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am 11. Juni 2013
Kurzinhalt:
Claudia Breitsprecher hat Gespräche mit lesbischen Lehrerinnen in ganz Deutschland über ihre persönliche Entwicklung, ihren Berufsalltag als auch ihr Selbstverständnis als homosexuelle Pädagogininnen geführt.
Diese Interviews hat sie anonymisiert und behutsam in diesem Buch zusammengefasst. Sie zeigen ein ganz unterschiedliches Bild lesbischer Pädagoginnen, denen vor allem eins gemein ist: sie wollen sich nicht verstecken und sind dennoch eingezwängt zwischen Vorurteilen, Misstrauen und auch den eigenen Ängsten.

Meine Meinung:
Lehrerinnen sind nicht nur Menschen, die den ganzen Tag in der Öffentlichkeit stehen. Sie sollen auch Wertevermittlerinnen sein, Kinder erziehen, deren Lebensweg mitgestalten.

Es ist für Heterosexuelle kaum vorstellbar, in welchen Konflikt eine lesbische Lehrerin mit diesen Ansprüchen gerät.
Selbstverständliche Handlungen wie das Berühren eines Schülers im Sportunterricht werden zum Politikum. Gespräche im Lehrerzimmer über das Wochenende mit dem Ehepartner werden gemieden. Direkte Nachfragen der Schüler zum Privatleben müssen irgendwie umschifft werden.

Es ist eine permanente Anspannung, unter der diese Frauen stehen, solange sie sich nicht geoutet haben.
Und selbst wenn sie sich zu diesem Schritt entschließen, kann dies weitere Probleme nach sich ziehen, wie einige Interviews auf erschreckende Art zeigen.

Vor allem "die Eltern" stehen immer als bedrohliche Masse im Hintergrund, von der man nie weiß, ob sie einmal zu einer Lawine wird.
Tatsächlich wird in dem Buch deutlich, dass deren Kinder oft ein entspannteres Verhältnis haben, solange man offen mit ihnen redet. Auch wenn hier manchmal durchklingt, dass es Schülern auch wiederum schwer fällt, das, was bei ihrer Lehrerin vielleicht nach vielen Gesprächen in Ordnung ist, auch auf andere zu übertragen.

"Schwul" ist noch immer das am häufigsten benutze Schimpfwort auf deutschen Schulhöfen.

Je nach Lebensweg, Örtlichkeit und individuellem Umfeld haben sich die interviewten Lehrerinnen zu einem ganz unterschiedlichen Umgang mit ihrem Lesbischsein entschieden. Während einige ganz offen damit umgehen, ja sich politisch engagieren, um weitere Aufklärungsarbeit zu leisten, fürchten andere zu Recht Repressalien und versuchen, sich "möglichst unauffällig" zu verhalten.
Es ist kaum vorstellbar, welch einen Spagat diese Frauen jeden Tag hinlegen müssen, weil sie nicht so sein dürfen, wie sie sind.

Bewundersnwert ist in diesem Kontext auch die Beobachtungsgabe der Autorin, die immer wieder von leisen Zwischentönen berichtet, die in den Interveiws anklangen und oft mehr aussagten, als das gesprochene Wort.

Ergänzt wird das Buch durch einige - zum Teil erschreckende - Zitate, die widerspiegeln, welchen Stellenwert Aufklärungsarbeit eingeräumt wird. Besonders erschüttert war ich von der Aussage einer Bildungspolitikerin in NRW, nachdem die dortige Schulbehörde die Verwendung einer Broschüre über Homosexualität im Unterricht untersagt hat:
"In den nächsten Jahren haben wir wichtigere inhaltliche Probleme an unseren Schule zu lösen, als lesbisch und schwul zu sein in besonderer Weise zu propagieren. Durch intensive Befassung mit der rot-grünen Homofibel ist Pisa nicht zu gewinnen."

Fazit:
Dieses Buch müsste man allen Eltern zur Einschulung ihrer Kinder in die Hand drücken. Als wäre der Lehrerberuf nicht schon schwierig genug, bringt die eigene Homosexualität für einige Pädagoginnen noch einen zusätzlichen zermürbenden Faktor mit hinein.
Eine zusätzliche Befragung von Schülern und Eltern zu dem Thema hätte ich noch spannend gefunden, aber das hätte den Rahmen des Buches sicher gesprengt.
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am 9. Juli 2007
Das Buch ist meines Wissens das erste zum Thema und wird daher sicher viele Leserinnen finden. Auch ich habe die Lebensgeschichten der lesbischen Lehrerinnen mit Interesse gelesen. Aber für meinen Geschmack fällt die allgemeine Geschichte der Frau, Kindheit, Jugend, Liebesbeziehungen, fast immer zu lang aus. Diese Teile hätten auch unter dem Titel "Lebensgeschichten von Lesben" laufen können, und dieses Thema ist nun nicht mehr neu.

Aus der Schule werden tatsächlich vielfältige, witzige, traurige und nicht zuletzt mutmachende Situationen berichtet, aber hier hätte ich mir mehr unterschiedliche Perspektiven gewünscht. Vielleicht ein umfassenderes Sachbuch, in dem auch Schüler/innen, Partnerinnen von Lehrerinnen, Eltern, heterosexuelle Kollegen und Schulleiter/innen zu Wort kommen, sofern sie dem Thema gegenüber offen sind. Gut, vielleicht ist die Zeit noch nicht reif hierfür.

Manches ist einfach nicht sehr aufschlußreich. Das Mobbing einer Lehrerin durch eine ehemals befreundete Schülermutter ist schlimm, als Motiv ist Homophobie nicht auszuschließen, es bleibt aber weitgehend im Dunkeln. Dafür gerät die Schilderung sehr ausführlich.

Mir gefällt der Stil nicht, in dem die Autorin versucht, die Gesprächssituationen mit den Frauen lebendig werden zu lassen: die leise Stimme, mit der eine von ihrer 1 in der Matheprüfung spricht, die weitaufgerissenen Augen, mit der eine ihre Schüler/innen imitiert, die Ehrfurcht, mit der eine von einem amerikanischen Lehrer berichtet, der Beauftragter für lesbische und schwule Jugendliche ist......das wirkt krampfig und rückt die Autorin als Mittlerin zu sehr in den Vordergrund.

An einigen Stellen merkt man, dass die Autorin keine Lehrerin ist, was zB eine der Lehrerinnen als Studiendirektorin "in der Verwaltung" für Aufgaben hätte wahrnehmen können, scheint ihr unklar. Eine Lehrerin hätte vielleicht etwas zielgerichtetere Fragen über den Schulalltag stellen können. Über den Alltag wird einiges berichtet, insgesamt nehmen aber die "Ausnahmesituationen" wie Moment des Outings, Beziehungsende, massives Mobbing, Verliebtheit von Schülerinnen....zu viel Raum ein.

Fazit: Ein wichtiges Buch, das aus meiner Sicht seiner Aufgabe nicht ganz gerecht wird.
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am 5. November 2010
..ich fand das buch klasse..es berichten frauen über sich.. aber nicht nur als lehrerin sondern auch mit blick in deren eigene jugend, in deren eigene pubertät, wann sie selbst feststellten dass sie auf frauen stehen und wie sie im job damit umgehen..outen oder nicht? wie reagiert das kollegium? outen vor den schülern? all diese fragen werden in verschiedenen texten mit verschiedensten meinungen und erfahrungen "beleuchtet"..ich find es gut dass sich jemand offiziell mit diesem thema beschäftigt,denn es (thema homosexualität) kommt im lehrplan so gut wie nicht vor..egal ob schwul/lesbicher lehrer..
ich zieh den hut, dass diese lehrerinnen (mit abgeändertem namen, städten) den mut hatten diese interviews zu führen...ein weiterer schritt um vorurteile zu beseitigen, zu minimieren und ein schritt um andersdenkenden entgegenzukommen und zum denken anzuregen..
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am 4. September 2012
Das Buch ist durchaus interessant für Lehrerinnen und angehende Lehrerinnen. Man erfährt durch die Erfahrungsberichte anderer Lehrerinnen durchaus Nennenswertes zum Thema Lesbische Lehrerinnen. Ich muss jedoch sagen, dass vieles in den Erfahrungsberichten eher in die Kathegorie Leben und nicht unbedingt in die Kathegorie Schule fällt. Da hätte die Autorin meiner Meinung nach durchaus etwas mehr filtern können. Das Titel des Buches führt daher in meinen Augen etwas in die Irre. Ich schätze jeder erwartet das Thema Schule und lesbische Lehrerinnen und nicht das Thema Leben von lesbischen Lehrerinnen.
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am 2. Oktober 2013
Es enthält gute Beispiele wie es auch sein kann. Es macht Mut im Umgang mit der eigenen Partnerin sich nicht zu scheuen, sein Leben in Klarheit und Offenheit zu gestalten.
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