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84 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Ausstellung zwischen zwei Buchdeckel
Anders kann man es nicht bezeichnen: Die zweite Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1945“ wird in einem schweren und großformatigen Buch auf 750 Seiten dargestellt. Somit hat nun jeder die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzuschauen, in Buchform sogar besser, weil die Fotos besser zu erkennen und vor...
Veröffentlicht am 2. Februar 2002 von Thobie

versus
9 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Falsche Fotos, falsche Zuordnungen
Ich war damals in der Ausstellung, in Dortmund.
Da waren mir die falschen Angaben und Zuordnungen von Fotos als Laie nicht aufgefallen.

Heute weiß man aber, dass sehr viele Informationsfehler gemacht wurden.

Einer Pauschalisierung, das alle Wehrmachtssoldaten Verbrecher waren, darf man mit heutigem Wissen nicht zustimmen!
Veröffentlicht am 25. August 2008 von Alias


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84 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Ausstellung zwischen zwei Buchdeckel, 2. Februar 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1944. Ausstellungskatalog (Gebundene Ausgabe)
Anders kann man es nicht bezeichnen: Die zweite Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1945“ wird in einem schweren und großformatigen Buch auf 750 Seiten dargestellt. Somit hat nun jeder die Möglichkeit, sich die Ausstellung anzuschauen, in Buchform sogar besser, weil die Fotos besser zu erkennen und vor allem die sehr vielen Schriftsücke besser zu lesen sind als in einem Ausstellungsraum.
Wir erinnern uns: 1995 wurde eine erste Ausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung eröffnet. Alsbald stellte man fest, daß das öffentliche Interesse recht groß war, die ablehnende Haltung der Kernthese (die dt. Wehrmacht war umfangreich an Kriegsverbrechen im Osten während des 2. Weltkrieges beteiligt) gegenüber aber auch recht hoch war. 1999, nachdem bereits rechtsextreme Parteien gegen die Ausstellung agitiert hatten, wurde die Ausstellung vorzeitig zwecks Überarbeitung geschlossen. Auslöser war ein Artikel in renommierten Fachzeitschrift „Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte“ des Historikers Bogdan Musial. Er wies schlüssig nach, daß einige wenige Fotos nicht Mordtaten von Deutschen zeigten, sondern auf das Konto des sowjetischen NKWD gingen. Die Diskussion hierüber hatte eine Überarbeitung der Ausstellung zur Folge. Gott sei Dank, denn die Überarbeitung (und damit auch der Katalog) hat sich gelohnt.
Die alte Ausstellung setzte stark auf emotionale Fotos, nun werden auch Schriftstücke als Belege für die Verbrechen der Wehrmacht gezeigt. Damit hält man einen wichtigen Dokumentenband in den Händen.
Man kann natürlich schnell argumentieren, daß damals vieles anders gewesen sei. Dies ist richtig, aber auch während des zweiten Weltkriegs galten Normen, die in verschiedenen Abkommen kodifiziert sind und von NS-Deutschland bereits auf Befehlsebene für null und nichtig erklärt wurden.
Mit der Gegenüberstellung der Haager Landkriegsordnung, dem Genfer Abkommen u. a. im Kapitel „Krieg und Recht“ und den verbrecherischen Befehlen, dem Verhältnis von Wehrmacht zur SS usw. im Kapitel „Kein Krieg im herkömmlichen Sinn“, wird dem Leser verdeutlicht, daß der Krieg eben kein gewöhnlicher Krieg sein konnte als Ergebnis von vor Kriegsbeginn erlassenen Befehlen und Kriegsplanungen.
Sehr breit und an verschiedenen Beispielen werden die Auswirkungen und die Beteiligung der Verbrechen dann verdeutlicht, gegliedert in den Abschnitten „Völkermord“, „Sowjetische Soldaten in deutscher Kriegsgefangenenschaft“, „Ernährungskrieg“, „Deportationen“, „Partisanenkrieg“ und „Repressalien und Geiselerschießungen.“ Die einzelnen Abschnitte sind ebenfalls noch einmal gegliedert, teilweise nach Themen (Arbeitseinsatz, Aussonderungen sowjetischer Kriegsgefangener u. a. beispielsweise) oder nach geographischen Orten (Pogrome in Tarnopol, Kiew usw.) im Abschnitt „Völkermord“).
All dies wird nicht veranschaulicht durch lange Abhandlungen, sondern durch die der Ausstellung entsprechende Einleitungstexte und den verschiedenen Befehlen des Oberkommandos des Heeres, Eintragungen in Kriegstagebücher, Auszüge aus den „Ereignismeldungen UdSSR“, Aussagen und Vernehmungsprotokolle vor Gerichten in der Nachkriegszeit, Aussagen von Überlebenden der Massaker usw. Viele Dokumente sind auch farbig publiziert. Das erhöht die Authentizität und die Lesbarkeit, denn der „Kommissarbefehl“ zum Beispiel umfaßt zweieinhalb maschinengeschriebene DIN-A4-Seiten. Alle drei Seiten sind farbig und gut lesbar publiziert.
Im Abschnitt „Völkermord“ wird auch ein Exkurs geboten über die Probleme von Fotos als historische Quelle. Damit wird keineswegs das Gezeigte wieder in Frage gestellt, sondern soll zeigen, worin die Fehler der ersten Ausstellung lagen, die eben fast überwiegend auf Fotos setzte.
Ein Kritikpunkt aus der alten Ausstellung wurde intensiv aufgegriffen: Nicht alle Soldaten waren an Kriegsverbrechen beteiligt. Es gab Handlungsspielräume. Im letzten Kapitel wird an Hand verschiedener Biographien gezeigt, daß es durchaus unterschiedliche Deutsche gab: Skrupellose Mörder, obrigkeitshörige Befehlsempfänger, aber auch Menschen, die desertierten oder Clevere, wie der Feldarzt Dr. med. Erwin Leder, der seine Position nutzte, um die Bedingungen eines Lazaretts für Kriegsgefangene in Minsk zu verbessern. Er erfährt sogar von eine bevorstehenden Räumung des Ghettos in Sluzk. Aufgrund seiner Warnung konnten viele Juden rechtzeitig fliehen.
Schließlich beschäftigt sich die Ausstellung (und damit der Katalog) auch mit der Nachkriegszeit. Nürnberger Prozesse, Prozesse der BRD und DDR, die Traditionen der Bundeswehr. Außerdem, und dies ist ein in diesem Zusammenhang wichtiger Aspekt, schließlich auch mit der Rezeption und der Kontroverse der ersten Ausstellung.
All dies wird deutlich anhand einer Vielzahl von Dokumenten. Angesichts der Materialfülle hält man auch einen wichtigen Dokumentenband in den Händen. Die Texte sind sehr sachlich verfaßt, auf Polemiken wie „Rassekrieger“ wie in Beiträgen von Hannes Heer in der ersten Ausstellung stößt man nicht. Ein wichtiges und grundlegendes Werk, obwohl die Ausstellung selbst „nur“ etwas thematisiert, was durch Forschungen des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes Freiburg schon lange bekannt ist: Daß die Wehrmacht an Verbrechen im Osten Europas aktiv beteiligt war.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 5. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1944. Ausstellungskatalog (Gebundene Ausgabe)
In der Auseinandersetzung mit dem 2. Weltkrieg finde ich den Ausstellungskatalog "Verbrechen der Wehrmacht- Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941- 1944" unumgänglich. Gerade für Menschen, die sich mit der Vergangenheit ihrer Väter, Großväter oder anderen, Ihnen nahestehenden Personen auseinandersetzen erweitert dieses Werk die Sichtweise.
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9 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Falsche Fotos, falsche Zuordnungen, 25. August 2008
Von 
Alias (immer da, wo ich bin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1944. Ausstellungskatalog (Gebundene Ausgabe)
Ich war damals in der Ausstellung, in Dortmund.
Da waren mir die falschen Angaben und Zuordnungen von Fotos als Laie nicht aufgefallen.

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Einer Pauschalisierung, das alle Wehrmachtssoldaten Verbrecher waren, darf man mit heutigem Wissen nicht zustimmen!
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35 von 120 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Militärgeschichtlich umstritten, 26. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1944. Ausstellungskatalog (Gebundene Ausgabe)
Das Buch unterstreicht eigentlich die generelle Problematik der sog. Wehrmachtsausstellung. Gestützt auf viele Fotos wird die Verwicklung der Wehrmacht allgemein in Kriegsverbrechen angesprochen - wir sprechen hier über mehrere Millionen Soldaten - und pauschal mit Verbrechen in Verbindung gebracht, die einzelne oder Gruppen von Soldaten begangen haben. Sicher, die Fotos sprechen ihre eigene Sprache, aber der militärgeschichtlich interessierte Leser sucht mehr Substanz. Die findet er weder in der Ausstellung noch in diesem Buch.
Wer sich ernsthaft mit dem Thema Wehrmacht auseinandersetzen will, dem seien zwei Bücher empfohlen:
Philippe Masson: Die Deutsche Armee - Geschichte der Wehrmacht 1935-1945
- sowie -
Hans Poppel, W.-K. Prinz von Preußen, K.-G. v. Hase (Hrsg.) Die Soldaten der Wehrmacht.
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Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1944. Ausstellungskatalog
Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 - 1944. Ausstellungskatalog von Hamburger Institut für Sozialforschung (Gebundene Ausgabe - 2. Mai 2002)
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