit Buchanan.

Dennoch: das Buch liest sich flüssig und ist sicher auch dann, wenn man Hoppe nicht in allem zustimmt, einer der herausforderndsten Beiträge zur politischen Theorie seit langem. Unbedingt empfehlenswert ist es für diejenigen, die kritisches Denken nicht nur als Lippenbekenntnis vertreten wollen, sondern bereit sind, sich auf einen wirklich unbequemen Denken einzulassen.

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89 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein herrlich ketzerisches Buch, das zum Nachdenken anregt, 23. Januar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Gebundene Ausgabe)
Der Autor Hans-Hermann Hoppe, der in Frankfurt am Main habilitiert hat und an der University of Nevada in Las Vegas lehrt, ist wohl der bekannteste lebende Vertreter der österreichischen Schule der Nationalökonomie. In diesem Buch, das im Original "Democracy - The God That Failed" den Untertitel "The Economics and Politics of Monarchy, Democracy, and Natural Order" trägt, vergleicht er zunächst die heutige westliche Demokratie mit der europäischen Monarchie des ausgehenden 19. Jahrhunderts, verkörpert z.B. von Österreich-Ungarn. In diesem Vergleich schneidet nicht nur die Demokratie in den meisten Hinsichten nachvollziehbar deutlich schlechter ab, es wird auch klar, daß der erste Weltkrieg im Grunde genommen eine Auseinandersetzung dieser beiden Systeme war, die den Niedergang der Monarchie (der übrigens zumindest zeitlich mit dem Niedergang des klassischen Liberalismus einhergeht) besiegelt hat. Ausgehend von diesem Vergleich konstruiert Hoppe ein System, das die Nachteile beider Systeme zu vermeiden versucht, nämlich den radikal-liberalistischen "Libertarianism" bzw. den "Anarcho-Kapitalismus", wie er auch von Murray N. Rothbard vertreten wurde, der vollständig auf Privateigentum beruht und dem Eigner einer Sache das uneingeschränkte Verfügungsrecht darüber gibt.
Während die Kapitel zum "Libertarianism" m.E. nicht viel beinhalten, was nicht schon Rothbard oder von Mises angemerkt haben, liegt die Qualität des Buches vor allem in der fundamentalen Kritik an der Demokratie - ein Thema, das unter dem Diktat der "Political Correctness" einen Tabubruch darstellt und kaum angesprochen werden darf, ohne daß der Verfasser des "Faschismus" bezichtet wird (vgl. hierzu die obenstehende Leserrezension!). Von uns schon als natürlich akzeptierte und noch nie in Frage gestellt Dinge werden in einem neuen Licht betrachtet, vermeintliche Errungenschaften der westlichen (Umverteilungs-) Demokratie als Enteignung und Bevormundung entlarvt und ihr parasitärer Charakter belegt.
Selbst wenn man mit dieser radikalen Schlußfolgerung nicht einverstanden ist, lohnt es dennoch, sich mit diesem Buch zu beschäftigen - auch als überzeugter Demokrat darf man die Augen vor den Mängeln dieser Staatsform nicht verschließen.
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51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es lohnt sich dieses "Teufelswerk" zu lesen !!!!, 25. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Gebundene Ausgabe)
Ich kann gut verstehen, dass Nutznießer der Demokratie dieses Buch verteufeln.
Auch der Versuch dieses Buch nach weit rechts zu rücken zeigt, wie getroffen die Vertreter dieser Gesellschaft sind, die auf Basis der "demokratischen" Ordnung zu einem Stand gekommen sind, der ihnen durch die Demokratie ermöglicht wurde. Es gehört sich also nicht mehr an alten Werten fest zu halten und in Zweifel zu ziehen, was der Mehrheit freiheitlich denkender Menschen auf der Seele brennt. Auch das ist die Folge der Demokratie.

Wer dieses Buch ließt wird wahrscheinlich wirklich Kopfschmerzen bekommen, weil ihm als normal denkender Mensch, der unbehelligt sein Leben gestalten und "LEBEN" möchte all zu sehr klar wird, wie sehr man in diesem System gefangen ist und ausgebeutet wird. Dazu muss man nicht gleich ein „rechter"- oder „linker" Radikaler sein, sonder nur ein Mensch der die Freiheit liebt und die Früchte seiner Arbeit selber ernten möchte.

Ich kann nur jedem dieses Buch ans Herz legen, der Antworten darauf sucht, was in unserem Land und in unserer Zeit falsch läuft. Allerdings kann ich auch sagen, dass man sich nach lesen des Buches sicher nicht besser fühlt. Eher schlechter, denn man entrinnt diesem System nicht durch pures lesen und verstehen.

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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Staat oder Freiheit, 4. Oktober 2009
Von 
Treb Melsa (Absurdistan, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Gebundene Ausgabe)
Der Autor untersucht zunächst die Staatsformen Monarchie und Demokratie, anschließend schlägt er eine natürliche Ordnung für das Zusammenleben der Menschen vor.

Da ein Monarch Teil einer Dynastie ist, nämlich der seiner Familie, denkt und handelt er gewöhnlich nicht kurzfristig, sondern langfristig. Daraus folgt, dass ein Monarch über Generationen denkt. Sein eigener Wohlstand, der seiner Familie und der Bestand der Dynastie hängen vom langfristigen materiellen Wohlstand seines Landes ab. Je höher der Wohlstand seiner Untertanen, umso so höher auch seine und seiner Familien Einnahmen.
Der Monarch wird also versuchen die produktiven Kräfte seines Landes zu fördern, z. B. gute Aufstiegschancen für Menschen zu schaffen, die gute und/oder sehr gute Qualifikationen haben. Durch solche guten Chancen, die sein Land bietet, werden eher gute Kräfte ins Land kommen.
Natürlich wird auch ein Monarch versuchen das Recht zu seinen Gunsten zu deuten, umzubiegen und zu ändern. Dabei wird er jedoch behutsam vorgehen, auch was Steuern und Abgaben und deren Erhöhungen angeht. Der Autor bringt viele historische Beispiele, die dem Leser z. B. zeigen, dass auch die Monarchen in der Zeit des Absolutismus' nicht die absolute Macht hatten, die der Name Absolutismus suggeriert. Auch diese Fürsten mussten aus eigennützigen ökonomischen Gründen behutsam ihre Steuer- und Abgabenpolitik betreiben.
Für den Autor ist es ziemlich eindeutig, dass ein Monarch sein Land in langfristiger Sicht regiert, weil seine "Zeitpräferenz" langfristiger Natur ist.

In der Demokratie ist dies anders, hier ist schon durch den Modus der Wahlperioden die "Zeitpräferenz" kurzfristiger Natur. Demokratisch gewählte Staatsregierungen bemühen sich kurzfristige Erfolge zu erzielen, da eine langfristig angelegte Politik u. U. nicht ihnen, sondern einer neugewählten Regierung, vielleicht der nächsten oder übernächsten, Vorteile bringen könnte. Von daher ist die Politik demokratischer Regierungen auf die kurze Sicht festgelegt, deshalb viele Wahlversprechen, viele Subventionen und Transferleistungen. Alles mit dem Geld der Bürger finanziert, der Staat und erst recht der demokratische Staat finanziert sich und die "Wohltaten", die er verteilt, nur mit den Finanzmittel, die den Bürgern früher oder später abgenommen werden müssen. Steuern sind Raub - wie dies schon Perikles sagte - und die Steuern und Abgaben im demokratischen Staat sind groß anlegte Raubzüge.
Diese Kurzfristigkeit im Handeln der Regierungen hat Rückkoppelungen auf die Bevölkerung. Auch die Bürger in der Demokratie verinnerlichen mehr und mehr die "Zeitpräferenz" der kurzfristigen Art. Wie Kinder, die die Dinge, die sie sehen sofort haben wollen. Hier teilt der Autor die Warnungen von Alexis de Tocqueville, der schon 1835 in seinem Werk "Über die Demokratie in Amerika" analytisch zeigte, dass demokratische Regierungen ihre Bevölkerung im kindischen Zustand halten und belassen wollen.

Für den Autor ist die Alternative zu den beiden Staatsformen die natürliche Ordnung. Diese basiert auf dem Naturrecht. In der natürlichen Ordnung regeln die Menschen das Zusammenleben durch freiwillige Verträge und Übereinkünfte selbst.

Der Autor zieht in seiner Analyse die Monarchie der Demokratie vor. Die Demokratie - dies zeigt der Autor mit Beispielen und logischer Analyse - verletzt öfters die Rechte der Menschen, erpresst höhere Steuern und Abgaben und ist auch viel aggressiver und kriegerischer als die Monarchie.
Aber auch den von vielen Liberalen befürworteten Minimalstaat lehnt der Autor ab. Auch Minimalstaaten haben das Gewaltmonopol und wie die Geschichte uns lehrt, auch Minimalstaaten mutieren zu Maximalstaaten. Keine Verfassung kann so getrimmt sein, dass Machtpolitiker es nicht schaffen werden, wenn einmal Staat da ist - also der Leviathan den Fuß in der Tür hat -, immer mehr und mehr Macht an sich zu reißen. Ein Beispiel dafür sind die USA, diese traten als Minimalstaat an und mutierten zu einem furchterregenden Maximalstaat.

Prof. Hoppe schlägt vor, dass wir Bürger zivilen Ungehorsam üben lernen, um Leviathan zurückzudrängen. Friedliche Sezessionen sollten die Staaten verkleinern helfen, diese Sezessionen sollten soweit getrieben werden, dass die Staaten sich auflösen und überflüssig werden. Also ziviler Ungehorsam der friedlichen Art, mit dem Ziel den Staat als Zustand zu überwinden.

Fazit:
Ein sehr empfehlenswertes Buch, eines der besten Bücher über die Demokratie seit Alexis de Tocquevilles Buch "Über die Demokratie in Amerika" von 1835.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Degeneration unter demokratischen Verhältnissen..., 11. Juni 2009
Von 
Helmut Bernemann (Flörsheim, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Gebundene Ausgabe)
Eine unvoreingenommene Beschreibung der Nachteile demokratischer Herrschaftssysteme liegt hier vor! Damit wird Hans-Hermann Hoppe sich sicher viele Feinde gemacht haben, denn soviel Wahrheit, wie hier fundiert beschrieben, können nicht alle vertragen. "Nicht Fortschritt, sondern zivilisatorischer Niedergang gehen mit der Demokratie einher", so Hoppe. Ich wollte, er hätte nicht recht aber seine Erläuterungen sind derart logisch und stringent aufgebaut, dass jeder Leser wahrscheinlich nicht mehr der Gleiche ist, wie vor der Lektüre.
Spätestens mit diesem Buch hat sich Hans-Hermann Hoppe von den Mainstream-Meinungsführern verabschiedet.

Das Buch ist stark in der Analyse der aktuellen Fehlentwicklung. Es benennt unsere Verfassung "verfassungswidrig" und beschreibt recht gut, warum in unserem System so viele schlechte Charaktere an die Spitze des Landes gelangen. Einzig in den beschriebenen Lösungen bleibt es etwas schwach. Der Wunsch nach "Sezession" ist möglicherweise eine Exit-Variante aber doch wohl eine unwahrscheinliche Lösung. Aufgrund der Stärke in der Analyse der derzeitigen Fehlentwicklungen ist das Buch aber dringend jedem vorurteilsfreiem Leser zu empfehlen!
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu Risiken und Nebenwirkungen...., 26. Februar 2009
Von 
A. Leonhardt "Lesezeichen" (Kiel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Gebundene Ausgabe)
... fragen Sie bitte ihren Staatsschutzbeamten oder den Verfassungsschutz. ;-)
Wie Hoppe in seinem Vorwort schreibt, freut er sich sehr, daß sein Buch in Deutschland überhaupt erscheinen durfte. Die BRD kennt zwar keine (Vor-)Zensur, wohl aber eine Nachzensur und es sind schon sehr viele Bücher nach einer Prüfung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften verboten und komplette Auflagen beschlagnahmt worden. Dieses Buch ist sogar "erwachsenengefährdend", weil es jeden Leser dazu zwingt, sich mit eingeschliffenen Denkmustern auseinanderzusetzen. Die Argumentation ist brilliant und logisch und das ganze Buch ist so spannend zu lesen, daß man am liebsten wie früher als Kind, nachts mit der Taschenlampe unter der Bettdecke heimlich weiterlesen würde... Ein Buch das man nicht mehr aus der Hand legen kann, bevor man es zu Ende gelesen hat. Leider ist das erste Kapitel - wie es ein anderer Rezensent formuliert hat - "schwer zu lesen". Aber was heißt denn schwer zu lesen? Es bedeutet, daß man beim lesen mitdenken muß! Es ist ein Sachbuch und kein Roman, keine Unterhaltungsliteratur! Und wenn ein Leser den volkswirtschaftlichen Teil, also das erste Kapitel für uninteressant hält, na dann blättert ein erfahrener Leser sogleich weiter zum nächsten Kapitel. Trotz dieser 25 Seiten bleibt das Buch insgesamt - nach meiner persönlichen Einschätzung - der beste Beitrag zur Demokratietheorie seit Tocquevilles Buch "Über die Demokratie in Amerika" von 1835.
Jeder Mensch, der sich selbst für einen Demokraten hält, und das politische System des Parlamentarismus als eine "Demokratie" ansieht, muß sich als "mündiger Staatsbürger" mit seinen eigenen Ansichten auseinandersetzen. Die eigene Meinung kann nur als gesichert gelten, wenn sie auch regelmäßig in Frage gestellt und auf ihre Richtigkeit überprüft wird. Nichts schärft den eigenen Verstand mehr, als die geistige Auseinandersetzung mit einer radikalen Gegenposition. Jeder Leser ist schließlich frei, zu denken was er für richtig hält, aber um zu erkennen was richtig ist, bedarf es eigener Überlegungen.
In Hoppes Buch muß man auf jeder Buchseite erneut Stellung beziehen, dafür oder dagegen. Es ist eine wahre Lust dieses Buch zu lesen.
5 Sterne und keinen weniger!
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der wichtigsten Beiträge zur heutigen Zeit - Es empfiehlt sich es zu lesen, 30. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist gigantisch. Es ist einfach geschrieben, jedoch steckt jeder Satz voller Informationen. Wer geschichtlich nicht ganz so bewandert ist, sollte sich einen Geschichtsatlas daneben legen oder Wikipedia gleich mal aufrufen. Ich habe mich nun etwas mit der ganzen Thematik beschäftigt und muss sagen der Autor H.H. Hoppe hat völlig recht. Mittlerweile habe ich das Buch schon zehn Mal verschenkt.
Leben und Leben lassen ist die Kernessenz, sowie das Recht auf Selbstbestimmung und echtem Eigentum. Eine Gesellschaft kann nur existieren, wenn sich alles auf privatem Eigentum gründet. Demokratie als solches ist ja eine künstliche Form, die so nicht in der Natur existiert. Weder gibt es Demokratie in Familien, noch in Firmen, noch in der Natur, noch in der Biologie. Damit ist Demokratie ein System das völlig an der Ralität vorbei geht.
Hoppe schlägt ein anderes System vor, dass eben "natürlich" ist. Er meckert nicht, sondern gibt viele gute und konstruktive Vorschläge.

Mit einem Studium der Kriminologie, wie ich, ist es einer der besten Zusätze zur Allgemeinbildung.

Ich kann es nur empfehlen.
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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anarchokapitalismus anstatt Demokratie?, 21. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Gebundene Ausgabe)
Hoppe, der Volkswirtschaft an der Universität von Nevada lehrt, zeigt in seinem Werk auf, dass der Übergang von der Monarchie zur Demokratie kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt war. Im Gegensatz zur herrschenden Meinung sieht Hoppe sehr wohl eine Alternative zur Demokratie. In seinen Augen begünstigt Demokratie Kurzsichtigkeit, Kapitalverschwendung, Verantwortungslosigkeit, moralischen Relativismus und Entzivilisierung und fördert zudem Egalitarismus, Umverteilung, Demagogentum und Rechtsunsicherheit. Desweiteren führe Demokratie zu einem dramatischen Anwachsen der Staatsmacht.

Anders als die meisten Vertreter der österreichischen Schule will er den Staat nicht auf ein Minimum begrenzen, sondern mithilfe von Sezession ganz abschaffen. Als Alternative kommt für ihn der sogenannte "Anarchokapitalismus" oder eine natürliche Ordnung in Frage. Die Aufgaben der Polizei - also Sicherheit und Schutz - sollen laut Hoppe Versicherungen übernehmen, die freiwillig zahlende Bürger sowohl für an ihnen begangenen Verbrechen entschädigen, als auch Kriminelle bekömpfen.

Das Buch ist in 13 Kapitel gegliedert, in denen unter anderem folgende Themen behandelt werden, bevor Hoppe zum Schluss des Buches seine Vorstellung der natürlichen Ordnung darlegt:

- Zeitpräferenz
- Monarchie und Demokratie
- Zentralisierung und Sezession
- freie Einwanderung und erzwungene Integration
- Konservatismus und Libertarismus

Hoppes Idee von einer natürlichen Ordnung halte ich für zu liberal. In meinen Augen erkennt Hoppe nicht, daß es sehr wohl Marktversagen - nämlich im Falle externer Effekte - geben kann. Eine Externalisierung dieser externen Effekte läßt sich nur durch den Staat verwicklichen. Zudem stellt sich die Frage, wie realistisch es ist, in der momentanen von beispiellosen Staatseingriffen geprägten Situation, eine - eine 180°-Wendung bedeutende - natürliche Ordnung zu etablieren. Dieses Problem wird meiner Meinung nach zu kurz behandelt.

Positiv finde ich die vielen Verweise zu anderen sehr interessanten Büchern in den Fußnoten, wobei die Fußnoten selbst manchmal 2-3 Seiten lang sind, was einem manchmal Schwierigkeiten bereitet, im eigentlichen Text den Faden wieder zu finden. Insgesamt finde ich das Buch für lesenswert und empfehle es jedem - und das dürften einige sein -, der mit der momentanen politischen Klasse und dem politischen System unzufrieden sind.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Demokratie verletzt Naturrecht, 4. Februar 2009
Von 
Frank Reibold (Gehrden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Gebundene Ausgabe)
Der Autor vergleicht in diesem Buch mehrere Regierungsformen vom freiheitlichen (libertären) Standpunkt aus. Der Staat ist definiert als eine Organisation, die in einem bestimmten Gebiet das Zwangsmonopol auf Gerichtsbarkeit und Steuern hat. Natürlich wird der Staat versuchen, das Recht zu seinen Gunsten zu ändern und die Einnahmen möglichst zu erhöhen.

1. Monarchie: Da der König nicht nur die laufenden Einnahmen erhält, sondern auch die zukünftigen, sollte er auf eine langfristige Erhöhung des Wohlstandes seiner Untertanen hinarbeiten. Wenn er das nicht tut, haben er und seine Erben keine Einnahmen. Der König wird das Recht deshalb nur behutsam ändern und die Steuern mäßig erhöhen. In Fragen der Aus- und Zuwanderung wird man aus eigennützigen ökonomischen Gründen darauf achten, dass produktive Menschen ins Land kommen und unproduktive es möglichst verlassen. Kriege sind unproduktiv und deshalb am besten zu unterlassen bzw. wenigstens zu begrenzen. (Historisch war es im Mittelalter so, dass das Gewohnheitsrecht auch für Könige galt; sie mussten ihre Geldgeber um Subventionen bitten, wofür diese Gegenleistungen wie die Rücknahme von Rechtsbrüchen verlangten.)

2. Demokratie: Eine demokratisch gewählte Regierung muss damit rechnen, dass sie bald abgewählt wird. Deshalb wird sie versuchen, ihre Einnahmen in der kurzen Frist zu maximieren. Durch ihre Politik erzieht sie auch die Bürger dazu, kurzfristig zu denken - dadurch entstehen soziale Probleme, welche die Politik dann zu "lösen" verspricht (Armut, Inflation, Konjunkturkrisen, Arbeitslosigkeit, Bildungsnot, Zerfall der Familien, Drogen, Kriminalität). Durch Umverteilung wird das Recht auf Privateigentum untergraben. Die Monopolisierung der Rechtsprechung erzeugt eine schlechte Qualität des Rechts bei hohen Kosten. Um Wähler zu gewinnen, lässt man unproduktive Menschen einwandern und tut nichts gegen die Auswanderung der Produktiven. Kriege können die kurzfristigen Einnahmen erhöhen oder Wählerstimmen verschaffen; die Kosten werden durch die Zentralbank (Druckerpresse) gedeckt. (In modernen Staaten gibt es eine Trennung zwischen öffentlichem und privatem Recht, wodurch die Regierung gegen Strafverfolgung immun wird.)

3. Natürliche Ordnung: Beim "Anarchokapitalismus" ist das Recht auf Privateigentum absolut und bildet die Grundlage der anderen Rechte (Leben, Freiheit, Streben nach Glück). Es gibt keinen Staat (aber Städte und ggf. Kantone). Das Recht wird durch konkurrierende Gerichte geschützt (somit werden Unrecht und Kosten durch Monopolisierung vermieden). Steuern werden ggf. durch Gebühren ersetzt. Auswanderung ist erlaubt. Einwanderung ist nur erlaubt, wenn eine entsprechende Einladung vorliegt und für den Unterhalt gesorgt ist. Da man unerwünschte Personen vom eigenen Grundstück fern halten kann, wird es in einer libertären Gesellschaft auch Diskriminierung geben. (Das Verbot der Diskriminierung galt nur für den Staat, weil dessen Gesetze andernfalls nicht alle gleich behandelten.)

Darüber hinaus beschäftigt sich das Buch mit den verschiedenen Richtungen des Libertarismus und dessen Verhältnis zu den Konservativen. Die "Linkslibertären" rufen demnach den Staat auf, libertäre Rechte und Werte durchzusetzen; das widerspricht aber dem Ziel des Libertarismus, die Allmacht des Staates zu bekämpfen. Deshalb basiert das Buch auf dem "Rothbardismus" (siehe Rothbard: "Ethics of Liberty" / "Ethik der Freiheit"). Eine soziologische Geschichte des Staates (von den ersten Anfängen in den Städten über die Rassen- und Klassenpolitik zur heutigen Geschlechterpolitik) rundet das Buch ab.

Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die natürliche Ordnung, welche das Naturrecht umsetzt, am besten das Zusammenleben der Menschen organisieren kann. Die Demokratie ist hinsichtlich Besteuerung und Menschenrechtsverletzungen schlechter zu bewerten als die Monarchie; zudem ist sie kriegerischer. Den von vielen Libertären befürworteten Minimalstaat lehnt der Autor aus mehreren Gründen ab. Erstens hat auch der Minimalstaat ein Zwangsmonopol. Zweitens hat jeder Staat die Tendenz, ein Maximalstaat zu werden. Drittens bieten Verfassungen keine Handhabe, da sie von staatlichen Richtern interpretiert bzw. verbogen werden. (Als Beispiel wird die Verfassung der USA diskutiert.)

Der Autor schlägt als Lösung der sozialen Probleme ein einfaches Programm des zivilen Ungehorsams vor. Durch friedliche Sezession sollen sich Einheiten von bestehenden Staaten abspalten. Dadurch werden die Staaten immer kleiner und müssen zueinander verstärkt in Wettbewerb treten. Der Prozess ist beendet, wenn der Staat sich aufgelöst hat und die natürliche Ordnung greift.

Mir hat das Buch gut gefallen. Der Autor belegt alles durch historische Beispiele oder die Fachliteratur. Dabei stützt er sich auf die "Österreichische Schule" der Volkswirtschaftslehre (deren bekannteste Vertreter Mises und Rothbard waren). Den Punktabzug gibt es wegen der Wiederholungen. Darüber hinaus sind die Begriffe teils unklar. So wird z. B. gesagt, ,dass es in der Demokratie keine Klassen mehr gibt und die Grenzen zwischen Herrschern und Beherrschten verschwimmen. Das zeigt aber, dass "Klasse" hier "Stand" meint. Die eigentlichen Klassen werden dagegen vom Staat und besonders vom demokratischen Wohlfahrtsstaat erst erzeugt (siehe Blankertz: "Ökonomie des Sozialstaats").
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35 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahrer Konservatismus kann nur in Freiheit blühen !, 12. Mai 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist schlicht und einfach herausragend. Es besticht durch kristallklare Gedankenführung, solide Argumente und originelle Lösungsvorschläge.

Natürlich ist in unserer staatsgläubigen Zeit so ein Werk auch eine politische Tat. Die Feld-Wald-und-Wiesen-Konservativen, die bei uns immer noch das große Wort führen, haben schon seit vielen Jahrzehnten alle Glaubenssätze der Sozialdemokraten geschluckt - z.B. die Fabel von den sozialen Errungenschaften des Wohlfahrtsstaates und die Mär vom Ausbeuterkapitalismus. Hoppe beweist, daß sie damit ihrer Sache einen Bärendienst geleistet haben. Der Sozialstaat ist eben alles mögliche, nur nicht sozial oder konservativ. Die einzige Chance, den sog. "konservativen Werten" wieder auf die Sprünge zu helfen, liegt in der radikalen Freiheit einer reinen Privatrechtsordnung. Carl-Ludwig Haller hat das im 19. Jh. schon klar erkannt. Seitdem ist es mit dem vermeintlichen konservativen "Denken" immer nur bergab gegangen . . . bis jetzt.

Hoppes große Leistung besteht darin, den realistischen Konservatismus (nicht den der Sozialromantiker vom Schlage Carlyles) und den realistischen Liberalismus (nicht den Libertinismus) endlich wieder zusammengeführt zu haben. Und sein Denken steht auf sehr viel soliderer nationalökonomischer Grundlage als das der konservativen Theoretiker des 19. Jahrhunderts.

Niemand, der an den großen politischen Fragen unserer Zeit interessiert ist, sollte sich dieses Buch entgehen lassen. Viel Spaß bei der Lektüre !

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Demokratie. Der Gott, der keiner ist
Demokratie. Der Gott, der keiner ist von Hans-Hermann Hoppe (Gebundene Ausgabe - 15. Oktober 2003)
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