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4.0 von 5 Sternen Ein anderer Titel hätte es diesem Buch leichter gemacht
Lajos Egris Werk hat einen leicht irreführenden Titel. Das ist womöglich der Grund, warum etliche Leser so enttäuscht davon sind. Das gesamte Buch dreht sich fast ausschließlich um eins, die Figurenentwicklung. Dies aber ausführlich und detailliert, wie nirgendwo anders. Egri zerpflückt die Struktur des Menschen, in psychologischer Akribie,...
Veröffentlicht am 2. Februar 2008 von Juli

versus
27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Klassiker - und das merkt man!
"Literarisches Schreiben" ist aus den 1960er Jahren und das merkt man dem Buch streckenweise doch ziemlich stark an! Die Beispiele klingen manchmal arg wie Filme aus den 1950er Jahren; von „Gleichberechtigung in der Ehe" hält Lajos Egri auch nicht viel.
Als Einstieg ins Schreiben fand ich das Buch nur begrenzt geeignet, da es sich sehr stark auf die...
Veröffentlicht am 21. August 2005 von Christiane L


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34 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein anderer Titel hätte es diesem Buch leichter gemacht, 2. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung (Broschiert)
Lajos Egris Werk hat einen leicht irreführenden Titel. Das ist womöglich der Grund, warum etliche Leser so enttäuscht davon sind. Das gesamte Buch dreht sich fast ausschließlich um eins, die Figurenentwicklung. Dies aber ausführlich und detailliert, wie nirgendwo anders. Egri zerpflückt die Struktur des Menschen, in psychologischer Akribie, bis ins kleinste Detail. Dabei kommt er auf eine simple Formel: Wichtig sein ist wichtig.
Das gleichnamige 4. Kapitel ist für mich das Beste und entscheidenste in diesem Buch. Es bündelt einen wichtigen Teil der Psychologie des Menschen (und der Figur), in leicht verständlicher Sprache. Die Essenz dieses Kapitels, versucht Egri anschließend in vielen Kapiteln und Beispielen zu verdeutlichen, zu erhärten und zu beweisen. Das führt zu einem gewissen Gefühl der Wiederholung und einer, im mittleren Teil empfundenen, Langatmigkeit des Werkes.
In seinen Beispielentwürfen liegt die größte Schwäche des Buches (und der Fehler des Titels), denn von originellen Entwürfen und überzeugender Handlung keine Spur. Vielmehr fragt man sich wie jemand überhaupt auf die Idee kommen sollte, aus solch langweiligen Voraussetzungen eine Story zu machen. Egri tendiert dazu, hier erkennt man das Vorbild das er James Frey gab, zuerst die Lebensgeschichte einer Figur zu entwickeln und niederzuschreiben und genau dort bleibt er stecken. Es folgen keine Ansätze, in Folge, interessante Ideen zu entwickeln. Die Stärke der Beispiele liegt allein in den Erkenntnissen, die sich daraus für die Figurenentwicklung erkennen lassen. Erst auf den letzten 17 Seiten bringt Egri, dem Leser, noch ein paar allgemeine "Prinzipen des Schreibens" dar, als würde eine ungeliebte Pflicht abgehakt.
Wer das Buch nicht unter falschen Voraussetzungen zu lesen beginnt, weil er eine umfassende Schreiblehre erwartet, sondern den klaren Schwerpunkt der Figurenentwicklung und die Selbsterkenntnis, durch die psychologischen Aspekte, zu schätzen weiß, wird die Anschaffung dieses Buches nicht bereuen.
Um unter solchen Voraussetzungen Egri sich selbst empfehlen zu lassen, dieses Zitat:
"Der Mensch ist so komplex wie das Universum. Er geht nicht nur ins Theater, Kino oder liest ein Buch, um unterhalten zu werden, sondern auch, um sich selbst besser zu verstehen."
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34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Charaktere schaffen als Voraussetzung für eine gute Story, 7. November 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung (Broschiert)
Das Buch verblüfft, weil es keine typische Schreibanleitung ist, die alles brav gliedert - Plot, Figuren, Dialoge, Perspektive usw. - sondern ganz unkonventionell den Leser ins Buch unbd in Egris Schreib-Workshop hineinzieht. Das ist schon ungewöhnlich für ein Lehrbuch!
Die These von Lajos Egri: nur wem gute Charaktere gelingen, kann eine gute, fesselnde Story schreiben, ist die Grundlage dieses Buchs. Das klingt simpel, ist es aber ganz und gar nicht. Das kann jeder nachprüfen, der die Flops analysiert, die gerade wieder die Buchhandelsregale füllen: Nabel, Nabel, Nabel. Aber wen interesiert das? Richtig: keine Leser/innen, allenfalls den Ego-Autor selbst. Egri schreibt, was Menschen motiviert, warum sie sich so (emotional und irrational) und nicht anders verhalten. Wunderbar!
Das ist auch wertvoll, wenn man gerade einen kleinen Schreibstau hat, man wird ganz schnell wieder auf die Grundlagen fesselnden Schreibens zurückgeführt; Lass Dich von Deinen Figuren führen. Hat Dein Hauptcharakter zu wenig "Charakter", ist er zu flach oder unglaubwürdig, geht auch die Story nicht voran und das erkennt man ganz schnell, wenn man Lajos Egri liest.
Egri kann die psychologischen Grundlagen menschlichen Verhaltens so gut beschreiben und durch seine vielen Beispiele lebendig werden lassen, dass man nach dem ersten Lesen das Buch noch einmal langsam und ganz bewusst lesen möchte. Und es ist auch beim zweiten Lesen keine Spur langweilig, im Gegenteil: Das ist schon fast ein Nachteil: Das Buch liest sich so gut, dass man es erneut verschlingt! So lernt man fast nebenbei wie man gute Figuren schafft - und fesselnd schreibt.
Dieses Buch vermittelt mehr (und schneller) übers Schreiben als eine ganze Bibliothek poetologischer Betrachtungen - hier geht's ganz praktisch sofort in den Stoff!
Ich habe übrigens sein früheres Buch, Die Kunst des dramatischen Schreibens, ebenfalls gekauft - und kann es nur empfehlen.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Klassiker - und das merkt man!, 21. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung (Broschiert)
"Literarisches Schreiben" ist aus den 1960er Jahren und das merkt man dem Buch streckenweise doch ziemlich stark an! Die Beispiele klingen manchmal arg wie Filme aus den 1950er Jahren; von „Gleichberechtigung in der Ehe" hält Lajos Egri auch nicht viel.
Als Einstieg ins Schreiben fand ich das Buch nur begrenzt geeignet, da es sich sehr stark auf die Figuren und deren Charakterisierung konzentriert; Handlung, Plot, Aufbau eines Romans sind für Egri eher Randthemen.
Sehr gut gefallen haben mir die vielen Beispiele dafür, wie man Figuren entwickelt, wie Konflikte entstehen, wie Spannung aus Figuren aufgebaut wird.
Mein Fazit: Ein Buch, das angehende Autorinnen und Autoren als Hintergrundinformation und auch Nachschlagewerk in ihrer Bibliothek stehen haben sollten, aber kein zentrales Lehrbuch für creative writing.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert, 4. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung (Broschiert)
Der Titel des Buches führt etwas in die Irre, da es in erster Linie um die Entwicklung glaubwürdiger Charaktere geht; andere wichtige Elemente wie Spannungserzeugung oder Konfliktaufbau bleiben außen vor und werden im letzten Kapitel schnell nachgeschoben, quasi als kleine Zusammenfassung, um dem Titel gerecht zu werden (der auch im Englischen in die Irre führt). Das Hauptanliegen des Autors ist also die Charakterentwicklung, diese führt er exemplarisch und bis ins kleinste Detail in mehreren Kapiteln aus. Dabei werden vor allem auch die psychologischen Aspekte einer Figur beleuchtet, von den Ereignissen in der Vergangenheit hin zur Umwelt, um zu verstehen, wie eine Figur handelt, was interessant zu lesen ist und ausführt, wie durchgezeichnet eine Figur (für den Autor) sein muß, um glaubwürdig zu sein. Allerdings wiederholt sich Egri dabei ziemlich oft und kaut dem Leser seine Thesen fast schon gebetsmühlenartig immer wieder vor, bis man schon im Schlaf weiß, was er uns sagen will, zudem kamen mir die psychologisch perfekt durchkonstruierten Figuren, die er beispielhaft entwirft, bisweilen etwas übertrieben vor, so daß ich manchmal Schwierigkeiten hatte, mir eine solche Figur vorzustellen oder eine Geschichte, in der sie auftauchen könnte. Trotzdem ein interessantes und lesenswertes Buch, das man rasch durchgearbeitet hat und mit dem Gefühl zur Seite legt, etwas Neues gelernt zu haben.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Roman- und Drehbuchautoren!, 19. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung (Broschiert)
Die Grundlage von Egris Buch ist die Erkenntnis, dass es Charaktere sind, die die Geschichte erzählen: Ohne lebendige, glaubwürdige Figuren keine Story, kein Plot. Egri nennt das "dreidimensionale Figuren", die eine körperliche, soziale und eine seelisch-geistige Dimension haben. Und tatsächlich sind es ja die starken Charaktere in einer Geschichte (nicht die Geschichte an sich), an die wir uns erinnern, in der Literatur wie im Film. Deshalb findet man auch immer wieder Hinweise auf Lajos Egris Buch in Fachbüchern über Kreatives Schreiben, aber auch über das Drehbuchschreiben. Egri gelingt die Entwicklung der Charaktere geradezu spielerisch anhand seiner Beispiele und vermittelt so sein Credo, dass jede Hauptfigur eine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben muss.
Ich habe Egris Buch bei einem Roman-Workshop kennen gelernt, der Workshopleiter verwendete das Buch und wir waren fasziniert, wie sich die Beispiele weiterentwickeln ließen - in dem Buch stecken unzählige gute Figuren und Geschichten - es kann nicht nur als Lehrbuch dienen, es ist auch eine Quelle der Inspiration.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, elktrisierend und motivierend, 17. Januar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung (Broschiert)
Ich habe verschiedene Bücher über das Kreative Schreiben gelesen - Egri übertrifft alle. Das Buch ist wie ein Intensivseminar über das Schreiben - halt, nicht ganz: Wer als Autor selbstverliebter Texte eine Stilkunde sucht, ist hier fehl am Platz. Wer aber lesend lernen will, wie lebendige Figuren geschaffen werde, die die Handlung vorantreiben - der ist hier richtig. Dafür lasse ich jedes sogenannte "Verdammt gute" Buch, das sich im übrigen auf Egri bezieht und ihn immer wieder zitiert, stehen. Lesen Sie Egri, wenn Sie die Zeit Ihrer Leser nicht verschwenden möchten!
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen viele Beispiele für wenige Thesen, 6. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung (Broschiert)
Wie schon der Titel sagt: das Buch enthält sehr viele, farbenfrohe und schön zu lesende Beispiele. Diese sollen die ständig wiederholten Thesen (bauen Sie dreidimensionale Figuren, jeder Mensch strebt nach Sicherheit und wichtig sein ist für ihn das Wichtigste, Konflikte, Konflikte und nochmals Konflikte die das Motiv der Sicherheit und des Wichtig seins verdeutlichen)bekräftigen.

Sagen wir es einmal so: die zwei Sterne aus zwei Gründen:

- das Buch ist schön flüssig zu lesen und die Beispiele machen auch wirklich Spaß und reißen mit

- ein paar neue Thesen zum Schreiben, wie man Figuren und Geschichten entwickeln kann, habe ich erhalten

den Punktabzug gibt es aus folgenden Gründen:

- an vielen Stelle hätte ein Beispiel genügt

- an anderen Stellen hingegen (vor allem in Gesprächen zwischen Autor und Dozent), wird für mich nicht alles deutlich

- ich habe schon beim ersten Erklärungsversuch begriffen, dass für Lajos Egri Sicherheit und das Wichtig sein, eben das wichtigste ist

kurz gesagt: ein 207 Seiten Buch habe ich in Stichpunkten auf 6 Seiten zusammen gefasst (wobei sehr viel doppelt vor kommt und ich es sicher nochmals auf die Hälfte reduzieren kann)

dennoch hat es mir einige neue Aspekte und vor allem auch Ideen gebracht, auf die man noch achten sollte. Was das Schreiben (vor allem Schreibstil) selbst angeht bin ich allerdings durch dieses Buch überhaupt nicht weitergekommen.

Hingegen Ideen wie man sich noch mit seinen Charakter vertraut machen kann, und welche Metoden man anwenden könnte, haben mir schon sehr geholfen und ich denke einige davon werde ich sicher verwirklichen.

Ich werde meine Geschichten allerdings weiterhin nicht einzig auf Konflikt zwischen Antagonist und Protagonist ausrichten, wie Egri dies häufig als lohnend bezeichnet.

Ein Essay des Buches, mit wenigen Beispielen, welches das Wichtigste zusammen fast, hätte durchaus genügt zu lesen.
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24 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine Wolfzeit der Worte, 17. Oktober 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung (Broschiert)
Mit großer Vorfreude begann ich, den "Klassiker" (?) zu lesen, dessen Name mir vielzitiert und oft gerühmt begegnet ist und dessen Autor ein Meister seines Fachs zu sein versprach. Eines vorweg: Für mich als Autoren, der KEINE Krimis oder Thriller schreibt, war dieses Buch eine herbe Enttäuschung. Wie kommt das?
Schon auf den ersten 50 Seiten fällt Egris penetrante, fade schmeckende Einstellung dem Menschen gegenüber ins Gewicht, der für ihn - und zwar sowohl in der Literatur als auch im wahren Leben - ein bloßes triebgesteuertes, sicherheitsbesessenes, stets ums Überleben kämpfendes und zumeist kühl-grausames Wesen zu sein scheint. Ständig sind seine Menschen auf der (für ihn ohnehin zum Scheitern verurteilten) Suche nach Lebenssicherheit und werden dabei getrieben von zermürbender, alarmbereiter Unsicherheit. Sie werden verfolgt und zersetzt von ihrem Überlebens- oder "Selbsterhaltungs"-Trieb. Jeder scheint für Egri dem anderen ein Wolf zu sein - der alte, öde Spruch "homo homini lupus" läßt grüßen - denn alles, was für einen anderen Menschen getan wird, so behauptet Egri an einer Stelle, dient in Wahrheit dem Handelnden immer nur selbst. Jegliche guten Vorsätze, jegliche positiven Gefühle, wie Liebe, Optimismus, Großzügigkeit, Mitgefühl, egal was - alles wird von Egri subtil zugunsten eines zutiefst pessimistischen, mißtrauischen Menschenbildes zum Negativen hin pervertiert, und das so oft und so lange, bis es dem kritischen Leser zum Halse heraushängt. Wäre Egri auf das "Recht des Stärkeren" oder die "Selektion" eingegangen, so hätte es kaum verwundert, denn eindeutig gibt er sich als Anhänger Darwins zu erkennen. All diese Einstellungen, Behauptungen und subtilen Färbungen weise ich auf das herzlichste zurück und verweise dabei nur auf alle Bücher oder Biographien, die eben nicht von Egris angeblichen Ur-Problemen geprägt, bewegt oder beeinflußt sind, sondern ihre Kraft, ihren Erfolg oder ihre Besonderheit dem Positiven, dem wunderhaften oder dem mitfühlenden Wesen verdanken.
Problematisch ist gewiß, daß Egri seinen fragwürdigen Lebensansatz in ein Buch über Literarisches Schreiben packt. Das Buch liest sich eher wie eine schnüffelnde, kühl die Beweggründe menschlichen Handelns sezierende Psychoynalyse fiktiver - das heißt für Egri: realer - Personen, wobei diese Analyse durchaus sehr oft dilettantisch wirkt, weil Egri ständig Weiß mit der Existenz von Schwarz zu erklären versucht (Zwischenfarbtöne gibt es für ihn nicht, von Farben ganz zu schweigen).
Natürlich bleibt die Anleitung zum Literarischen Schreiben, die das Buch zu sein vorgibt (auch im englischen Titel "The Art of Creative Writing"!), dabei ohnehin weit auf der Strecke. Egris vielbewunderte Beispiele beziehen sich immer und immer wieder auf zwei Eheleute, die zu bald scheitern, weil dies ohnehin vorherbestimmt ist, und meist bringt der Mann am Ende seine Frau um. Egris Analysen scheinen lediglich psychologisch zu sein, ihr schwarz-weißer Dilettantismus dürfte allerdings in Wahrheit nicht einmal die Fachleute interessieren. Die Kunstgriffe literarischen Schreibens läßt das Buch praktisch gänzlich außer Acht und fällt dabei mit seiner unerträglichen Schnäkerei an der angeblichen, verklausuliert postulierten inhärenten Wolfsgesinnung des Menschen auf die Nerven. Es mag sein, daß in Egris anderem "Klassiker", "Dramatisches Schreiben" ("The Art of Dramatic Writing"), eine Erklärung dafür zu finden ist: Ich wette, er stützt sich darin vor allem auf die (vielleicht aristotelische) Tragödie und weidet sich an Konflikt, Wendepunkt, Katastrophe (an Katharsis vermutlich weniger). Ich werde es nie herausfinden, da ich mir dieses zweite Werk um Gottes willen nicht auch noch antun werde.
Fazit: Über 200 Seiten unerträgliches, überflüssiges Geplauder, das viele Leute loben und bewundern - nur ich nicht.
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20 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbst Tote haben Eigenschaften!, 11. November 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung (Broschiert)
Das Buch hat unser Seminarleiter, ein nicht ganz unbekannter Schriftsteller, mitgebracht und daraus zitiert, ja schon fast eine Lesung gemacht, viele von uns waren fasziniert, der eine oder die andere konnten nicht viel damit anfangen, weil sie "intuitiv" und nicht "geplant" schreiben wollten.
Vermutlich ein Mißverständnis, denn Egri plädiert gar nicht für ein intellektuelles Schreiben, vielmehr geht es ihm darum, die Figuren sprechen zu lassen, sie so lebendig zu gestalten, dass sie die Handlung voranbringen!
Ausgangspunkt unseres Krimi-Seminars war die Aufgabe, eine Hauptfigur und ihren Widersacher zu schaffen - und dafür ist das Buch goldrichtig! Voller Beispiele und ganz praktisch - das Buch habe ich erst später, mit einigem Abstand gekauft und kann es nur empfehlen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Naja, 14. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung (Broschiert)
Ich hatte dieses Buch aufgrund einer anderen Rezension gekauft. Ich bin schon länger schriftstellerisch tätig, war aber wirklich enttäuscht. Die Beispiele waren weder originell noch so interessant beschrieben, dass man am liebsten sofort zum Griffel greifen würde - insgesamt ein sehr lahmes, langweiliges Buch. Außerdem häufig haarsträubend psychologisierend und dabei auch noch oft dem Klischee folgend. Starke und interessante literarische Charaktere entstehen sicher nicht, wenn man Küchenpsychologie betreibt! Fachmännische Persönlichkeitsprofile werfen da bestimmt mehr ab an Verwertbaren. Und an Ratgebern fürs Schreiben gibt es ebenfalls wesentlich Besseres auf dem Markt, z.B. "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" (nur, um mal einen Vergleich zu nennen). Leider, leider war das hier nur eine Anschaffung für die Mülltonne.
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Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung
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