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5.0 von 5 Sternen Manhattans Programm, 6. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Delirious New York: Ein retroaktives Manifest für Manhattan (Taschenbuch)
Die deutsche Übersetzung, von dem von Rem Koolhaas 1979 verfassten Buch: „Delirious New York: A Retroactive Manifesto for Manhattan“, die 1999 erschienen ist, handelt von einem New York, wie viele es kennen aber noch nicht sinnlich wahrgenommen haben. Man könnte das Buch als einen Versuch verstehen, eine urbane Philosophie von Manhattan darzustellen.
Koolhaas war vor der Veröffentlichung des Buchs als Drehbuchautor und Journalist tätig. Außerdem arbeitete er im Städtebauinstitut Peter Eisenmans, in dem er wohlmöglich einen theoretischen Zugang zur Architektur bekam.
Mit der Veröffentlichung dieses Werkes wurde Rem Koolhaas bekannt und bewegte sich nun auf Augenhöhe mit bekannten Architekturdenkern und Theoretikern. Heute ist Koolhaas als Architekturtheoretiker, Architekt und Professor tätig. Mit dem von ihm gegründeten Büro OMA (Office for Metropolitan Architecture) realisiert er als Architekt Projekte, die nicht nur in der Fachwelt Anerkennung bekommen.
Für Koolhaas ist in Manhattan das Phänomen entstanden, dass mehrere Funktionen und Ästhetiken aufeinanderprallen. Dieses Phänomen ist auch in seinen, in den darauffolgenden Jahren entwickelten, Architekturentwürfen erkennbar.
Koolhaas geht vorerst genauer auf die Entstehung von Coney Island ein. Die Insel war anfangs von der Dichte, wie sie in Manhattan mit der Zeit entstanden ist, verschont geblieben und wurde so zum Erholungsort für den von der Stadt geplagten modernen Stadtmensch. Durch die Errichtung eines Freizeitparks (Luna Park), wurde Coney Island immer mehr zur Attraktion und es dauerte nicht mehr lange bis die Massen aus Manhattan angeströmt kamen. Dies war der Zeitpunkt an dem auch auf Coney Island Dichte und „Delirious“ zur Tagesordnung wurden.
Koolhaas schreibt dazu, dass die Wirklichkeit der Natur eines eingegrenzten Ortes verbraucht wird, sobald Kultur und Dichte zunehmen. Dies vergleicht er mit einer begrenzten Wiese auf der nur eine bestimmte Anzahl an Kühen weiden kann, da sie sonst kahlgegrast würde.
Manhattan wird vom Autor als Produzent und auch als Ergebnis von Dichte bezeichnet.
Der Charakter New Yorks ist nach Koolhaas von der „Kultur des Staus“ geprägt. Es ist zudem ein Ort, an dem an neuen Lebensformen herumlaboriert wird.
Seit der Gründung New Yorks hat die Menschheit laut Koolhaas begonnen, sich in zwei Stämme aufzuteilen. In New York entsteht ein Stamm, den er als Metropolitaner betitelt. Der Zweite Stamm wird durch den Rest der Menschheit bestimmt. Die Metropolitaner leben im verdichteten Manhattan und schöpfen die Maschine der Modernität voll aus. Auf diese Weise entwickeln sie sich im Wandel der Moderne immer weiter. Manhattan wird von ihm auch als „Bühne des Fortschritts“ genannt.
Das Buch macht darauf aufmerksam das ein Wandel in der westlichen Stadtplanung aufgetan hat. In Manhattan werden keine sozialen städteplanerischen Ziele durch den Staat durchgesetzt, sondern der Städtebau wird vom Kapitalismus geprägt. Einzelne Individuen betreiben Städtebau in dem sie auf ihre eigenen finanziellen Vorteile bedacht sind. Gleichzeitig werden die verschiedensten Wünsche der jeweiligen Bewohner erfüllt. Somit wird eine multiple Architektur geschaffen, die den Lifestyle Manhattans zum Ausdruck bringt. Koolhaas schreibt von einem kollektiven Unbewussten von Millionen von Stadtbewohnern, die diese Stadt mit blinden Kräften gebildet haben. Für den Autor ist New York ähnlich wie die Natur, unbändig, riesig und unfassbar geworden.
Jedes Grundstück, in Manhattan, beherbergt ein anderes Objekt, in dem wiederum auf verschiedenen Etagen ein anderes Programm gespielt wird. Die unterschiedlichen Objekte, die auf den Grundstücken stehen, werden durch kollektive Elemente wie z.B. der Straße und dem Gehweg miteinander verbunden. Die unterschiedlichen Programme in den Gebäuden, werden ebenso mit gleichen Elementen wie z.B. Stützen, Fassade, Aufzug usw. verknüpft. Mal ist das Programm einer Etage ein „Downtown Athletic Club“, mal ein paar Stockwerke darüber ein Architekturbüro. Der Wolkenkratzer wird als nicht fassbares Objekt beschrieben. Als Beispiel dazu wird das „Rockefeller Center“ erwähnt, das für eine ausgereifte „Demonstration der unausgesprochenen Theorie des Manhattanismus“ steht.
Koolhaas bezeichnet Manhattan auch als Theaterbühne des Fortschritts. Beim Lesen des Buches wird klar dass der ehemalige Drehbuchautor Manhattan, durch seine Dramaturgie und Inszenierungen, auch als eine Theaterbühne versteht.
Er geht in seinem Buch immer wieder auf einzelne Gedanken ein, die er in kurzen Abschnitten behandelt. Diese Abschnitte gelangen im Kontext des ganzen Buches zu einem Sinn. Die beschriebenen Theorien, Gedanken, Sinneseindrücke, geschichtliche Grundlagen der Stadt usw. signalisieren, dass dieses Werk, welches zu den Klassikern der Architekturtheorie gehört, auch in den Bereich der Architekturgeschichte und des Städtebaus angesiedelt werden kann.
Meiner Meinung nach wird dieses Buch die Sinne jeder Architekturstudentin und Architekturstudenten, die sich die Zeit nehmen und es in Ruhe studieren, schärfen. Ebenso werden die Leser neue Erfahrung mit gebauter Architektur und ihrer Theorie machen. Daher ist dieses Buch ist ein Muss für Personen, die sich tiefgründiger mit Architektur und New York beschäftigen möchten.
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5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie New York, 16. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Delirious New York: Ein retroaktives Manifest für Manhattan (Taschenbuch)
Ein tolles Buch, bunt trotz s/w-Druck, prägnant, phantasievoll, überraschend und lehrreich, auch wenn das heute nicht attraktiv sein mag. Eigentlich ein sozialer und architektonischer, 'archäologischer" Roman. Hauptperson die Stadt. Wer New York besucht oder verstehen will, kommt ohne Rem Koolhaas nicht weit.
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5.0 von 5 Sternen guter artikel, 26. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Delirious New York: Ein retroaktives Manifest für Manhattan (Taschenbuch)
lieferzeit in ordnung, alles reibungslos funktioniert, ich würde auf jeden fall wieder bestellen, danke nochmal und bis zum nächsten mal ;)
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Delirious New York: Ein retroaktives Manifest für Manhattan
Delirious New York: Ein retroaktives Manifest für Manhattan von Rem Koolhaas (Taschenbuch - 1. November 2006)
Gebraucht & neu ab: EUR 21,25
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