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5.0 von 5 Sternen Ein Mordsmotiv!
Lukas Baccus und Theo Borg, die beiden Hauptprotagonisten, befinden sich auf dem Heimweg von Theos Tante, die sie besucht hatten, als sie plötzlich beschossen werden und im Graben landen.
Bei eisiger Kälte und Schneegestöber bleibt ihnen nur die Flucht zu Fuß in den Wald. In der bleihaltigen Luft kommt ihnen eine Blockhütte wie gerufen und...
Veröffentlicht am 15. März 2013 von Anna Dorb

versus
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3.0 von 5 Sternen „Immerhin habe ich das kleine Latrinum“
Theo und Lukas, Ermittler-Helden im 2013 erschienenen „Eiskalte Rache“, haben das Prinzip der Raster-Fahndung verinnerlicht: „Wenn jeder, den wir im Laufe unserer Ermittlungen schon verdächtigt haben, sich umgebracht hätte, wäre das Saarland schon ausgestorben.“

So überrascht es nicht, dass uns die sympathische...
Vor 17 Monaten von jury veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Mordsmotiv!, 15. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi (Broschiert)
Lukas Baccus und Theo Borg, die beiden Hauptprotagonisten, befinden sich auf dem Heimweg von Theos Tante, die sie besucht hatten, als sie plötzlich beschossen werden und im Graben landen.
Bei eisiger Kälte und Schneegestöber bleibt ihnen nur die Flucht zu Fuß in den Wald. In der bleihaltigen Luft kommt ihnen eine Blockhütte wie gerufen und nach einer kurzen Überlegung wähnen sie sich in dieser in Sicherheit. Doch es kommt anders. Die Tür und die Fenster dieser Hütte, lassen sich nur von außen öffnen und schließen. Als eine dritte Person hereinstolpert, diese vor ihren Augen hinterrücks erschossen wird und die Tür ins Schloss fällt, sitzen sie gemeinsam mit der Leiche, wie Frettchen in der Falle.
Dank des Großaufgebots der Polizei, mit Hubschrauber und Suchhunden, gelingt es sie wohlbehalten wieder zu finden, doch damit fängt die Geschichte erst an.

Die Nichtfunktion ihrer Handys zieht sich wie ein roter Faden durch Schwabs Krimi, genauso wie weitere Morde, die von der Kriminal-Profilerin einem Serienmörder zugeschrieben werden.
Alle Opfer waren Kriegsheimkehrer aus Afghanistan, deren Großväter, die hier in diesem überschaubaren Ort leben, waren im zweiten Weltkrieg aktiv und die gefunden Patronenhülsen stammen aus einer Waffe, aus genau dieser Zeit.
Irgendein Geheimnis, vielleicht ein schlimmes Erlebnis, scheint sie alle zu verbinden.

Inwieweit hier die Drogenkriminalität, aber auch die Liebe eine Rolle spielt, das müssen das Team Baccus/Borg und KollegInnen herausfinden.
Das erweist sich jedoch als äußerst schwierig, denn der Todesschütze scheint überall zu stecken und zu lauern.
Niemand weiß, wen es als nächstes trifft, obwohl sich mit der Zeit der eine oder andere Verdacht einstellt und erhärtet.
Derweil schneit, stürmt und regnet es unablässig, was in diesem Teil des Saarlandes als sehr ungewöhnlich gilt, obwohl nicht nur ein vermeintlich Irrer, sondern auch Weihnachten vor der Tür steht.
Theo muss oder darf seine Tante öfter besuchen als es der Sache dient, doch kommt ihm das nicht ungelegen, denn die alte Dame kocht einfach zu gut! Dass er sie damit ebenfalls in Gefahr bringt, fällt ihm jedoch erst auf, als es fast zu spät ist.

Errare humanum est. Wie der Lateiner sagt. Es sind diese echten, lebensnahen Charaktere, die hier absolut überzeugen und einen mitfiebern lassen.

Das Motiv indessen, erweist sich als äußerst erschütternd. Elke Schwab beschreibt es mit nur wenigen Worten so präzise, dass es mir beim Lesen Tränen in die Augen treibt, die sich bei dem nun stattfindenden Kopfkino als hilfreich erweisen, weil sie meinen Blick auf die imaginäre Leinwand verschleiern.

Gerührt vom Mitleid für den Täter und geschüttelt von der Grausamkeit und Kälte, mit der er seinen Opferkreis erweitert, komme ich mir vor wie ein Martini für James Bond.
Ein Prosit auf diesen erstklassigen Krimi.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, 7. Mai 2013
Von 
Sabine DB "Sabine DB" (Mainz Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi (Broschiert)
Elke Schwab wurde in Saarbrücken geboren und ist im Saarland aufgewachsen, das merkt man ganz deutlich im Krimi. Sie liebt ihre Heimat und kennt sie genau, wenn die Autorin auch mittlerweile im Elsaß lebt.

Mit „Eisige Rache“ ist Elke Schwab ein neuer Baccus – Borg – Krimi gelungen, der den Leser voll in seinen Bann zieht.
Sie schreibt so detailliert und so dialogreich, dass man meint man sei bei der Handlung dabei.In diesem Fall werden die werden Kriminalbeamten Baccus und Borg, die im Laufe der Zeit sehr gute Freunde geworden sind, mit den Unbillen des Winters konfrontiert. Sie sind in der Nähe von Wadern in einem Holzhäuschen eingeschlossen mit einer Leiche. Und sie werden auch beschossen. Zufall oder Plan? Das werde ich sicher nicht verraten.
Da die Tante von Theo Borg wohnt in der Gegend und kann hervorragend kochen und backen. So passt es Lukas Baccus und Theo Borg ganz gut, dass sie in der Gegend ermitteln müssen.
Nur kommen immer Leichen dazu in diesem beschaulichen kleinen Dorf, in dem Jeder Jeden kennt. Wo ist das Muster der Morde? Was hat eine alte Wehrmachtswaffe damit zu tuen? Wem kann die gehören?
Es gibt viele Vermutungen, die meisten führen in die Irre.

Wer Spaß daran hat sich von der Krimihandlung gefangen nehmen zu lassen, der sollte dieses Buch lesen, es lohnt sich.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und aktuell, 15. Mai 2013
Von 
Claudia Junger "Krimi & Co." (GT/NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi (Broschiert)
"Eisige Rache" ist der dritte "Baccus-Borg-Krimi" und für mich der bisher beste Krimi der Reihe rund um die beiden sympathischen Kriminalkommissare. Das Thema ist aktuell, die Figuren agieren locker und humorvoll und Elke Schwabs Schreibstil forderte mich zum pausenlosen Lesen auf. Gekonnt und hochspannend schildert die Autorin ein Verbrechen, welches im tief verschneiten Saarland spielt und bis zum Ende ahnte ich nicht, wer denn nun hinter all dem steckte. Richtig gut. Ich kann "Eisige Rache" jedem Krimifan empfehlen.

Fazit: Spannend und aktuell. So muss ein Krimi sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen „Immerhin habe ich das kleine Latrinum“, 21. Februar 2014
Von 
jury - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi (Broschiert)
Theo und Lukas, Ermittler-Helden im 2013 erschienenen „Eiskalte Rache“, haben das Prinzip der Raster-Fahndung verinnerlicht: „Wenn jeder, den wir im Laufe unserer Ermittlungen schon verdächtigt haben, sich umgebracht hätte, wäre das Saarland schon ausgestorben.“

So überrascht es nicht, dass uns die sympathische Saarländerin Elke Schwab in ihrem Roman auch gefühlt eine Million Verdächtige kennenlernen lässt – nun gut, abzüglich der zahlreichen Toten, die im verschneiten Hinterwaldnest Buweiler mit gut geölten Weltkriegs-Waffen gemeuchelt werden.

Wie Scharen chronisch unterbeschäftigter Beamter über gut 350 Seiten hinweg letztlich nur fast erfolgreich die Aufklärung vermeiden, spottet jeder Beschreibung. Ein Kompliment an die Autorin: Nicht nur hat sie das Lokalkolorit gnadenlos eingefangen – sie ist auch beträchtliche Risiken eingegangen für den Fall, dass echten Polizisten des kleinen Flächenlands mal „die Hutschnur platzt“ angesichts der womöglich äußerst realistischen, aber im Effekt auch wenig schmeichelhaften Zeichnung der Saarbrücker Polizei. Einzig eine Profilerin sieht gut aus – "schweinegut" sogar – und ist dazu noch clever, intelligent, verführerisch und gebildet. Wir erfahren es nicht, aber ich bin sicher, dass die Dame mit dem kultiviert-luxuriösen Arbeitszimmer bei der Kripo nebenher als echtblondes Model arbeitet und ihre Promotion „summa cum laude“ abgeschlossen hat.

Recht überzeugend entwickelt sich ein psychologischer Tathintergrund aus dem verdrängten, traumatischen Erleben eines einst in Afghanistan gescheiterten Bundeswehrsoldaten. In kursiv gesetzten Einblendungen lässt uns Elke Schwab in die Gedanken des Täters schauen. Doch Vorsicht: Nicht alles ist so, wie es scheint! Denn natürlich erwartet den geduldigen Leser auf den letzten Seiten noch eine verwirrende Entdeckung des Pathologen mit dem vielsagenden Namen Dr. Stemm.

Tatort-Freunden wird schon aufgefallen sein, dass Kriminalbeamte in Saarbrücker Ausgaben gelegentlich etwas tapsig und unbedarft rüberkommen. Anwender des ohnedies nicht besonders smart klingenden Hütten & Gruben - Dialekts erfahren durch grenzbanale Dialoge eine Adelung zum "Askobrot", wie Saarländer selbst eine unübertreffliche Stufe von Begriffsstutzigkeit bildhaft bezeichnen.

Erschütternde Witzigkeit der Art, wie sie in der Rezensions-Überschrift angedeutet wird, sollte man schon ertragen können.

Ansonsten: Wer mal einen völlig anderen Krimi lesen möchte, könnte hier fündig werden. Nicht nur einige Bezüge auf die Heimat von Dudenhöfer, sondern vor allem eine fast schon beleidigend realistische Darstellung von Polizeibeamten, die ganz sicher keine anspruchsvolleren Lebenswege verfehlt hatten, heben das Büchlein von gängiger Kost ab. Belastende Identifikation mit Akteuren bleibt einem ebenso erspart wie nächtelange Lektüre infolge atemberaubender Spannung - die Geschichte geht ihren Weg auf saarländisch-unaufgeregte Art.

So ist „Eiskalte Rache“ vielleicht nicht das Richtige für grüne Kettensägen-Witwen auf der Jagd nach dem ultimativen Ersatzkitzel, kann aber Gelegenheitslesern als entspannende Einschlaflektüre ebenso empfohlen werden wie jungen Krimi-Einsteigern, denen man - wenigstens außerhalb der Schule - Albträume noch ersparen möchte.

print-jury 3* A1198 © 21.2.2014 ABR 272.347 Rezensionsexemplar
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pageturner, 11. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi (Broschiert)
Als Fan von skandinavischen, dunklen Kriminalromanen á la Henning Mankell, Arnaldur Indriðason oder Håkan Nesser, um nur einige zu nennen, liebe ich psychopathische Triebfedern und Beweggründe, die jenseits meiner Realitätswahrnehmung liegen.
Elke Schwab greift aktuelle Themen auf, recherchiert akribisch vor Ort und sucht die Motive in genau jenen Abgründen, die einem Durschnittsmenschen verschlossen bleiben. In „Eisige Rache“ geht es um junge, alleingelassene Soldaten, die ein Trauma aus Afghanistan mit heimbringen. Damit reißen sie alte Wunden bei ihren Großvätern auf, die exakt das im Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Es hat sich nichts geändert, auch die Mordwaffen nicht.

Anstatt an einem Strick zu ziehen, verfolgt jeder der Ermittler seine eigene Agenda. Ein echtes Team wie in den Krimis der oben genannten ist es nicht. Der eine ist selbst etwas geschädigt und wirft mit Bibelsprüchen um sich, leistet allerdings hervorragende Polizeiarbeit. Die beiden Damen kappeln sich und die Hauptprotagonisten Theo und Lukas sind nicht gerade das, was man ein Dreamteam nennt. Wie im richtigen Leben sind sie Gefangene ihrer persönlichen Vorstellungen, Vorurteile und ihrer Flausen im Kopf.
Das gefällt mir. Die Maschinerie Kriminalistik funktioniert nur, weil sie funktionieren muss. Die Mordserie in einem kleinen Ort im Norden meines Saarlandes, der Winter, das Chaos auf den Straßen, wenn es endlich mal weiß ist, die Tatsache, dass ein Handynetz nicht überall herrscht, alles getroffen. Die Sprache war für mich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, doch halt: Elke Schwab hat nicht im Dialekt geschrieben, keinen „Heinz Becker“, jedoch die typische Art der Saarländer beibehalten, auch im Hochdeutschen.
Einzig die zwei Kanarienvögel Peter und Paul scheinen sich zu verstehen. Obwohl besonders die Männchen sich stets derart zoffen, dass einer einen Herzinfarkt erleiden müsste. So war es jedenfalls bei uns, ehe wir sie in getrennte Etagen untergebracht haben.
Kurz, eine herrlich chaotische Mannschaft, die genau wie der Leser lange im Dunkeln tappt und erst am Ende, als die Streitereien beiseitegelegt werden, auf den Täter kommt. Von Verdächtigen wimmelt es und ein jeder könnte ein Motiv haben. Aber wie bei den geschätzten Herren aus dem hohen Norden, ist der Mörder eben nicht ...
Halt!
Aus dramaturgischen Gründen mag ich hier nicht weitererzählen nur so viel:
Das rasante Tempo, die Sprache, die Mehrperspektivität in jedem Abschnitt, (es fokusiert sich eben nicht allein auf einen Kurt Wallander) - ohne dass Elke Schwab sich als allwissende Erzählerin in den Vordergrund spielt - all das steht im Gegensatz zu den ruhigen, fast zu linearlaufenden Ermittlungen der skandinavischen Krimis. Und das tut gut.
Ich habe es fast in einem Rutsch durchlesen und zwei durchwachte Nächte hinter mir.
Immer wenn ich bereit war, das Buch aus der Hand zu legen, schwupps: Ein Kapitel geht doch noch, oder?
So muss es sein: Kino im Kopf!
Fünf von fünf, ohne Frage.
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4.0 von 5 Sternen guter Krimi, 7. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi (Broschiert)
Eisige Rache fasziniert mich schon auf den ersten Blick mit dem Cover. Dieses strahlende blaue Auge nimmt einen sofort gefangen, es wirkt auf der einen Seite bedrohlich, auf der anderen aber auch einfach interessant, da man gern wissen möchte, was es damit auf sich hat, welche Person sich dahinter verbirgt und so weiter.

Ein beschaulicher kleiner Ort im Saarland wird zum Schauplatz von brutalen Verbrechen. Die Dorfgemeinschaft ist eingeschworen und macht es den Ermittlern nicht wirklich leicht den Fall zu lösen. Und auch das Wetter erschwert die Situation: Schnee soweit das Auge reicht und immer wieder neuer Schnee, der das Fahren auf den Straßen gefährlich macht und wichtige Spuren verdeckt. Ein spannender Winter beginnt für das Kommissaren-Team um Lukas Baccus und Theo Borg.

Die Geschichte war spannend aufgebaut und auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Es war gut und leicht verständlich geschrieben und man konnte als Leser mit raten, wer denn der Täter sein könnte. Immer wieder gab es Hinweise, die den einen oder anderen als Täter verdächtig machten oder wieder ausschlossen, doch bis zum Schluss war, zumindest für mich, nicht komplett klar, wer nun hinter all den Vorfällen steckt, wer alles darin verwickelt ist und welche Motive es dafür gab.
Auch die Charaktere waren interessant dargestellt. Ich kenne die ersten beiden Fälle von Lukas und Theo nicht, wodurch einige Hintergrundinformationen zu persönlichen Erlebnissen und den Kollegen fehlen, aber es stört nicht weiter beim Lesen. Bei beiden Kriminalkommissare waren mir sympathisch und es hat mir gut gefallen mit ihnen auf die Suche nach dem Täter zu gehen.
Der Kollege Marx allerdings ging mir ziemlich auf die Nerven, mit seinen ständigen biblischen Sprüchen konnte er bei mir nicht wirklich punkten, allerdings hat er für eine noch buntere Mischung der Personen gesorgt.

Insgesamt hat mir das Buch „Eisige Rache“ gut gefallen, auch wenn ich mir an der ein oder anderen Stelle ein wenig mehr Struktur in der Ermittlungsarbeit der Polizei gewünscht hätte.
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4.0 von 5 Sternen Ein spannender Krimi mit kleinen Schwächen, 5. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi (Broschiert)
Der neue Fall des saarländischen Ermittlungsduos Lukas Baccus und Theo Borg spielt dieses Mal im tiefsten Winter im stark verschneiten Saarland.
Hierbei geraten die beiden zunächst selbst in Gefahr als sie von einem harmlosen Besuch bei Theos Tante Katarina von Burweiler zurückfahren. Sie selbst sind Teil einer Treibjagd an deren Ende beide mit dem Leben davonkommen, aber eine andere Person erschossen zurückbleibt. Behindert durch den Schnee aber auch die verschlossenen Menschen gestalten sich die Ermittlungen der Mordkommission schwierig und bringen lange kein Ergebnis. Gleichzeitig werden weitere Morde verübt und die regionale Tageszeitung feuert die Ereignisse durch Titelgeschichten noch an. Die beiden gehen vielen Spuren und Verdachtsmomenten nach und kommen lange nicht weiter, bis sich dann drei Hauptverdächtige herauskristallisieren. In einem regelrechten Finale Furiosum werden die beiden Ermittler wieder selbst zur Zielscheibe und können den Täter dingfest machen.
Das Buch bietet eine weitgehend sehr spannende Krimihandlung und viele Handlungsstränge mit Wendungen. Zwischen dem zweiten und dritten Todesopfer, in der Mitte des Buches, hatte das Buch für mich erhebliche Längen, da die Ermittlungen auf der Stelle traten und damit die ganze Handlung, bis wieder ein Mord passiert.
Lange ist nicht klar, wie das Buch endet und wer der Mörder ist, was viel Spannung erzeugt. Das Ende fand ich aber etwas überzogen und sehr unrealistisch (kein Handy-Netz, Jagd auf die Kommissare, plötzlich dann doch Handy-Empfang etc.).
Der Stil der Autorin hat mir gefallen und auch die leicht lesbare Sprache. Die Figuren fand ich gut und detailliert ausgearbeitet und ihnen wurde viel Leben mitgegeben. Nervig fand ich mit der Zeit die andauernden Streits und Zänkereien in der Mordkommission, so z.B. zwischen Lucas und Theo, Andrea mit allen anderen, Allensbach mit Lucas u. Theo etc., aber auch die ständigen Bibelzitate von Marx. Ich dachte schon das sei ein Kasperletheater und keine professionell arbeitende Mordkommission.

Alles in allem aber ein sehr spannender Krimi (mit kleineren Schwächen), der für lange Wintertage (vor dem Ofen) eine gute Unterhaltung bietet.
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5.0 von 5 Sternen spannend und überraschend, 26. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi (Broschiert)
Spannend bis zum Schluss - Täter und Motiv entschlüsseln sich langsam. Die beiden sympathischen Kriminalkommissare in diesem Baccus-Borg-Krimi agieren ein bisschen überzwergig und eigentlich (was die eigene Sicherheit angeht) sogar unprofessionell. Aber so entsteht Spannung und ich will kein dokumentarisches Abbild von Polizeiarbeit lesen, sondern von Wendungen und Figuren überrascht werden. Und beides gelingt Elke Schwab locker, auch weil sie immer wieder Cliffhanger einstreut, Handlungen unterbricht und erst später wieder auf sie zurückkommt. Mitdenken ist angesagt und manchen Umweg zur Lösung bin ich gerne mitgegangen.

Mit den Figuren, die nicht immer zimperlich miteinander umgehen, wird man schnell warm, wen man es nicht ohnehin bereits vom vorherigen Band ist. Hier menschelt es ungemein und auch das passt ja gut ins Saarland, das sich in diesem Krimi tief verschneit präsentiert. Ich habe ihn übrigens bei sehr angenehmen Frühlingswetter gelesen. Passte auch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gute Krimi-Unterhaltung einer überaus sympathischen Autorin, 7. Januar 2014
"Eisige Rache" ist das zweite Buch, das ich von Elke Schwab gelesen habe. Ich kenne die Autorin persönlich und nein, meine Rezension ist nicht von meiner großen Sympathie für sie beeinflusst ;-).

Ich mag das Buch sehr gerne, habe es in zwei Tagen gelesen und der Unterhaltungswert ist sehr hoch. Mir gefallen eigentlich alle Charaktere, nur der ständig bibelzitierende Beamte ist mir persönlich ein bisschen too much - man möge es mir verzeihen.

Besonders ansprechend fand ich die teils bedrückende Schilderung der winterlichen Atmosphäre und die bis zum Schluß wirklich spannenende und kurzweilige Handlung.

Ich kann die Bücher von Elke Schwab nur empfehlen - mit viel Lokalkolorit und Herzblut geschrieben, das merkt man !!!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein dunkles Geheimnis, 18. Mai 2013
Von 
Thomas Lawall (Sinsheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi (Broschiert)
Lukas Baccus und Theo Borg stehen vor dem Elternhaus des Ermordeten. Eine kleine Menschenmenge hat sich dort bereits versammelt und beobachtet die beiden mit Argwohn. Endlich würde etwas getan werden, denn man sei wohl kein Freiwild im eigenen Dorf. Theo gelingt es gerade noch, seinen nicht gerade gut gelaunten Kollegen davon abzuhalten, die jetzt laut schimpfende Menge aufzumischen. Schließlich wären sie Fremde im Dorf und damit "so was wie Außerirdische".

Die beiden Kriminalkommissare werden von der Mutter des Opfers bereits erwartet und umgehend ins Haus eingelassen. Ob der Mörder schon gefasst sei, will sie wissen. Da die Beamten verneinen, lässt sie ihrer Verzweiflung freien Lauf. Viele würden jetzt unterstellen, dass ihr Sohn eine Mitschuld an seiner Ermordung tragen würde. Jemand, der nicht arbeiten ginge, und trotzdem ein gutes Auskommen hätte, würde sich in der Dorfgemeinschaft nicht gerade viele Freunde machen ...

Oskar Lohse hastete in wilder Flucht durch den Wald, nachdem er mit seinem Wagen auf schneebedeckter Straße in den Straßengraben fuhr. Man hatte auf ihn geschossen, doch der Angreifer begnügte sich nicht mit einem harmlosen Unfall. Im Gegenteil, er nahm die Verfolgung auf. Eine einsame Waldhütte konnte Oskar Lohse gerade noch erreichen, doch es war zu spät! Die Hütte war zwar einsam gelegen, aber nicht verlassen. Das Geschehen wurde also mehr oder weniger beobachtet. Wie es der Zufall will, waren die unfreiwilligen Zeugen auch noch ganz und gar keine Unbekannten ...

... weshalb mir (spätestens) an dieser Stelle die Handlung etwas zu unwahrscheinlich konstruiert zu sein scheint. Zufälle gibt es immer wieder, aber ganz und gar keine solchen. Da ein Kriminalroman aber in aller Regel ein reines Phantasieprodukt darstellt und dieser bekanntlich keine Grenzen gesetzt sind, muss (kann) man als Leser die angedeuteten Unwahrscheinlichkeiten letztlich doch akzeptieren. Wenn allerdings ein Journalist an aktiven Ermittlungsarbeiten teilnehmen darf und dies von entsprechender Stelle auch noch abgesegnet wird, bleiben zumindest Fragezeichen.

Aber solange der ständige Antrieb weiterzulesen, um dieser haarsträubenden Geschichte um ein dunkles Geheimnis in dem kleinen Dorf Buweiler endlich auf den Grund gehen zu können, besteht, hat das Buch immerhin seinen Zweck erfüllt. Der Weg dahin gestaltet sich aber, ganz anders als im Vorgänger "Mörderisches Puzzle", wesentlich anstrengender. Irgendwie wirkt die Geschichte nicht homogen und die Charakterzeichnungen der Figuren insgesamt etwas kantiger und unausgewogener. Dies findet beispielsweise Ausdruck in den mitunter sehr aufgesetzt wirkenden Auseinandersetzungen des Ermittlerteams, die sich in ebenso völlig überflüssigen, wie kindlich-naiven Streitgesprächen verlieren.

Auch der Umgangston zwischen Lukas Baccus und Theo Borg ist mitunter nicht der feinste. Unter langjährigen Kollegen kann ich mir gewähltere Umgangsformen oder zumindest solche vorstellen, die sich weniger ruppig gestalten und auf den gelegentlichen Austausch von Kraftausdrücken der unteren Schublade verzichten. Stattdessen wünscht man sich ausgefeiltere und tiefergehende Charakterprofile: Weniger Story - mehr Mensch. Schließlich sollten die Figuren nicht wie Statisten in der eigenen Geschichte wirken.

Da lobe ich mir doch den Sachverstand sowie den schrägen Humor der Autorin, welcher (wie gewohnt) mit einigen nicht unwesentlich geistreicheren Formulierungen punkten kann. Ob es nun Räuber- und-Gendarm-Spiele sind, die einst den kleinen Lukas Baccus auf die Idee brachten, Polizist zu werden, ein vermeintlicher Auftrag des Verkehrsministeriums, der sich mit der gewaltsamen Beseitigung alter Rostlauben beschäftigt, einem "Methusalem-Komplott" oder der Neugründung der "RAF", die sich heutzutage unter völlig anderen Vorzeichen definiert! Nicht fehlen darf in diesem Zusammenhang auch der Kollege Dieter "Bischof" Marx, der mit seiner liebenswerten Salbaderei im Krimi-Genre wohl eine Ausnahmeerscheinung darstellt, und in der Baccus-Borg-Reihe eine oscarreife Nebenrolle besetzt!

Auch wenn es "sachlich" wird, kann "Eisige Rache" punkten. In der Gerichtsmedizin wird nicht mit Einzelheiten gespart, selbst der Unterschied zwischen "Schuhabdruckspuren" und Schuheindruckspuren" wird erklärt, in Sachen Waffenkunde gibt es die eine oder andere Nachhilfestunde und vermeintliche Kleinigkeiten, die Regelungen - laut "Schießstandordnung des deutschen Schützenbundes" - in einem Schützenhaus betreffen, werden ebenfalls nicht ausgespart.

Besonders angenehm fallen die Ausführungen der Profilerin und Psychologin Dr. Silvia Tenner auf. Als ob ihren Part jemand anderes geschrieben hätte, gestalten sich die Texte hier plötzlich ungleich interessanter und ungleich anspruchsvoller (was das "bodenständige" Ermittlerteam natürlich gleich wieder in Rage bringt). Man kommt in Versuchung, sich künftig die "Frau Doktor" als Erzählerin zu wünschen!

Elke Schwab lockert einerseits mit diesen "Zutaten" den Verlauf aus zäher Ermittlungsarbeit und einer ganzen Reihe von falschen Fährten auf, gestaltet sie interessanter und lebendiger und zeugt andererseits mit ihrem Humor von einem gewissen Abstand ihrer eigenen Geschichte gegenüber, welche sie aus jener respektvollen Distanz mit einem Augenzwinkern betrachtet. Sich selbst manchmal nicht ganz ernst zu nehmen, zeugt von Stärke. Und jene dürfte so ganz nebenbei auch bedeuten, dass in Sachen Baccus-Borg das letzte Wort noch lange nicht gesprochen ist.
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Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi
Eisige Rache: Ein Baccus-Borg-Krimi von Elke Schwab (Broschiert - 4. Februar 2013)
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