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am 6. November 2009
Dieses Buch ist bleibend aktuell. Ich habe es leider erst spät entdeckt. Nach dem 11. September sind viele Bücher geschrieben worden, um den Islam zu verstehen. Diesen Anspruch stellt das Buch nicht. Aber es lässt verstehen, warum die Nahostpolitik so verfahren ist. Der Autor nennt die historischen Bezüge, die in Kreisen der Friedensbewegung und des interreligiösen Dialogs gern übersehen werden.
Das 1. Kapitel beschreibt die Rolle der Muslimbrüder im Nahostkonflikt. Wer denkt, dass diese Gruppe belanglos und geschwächt sei, wird eines Schlechteren belehrt. Man versteht, warum Palästinenser, die Frieden mit Israel wollen, gnadenlos ausgeschaltet werden. Man versteht, dass das Hamas-Regime vor allem die eigenen Leute drangsaliert und Andersdenkende umbringt.
Das 2. Kapitel geht auf die Situation in Ägypten ein und belegt die wachsende Islamisierung des Landes. Man versteht, warum nun die Kopten die Sündenböcke sind, nachdem man fast alle Juden vertrieben hat.
Das 3. Kapitel widmet sich speziell dem Gazastreifen und bringt Fakten, die in der üblichen Berichterstattung unterschlagen werden.
Das 4. Kapitel schließlich belegt die Verbindungen des weltweiten islamistischen Netzwerkes Al Kaida. So unterschiedlich Muslime sind, so eint sie der Hass auf die Juden, nicht nur auf Israel.
Im Epilog stellt der Autor da, welche verhängnisvolle und doch meist verdrängte Rolle der Mufti von Jerusalem Amin el-Husseini spielte.
Diesem Buch sind viele muslimische Leser zu wünschen. Sind es doch Muslime, die am meisten unter den Islamisten zu leiden haben. Es ist aber auch wichtig für alle Friedensfreunde,die oft aus verständlichem Mitleid mit den geschundenen Palästinensern allein Israel die Schuld für Krieg und Elend geben. Es mag sein, dass der Begriff "Djihad" auch eine rein religiöse Bedeutung hat. Die hier beschriebenen Muslime erklären jedoch damit der westlichen Zivilisation den Krieg.
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am 27. März 2003
Der Poltikwissenschaftler und Publizist Matthias Küntzel, Autor der Bücher "Goldhagen und die deutsche Linke" und "Der Weg in den Krieg. Deutschland, die Nato und das Kosovo" zeigt in dem Buch "Djihad und Judenhaß" den zentralen Charakter des Antisemitismus im Islamismus auf. Ausführlich stellt er die Entstehung des Islamismus in den 1920er / 1930er Jahren anhand der "Muslimbrüder" dar, und weist auf die Einflüsse des europäischen Faschismus auf diese politische Bewegung hin. Weiterhin wird auf die Entwicklung des Islamismus in Ägypten und Palästina eingegangen und die wichtigen gegenwärtigen islamistischen Organisationen Hamas und al-Qaida beispielhaft beleuchtet. Der Autor belegt den eliminatorischen Antisemitismus dieser Bewegungen, welcher in der deutschen Islamwissenschaft bisher kaum Erwähnung fand. Vor diesem Hintergrund erscheinen der "Palästinakonflikt" und die Anschläge auf das World Trade Center in New York vom 9.11.2001 in einem neuen Licht, diesen Themen ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Insgesamt eine überzeugende Darstellung, die jedem politisch interessierten Menschen nur empfohlen werden kann.
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am 7. November 2004
WARNUNG: Lange nicht hat mich ein Buch so aufgewühlt- bis zum unerträglichen. Küntzel öffnet einem die Augen, und ich finde es beängstigend, dass diesem Werk so wenig aufmerksamkeit zuteil wird. Puplikationen von Bassam Tibi erscheinen mir dagegen wie die maximale Konzentration auf viel Unwesentliches (entschuldigung).
Warum ist dieses Buch eine Pflicht? Dann, wenn Sie folgende Fragen nicht befriedigend beantworten können?
- was hat Deutschland mit den Wurzeln des Plästinakonfliktes und dem dortigen Judenhass - bis hin zum Djihad - zu tun
- warum die Attentate vom 11. Sept.
- warum ist Hitlers "Mein Kampf" auf der TopTen in Palästina
- ist bekannt, dass Vorsteher führender arab. Unis den Holocaust öffentl. leugnen
- was ist Inhalt der Hamas Charta?
...
Als Emfehlung sei vor/oder neben dieser Lektüre angeraten, sich Wissen zu dem Mythos "Die Protokolle der Weisen von Zion" anzulesen (falls nicht vorhanden)
z.B.
"Die Protokolle der Weisen von Zion. Der Mythos von der jüdischen Weltverschwörung.", Norbert Cohn
oder
"Die Protokolle der Weisen von Zion", Jeffrey L. Sammons
Die Protokoll gelten, und das stellt Küntzel erdrückend fest, als Standardwerk der islamischen Welt und werden dort als echt angesehen.
Ich wünsche mir, dass dieses Buch - oder zumindest die Fakten dieses Werkes, Beachtung finden, bei Politkern, Entscheidungsträgern, Kommentatoren und Puplizisten bei Themen zu Palästina, Antisemitismus, Islamismus, Israel und Globalisierungsgegnern/-kritikern (!).
Kostprobe:
"Der Selbstmordkrieg ist ein kühl kalkuliertes Mittel der Politik, deren taktische Ratio in der Hamas-Charta festgeschrieben ist: Kampf gegen jeden Versuch einer friedlichen Lösung des Konflikts. (...) Die Art und Weise w i e Juden getötet werden, gibt Auskunft darüber, w a r u m sie getötet werden." - das Buch erklärt es, und die Antwort ist nicht die naheliegende!!!! - deshalb --> unbedingt LESEN!!!
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am 8. Juli 2006
Matthias Kuentzel begann sich als einer der ersten deutschen Politikwissentschaftler ernsthaft und intensiv mit dem Thema der vorliegenden Publikation zu befassen.

Ähnlich gut recherchierte und mutige Feststellungen und Schlussfolgerungen sucht man in der deutschen Publikationslandschaft vergebens.

Während etwa Bernhard Lewis sich als wohl bedeutendster Islamwissenschaflter der Moderne besonders auf Historie und Problemstellungen des Islam und der muslimisch-arabischen Welt konzentriert, beschreibt Kuentzel die Zuspitzung auf den radikalisierten und theologisch pervertierten Islam, der in den 30iger Jahren seinen geistigen Anfang nahm und dessen Saat zu Beginn des neuen Jahrtausends aufzugehen scheint.

Ähnlich deutliche Worte findet der langjährige Nahost-Korrespondent Kenneth Timmermann...

Fazit: Gut recherchiert, informativ, aufrüttelnd und vor allen Dingen mutig !!!
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am 7. September 2003
Wenn im Nachwort eines anderen Buches Oskar Lafontaine mahnt: "Wir Deutschen sind noch aus einem anderen Grund verpflichtet, den Palästinensern zu helfen.", hilft dieses Buch dabei, den Marschbefehl zu verweigern und innezuhalten.
Wenn es eine Verpflichtung aus unserer Geschichte gibt, dann aus den Fehlern zu lernen und uns nicht blind leiten zu lassen. Küntzel hat einen blinden Fleck in der Wahrnehmung unserer Geschichte aufgedeckt. Lafontaine, Helga Baumgarten oder Ludwig Watzal scheinen diesen Aspekt nicht zu sehen - oder wollen sie es nicht?
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am 22. September 2015
Danke an den Autor, das Buch hat für mich viele Lose Fäden zusammengeführt und ein Gesamtbild geschaffen. Die historischen Zusammenhänge sind jedoch sehr komplex, trotzdem schafft es der Autor den Überblick zu behalten und nachvollziehbar zu machen.
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am 31. Dezember 2008
Wenn man sich mit dem Thema näher beschäftigt, ist das Buch insgesamt lesenswert; wenn man nur allgemein etwas über den "antijüdischen Krieg" erfahren möchte, ist es viel zu undifferenziert.
Positiv ist, dass Matthias Küntzel Zusammenhänge herstellt und aufzeigt wie ausgeprägt der Antisemitismus in gewissen Regionen ist. Gut ist weiterhin, dass er seine Aussage mithilfe von Verweisen belegt.

Die große Schwachstelle ist die Undifferenziertheit. Es wird der Eindruck erweckt, dass alle Menschen des Nahen Ostens Antisemiten seien und Israel nie anerkennen würden (dass sogar ultraorthodoxe Juden (Charedim) in Israel keinen jüdischen Staat sehen und auch gegen dessen Gründung durch die zionistische Bewegung waren, erwähnt Küntzel nicht). Dennoch geben die Palästinenser in Umfragen ein anderes Bild ab.
Auf folgenden Vorschlag "Israel zieht sich aus der West Bank und dem Gazastreifen zurück - mit Ausnahme von drei Prozent der Westbank, wo sich große Siedlungsblöcke befinden, die von Israel annektiert werden. Die Palästinenser erhalten im Gegenzug Gebiete in gleicher Größe entlang des Gaza-Streifens. Alle anderen Siedlungen gibt Israel auf." stimmten 56% der Palästinenser und nur 46% der Israelis dafür.
Auf den Vorschlag "Sobald das Abkommen über den dauerhaften Status in Kraft ist, bedeutet dies das Ende des Konflikts, und es werden von keiner der beiden Seiten weitere Forderungen erhoben. Die Parteien erkennen Palästina und Israel als Heimat ihrer jeweiligen Völker an." stimmten 66% der Palästinenser und 67% der Israelis PRO. (Quelle: siehe bpb Israel Neuauflage 2008).

Küntzel geht auch nicht darauf ein, dass Palästinenser aussagen, dass ein großer Unterschied zwischen den da wohnenden Juden und den Zionisten besteht. Ein Staat mit den dort schon lange ansässigen Juden sei selbstverständlich; der Zorn richtet sich meist auf die Zionisten, die ihnen ihr Land wegnähmen. Dazu passt, was im Buch unerwähnt bleibt, dass der Siedlungsbau auf palästinensischem Gebiet gegen das UN-Völkerrecht verstößt.
Hinzu kommt die ungleiche Verteilung des Wassers. Israelis konsumieren ca. 250 Liter Wasser am Tag, während Palästinenser mit einem Verbrauch von 60 Liter pro Tag und Kopf an Wassermangel leiden. Dabei liegen die Hauptquellen israelischer Wasserversorgung in den besetzten palästinensischen Gebieten.
Und gerade die Perspektivlosigkeit der Menschen in Gaza und die dazu kommende gelegentliche Hilfe (zB Lebensmittelmarken oder Organisierung von Hochzeiten) der Hamas treibt die Menschen in deren Hände.
Mit dem Schicksal 1. der arabischen Israelis, die klar Bürger zweiter Klasse sind (benachteiligt auf dem Arbeitsmarkt, kaum Möglichkeiten zur Entfaltung, etc) 2. der Palästinenser in Flüchtlingslagern, die nicht in ihr Land zurückdürfen 3. der Palästinenser im Westjordanland, die sich dort meistens nicht frei bewegen können, setzt sich Küntzel nicht mit auseinander. Hass soll nicht gerechtfertigt werden dürfen, aber dass die Ursachen nur in uralter Tradition bestehen, lehne ich ab. Es wachsen schließlich immer neue Generationen heran, und sie werden sich ihr Bild vom Nachbarn durch eigene Erfahrung machen.

Fazit: Als DAS Buch über "den antijüdischen Krieg" ungeeignet.
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