Kundenrezensionen

24
4,2 von 5 Sternen
Hotel Monopol: Roman
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Oktober 2012
Alexander Wall ist mit diesem Buch etwas seltenes gelungen. Er stellt eine Welt glaubwürdig dar, die für die meisten Leser nicht die eigene Lebenswelt ist. Das Hotel Monopol ist ein Lokal in einem Rotlichtviertel einer norddeutschen größeren Stadt nicht weit von Hamburg. Caspar, der Ich-Erzähler, ist der Besitzer und Betreiber des Monopols. Er hat aber nicht das wahre Monopol im Viertel, sondern wird ständig von seinen zwielichten "Freunden" aus dem Zuhältermilieu besucht und muss Schutzgeld bezahlen. Caspar merkt erst am Ende, wie sehr ihn seine angeblichen Freunde über den Tisch gezogen haben. Nach der gefühlt viermillionsten gezogenen Kokslinie und den dazugehörigen horizontalen Leibesübungen gibt es gegen Ende des Buches eine Leiche. Diese Halbwelt-Geschichte ist nicht mit leichter Hand geschrieben. Gerade das macht sie so eindringlich. Dieses Buch gibt eine tiefen Einblick ins wilde Single- und Kriminellenleben. Es ist ein hartes Buch, das man nicht so einfach weglesen kann, weil es wirklich tief rein geht. Vielleicht sind ein bisschen zu viel Drogen im Spiel. Das kolumbianische Pulver wird hier schon sehr stark verherrlicht. Daher nur vier Punkte.
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am 8. September 2013
Wall führt den Leser in eine Welt, mit der er normalerweise nur unwissentlich in Berührung kommt. Die Hauptperson Caspar hat eine Kneipe in einem Viertel eröffnet, das nicht zu den edelsten gehört. Folglich bevölkern Randfiguren, Lebenskünstler, Scheidternde und Kleinkriminelle Caspars Lebenswelt. Er selber hat sich angepasst, nur selten schimmert Kritik an dieser Umgebung auf, in der das Koksen zum Alltag gehört. Wall schildert seine Charaktere nicht direkt als Ganzes; erst mit Fortgang der des Romans kann man die jeweilige Figur richtig einordnen. Das gilt auch für Caspar, aus dessen Blickwinkel sich das Geschehen ausbreitet. Als Leser erwartet man eine Fortentwicklung der Lebensumstände Caspars, ein Art Selbstkritik, aus der sein Leben eine Änderung erfährt. Nichts dergleichen geschieht. Auch Caspars Liebe zu seiner Bedienung Lisa bleibt unerfüllt, weil Caspar sich diese nicht eingestehen mag. Als er schließlich doch erkennt, dass er Lisa liebt, ist es zu spät.
Mich hat gefesselt, wie Wall die Handlung indirekt ausbreitet und den Protagonisten eine positive Entwicklung verweigert. So bleibt dem Leser viel Spielraum für eigene Mutmaßungen. Wegen des ein wenig frei im Raum schwebenden zunächst unverständlichen Prologs ziehe ich einen Stern ab, dennoch möchte ich Walls Buch weiterempfehlen.
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am 14. Dezember 2013
Eigentlich finde ich dieses Buch bzw. den Inhalt gar nicht schlecht. Was mir aber mißfällt: für Drogenkonsumenten wird dieses Buch ein Fest sein. Mich langweilte es aber ziemlich schnell, dass die Hauptfigur außer Koks zu konsumieren und zu beschaffen nicht wirklich mehr macht. In mir schlich sich sogar der Verdacht ein, dass das Hauptthema davon total verdrängt wurde.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Januar 2010
Wall gehoert mit seinem Roman "Hotel Monopol" zu der Gattung von Autoren, mit denen man Popliteratur, Underground, Slam verbindet. Doch inhaltlich unterscheidet er sich von diesen positiv. Harte Inhalte mit weichen Toenen ohne Effekthascherei kennzeichnen sein Werk. Der Inhalt ist schnell erzaehlt: Caspar eroeffnet eine Kneipe und erfuellt sich damit einen Lebenstraum. Doch der Traum wird schnell zum Albtraum, denn von der ersten Minute an geht es ums Ueberleben. Die Hauptfiguren seiner Geschichte sind Randexistenzen, mit denen man im normalen Leben nicht zusammentreffen moechte, die jedoch zum Klientel seines Restaurants gehoeren, das sich im Rotlichtviertel befindet: Zuhaelter, Psychopathen, Nutten, Durchgeknallte, Schlaechter, Moerder, Kriminelle, Kokser, Asoziale ... Menschen mit Werten, Normen und Verhaltensformen, die uns fremd erscheinen. Der einzig positive Charakter ist der Betreiber des Hotels Monopol Caspar, der uns durch normale Wuensche, Illusionen, Aengste und Verhaltensweisen nahe scheint. Doch sein Name ist Programm (Caspar = Kaspar). Von niemandem wirklich ernstgenommen, wird er zum Spielball der Randexistenzen, die ihn benutzen und ausnehmen. Dennoch bleibt Caspar sich und seinen Werten treu, auch wenn er sich seinem "kranken" Umfeld nicht entziehen kann. Geradezu sensibel beschreibt Wall den taeglichen Kampf Caspars, als Mensch bestehen zu bleiben. Doch das scheint hoffnungslos in einer Welt, in der der Staerkste (Asoziale) das Sagen hat. Die logische Konsequenz daraus ist sein Ausstieg aus einer Szene, fuer die er gleichzeitig zu schwach und zu stark ist.
Walls Charaktere sind hervorragend gezeichnet. Haufig nicht sympathisch, aber markant. Der Satzbau Walls ist am Anfang gewoehnungsbeduerftig, was jedoch durch Ironie, Sprachwitz und Esprit seines Werkes mehr als kompensiert wird.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. September 2009
Ich las den Roman schon 2006 als Hardcover und habe mir jetzt auch noch
einmal die Taschenbuchausgabe bestellt. Es ist ja schon erstaunlich, wenn
man dem Verlag glauben will, wer da zwischenzeitlich alles begeistert auf
Hotel Monopol reagiert hat (Welt am Sonntag, Financial Times etc.). Die
Banderole auf dem Taschenbuch mit den ganzen Rezensionen drauf ist übrigens
aufgedruckt.
Ich habe die rasante Fahrt mit Caspar durch die Rotlichtgassen und seine
Provinzcafeküche gerne ein zweites Mal gemacht. Die Erlebnisse des
Cafe-Besitzers sind aber auch wirklich eine besch.... Katastrophe. Die
erotischen Szenen sind satt und deftig ebenso die immer rauen Sitten der
Gäste-Klientel.
Ich möchte Hotel Monopol wärmstens empfehlen. Sehr aktuell, aber ebenso auch
eine gelungene Zeitreise für Leute wie mich, die die Gastroverhältnisse in
der Provinz in den 1990ern selbst erlebt haben.
Hier erfährt man auch mal, was der Kneipen-Chef so alles hinter der
Küchentür getrieben hat. Wobei man sich manchmal garnicht mehr so sicher
ist, ob man das in dieser Dichte wirklich wollte ... Toll!
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18 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. November 2006
Ein guter Roman ist immer eine eigene Welt. Und in dieser gärt es gewaltig. Nicht nur dass sie bevölkert ist, von den genretypischen Durchgeknallten, Coolschwätzern und Halbweltlern, die alle ihren eigenen Film fahren – zumeist bis zum Filmriß. Und, was den Protagonisten angeht, zumeist grandios an die Wand. Alexander Wall fängt mit Vollgas an, cruised dann gemütlich durch Kiez und Gastro-Szene und entwickelt zum Finale ein erzählerisches Tempo, dass einem geradezu schwindelig wird und sich das Herz zusammenkrampft.

Die Oberfläche dieses Roman-Planeten ist cool, abgeklärt, manchmal auch verkrustet. Es wird ausgiebig in Banalitäten gebadet. Doch immer wieder explodiert plötzlich ein Satz, dringt tief unter die Oberfläche und legt einen brodelnden Kern frei. Der persönliche und gesellschaftliche Wahnsinn wird kurz fühlbar und – zum Glück – nicht intellektualisiert, sondern gleich wieder verdrängt. Das hinterlässt umso tiefere Spuren...

Was man da liest, ist Popliteratur. Allerdings. Alles ist gut lesbar, cool. Aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass das Genre damit gesprengt ist. Manch ein Satz ging einfach zu tief.
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12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. November 2006
Was soll man noch groß erzählen über ein Buch, das einen so gefesselt hat, dass man es in einem Stück gelesen hat?

Ganz am Anfang vielleicht die Erkenntnis, das man anspruchsvolle Literatur auch lesbar schreiben kann!

Zweitens die angenehme Feststellung, einem neuen, in dieser schonungslosen Offenheit noch nicht dagewesenen Schreibstil zu begegnen und drittens das beunruhigende Gefühl in einem Roman realer deutscher Gegenwart begegnet zu sein.

Der Ich-Erzähler Caspar ist keiner mit dem man sich auf Anhieb identifizieren will. Wall will sich nicht auf diesem Wege in die Herzen seiner Leser vorpirschen. Es wird sogar bisweilen äußerst unangenehm dem Erzähler durch seine Abgründe zu folgen. Aber, und das ist es vielleicht, was die herausragende Qualität bestimmt: Alles kommt einem glaubwürdig vor. Man erfährt taucht tief ein in den Schmutz der Hinterhöfe und Bierkeller und kann sich immer darauf verlassen, das einen Alexander Wall irgendwann wieder heraus führt.

Es sei ihm verziehen, wenn das mitunter etwas länger dauert!"

Die Frage bleibt allein, wann Hotel M. das publikum bekommt, das es verdient.

Tolles Buch!
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11 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Über dieses Buch, seine Entstehung, den Autor usw. möchte ich gerne mehr erfahren. Das Buch beginnt mit einem Prolog der beschreibt, wie ein Freier in einem Hurenzimmer von einem Zuhälter zusammengedroschen wird, um dann grün- und blaugehauen im hohen Bogen auf die Pflastersteinstraße eines norddeutschen Fachwerkhäuser-Puffs hinausgeworfen zu werden.

Verschärfend wirkt die lakonische, irgendwo im Unabwendbaren verankerte Stimmung des Ich-Erzählers. Von Anbeginn an wird dem Leser klar, hier erzählt kein Held, hier prahlt niemand, hier findet überhaupt keine Identifikation statt - diesen Gefallen tut uns der Autor nicht. Die maximale Identifikation entsteht aus einem begrenzten Mitgefühl für alle Protagonisten. Verlierer zwar, aber es beschwert sich keiner. Wall läßt niemanden jammern.

Im ersten Teil wurde das Tempo merklich gedrosselt. Das Geschwindigkeitsversprechen des Prologs erfüllt sich erst deutlich später - dann aber mit vielfacher Kraft! Und das ist gut so, tut dem Buch gut!

Also: Anfangs werden Personen aus dem Umfeld eines neuzueröffnenden Cafes irgendwo in Norddeutschland im Rahmen kurzer wirklich amüsanter, spannender und gefühlvoller Erzählungen vorgestellt. Die Geschchten verweben sich dann im zweiten Teil zu fesselnden und intensiven Blitzlichtern aus der Halb- und Unterwelt, die besonders durch eines beeindrucken: Authentizität!

Am tiefsten ging für mich die Erkenntnis, dass das, was mir anfangs fast klischeehaft und streotype vorkam in kürzester Zeit ..RICHTIG WIRKLICH WAHR und scharf beobachtet vorkam.

Ich kan und möchte hier nicht zuviel verraten, aber ich kann mir kaum vorstellen, das diese Geschichte jemanden unberührt lassen kann. Aber Seltsamerweise ist man nach der letzten Seite irgendwie unbefriedigt, man will mehr, irgendwas Tröstliches, etwas Heldenhaftes, Abschließendes. Da hat der Autor tatsächlich drauf gesch... . Das werden ihm viele nicht verzeihen. Andere wiederrum werden Wall dafür lieben - 100%!

Das er uns nichts Tröstliches gönnt, , passt aber unbedingt zum Verlauf des Buches.

Also - Wall bettelt nicht um geneigte Leser, sein Ich-Erzähler ist nie Vorbild oder Hero. Dazu gehört Mut. Gefälligkeitsschreibe ist das nun wirklich nicht. Aber GEIL. SO GEIL WIE LANGE NICHT MEHR! Deshalb: Lesungen, Talk Show, Taschenbuch, Hörbuch, Film Wann gibts mehr?
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Juli 2009
Dies war mein erstes Buch, auf welches ich durch die Amazon-Tags gestoßen bin. Interessante Erfahrung! Ich hatte mir aufgrund des Deckeltextes und einiger Rezensionen ein leicht surrealistischen Werk vorgestellt. Nun, diese Erwartung wurde enttäuscht, aber belohnt wurde ich mit einer wirklich packenden Geschichte, die in einem gekonnt eigenwilligen Stil geschrieben wurde.
Ein paar mal bin ich grantig geworden - weil mich jemand beim Lesen stören wollte.
Alexander Wall ist der erste Schriftsteller der es versteht, Bandwurmsätze so zu schreiben, dass ich mich nach wenigen Seiten komplett daran gewöhnt hatte. Und nicht nur das: Ich habe dieses Stilmittel bei solch einer Art von Geschichte und bei Walls einzigartiger Formulierungskunst, wirklich zu schätzen gelernt.
Für mich ist diese Buch ein gelungener Versuch, sich über einige schriftstellerische Grundsätze hinwegzusetzen und etwas Neues zu schaffen.

Nun bin ich auf der Suche nach mehr Lesestoff dieser Art.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. April 2011
Selten habe ich mich so auf das Weiterlesen gefreut. Eien Fortsetzung kann ich mir nicht vorstellen, würde sie aber blind kaufen.
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