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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seine Nase tanzt ihm auf der Nase herum...
Der Barbier Iwan Jakowlewitsch findet am 25. März, wie der Erzähler akribisch vermerkt, im frischgebackenen Brot eine Nase. Wie sie da hineingeraten ist, weiß er nicht, aber als Barbier hat er in dieser Hinsicht natürlich ein schlechtes Gewissen und lässt das mutmaßliche corpus delicti verschwinden. Damit fängt die Geschichte aber erst...
Veröffentlicht am 10. August 2005 von weiser111

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen recht verschiedene Erzählungen
Diese beiden Erzählungen sind von ihrer Wirkung her recht verschieden. Während es sich bei der "Nase" um eine eher läppische Geschichte handelt, bei der einem Offizier aus unerfindlichen Gründen seine Nase abhanden kommt, die später aus genauso unerfindlichen Gründen wieder an ihrem Platz ist, einer Geschichte also, die fast schon...
Veröffentlicht am 30. März 2008 von helmut seeger


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Seine Nase tanzt ihm auf der Nase herum..., 10. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Nase (Taschenbuch)
Der Barbier Iwan Jakowlewitsch findet am 25. März, wie der Erzähler akribisch vermerkt, im frischgebackenen Brot eine Nase. Wie sie da hineingeraten ist, weiß er nicht, aber als Barbier hat er in dieser Hinsicht natürlich ein schlechtes Gewissen und lässt das mutmaßliche corpus delicti verschwinden. Damit fängt die Geschichte aber erst an -- denn zur selben Zeit erwacht der Kollegienassessor Kowaljow und vermisst seine Nase. Als ob das nicht genug des Ärgers wäre, trifft er seine Nase bald darauf wieder -- sie spaziert seelenruhig durch Petersburg und, was das Allerschlimmste ist: Sie tut das im Range eines Staatsrats, steht also in der peinlich genau beachteten Rangfolge der russischen Bürokratie einige Ränge über ihm!
Was nun folgt, ist eine aberwitzige Jagd des Herrn Kollegienassessors, in der ein satirisches Glanzlicht nach dem anderen das Zwerchfell des Lesers strapaziert; ein Meisterwerk des grotesken Humors. Man kann diese Geschichte nicht nacherzählen, man muss sie lesen.
Der Clou besteht nämlich darin, dass Gogol diese Erzählung auf idiomatischen Wendungen aufbaut; wie im Deutschen gibt es auch im Russischen zahlreiche Wendungen der Art "auf der Nase herumtanzen", "eine Nase für etwas haben" usw. Gogol nimmt seine Muttersprache wörtlich und konstruiert daraus einen burlesken Alptraum.
Ganz klar also, dass diese Erzählung, wie fast das gesamte Werk Gogols, den Übersetzer auf eine harte Probe stellt. Ich kenne einige deutsche Übersetzungen, keine davon ist misslungen, aber am Knackpunkt m ü s s e n sie allesamt scheitern: Die russische Nase ist männlich (jedenfalls, was die Grammatik betrifft), und Kowaljows Kalamitäten mit seinem alter ego lassen sich daher partout nicht kongenial eindeutschen. Daher sollte man dem Relam-Verlag für diese zweisprachige Edition die Füße küssen, denn wer ein wenig Russisch kann, hat hier die Möglichkeit, den Originaltext ohne den lästigen ständigen Griff zum Wörterbuch lesen zu können. Ein übriges tun der ausführliche Anmerkungsapparat und das kenntnisreiche Nachwort.
Wer kein Russisch kann, solte sich aber nicht abschrecken lassen, denn auch die Übersetzung rettet den Großteil der "Nase" ins Deutsche hinüber.
Also: Liebe Leser, stecken Sie Ihre Nasen in Gogol "Nase"! Sie werden's nicht bereuen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Russische Literatur vom Feinsten, 23. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Nase / Der Mantel (Gebundene Ausgabe)
In dieser Ausgabe kann man gleich zwei von Gogols berühmtesten Erzählungen genießen; Die Nase und Der Mantel. Thematisch passen die Geschichten bereits gut zusammen; in beiden verliert der Protagonist etwas für ihn wichtiges und versucht es wieder zu finden. Die Menschen und Behörden die er dabei jedoch um Hilfe bittet, erweisen sich als inkompetent und korrupt.

Die Nase handelt von einem Offizier der eines Morgens aufwacht und feststellen muss, dass sein Riechorgan verschwunden ist. Schockiert über diesen unerklärlichen Vorfall setzt er nun alles daran seine Nase wieder zu finden, selbst vor einer Anzeige in der Zeitung schreckt er nicht zurück. Dann begegnet er seiner Nase auf offener Straße, die wie ein feiner Herr gekleidet ist und zudem noch eine bessere Stellung inne hat als er selbst.

Die Geschichte strotzt nur so vor Ironie und skurrilem Humor. Die Sorgen des Protagonisten und seine Versuche seine Nase zurück zu erlangen, sind absurd und in gewisser Hinsicht logisch zu gleich. Oftmals bricht man über der Lektüre in Gelächter aus. Langeweile kommt mit Sicherheit keine auf. Da die Erzählung zudem nicht besonders umfangreich ist, lässt sie sich sehr schnell durchlesen (dies gilt für beide Erzählungen).

Der Mantel hingegen greift ein ernsthafteres Thema auf. Ein armer aber fleißiger Beamter, dessen Leben nur aus Arbeit besteht, ist gezwungen sich einen neuen Mantel fertigen zu lassen, da sein alter nicht mehr zu retten ist. Anfangs sehr unglücklich über diese Idee, muss er allerhand Entbehrungen auf sich nehmen, um das Geld zusammen zu sparen. In dieser Zeit der Entbehrung blüht er jedoch regelrecht auf, hat er nun ein Ziel auf das er hinarbeitet und das er erreichen möchte; den neuen eleganten Mantel. Schließlich gelingt es ihm genug Geld bei Seite zu legen und sein Vorhaben zu verwirklichen. Lange kann er sich jedoch an seinem Mantel nicht erfreuen; bereits am folgenden Tag wird ihm dieser von Dieben gestohlen.

Auch diese Erzählung enthält viel des für Gogol typischen Humors. Dennoch regt sich im Leser Mitleid wenn er von den verzweifelten Versuchen des Protagonisten liest, der nichts weiter will als seinen Mantel zurück zu erlangen.

Jedem der sich für Russische Literatur oder Weltliteratur im allgemeinen Interessiert kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei dieser Ausgabe ebenfalls optimal, da es sich hiebei um eine Version mit Hardcover handelt und nicht um ein gewöhnliches Taschenbuch. Ein Buch, das die fünf Sterne auch wirklich verdient.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Nase läuft... davon. Und macht Karriere., 28. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Nase (Taschenbuch)
Russische Erzähler sind, sieht man von Epigonen wie Dostojevskij oder Tschechov einmal ab, in den meisten Fällen in Deutschland mehr als einfach nur unbekannt: sie werden auch chronisch ignoriert. In den neuen Bundesländern mag das zuweilen noch anders sein, aber auch dort geht der Russischunterricht den Bach herunter, und mit ihm sämtliche erstrebenswerten Kenntnisse der russischen Literatur. Umso begrüßenswerter ist und bleibt es, daß der Reclam-Verlag diesem Untergang sein Fähnchen entgegen- und den Rettungsring bereithält. So erscheinen immer wieder wichtige Werke der russischen Literatur (in lesbarem Umfang) als zweisprachige Ausgaben in Russisch und Deutsch - zu erschwinglichen Preisen. Darunter also: Die Nase. Iwan Jakowlewitsch findet sie eines morgens in dem Brot, das er gerade aufgeschnitten hat. Weil es ihm furchtbar peinlich ist, in seinem Zimmer eine fremde Nase herumliegen zu haben (zumal er Barbier ist - er könnte sie ja abgeschnitten haben), wirft er sie in die Newa. So weit, so gut. Derweil erwacht der Kollegienassessor Kowaljow und stellt fest, daß ihm leider seine Nase über Nacht abhanden gekommen ist. Schlimmer noch, sie wandelt inzwischen als menschliches Wesen durch die Stadt und gelangt gar in den Rang eines Staatsrates... Aber ich will gar nicht mehr verraten. "Die Nase" ist ein höchst vergnügliches Werk russischer Literatur, daß man mit halbwegs brauchbaren Russischkenntnissen auch im Original lesen kann - und sonst hilft ja die deutsche Übersetzung gleich rechts daneben. Das Buch ist mit hilfreichen Anmerkungen, einem (sehr) knappen Literaturverzeichnis und einem ausführlichen Nachwort versehen, welches das Werk auch in den literarhistorischen Kontext einbettet. Für Interessierte kann das das Vergnügen nur erhöhen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Geniestreich!, 4. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Nase: Eine Petersburger Novelle nebst Entwürfen und einem Nasen-Fragment (Taschenbuch)
Es ist die erste Geschichte der Absurdität, welche die Weltliteratur hat. Und wie bei allen Absurden, so ist auch "Die Nase" nicht einfach ein Scherz. Vielmehr wird mit einer einzigartigen satirischen Schärfe Beamten- und Bürgertum beleuchtet. Das Zwerchfell schmerzt vom Lachen - und der Hals, weil das Lachen dort oft stecken bleibt.

Peter Urbans Übersetzung ist die einzige in deutscher Sprache, die dem russischen Original gerecht wird. Sie gibt Gogols Tonfall in all seinen Facetten wieder und behält doch den elgant leichten Erzählduktus.

Das muss man gelesen haben!
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5.0 von 5 Sternen --, 13. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Nase: Eine Petersburger Novelle nebst Entwürfen und einem Nasen-Fragment (Taschenbuch)
eine beeindruckende ausgabe der friedenauer presse wie alle titel von dort. die nase ist sicherlich eine der besten Novellen, die je geschrieben wurden neben dem taugenichts und tonio kröger
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5.0 von 5 Sternen Klasse!, 11. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Nase (Taschenbuch)
Für die Vertiefung der Russischkenntnisse relativ gut geeignet. Aller Anfang ist schwer und man wird wohl erst von dem russischen Text "erschlagen" werden, aber sobald man sich damit etwas länger befasst hat, wird man schnell merken, dass plötzlich das (Vor-)Lesen flüssiger ist und dass man auch hinter so manch merkwürdige Satzstrukturen kommt und versteht, warum es nun z.B. ein Präpositiv und kein Akkusativ ist. An manchen Stellen wird man sich häufiger wundern, denn hin und wieder wurde etwas freier übersetzt, bzw. in der dt. Übersetzung scheinen die "kleinen" russ. Wörter auf einmal keine Bedeutung zu haben. Daran muss man sich auch gewöhnen und dann im Notfall auch mal googlen oder in die Grammatik schauen, um zu verstehen, was denn da los ist.

Nun aber zu der Geschichte selbst: Amüsant, überspitzt, surreal. Wie es in der kleinen Zusammenfassung so schön heißt: "Die Selbstverständlichkeit, mit der Ungeheuerliches vorgetragen wird, scheint Kafkas -Verwandlung- vorwegzunehmen."
5 Sterne!
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4.0 von 5 Sternen Klassische Erzählungen, 10. Oktober 2011
Von 
Timo Brandt "Ways are, there you go" (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Nase / Der Mantel (Gebundene Ausgabe)
Wie sicherlich schon andere vor mir, war ich bei der Lektüre von "Die Nase" doch sehr enttäuscht. Wo war er, der fast schon sprichwörtliche Witz? Hatte ich mich zu sehr auf die Handlung und zu wenig auf die Anspielungen am Rande, den Schalk zwischen den Zeilen, das Situationskomische konzentriert?
Nachdem ich die Erzählung noch mal gelesen habe, stellte sich bei mir immer noch kein Lachanfall ein, höchstens vielleicht die eine oder andere Stelle las ich etwas anders.

Das mag daran liegen, dass sich gerade ein stilistischer Humor, der weniger Pointen, denn Fingerzeige kennt, schwer zu übersetzen ist. Ich möchte nicht sagen (Ich habe die Erzählungen in der Zweitausendeinsausgabe gelesen, übersetzt von Alexander Eliasberg und Friedrich Fiedler), dass es unmöglich ist. Aber für mich tut sich der angepriesene Humor nicht einfach da und wenn man den Humor suchen muss, ist zumindest der Witz, der spontane Teil des Humors, schon mal weg.

Wie auch schon andere hat mich daher vor allem die Erzählung "Der Mantel" begeistert. Neben "Das Portrait" ist es Gogols stärkste Erzählung; knapp, vollendet und mit einer Art von Tragik/Komik, die die ganze Zeit auf sehr lebendige Weise an den Leser heranzutreten vermag. Allein schon wegen dieses kleinen Juwels, lohnt sich der Kauf.

Ich denke, dass Gogol schon ein bedeutender russischer Autor war. Zwar bewegen sich seine Erzählungen nicht auf ganz so extravaganten Pfaden, wie mancher es darstellt - ja, Gogol ist sogar, zumindest aus heutiger Sicht, auffallend klassisch (im formalen und literarischen Sinne) - doch steckt in seinen besten Erzählungen eine große Kraft. Wahrscheinlich hat der Unterschied zwischen den Erzählungen sowohl mit der Übersetzbarkeit, als auch mit der Qualität zu tun.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen recht verschiedene Erzählungen, 30. März 2008
Von 
helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Nase / Der Mantel (Gebundene Ausgabe)
Diese beiden Erzählungen sind von ihrer Wirkung her recht verschieden. Während es sich bei der "Nase" um eine eher läppische Geschichte handelt, bei der einem Offizier aus unerfindlichen Gründen seine Nase abhanden kommt, die später aus genauso unerfindlichen Gründen wieder an ihrem Platz ist, einer Geschichte also, die fast schon dadaistische Züge trägt, ist der "Mantel" von ganz anderem Gewicht.
Nicht nur Dostojewskis Aussage "Wir sind alle Kinder des Mantels" wegen ist diese Geschichte an den Wurzeln der großen russischen Erzählungen anzusiedeln. Ein armer Beamter, nicht besonders helle, fleißig, aber von geringem Verdienst, muss sich einen neuen Mantel anschaffen, da der alte nicht mehr repariert werden kann. Nach langen Entbehrungen und harten Sparmaßnahmen hat er das Geld schließlich beisammen und kauft sich den Mantel, der ihm aber auf dem Heimweg von einem Feste, das einer seiner Vorgesetzten ausgerechnet aus diesem Anlass gibt, von Räubern gestohlen wird. Seine Apelle an die korrupten, unfähigen und unwilligen Rechtsinstanzen verhallen ungehört und - ohne Mantel - verkühlt er sich und stirbt kurz darauf unbeachtet. Da Gogol in seinen Erzählungen nicht ganz vom Phantastischen lassen kann, verfolgt darauf hin noch sein Geist einen der Schuldigen an seinem Tode.
In ihrer Lakonie ist diese Geschichte symptomatisch und - abgesehen vom metaphysischen Ende - hätte sie auch Tolstoj geschrieben haben können.
Ohne Zweifel ist sie in ihrer Schilderung des Elends der unteren Schichten, ihrem Mitleiden mit den Bedrückten und der detaillierten Schilderung des sozialen Hintergrunds der damaligen russischen Gesellschaft stilbildend. Der "Mantel" ist zugleich eine Satire auf das kleine Beamtentum und auf die Dummheit, aber auch ein ernsthafter Spiegel der Eitelkeit und Ineffizienz des russischen Beamtenapparats.
Gogol fügt - im Gegensatz zu seinen großen Erben - noch ein metaphysisches Element hinzu, das an Kafka erinnert.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mantel zum Lesen, 1. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Nase / Der Mantel (Gebundene Ausgabe)
Muss man gelesen haben. Die Verarbeitung des Buches sehr gut. In gebunderner Form sehr langlebig und immer wieder aufregend zu lesen.
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3 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schöne Aufmachung, unschöne Erzählung, 28. Januar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Nase: Eine Petersburger Novelle nebst Entwürfen und einem Nasen-Fragment (Taschenbuch)
In Nikolaj Gogols "Die Nase" findet der Barbier Ivan Jakovlevic in seinem Frühstücksbrot die Nase eines seiner Kunden, des Kollegienassessor Kovalev ("Ein außerordentlich merkwürdiger Vorfall"), "es war eine Nase, eine richtige Nase! und noch dazu, wie ihm schien, eine bekannte Nase". Um allen Konflikten zu entgehen, wirft er die Nase in die Neva. Kovalev hat sich inzwischen auf die panische Suche nach seiner Nase begeben, die sich unerklärlicherweise zu einem Staatsrat gemausert hat. Beide begegnen sich, und das gilt als eine der Höhepunkte dieser seltsamen Geschichte, in der Kazaner Kathedrale, die sprechende Nase in Uniform, Kovalev sprachlos, "'Sie sind doch meine eigene Nase!' Die Nase musterte den Major und runzelte die Brauen. 'Sie irren, sehr geehrter Herr. Ich bin mir selbst genug. Außerdem kann es zwischen uns keinerlei engere Beziehungen geben. Nach den Knöpfen Ihrer Vizeuniform zu urteilen, müssen Sie in einem anderen Departement dienen.'" Der eigentliche Höhepunkt der Erzählung ist sicher der Moment, in dem Kowaljow im Spiegel den Verlust seiner Nase bemerkt, "die Nase fehlte!".
Diese dreizehnte Eindeutschung des Goglschen Werkes bietet neben munteren Illustrationen (Aquarell und Radierungen von Horst Hussel) einen umfangreichen Kommentar über Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der "Nase", außerdem bislang nicht übersetzte Entwürfe und das Vorwort der Erstveröffentlichung. Die Aufmachung des Buches ist seine Stärke; der Text kann nicht anders als ein wenig origineller, unsinniger Scherz verstanden werden.
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Die Nase: Eine Petersburger Novelle nebst Entwürfen und einem Nasen-Fragment
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