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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tolles Buch, 6. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Lehrbuch der klassischen Astrologie (Gebundene Ausgabe)
Ein wahrer Klassiker der Astrologischen Literatur. Es ist sehr umfangreich und auch für Anfanger gut geeignet. Ein must have für Astrologen.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gründlichstes Werk zur klassischen Geburtsastrologie, 21. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Lehrbuch der klassischen Astrologie (Gebundene Ausgabe)
Zur Zeit ist das vorliegende Werk von Rafael Gil Brand das gründlichste zum Thema, das in deutscher, englischer und französischer Sprache erhältlich ist. Wer eine kürzere Anleitung zum praktischen Umgang mit der traditionellen Geburtsastrologie sucht und Französisch lesen kann, ist mit «Cours pratique d'Astrologie : Secrets de l'Astrologie des Anciens» von Denis Labouré etwas besser aufgehoben.

Herr Gil Brands Buch glänzt durch Tiefgang, Gründlichkeit und Ernsthaftigkeit. Die Einführung in die hermetische Philosophie und in die antike Weltanschauung ist unentbehrlich zum Verständnis der traditionellen Astrologie und deshalb von Herrn Brand gebührend ausführlich dargestellt.

Nicht ganz klar bleibt, ob der Autor der wortwörtlich verstandenen so genannten «Reinkarnationslehre», die nicht zur hermetischen Philosophie gehört, huldigt. Schon der theologisch angehauchte Ausdruck «Inkarnation» verstellt den Blick für die planetarischen Qualitäten der verschiedenen Gewebearten des menschlichen und der tierischen Körper. Trotz Verbreitung ab dem 19. Jahrhundert durch Theosophen und Anthroposophen und der Popularisierung durch Thorwald Detlefsen und Andere bleibt die «Reinkarnation» bestenfalls eine Analogie, meist aber eine verworrene und verwirrende Vermengung der Begriffe «Seelenwanderung» und «Metempsychose». Der erste Begriff beinhaltet das «Reisen» der Seele (immer in der Einzahl, nie in der Mehrzahl!) in unzählig vielen verschiedenen Welten, von denen unsere ganze Welt von Quarks bis Megagalaxien nur eine ist. Der zweite Begriff betrifft die Wiederverwendung von seelischen Bestandteilen in neuen Zusammensetzungen, analog der Wiederverwertung von zerfallenen Körpern. Bei den allermeisten Beispielen oder «Beweisen» einer «Wiederverkörperung» handelt es sich allerdings um Eigen- oder Fremdeingebungen, die sehr eindrücklich sein können. Das Weltall für einem kaputten CD-Spieler, der trotz Abertausende CDs im Stoß immer wieder nur den gleichen spielt, ähnlich zu halten, wie dies die Lehre der «Reinkarnation» tut, ist kaum sinnvoll, in der hermetischen Tradition gar nicht.

Obgleich Herr Gil Brand die namhaften Beiträge von antiken, jüdischen, christlichen und islamischen Astrologen unterstreicht und richtig feststellt, dass die Astrologie von der Theologie unabhängig ist, verwendet er dennoch häufig den Ausdruck «Mohammedaner», der in den Ohren eines Muslims etwa so klingt, wie «Jesusianer» in denen eines Christen.

Herr Gil Brand ist wahrscheinlich einer der führenden lebenden Experten der traditionellen Astrologie. Er glänzt vor allem, wo er als wahrer Meister der Astrologie nicht bei der Darstellung von Thesen und Antithesen stehen bleibt, sondern zur Synthese fortschreitet, selbst wenn die von ihm zitierten Quellen dies noch nicht taten, wie z. B. bei seiner vorbildlichen Zusammenfassung der 28 Mondhäuser.

Herr Gil Brand lässt Einiges über die moderne Astrologie mit einfließen, z.B. über die trans-saturnischen Planeten, obwohl solche Themen, so interessant sie auch sein mögen, nicht zur traditionellen Astrologie gehören.

Ein hervorragendes Werk wie dieses kann, hoffentlich in der nächsten Ausgabe, noch besser werden, z. B. durch:

- Synthesen der sich oft widersprechenden Lehrmeinungen traditioneller Astrologen; wer sonst außer einem Meisterastrologen wie Herr Brand soll dies tun können?

- Noch nicht durch die alten Meister vollzogene Synthesen, z.B. bei den «Grenzen»; bei aller Bescheidenheit darf sich Herr Gil Brand sicherlich bei solchen Fällen in den Vordergrund wagen.

- Ein gesondertes Werk oder mindestens ganz getrennte Kapitel über das Verhältnis der hermetischen Philosophie und Astrologie zur modernen Astronomie und deren Entdeckungen.

- Ein klareres Setzen der Prioritäten: entweder ein allgemeines Buch über die traditionelle Geburtsastrologie oder eher eine praxisorientierte Anleitung zum Umgang mit ihr; das vorliegende Werk ist eindeutig eher das erste. Ein praktisches Handbuch müsste mit vielen Schaubildern, Flusstabellen (man denke z.B. an das Feststellen des Hylegs!) und dergleichen aufbereitet werden.

- Da Herr Gil Brand in diesem Buch andere astrologische Disziplinen nur am Rande streift, müsste es richtig heißen: «Lehrbuch der klassischen Geburtsastrologie».

Die Leserinnen und Leser dürfen hoffen, dass Herr Rafael Gil Brand, wie einst Dr. Jean-Baptiste Morin de Villefranche während der Renaissance, uns und die Nachwelt mit einem vollständigen Satz von Lehrbüchern der klassischen Astrologie zu allen astrologischen Hauptgebieten beglücken wird.
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Lehrbuch der klassischen Astrologie
Lehrbuch der klassischen Astrologie von Rafael Gil Brand (Gebundene Ausgabe - Juni 2000)
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