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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Lesestoff!
Dieses Buch ist einfach großartig. Mit den Worten habe ich es letzte Woche meiner Mutter in die Hand gedrückt. Und gestern zurückbekommen mit dem Kommentar 'ich hab mich fast kaputtgelacht'. Die Geschichte, die Frank Jöricke hier erzählt ist nicht nur die Geschichte einer verschrobenen Familie, es ist auch DIE Geschichte. 1967-2003 werden auch...
Veröffentlicht am 18. Juli 2008 von K. Herbst

versus
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Flott geschriebene Langeweile
Dies Buch sollte weder mein noch ihr Bücherregal verstopfen, dass der Autor vor seinem Autorendasein Werbetexter gewesen sei, wird als positives Element im Klappentext angeführt, dies ist leicht zu glauben, denn Werbetexte kommen ja selten über die Länge eines vollständigen deutschen Satzes hinaus. Das schafft dieses Buch zwar durchaus, doch...
Veröffentlicht am 1. Januar 2008 von Ansgar Kreutz


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Lesestoff!, 18. Juli 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist einfach großartig. Mit den Worten habe ich es letzte Woche meiner Mutter in die Hand gedrückt. Und gestern zurückbekommen mit dem Kommentar 'ich hab mich fast kaputtgelacht'. Die Geschichte, die Frank Jöricke hier erzählt ist nicht nur die Geschichte einer verschrobenen Familie, es ist auch DIE Geschichte. 1967-2003 werden auch für mich als Kind der 80er greifbar und höchst unterhaltsam erzählt. Ich kann das buch einfach nur jedem empfehlen, nicht zuletzt, weil es auch ein schön gemachtes Hardcover zum verschenken ist, über das sich von 14-70 jeder freut. Zum Inhalt ist hier schon alles gesagt, also bleibt für mich nur noch ' lest das Buch, es macht riesen Spaß!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kurzweilige Literatur - Lachen garantiert, 26. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage (Gebundene Ausgabe)
Das Erstlingswerk von Frank Jöricke "Mein liebestoller Onkel..." hat mir, trotz anfänglicher Bedenken, sehr gut gefallen. Er erzählt die Geschichte einer durchgeknallten Familie von 1967-2003. Dabei kommt man so oft ins Schmunzeln, erkennt Szenen aus dem eigenen Leben wieder und manchmal muss man einfach herzhaft lachen. Trotzdem blieb bei mir nicht so viel hängen, was z.B. in den einzelnen Jahren passiert ist, so dass sich dieses Buch als kurzweilige Lektüre eignet, die sofort gute Laune bringt!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der unterhaltsamsten "Zeitreise", die ich je gemacht habe, 27. Oktober 2009
In dieser Geschichte führt uns Autor Frank Jöricke durch ganz 36 Jahre bundesrepublikanischer Geschichte, nämlich von 1967 bis zum Jahre 2003.
Dabei widmet er jedem Jahr sein eigenes Kapitel. Die einzelnen Kapitel beginnen immer mit den Worten "Im Jahr als..." und danach folgt dann ein mehr oder weniger bedeutendes Ereignis des jeweiligen Jahres. Mehr oder weniger bedeutend deswegen, weil der Super-GAU 1986 doch eine ganz andere Liga ist als beispielsweise Boris Becker Wimbledon-Sieg 1985. Auf jeden Falls aber ein Ereignis, das sicher jedem im Gedächtnis geblieben ist. Das habe ich als sehr praktisch empfunden, denn wenn es z.B. geheißen hätte "Im Jahren 1986", dann hätte ich das so zur Kenntnis genommen, mehr aber auch nicht. Mit diesen Ereignissen hat man dagegen ein richtiges kleines Aha-Erlebnis.
Gleich nach dieser Einleitung, schlägt Jöricke dann aber den Bogen hin zu seiner Familie und schildert, was sich bei ihnen in diesem Jahre zugetragen hat, was für sie von Bedeutung war.
Und dabei bekommt jedes Familienmitglied, Frank Jöricke selbst eingeschlossen, auf sehr direkte, aber humorvolle Art sein Fett weg. Die Komik liegt hier in erster Linie in den jeweiligen Begebenheiten und den Charakteren, zum großen Teil aber auch in der gewitzten, sprachlichen Gewandtheit, in der Frank Jöricke sie schildert.
Da es sich bei den einzelnen Personen um ganz normale Menschen handelt, die sich über die Jahre hinweg tapfer durchs Leben geschlagen haben, dürfte man in ihnen leicht auch eigene Bekannte, Verwandte oder gar sich selbst wiedererkennen. So bleibt die Reise durch so viele Jahre jederzeit greifbar. Ich habe mich jedenfalls ab dem Kapitel "1985 - Boris Becker" immer wieder bei einem erinnerungsvollen Nicken ertappt.

Ingo Naujoks liest die verrückten Geschichten der skurrilen Bagage und liefert dabei einen sehr guten Job ab. Einerseits liest er so locker weg, dass man meinen möchte, er erzähle einfach so drauflos. Gleichzeitig gelingt es ihm aber auch, den listigen Humor und die Ironie in Frank Jörickes Text einzufangen und eins zu eins an den Hörer "weiterzureichen".
Mir hat es wieder sehr großen Spaß gemacht, Ingo Naujoks zuzuhören. Er hat eine solch markante Stimme, die sich von vielen anderen Hörbuch-Sprechern so deutlich unterscheidet, dass ich noch jedes Hörbuch mit ihm als erfrischend anders empfunden habe.

Das Hörbuch umfasst sechs CDs plus die obligatorische mp3-CD.
Beim Layout hat man sich an das des Buches gehalten. Leuten, die das Buch gelesen haben, wird die CD-Box so sicher sofort ins Auge fallen.
Generell finde ich das Outfit nicht sonderlich gelungen. So schlicht der Hintergrund ist, so wirr präsentiert sich der Bereich mit dem Titel. Um den Text mit den "hüpfenden" Buchstaben zu lesen, habe ich schon dreimal hinsehen müssen und die grell bunten Flecken machen einem das auch nicht gerade leichter.
Auf der Rückseite und beim Booklet hat man erfreulicherweise auf dieses bunte Wirrwarr verzichtet und so kann man den Rückentext ebenso gut lesen wie die Kapitelauflistung

Fazit: Ich war skeptisch diesem Hörbuch gegenüber, einfach weil ich (Jahrgang 1978) das erste Drittel an Jahren gar nicht erlebt habe und dachte, deshalb keinen Zugang dazu zu finden. Zudem bin ich kein Fan geschichtlicher Abhandlungen und auch das habe ich ein wenig von diesem Hörbuch befürchtet. Doch haben sich beide Bedenken innerhalb von Minuten als unsinnig herausgestellt und ich kann nur sagen, dass ich noch nie einen solch unterhaltsamen Streifzug durch über 30 Jahre Deutschland mitgemacht habe.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chronik eines Landes und einer Familie, 13. Dezember 2008
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage (Gebundene Ausgabe)
Zu den Stärken des Buches gehören die vielen, gelungenen Aphorismen. "Kennen wir uns eigentlich?" schreibt der Protagonist mit neunzehn an seine erste, große Jugendliebe, nachdem der Verlauf der Ereignisse diese Liebe entzaubert hat. Und ja, denkt man als Leser, diesen Satz hätte man selbst auch noch ein paar Jahrzehnte später einer Frau mitgeben sollen, als sie mit dem größten Langweiler von allen abzog. Nur man selbst ist natürlich nicht drauf gekommen. Deshalb vielleicht gibt es Leute, die schreiben mit Recht Bücher, und andere, die schreiben nur Rezensionen.

Derart kurze, knackige Kommentare finden sich fast am Ende jedes der kleinen Kapitel, die jeweils ein Jahr im Leben des Erzählers und seiner Familie beschreiben. 1967 beginnt es mit einer Geburt und einem gesellschaftlichen Aufbruch. Das letzte Jahr im Buch ist das Jahr 2003 - ein Jahr des Klimawandels und der Bilanz. Nicht alle der Figuren erreichen dieses Ende, ohne Schaden davon zu tragen. Und bei weiteren Figuren ist das Ende der Geschichte wohl auch noch offen. Es sind im Wesentlichen acht Personen, von denen hier über immerhin dreieinhalb Jahrzehnte erzählt wird. Es geht um zwei Paare, miteinander verwandt, mit jeweils einer Tochter und einem Sohn. Dazu kommt noch die Landschaft, in der diese Familie wohnt, der Hunsrück, der in diesem Buch eine eigene Rolle spielt. Das ist viel Stoff für eine Geschichte von gut 200 Seiten. So hat man manchmal als Leser den Wunsch, mehr zu erfahren über die Entwicklung der Personen. Oft erscheint einem daher die Geschichte mehr als eine Chronik denn als der Roman, der einem auf dem Cover eigentlich versprochen wird. Manches wird gerafft wiedergegeben, erscheint plötzlich und unvermittelt, nicht immer sind alle Motivationen klar. Aber dann kommt wieder einer dieser klasse Sätze und man muss als Leser lachen und ist mit dem Buch wieder im Reinen.

Der Eindruck einer Chronik wird auch dadurch verstärkt, dass sich in jedem der kleinen Jahreskapitel auch ein Thema gibt, das den jeweiligen Zeitgeist erläutert. Die meisten dieser Themen kommen einem aus den üblichen Revivals im Fernsehen doch recht bekannt vor. Studentenunruhen und sexuelle Befreiung, Boris Becker und Easy Listening finden sich hier. Die Wende, das Internet und die Börseneuphorie sind gut dargestellt. Auch diese Passagen sind clever geschrieben, inhaltlich erscheinen sie dem Leser aber nicht immer neu. Aber immerhin leisten sie doch einiges für die Geschichte. Menschen agieren vor dem Hintergrund ihrer Zeit. Und diese hat sich im Verlauf der Jahrzehnte doch sehr gewandelt. Manchmal bietet gerade die spezifische Stimmung eines bestimmten Jahres für das Handeln eine Motivation, die dann nicht mehr ausdrücklich erklärt werden muss. Das Buch ist dann umso besser, je mehr die beiden Elemente, die Chronik der bundesdeutschen Gesellschaft und die Chronik der Familie zusammenfinden.

Und genau in diesen Momenten spielt dann auch der Hunsrück eine Rolle. Irgendwie ist das alles auch ein Roman über die Provinz. Aber es ist ein Roman, in dem die Leute nicht in der Provinz verbleiben, sondern ihr Glück in der Welt draußen suchen. Natürlich ist die Familie, die alle zusammen hält, an den Ort ihrer Herkunft gebunden. Das schöne ist, dass sich die Protagonisten aber nicht mit dem Wohlfühlen dort begnügen. Vom Hunsrück aus hat man einen weiten Blick in die Welt. Und so kann man dort in der Welt auch aktiv nach dem Glück im Leben suchen. Leider kann man dabei auch mal Scheitern. Doch wenn man das nicht könnte, würde sich der Kampf um das Glück vielleicht auch nicht lohnen. Es ist diese Erkenntnis, die sich mir am Ende des Buches als Leser aufdrängt, und das ist es dann, was das Buch - trotz ein paar Bedenken meinerseits über das Format der Chronik als Weg zur Erzählung einer Geschichte, die auch einen Roman verdient hätte - lesenswert macht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsamer Ausflug in die eigene Kindheit, 16. Februar 2011
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Nerviger Papierkram, also schlechte Laune, also muss witzige Lektüre her. Da kam mir dieses Buch gerade recht. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Frank Jöricke brachte mich auf unterhaltsame Weise in meine Kindheit zurück (ich bin Baujahr 1961). Fast jedem der ein Jahr umfassenden Kapitel ist ein damals aktuelles politisches Ereignis vorangestellt, so dass man gleich wieder in die jeweilige Zeit zwischen 1967 und 2003 versetzt wird. Und das setzt sich durch die erzählten Familienereignisse fort. Wahrscheinlich hat jeder uns die jeweiligen skurrilen Typen in der Verwandtschaft. Und auch die Kindheit in der Provinz ähnelt sich offensichtlich in allen Bundesländern.
Eine Erinnerung nach der anderen wurde durch das Buch geweckt. Ob nun die Auswirkungen der antiautoritären Erziehung, die dazu führten, dass ich einen so erzogenen Klassenkameraden einmal einlud und nie wieder, die Discowelle mit der entsprechenden Mode, über die ich lieber den Mantel des Schweigens lege, die leidigen Pakete an die Ostverwandtschaft, in die all die teuren Schokoladensorten gepackt wurden, die ich nie bekommen habe, die Anfänge des Feminismus'
Frank Jöricke schreibt witzig, mit trockenem Humor, oft zum Schreien komisch, dabei aber nie abwertend.
Einziger Nachteil: Der nervige Papierkram blieb liegen, weil ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte'
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Janis Joplin im Reihenhaus, 25. Oktober 2007
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage (Gebundene Ausgabe)
Der Opa des Ich-Erzählers war in Stalingrad. Und ist gerade noch rausgekommen. Wie die meisten seiner Generation redete er vom "Studentenpack". Das war 1967 und ist das Jahr, in dem Jörickes Buch beginnt. Pro Jahr ein Kapitel und immer beginnt es mit Weltbewegendem. "Am Tag, als Janis Joplin starb", damit beginnt 1970. Um dann fortzufahren: "unterschrieb mein Vater den Kaufvertrag für unser Reihenhaus".

Jöricke verquickt ganz banalen Alltag in der Provinz Hunsrück mit der Weltpolitik. Bora Cosic hat das in "Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution" ebenfalls getan, aber ansonsten meines Wissens keiner.

Dabei sind Familienromane doch so beliebt und füllen die Short- wie die Longlist des deutschen Buchpreises. Bei manchen hat man auf Seite 3 bereits das Gefühl, auch die folgenden 497 Seiten zu kennen. Das ist bei Jöricke nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, man sollte ihn nicht in der S-Bahn lesen, unmotivierte Heiterkeitsausbrüche verstören die Mitreisenden und vermutlich vergisst man auszusteigen.

Das Leben von Normalos wird vorgestellt, die mitlaufen und dabei ihren eigenen Wahnsinn produzieren. Der Onkel, der die sexuelle Revolution mit pfälzer Chefsekretärinnen feiert und dank Viagra sein letztes Abenteuer besteht; der Vetter, der mit "high sein, frei sein" startet und im Samtanzug endet; die Pharmakologin-Cousine, die mit Hormonen Mutter werden will, aber leider schwängert der Freund versehentlich eine andere; dem Vater, dem bei lauter Beton verbauen die Frau abhanden kommt und manchem anderen, der ebenfalls im kleinen seine Weltkatastrophe erlebt. Wie alle großen Komödien sind auch diese manchmal zum Heulen.

All das wird nicht nur witzig erzählt, sondern lässt auch das Lebensgefühl der verschiedenen Jahre wieder aufleben. Mit wenigen Strichen verbindet er die großen Ereignisse mit der kleinen Welt seiner Familie. Ein Familien-, ein historischer Roman der ungewöhnlichen Art. Ein Buch, das vielleicht nicht in die Literaturgeschichte eingehen wird, aber den Leser grandios unterhält und obendrein einen treffenden, ganz eigenen Blick auf die deutsche Vergangenheit wirft.

(C) Hans Peter Roentgen
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!!, 21. Mai 2008
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage (Gebundene Ausgabe)
Endlich hat mal jemand in sehr humorvoller Art eines geschafft: Eine Mischung aus den geschichtlichen Begebenheiten der Jahre 1967 bis 2003 und der Schilderung einer ziemlich normalen Reihenhausfamilie, in der sich mit Sicherheit viele Leser wiedererkennen werden.

Dank des Autors durfte ich persönlich mich an Dinge erinnern, wie den ersten Spanienurlaub 1975, an Boris Beckers ersten Sieg in Wimbledon, an die Anfänge von Michael Jackson und und und.... als Kind der 69er war ich eben dabei!

Würde mich jemand nach der Schreibweise von Herrn Jöricke fragen, so würde ich sie als charmant lustig, leicht gepfeffert, trocken, rasant und vor allem sehr gut gewählt beschreiben. Bei den Sexszenen (ja, die gab es tatsächlich auch!) nahm er nur ein ganz kleines Blatt vor den Mund, wobei er dabei eine sehr charmante Art und Weise hat, sie verblümt darzustellen, ohne dabei irgendwie "billig" oder "kitschig" zu wirken. Mir kam es fast vor, als würde er mit seinen Worten flirten und sehr oft zwinkert er dem Leser mit seinen Sätzen auch zu.

Ich habe an soooo vielen Stellen dieses Buches laut lachen müssen. Das kenne ich sonst nur von lustigen Frauenbüchern, aber auch von Tommy Jaud und Sven Regener. Und gerade mit den beiden würde ich Herrn Jöricke, rein humoristisch gesehen, sehr gerne auf eine Stufe stellen.

Es ist mir sehr leicht gefallen, das Buch recht zügig zu verschlingen. Zwei Nächte mit Herrn Jöricke und die Welt ist für mich in Ordnung ;-) Von Kapitel zu Kapitel (die übrigens sehr kurz gehalten sind, was mir persönlich sehr gefällt), wuchs die Neugier und die Lust auf "mehr". Und das bekam ich! Ich fand es äußerst witzig, dass die Kapitel am Ende immer noch einen "Cliffhanger" hatten, bei dem man einfach schmunzeln mußte.

Wenn mich die Schuldirektoren dieser Welt um meine Meinung fragen würden, dann würde ich sagen, dass dieses Buch mal anstatt der langweiligen Geschichtsbücher in den Schulen als Pflichtlektüre ausgegeben werden sollte. SO würde lernen doch wenigstens Spaß machen!!

Leider ist es (bisher) das einzige Buch des Autors, aber ich hoffe und bete, dass es nicht das letzte sein wird. Herr Jöricke: Ich brauch mehr von Ihnen und möchte gern noch weitere Nächte mit Ihnen verbringen ;-) Und ja, ich fand es am Ende des Buches schade, dass es schon zu ende war.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In einem Rutsch ..., 8. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage (Gebundene Ausgabe)
Frank Jöricke hat seine Geschichten um den liebestollen Onkel, den kleinkriminellen Vetter und den Rest der Bagage so schön portioniert wie Maggi seine Tassensuppen: Kleine, feine Happen, in denen immer genau soviel passiert, wie man auf einmal vertragen kann. Unter Titeln wie "Disco", "Feminismus", "Neuer Markt" oder "Boris Becker" begibt sich der Leser auf eine Zeitreise, die die wichtigsten Etappen der letzten dreieinhalb Jahrzehnte mundgerecht portioniert.

Hat aber nichts genützt: Ich habe - begünstigt durch einen ereignisarmen Urlaub - das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Und dann wird aus dem lustigen Mosaik plötzlich ein Roman über das große Ganze: Das Leben, die Liebe und die Welt an sich. Verbreitet von einem Icherzähler, der sich als altkluger Sonderling outet und das "Große Ganze" (das er selbst nach eigenen Angaben bereits mit neun Jahren durchschaut hat) so gründlich durch den Kakao zieht, dass man sich vor Lachen den Bauch halten muss. Da hat einer erstaunlich gut aufgepasst in den letzten dreieinhalb Jahrzehnten, und dann auf den Punkt gebracht, wie es so war: Schön schrecklich halt.

Ein Buch für alle, die gern Revue passieren lassen - und die außerdem über eine stabile Lachmuskulatur verfügen!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbare Zeitreise durch 40 Jahre BRD, 19. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage (Gebundene Ausgabe)
In jedem Jahr gibt es Ereignisse, die sich nicht nur in den alljährlichen Jahresrückblicken wiederfinden, sondern an die man sich auch noch Jahre später erinnert. Und nicht nur das, bei besonders tragischen oder bedeutenden Ereignissen weiß man auch noch ganz genau, was man zu dem Zeitpunkt gemacht hat, als man davon erfuhr. Frank Jöricke nimmt den Leser mit zu den Großereignissen der letzten 40 Jahre (angefangen in seinem Geburtsjahr 1967 bis ins Jahr 2003) und erzählt von den privaten Geschehnissen, die parallel in seiner Familie passierten. "Am Tag als..." so beginnt jedes Kapitel, in dem von den skurrilen, aber liebenswerten Familienmitgliedern berichtet wird, die man im Laufe der Jahre ins Herz schließt und in denen man sich oder eigene Verwandte oder Bekannte in manchen Szenen - nicht zuletzt wegen des herrlich authentisch beschriebenen Zeitgeistes der einzelnen Jahre - durchaus wiedererkennt. Das Gerüst der politischen und gesellschaftlichen Ereignisse wird mit Amüsantem, aber auch Traurigem gefüllt, das die Ereignisse auf der Weltbühne verblassen lassen kann. "'Mein liebestoller Onkel,..."' ist ein origineller und zugleich ironischer wie liebevoller Roman einer etwas anderen Zeitreise, in der Schmunzeln und Kopfschütteln sich abwechseln und der sich fast wie von selbst liest. Im Anhang werden die einzelnen Ereignisse jeden Jahres noch einmal aufgegriffen und sind mit einem Tipp zum Weiterlesen, -schauen, -hören versehen, was das Lesevergnügen ideal abrundet. Bitte mehr davon!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hörbuch schlägt Buch, 6. Oktober 2009
Mein liebestoller Onkel wird in der Ich-Form erzählt. 'In der Regel ist diese Perspektive besonders geeignet, ein Identitätsgefühl mit dem Erzähler beim Leser zu wecken.' (Wikipedia)

Klingt plausibel. Der Haken an der Sache: Diese Aussage lässt sich nicht pauschal auf Hörbücher übertragen. Leider. Viele Hörbücher kranken daran, dass die Stimme des Sprechers nicht zum Ich-Erzähler passt. Unbewusst stört man sich daran und greift lieber zum Buch.

Entsprechend skeptisch war ich beim liebestollen Onkel. Denn der Ich-Erzähler ist eine harte Nuss. Er ist vorlaut, altklug und schnoddrig, aber auch selbstkritisch und selbstironisch. Diesen widersprüchlichen Charakter realistisch wiederzugeben, ist keine einfache Aufgabe.

Ingo Naujoks, bekannt durch den Niedersachsen-Tatort, meistert sie. Es ist das reine Vergnügen ihm zu lauschen. Das 'Identitätsgefühl mit dem Erzähler' stellt sich schon nach wenigen Minuten ein. Man macht sich seine Weltsicht zu eigen, sympathisiert mit ihm, obwohl er auch unsympathische Züge hat. Doch genau das ist Naujoks' Leistung: Nur durch seine Stimme und seine Intonation stellt er einen faszinierenden, vielschichtigen Charakter in allen Facetten dar. Der einzige Wermutstropfen: Die sechseinhalb Stunden sind viel zu schnell rum. Bitte Nachschub, Ingo!
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Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage
Mein liebestoller Onkel, mein kleinkrimineller Vetter und der Rest der Bagage von Frank Jöricke (Gebundene Ausgabe - 24. August 2007)
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