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5.0 von 5 Sternen Ein stetes breites Grinsen
"Wenn eine Band wie Judas Priest die Kids gelegentlich dazu brachte, Gewehre auf ihre Köpfe zu richten, so brachten Cinderella mich dazu, dasselbe mit einem Fön zu tun."

Dieses Zitat beschreibt recht gut, was Chuck Klostermans "Fargo Rock City" in sich trägt - Metal als Kultur, Lebensform, innere Überzeugung, gespickt mit der nötigen...
Veröffentlicht am 9. Mai 2007 von uruz

versus
3.0 von 5 Sternen Ich hatte mir mehr davon versprochen...
Vielleicht bin ich mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Ich hatte gedacht, es handelt sich hier um eine Geschichte rund um das Thema Metal & Co. Der Autor, dem sein früherer Musikgeschmack auch noch peinlich zu sein scheint, analysiert viel, pflückt auseinander, bewertet in einer Tour, aber ein unterhaltsames Buch ist da irgendwie nicht...
Veröffentlicht am 18. März 2011 von Quinera


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein stetes breites Grinsen, 9. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Fargo Rock City (Broschiert)
"Wenn eine Band wie Judas Priest die Kids gelegentlich dazu brachte, Gewehre auf ihre Köpfe zu richten, so brachten Cinderella mich dazu, dasselbe mit einem Fön zu tun."

Dieses Zitat beschreibt recht gut, was Chuck Klostermans "Fargo Rock City" in sich trägt - Metal als Kultur, Lebensform, innere Überzeugung, gespickt mit der nötigen Menge an Abwegen, Umwegen und Sackgassen. Das Buch ist eine Hommage an die Art von Rockmusik, wie sie Ende der Siebziger begann, ins zeitliche Musikbewusstsein zu treten. Im Schwerpunkt allerdings widmet der Autor sich dem Aufkommen des Glam Metal, das er selbst ins Jahr 1983 zurückdatiert als er eine Kopie von Mötley Crües "Shout At The Devil" in die Finger bekam, und zeichnet den Weg eines neuen, dem Untergrund entsprungenen und gleichzeitig in den Staaten tierisch populär werdenden Genres bis zu seinem Verfall Anfang der 90er Jahre nach, als die Grungebewegung, an ihrer Spitze Kurt Cobain, Spandex, Haarspray und testosterongeschwängerte Poserattitüde im rockigen Populärbewusstsein ablöste.

"Fargo Rock City" ist einerseits ein zeitgeschichtliches Dokument, andererseits, durch den fehlenden Abstand des Erzählers zum Erzählten, ein persönlicher Diskurs mit Tagebuchcharakter, was dem Leser scheinbar tiefe Einblicke in Klostermans eigenes Leben gibt. Geboren in einem Kuhkaff in North Dakota, verschreibt er sich mangels Alternativen im jugendlichen Alter dem Metal. Wo Gleichaltrige erste Erfahrungen mit Mädchen machen, philosophiert er über Männlichkeit, die Wirkung des Alkohols, Poisons Weichspültralala und Lita Fords Brüste, widmet sich Mötley Crüe, Kiss, Guns'n Roses, Cinderella, RATT und vielen anderen früheren Helden, für die sich heute nur noch Nostalgiker interessieren. Der europäische Metaller sollte sich hierbei nicht wundern, dass es hauptsächlich um Bands geht, die wir in unseren Breitengraden mangels Härte eher in Untersparten des Hard Rock wähnen, da es sich eher um ein amerikanisches Phänomen handelt. Aber selbst, wenn man die genannten Bands nicht kennen, bzw. nicht mögen sollte (keine Sorge, es gibt auch Abstecher zu Speed-, Death- und modernem Metal), bringt der locker geschriebene Ausflug in Musikkultur, Psychologie und Zeitgeschichte beim Lesen eine Menge Spaß. Mit Charme und Humor zaubert der Journalist dem Leser am laufenden Band ein Grinsen nach dem anderen ins Gesicht und so erkennt man sich an manchen Stellen doch tatsächlich selbst ein bisschen wieder.

Leute, die Rockmusik mögen, womöglich selbst gerne über sie reden und diskutieren, dabei vielleicht auch gerne mal das ein oder andere Bierchen konsumieren und keine Angst davor haben, mit einem Zwinkern auch mal ehrlich zu sich selbst zu sein, werden an dem Buch ihre wahre Freude haben und es sicherlich nicht nur einmal in die Hand nehmen.

"Es ist zu leicht, Aufmerksamkeit zu erregen, indem man sich umbringt. Ich versuchte Aufmerksamkeit zu erregen, indem ich für alle sichtbar am Leben blieb."
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 288 Seiten beste Unterhaltung, 23. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Fargo Rock City (Broschiert)
Klostermans Buch ist einmalig. Ich hab mich 288 Seiten lang glänzend unterhalten gefühlt von der lockeren, witzigen Schreibe Klostermanns und auch von seinen tollen queren Gedanken zum 80er Jahre Metal und seiner Adoleszenz auf dem platten Land im Mittleren Westen.

Dass Chuck Klosterman nicht den Geschmack jedes einzelnen Metal-Fans auf der ganzen Welt haben kann: geschenkt. Wie heißt es doch so schön zum Buch: Es sind die Memoiren eines Heavy Metal-Jüngers. Und das Tolle daran ist, daß Klosterman weiß, dass sein Geschmack durchaus auch öfters mal neben der Spur liegt, aber trotzdem immer wieder Argumente dafür sucht und findet, warum für ihn beispielsweise KISS die größte Band unter der Sonne sind und waren. Allerdings ist er dabei nie dogmatisch.

Wenn man da nicht mit ihm einer Meinung ist, dann kann man natürlich statt mit Klosterman auch über ihn lachen. So oder so: Wie ich schon oben sage: Fargo Rock City", das ist wirklich 288 Seiten bester Lesespaß und uneingeschränkt zu empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bis auf die Knochen ehrlich, 30. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Fargo Rock City (Broschiert)
Tausend Gedanken, die im Nachhinein sehr weise und wahr, beim Lesen aber zum Brüllen komisch sind.

Mit dem Herzen eines Metallers und dem Hirn eines kritischen Journalisten beschreibt Chuck Klosterman quasi im Vorbeigehen die Metal-Frühzeit zwischen 1983 und 1992, warum dieser Musikstil so erfolgreich werden konnte, warum vor allem männliche Jungfrauen im besten Mannesalter seine Anhänger waren, warum für ihn METALLICA hassens- und die CRÜE verehrenswert waren und warum der Grunge in Person Kurt Cobains dem Glam Metal 1991 den Garaus machte. Kurzum: Herrlich polarisierend!

Vor allem auch Leser jüngerer Jahrgänge, die nur davon träumen können, die 80er Metal- und Hardrock-Entwicklung miterlebt zu haben, werden ihre Freude an "Fargo Rock City" haben. Denn Chuck stellt vieles auf eine derart bunte und humorvolle Art dar, dass man damals gerne dabei gewesen wäre.

Unbedingt weiter zu empfehlen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Liebeserklärung an den Heavy Metal, 23. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Fargo Rock City (Broschiert)
Chuck Klostermans Buch ist das perfekte Buch für alle "Hair-Metals", die sich an die seltsam-prägende Zeit ihrer Jugend erinnern möchten. Chuck, seines Zeichens Esquire-Kolumnist und außerdem Autor für die Spin und die Washington Post hat seine Jugend in einem winzigen Nest in North Dakota mit dem Hören unzähliger Heavy-Metal-Scheiben verbracht und darüber das witzigste und gewitzteste Musikbuch seit langer Zeit geschrieben. (Übrigens auch für Leute ein Tipp, die in ihrer Adoleszenz nicht dem Dosenbier-gedopten Headbangen gefrönt haben.)

Und Chuck erweist sich als wahrer Musikkenner. Er lässt uns an seiner Dorfjugend teilhaben, in der er stundenlang mit Kumpels über "schwule" Keyboards in Metal Bands oder die verschiedenen Phasen der Van Halens philosophiert. Und, von wegen Halbwissen, der Mann hat die gesamte verdammte Metal-Ursuppe ausgelöffelt. Schon nach ein paar Sätzen seines Buches ist klar: Metal eint. Eine Musik, eine Vergangenheit, egal, ob Amerika oder Deutschland. Ein gewisses Backgroundwissen wird natürlich vorausgesetzt, um maximalen Spaß an den coolen Sprüchen und Phantastereien Chucks zu haben.

Kein Wunder, dass sich die die amerikanische und deutsche Kritikerriege fast kollektiv überschlagen hat (Zitat Rolling Stone: "Der Große Gatsby" der Heavy-Metal-Literatur"). Ich kann nur sagen: Die Herren und Damen Rezensenten haben recht!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammer!, 23. Mai 2007
Von 
Thorsten (daheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Fargo Rock City (Broschiert)
Chuck Klosterman kommt aus einem kleinen Kaff mit 500 Einwohnern ohne Ampel, trägt eine hässliche Brille mit schwarzem Rand, hat braun-blondes strubbeliges Haar und einen Seitenscheitel. So sah ich den Mann bei Dokumentationen wie "Metal - A Headbanger's Journey", wo er seinen Senf zum Thema Metal gab. Da wusste ich nicht, dass dieser unscheinbare Mann ein echt bekannter Autor in Amerika ist.

Er lebt in New York und schreibt für das New Yorker "Time Magazine" und die "Washington Post".Dabei hat eine eigene Kolumne im Magazin "Esquire" mit dem Titel"Chuck Klosterman's America". "Fargo Rock City" behandelt hauptsächlich Klostermans Meinung über Glam Metal, witzige Anekdoten aus seiner Jugend, Meckereien oder Lobhuldigungen von Bands und Ansichten über die Wirkung und Ansehen des 80er Metals an sich. Klosterman hört zwar mittlerweile auch Scheiße wie Radiohead und anderen Schrott, aber seine Liebe zu Mötley Crüe, Guns N'Roses und Warrant ist geblieben! Dabei ist er aber auch kontrovers, irre witzig und seine Meinung über Bands wie Metallica, Slayer oder Def Leppard wird bestimmt nicht jeder teilen.

"Fargo Rock City" ist ein Buch, was man nicht einfach aus der Hand legen kann, man wird süchtig nach den einzelnen Kapiteln, die inhaltlich nicht zusammen hängen und sich irgendwie immer mit dem beschäftigen, was wir lieben: METAL!

Seit "The Dirt" hat mich kein Buch, was sich um Musik dreht so gefesselt und ich werde wohl auch andere Bücher von Klosterman verschlingen. Super!
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3.0 von 5 Sternen Ich hatte mir mehr davon versprochen..., 18. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Fargo Rock City (Broschiert)
Vielleicht bin ich mit falschen Erwartungen an das Buch herangegangen. Ich hatte gedacht, es handelt sich hier um eine Geschichte rund um das Thema Metal & Co. Der Autor, dem sein früherer Musikgeschmack auch noch peinlich zu sein scheint, analysiert viel, pflückt auseinander, bewertet in einer Tour, aber ein unterhaltsames Buch ist da irgendwie nicht herausgekommen. Die eigene Meinung des Autors ist auch eine spezielle und außer Mötley Crue, Poison und Guns n Roses ist eigentlich gar nichts gut (meint er). Vielleicht liegt es auch daran, dass das Ganze aus Amerika kommt, keine Ahnung. Ich habe es gelesen, es waren auch einige unterhaltsame Passagen dabei, aber so richtig wollte der Funken irgendwie nicht überspringen. Schade.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Long live rock 'n roll!, 3. Juli 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fargo Rock City (Broschiert)
Bin sozusagen "aus Versehen" im Buchladen bei den reduzierten Posten über "Killing yourself to live" gestolpert und habe flugs gemerkt, daß ich hiermit einen Volltreffer gelandet habe. Leider zu spät: ein Jahr zuvor hatte Mr. Klosterman eine Gastprofessur in Leipzig inne. Eine der deutschlandweiten Autorenlesungen hätte ich mir zu gerne anschaut/gehört.
Auch "Fargo Rock City" spricht mich wieder mal voll an, was wahrscheinlich daran liegt, daß ich ein Paradebeispiel aus der Zielgruppe von Klostermans potentiellen Lesern bin. Man muß schon in einem bestimmten Zeitfenster aufgewachsen sein, um das verstehen zu können. ANDERE (jüngere/ältere) Leser werden mit diesem Buch nichts anfangen können. Für mich ist es genial.
Stellenweise kann es zwar auch für "uns Metalheads aus der Generation born-in-the-seventies" langweilig werden, was aber durch die aha!-Elemente, die Komik, das Tiefgründige und den Stil Klostermans schnell wieder aufgewogen wird.
Das Einzige, das auffällt, ist, daß es offenbar eine Diskrepanz zwischen amerikanischen und europäischen Metal gibt, denn der amerikanische "Hair Metal" würde hierzulande wahrscheinlich eher als Hardrock, denn als Metal bezeichnet werden. Das tut der Sache im Großen und Ganzen aber keinen Abbruch. Klosterman spricht uns aus der Seele.
Angeregt durch "Fargo Rock City" habe ich mich sogar erbarmt und KISS "Killers" erworben. Begeisterung ist anders. Das läßt bei mir den Schluß zu, daß die Konditionierung auf bestimmte Bands im präadoleszenten Alter nicht so einfach abzuschütteln ist. Im Nachhinein (wie bei mir im Falle von KISS) funktioniert das nicht mehr. Ich finde KISS nach wie vor entsetzlich langweilig.
WIE AUCH IMMER: I wanna rock 'n roll all nite and party everyday! Rock on...
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hairmetal endlich mal gut...., 29. November 2007
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fargo Rock City (Broschiert)
erstens mag ich solche bücher eigentlich überhaupt nicht und zweitens war der metal der 80er die musikalische hölle. wie klosterman diese jugendliebe aufbereitet, ist so lustig, mit so vielen querverwiesen für musikkenner aller genres versehen und so kurzweilig, dass man gar nicht mehr aufhören möchte. es war so gut, dass ich mir eine menge der schlechten musik gerne nochmal angehört habe um festzustellen, dass sie noch viel schlechter war, als ich mich erinnern konnte.
definitiv auch heute noch das richtige weihnachtsgeschenk für musikliebhaber !
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11 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ziemlich enttäuschend, 8. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Fargo Rock City (Broschiert)
Angelockt durch die guten Rezensionen auf amazon habe ich als Fan von Hard'n'Heavy-Musik wie Literatur sofort zugeschlagen.
Während ich jedoch andere Bücher dieses Genres verschlungen habe, hat mich Meister Klosterman nur gelangweilt.

Ich konnte bis zur letzten Seite die Intention des Autors nicht begreifen. Was will der Kerl mir sagen? Daß wir uns so wenig verstanden haben, hat sicherlich viele Ursachen. Einige davon:

- Er ist um die fünf Jahre jünger als ich und hat deshalb seine Erfahrungen in einer anderen Zeit gemacht. Es ist vermutlich ein Unterschied, ob man eine Band mit 15 oder mit 20 Jahren erlebt.
- Sein Musikgeschmack ist sehr eng begrenzt auf einige in USA populäre Bands. Wir Europäer haben da doch überwiegend andere Faves. Von ihm hochgelobte und ständig erwähnte Bands wie WINGER haben in Europa (zumindest in unserer Clique) absolut keine Rolle gespielt. Insgesamt dreht sich die Schreibe zumeist um Motley Crue, Kiss, Ratt, Van Halen, Poison, Guns n Roses und eben Winger. Das sind die bekannteren, viele der Erwähnten kenne ich kaum vom Namen. Geschweige denn, schonmal einen Titel gehört zu haben. Und das trotz 3000 Platten, überwiegend im Hard+Heavybereich.
- Und von den genannten findet er meist unerfindlicherweise ganz andere Platten gut als allgemein anerkannt (wer findet denn schon "Theater of Pain" sei die beste Motley Crue-Scheibe?)
- Die gesamte NWOBH-Szene findet in seinem Buch nicht oder nur in Nebensätzen statt.

Somit haben wir vermutlich zu wenig gemeinsame Roots. Ich konnte mich mit seiner Meinung so gut wie nie identifizieren. So wuchs im Laufe des Buchs mehr und mehr die Meinung, Chuck Klosterman sei ein unsympathisches Kerlchen mit ziemlich mißratenem Musikgeschmack. Schlechte Vorzeichen.

Dann doziert er über viele Seiten pseudowissenschaftlich über die Glam- und Hair-Metal-Bands... man liest, gähnt und merkt, daß nichts hängenbleibt. Vermutlich, weil er einfach nichts sagt.

Dazwischen kommen immer wieder Passagen aus seinem Leben. Gut, wenn ich eine Biografie über einen Rockstar lese, dann will ich was von diesem Rockstar erfahren. Aber über den (mir völlig unbekannten) Autor eines Buchs über Rock will ich eigentlich gar nichts wissen. Es sei denn, es ist witzig oder interessant. Ist es aber nicht. In einem Kapitel beschreibt er langatmig, wie er als Teenie durch einen Bankirrtum auf einmal ständig Geld auf seinem Girokonto hat und ungeachtet des Wissens, daß es ihm nicht gehört und er es deshalb vermutlich zurückgeben müssen wird, hemmungslos verjuxt... und am Ende dann zurückzahlt. Aha. Und?
Ein anderes Kapitel widmet er seiner offensichtlichen Alkoholsucht. Das ist wiederum so dröge geschrieben, daß man - im Gegensatz zur Drogensucht von Nikki Sixx - noch nicht einmal Mitleid mit ihm hat. Eigentlich wollte man ja davon auch gar nix wissen. Und außerdem fällt es einem schwer, im den Alki abzunehmen. So wirkt das Buch trotz der Ziellosigkeit nun doch nicht.

Also: Für mich persönlich war das Buch rausgeschmissenes Geld. Ich habe mich an keiner Stelle gut unterhalten gefühlt, und die Hauptmotivation, überhaupt weiterzulesen, war die Hoffnung, irgendwann müsse ja noch was kommen. Es kam aber nix. Es blieb langweilig, konzeptionslos, meist humorlos und pseudowissenschaftlich.

Die acht Euro hätte ich lieber in eine schöne CD investiert.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur bedingt zu empfehlen, 28. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Fargo Rock City (Broschiert)
Kann mich eigentlich darauf beschränken auf die Rezesion von mantra900 zu verweisen, er schreibt so ziemlich genau das was ich auch dazu zu sagen habe.

Insbesondere nachdem ich kurz zuvor "Heavy Metal - Geschichten, Bands und Platten" von Frank Schäfer gelesen hatte - das ich im Ggs. zu Fargo Rock City uneingeschränkt empfehlen kann; das hat hundertmal mehr Humor und ist
wesentlich lustiger, unterhaltsamer und bezieht sich auf die ganze Hard und Heavy Musikzene, nicht nur den amerikanischen Poser-Rock der 80er und frühen 90er.

Zwei Punkte auch nur deswegen, weil ich mir vorstellen kann, dass es für einen begrenzten Leser (Hörer)-kreis möglicherweise unterhaltsamer ist
als für mich, und zwar dann wenn man den exakt gleichen Musikgeschmack hat und im gleichen Alter ist und ggf. einen vergleichbaren Background hat.
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Fargo Rock City
Fargo Rock City von Chuck Klosterman (Broschiert - 28. März 2007)
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