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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 17. Mai 2005
Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es gibt ganz
klare, sofort umsetzbare Hilfen, um die eigenen Gefühle
besser zu verstehen, und auch aktiv an ihnen zu arbeiten.
Innerhalb kürzester Zeit können einen die Hilfestellungen
dieses Buches davon befreien, sich als Sklave der eigenen
Gefühle zu empfinden, und einen dahin führen, das eigene
Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen - in einem Umfang,
und mit einer Tiefe, die ich mir vorher nicht habe träumen
lassen. Ich lese dieses Buch, wie auch mehrere Andere aus der
gleichen Serie, immer und immer wieder, und entdecke ständig
neue Punkte darin, die mir helfen, meine Gefühle und mein
Verhalten positiv zu gestalten.
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am 15. September 2001
Das Besondere an diesem Buch ist, dass es auf die (Angst machende) Schilderung von Problemen verzichtet. Die Autoren setzten in der Situation an, in der Menschen sind, die durch überbordende Ängste oder die übertrieben negative Interpretation ihrer Umgebung Probleme haben. Es wird geschildert, wie man da selbst rauskommen kann. In sehr gekonnter Weise wird auf mögliche Stolpersteine eingegangen und dann der Weg Stück für Stück beschrieben nach dem Motto: Such dir selbst raus, was zu dir passt. Das einzige, was m.E. etwas zu kurz kommt, ist die Empfehlung, ab wann die Leser in der Selbsthilfe überfordert sind und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen sollten.
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am 18. April 2002
Dieses Buch ist eines der besten psychologischen deutschsprachigen Selbsthilfebücher! In klar verständlicher Form, mit Beispielen aus dem täglichen Leben, führen die Autoren den Leser in die Grundlagen der Entstehung vieler psychischer Probleme ein: nicht die Situation an sich löst ein Gefühl aus, sondern die Bewertung der Situation! Wolf und Merkle geben gute Hilfestellungen, wie man mit auftauchenden Problemen umgehen kann. Im einzelnen erhält der Leser Hilfe bei folgenden Problemen:
- Minderwertigkeitsgefühle
- Ängste
- Schuldgefühle
- Depressive Verstimmungen
- Selbstbewusstsein
- Liebe und Partnerschaft
- Sex und Eifersucht
Zusätzlich gibt es zu jedem dieser Punkte vertiefende Bücher der Autoren. Das Beste: die enthaltenen Ratschläge funktionieren wirklich.
Als Ergänzung zu diesem Buch empfehle ich: Dieter Schwartz (1999). Vernunft und Emotion.
Insgesamt sehr empfehlenswert!
11 Kommentar| 203 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. September 2006
Dieses Selbsthilfebuch ist wirkich ein wunderbares Werk. Man kann es als Querschnitt, der anderen Arbeiten von Rolf Merkle sehen. Weit verbreitete Probleme wie Eifersucht, Depressionen, Ängste oder mangelndes Selbstbewußtsein u.v.m. werden angesprochen. Zu fast jedem Problem gibt es noch ein Einzelwerk, aber hier kommen sie alle zusammen. Dieses Buch ermöglicht einen leichten Einstieg und man kann sich bei Bedarf auch noch in die ausführlicheren Ratgeber einarbeiten.
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am 25. Juli 2010
Bevor man dieses Buch kauft, sollte man sich ggf. erst mal mit den Autoren bzw. deren Verlag befassen. Auf der entsprechenden Internetseite erhält man bereits viele Infos, wie psychische Erkrankungen dort gesehen und nach deren Meinung erfolgreich behandelt werden. Da steckt schon eine gewaltige Maschinerie dahinter, wenn man all die angebotenen Artikel sieht. Das sollte aber jeder selbst beurteilen bzw. ist ja auch nicht Gegenstand dieser Bewertung.

Die Autoren dürften glühende Verfechter der Verhaltenstherapie sein und demzufolge findet man in diesem Buch Methoden und Techniken derselben. Daran ist zunächst mal nichts Bedenkliches, nachdenklich wird man jedoch, wenn buchstäblich alle psychische Beschwerden, Gedanken und Gefühle mit dem "ABC der Gefühle" (Situation/Bewertung/Gefühl) erklärt und beseitigt werden sollen. Diese Geradlinigkeit bezüglich Analyse und Lösungen von psychischen Beschwerden hat dann doch einen recht simplen Charakter, so dass er aus vielerlei Gründen schnell auffliegen kann. Man kann es aber auch nehmen wie es ist: Da es sich um schlichte Erklärungen und Methoden handelt, wendet man es halt für die ebenso schlichten Probleme - zum Beispiel auf der Ebene der Fallbeispiele des Buches - an. Bei wirklich schwereren Problemen könnten sich dagegen einige Fragezeichen ergeben.

Ein vermeintlicher Leitsatz des Buches ist: "Nicht die Dinge beunruhigen den Menschen, sondern ihre Meinung über die Dinge." Ergo fühlt man, wie man denkt. Dieser Glaube hat partiell bestimmt seine Berechtigung, hört sich auch logisch an, aber was ist mit den Gefühlen, die man ohne besondere Gedanken hat, was mit den Gefühlen, die Gedanken erst in Gang setzen? Was ist mit Situationen, die wirklich mies sind? Bin ich dann ein "Falschdenker", weil ich negative Gedanken dazu habe? Letztlich wird einem erklärt, dass negatives Denken gewissermaßen falsches Denken ist, also eine Art Defekt in unserer Bewertung, den es zu beheben gilt. Und würde man tatsachenorientiert und gesund Denken, hätte man auch keine schlechten Gefühle mehr. Hieraus ergibt sich also, wer aufgrund seiner Gefühlslage psychische Beschwerden hat, hat falsche Meinungen über Dinge und denkt daher auch falsch. Ein recht einsilbiger Lösungsansatz und bezüglich der Annehmbarkeit der Heilmethode eine Gemütsfrage. Ob es nicht auch mal Sinn macht die Gefühle, statt nur die Bewertungen, auf den Prüfstand zu setzen und was man mit ihnen macht, wird nicht thematisiert. Es gilt durch Gedankenwandel die Gefühle zu beeinflussen, komme was wolle.

Unter anderem wird erläutert wie man negatives und gesundes Denken erkennt. Das Gesunde Denken kann man als eine Abwandlung des inzwischen etwas verruchten Positiven Denkens sehen. Der Unterschied ist, dass man jetzt nicht mehr - wie beim positiven Denken - alles super finden muss oder auf Teufel komm raus, was Gutes entdecken soll, sondern sich fragen soll, entsprechen meine Gedanken den Tatsachen und helfen meine Gedanken mir, mich so zu fühlen, wie ich möchte? Falls nicht, dann sagt man sich innerlich Stopp und hört mit diesen Gedanken auf. Wie es dann weitergeht, bleibt ein bisschen offen. Empfohlen wird, an diese Stelle einen realistischen Gedanken zu setzen, was aber wiederum schwer sein dürfte, wenn die unangenehmen Gedanken ausnahmsweise doch mal den Tatsachen entsprechen. Die tatsächliche funktionierende Wirkung des berühmten "Gedanken-Stopps" wäre in diesem Zusammenhang dann auch mal interessant. Es hat schon was provozierendes, wenn einem empfohlen wird, wo man sich gerade um Kopf und Kragen denkt, einfach mal Stopp zu sagen. Wer das wirklich kann, hat in der Regel nichts mit teufelskreisenden, quälenden Gedanken zu tun. Eine Methode also, die begeisternd anzunehmen, dann auch wieder eine Gemütsfrage sein dürfte.

Neben der kargen Schulung im Umlernen von negative auf gesunde Gedanken, ein paar minimalen Hinweisen auf das Zusammenspiel zwischen Körper und Seele sowie einem Ausflug zum Thema Vorstellungskraft, geht das Buch noch auf die Themen Minderwertigkeitsgefühle, Ängste, Panikattacken, Schuldgefühle, Depressionen, Selbstbewusstsein, Partnerschaft, Eifersucht, Spaß am Sex sowie Ärger und Gelassenheit ein. Man hätte zu allem was bemerken können, aber dies ginge dann doch über das Ziel hinaus. Auf jeden Fall handelt es sich um einen wahrhaft hohen Anspruch für ein einziges Buch, all diese Themen gut zu behandeln. Hierbei muss man bedenken, dass der Verlag annähernd für alle Probleme ein Buch hat und sich in diesem eine Art Zusammenfassung befindet. Aber Achtung: Wenn man bezüglich Analyse und Lösung nur einen Ansatz hat und die dazugehörigen Methoden als allgemeingültig anerkennt, kann beim Schreiben vieler Bücher natürlich passieren, dass man lediglich die Buchtitel, nicht die Inhalte austauscht.

Fazit: Wenn man z. B. daran glaubt, dass man sein Minderwertigkeitsgefühl reduziert, weil man sich 30 Tage am Stück aufbauende Worte vor dem Spiegel sagt, dass man nur vermeintlich richtig denken lernen müsse, damit es auch mit den Gefühlen klappt und wenn man nichts gegen allzu häufige vielleicht nett gemeinte, aber doch recht triviale Hinweise und Ratschläge hat, dann sollte man sich für dieses Exemplar ggf. einen Platz im Regal reservieren. Will man seine Gefühle - so ja der Titel -aber wirklich verstehen und daraus was lernen, erwartet man von einem Fachbuch vielleicht noch einen geringen intellektuellen Anspruch und hat schlichtweg ein Gemütsproblem mit allzu simplen verhaltenstherapeutischen Methoden, dann hat man mit diesem Buch nichts gewonnen, außer der Erkenntnis, dass man es sich hätte sparen können.

Jetzt kann man natürlich sagen, dass dieses Buch ja auch mehr ein Ratgeber fürs Leben ist, und wenn es wirklich schlimmer um einen steht, dann benötigt man eine Therapie und sollte sich nicht auf ein Buch verlassen. Richtig, aus diesem Grund verweisen die Autoren ja auf noch mehr Ratgeber aus ihrem Verlag sowie einige Internetseiten, wo man dann jede Menge Adressen von Verhaltenstherapeuten findet, was im Übrigen suggeriert, dass nur die Verhaltenstherapie das Mittel der Wahl ist. Falsch ist aber, dass es sich hier nur um einen vermeintlich saloppen Lebensratgeber für Leser mit ein paar üblichen Problemen handelt, die sich daher etwas mit Psychologie befassen wollen und scheinbar mit dem Werk auch zumindest kurzfristig zufrieden sind. Die ebenfalls ausgemachte Zielgruppe ist eine, die unter ihren seelischen Beschwerden leidet und die nach Hilfe sucht. Insofern geht es hier nicht nur um eine Leserschaft, die sich gerade mal für ein Thema interessiert, sondern aufgrund der eigenen Situation einen gewissen Druck verspürt, nach Rat und Hilfe sucht und dementsprechende Hoffnungen und Erwartungen hat. In diesem Zusammenhang und auch aufgrund der Anpreisung und Versprechungen solcher Bücher, geht es hier nicht nur um die Bewertung gut oder schlecht, sondern auch um die Frage, hilft es mir weiter oder nicht. Vor diesem Hintergrund entsteht zwangsläufig eine ganz andere Verantwortung beim Autor.
77 Kommentare| 221 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Februar 2006
Eigentlich hat mich zuerst abgeschreckt, dass das Buch von Psychologen verfasst wurde, da ich diese oft nur als ewige Besserwisser erlebt habe, die nur an ihre eigene Therapie glaubten und an sonst nichts. Hier jedoch ist der Stil sehr menschlich und man bekommt psychologisches Wissen sozusagen wie von einer guten Freundin vermittelt. Gleichzeitig hatte ich beim Lesen das Gefühl, mir wird zugetraut, dass ich mich selbst verändern kann und meine Probleme meistere. Dieses Gefühl wird vom ersten bis letzten Satz vermittelt. Für Menschen, die sich wirklich ändern wollen und eine Kämpfernatur haben, sind alle Kapitel überaus hilfreich. Mir jedenfalls hat das Buch schon zweimal in entscheidenen aber zugleich schweren Situationen in meinem Leben geholfen und steht stets griffbereit im Bücherregal.
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am 9. Januar 2006
Das Buch trifft den Nagel auf den Kopf. Es ist leicht verständlich und ohne dieses Fach-Chinesisch. Ich fühlte mich sehr oft angesprochen und es tat sehr gut, erklärt zu bekommen, woher Vieles kommt, z.B. dass Gefühle durch die eigenen Gedanken kommen (ich dachte oft, die haben mit mir nichts zu tun und kommen von ausserhalb)und wodurch negative Gedanken und Ängste entstehen. Die Erklärungen anhand von Beispielen sind absolut treffend und sehr einleuchtend. Dieses Buch gehört mit zu den besten Büchern, die ich bisher über Psychologie gelesen habe und ich habe viele gelesen. Großes Lob an Frau Dr. Doris Wolf und Herrn Dr. Rolf Merkle
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am 5. Februar 2005
"Mach mehr aus deinem Leben..." mit dieser Einstellung habe ich mir dieses Buch gekauft und ich kann nur sagen, es ist einfach super-mega-oberklasse! Seit ich es das erste mal in die Hand genommen habe, lege ich es nicht mehr weg. Sofort habe ich mir auch all die anderen Bücher des Autors R. Merkle gekauft. Auch diese sind weltklasse. Ich bin einfach nur begeistert und kann allen raten, in diese Bücher reinzuschnuppern, auch wenn man der Meinung ist, recht gut im Leben zurecht zu kommen (dies war auch meine Einstellung). Doch von Zeile zu Zeile wird einem mehr bewusst, dass man noch so viele Verhaltensweisen ändern und verbessern kann. Man kann einfach noch so vieles lernen um das Leben noch lebenswerter zu gestalten!
Alle Bücher sind zudem sehr verständlich und "einfach" geschrieben. Man(n) und auch Frau fühlt sich wirklich rundum angesprochen.
Ich bin fasziniert :-)))
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am 31. Juli 2009
Bereits bei der Lektüre des 1. Kapitels habe ich aufgrund der Behauptung WIR WERDEN NICHT ALS ÄNGSTLICHE ODER ÄRGERLICHE MENSCHEN GEBOREN gestutzt. Inzwischen ist hinlänglich bewiesen, dass das Temperament und damit z. B. Risikobereitschaft oder Ängstlichkeit sehr wohl angeboren sind, auch wenn die Charakterbildung und das Verhalten wesentlich durch die Lebenssituation (Familie, Freunde, Lehrer etc.) beeinflusst werden.

Was das Buch aber unglaubwürdig macht, ist die Anhäufung von Widersprüchen und haltlosen Aussagen. Auf Seite 27 wird klargestellt, dass gesundes Denken immer auf Tatsachen beruht. Dann wird klargestellt bzw. unterstellt, dass der Leser nicht in der Lage ist, nach Tatsachen zu urteilen. Um dies zu bekräftigen, wird das Wort "immer" eingesetzt, was an anderer Stelle von den Autoren als eines der Killerwörter bezeichnet wird, die man nach Möglichkeit bei der Beurteilung einer Verhaltensweise niemals verwenden sollte.

ZITAT: "Es ist immer Ihre Sicht der Dinge, mit der Sie sich in Schwierigkeiten bringen. Würden Sie die Dinge immer so sehen, wie sie sind, dann hätten Sie keine Probleme."

Demnach sind die Autoren im Gegensatz zum Leser und zu allen anderen Menschen sehr wohl in der Lage, die Dinge genau so zu sehen, wie sie sind, obwohl sie nicht einmal die Lebensumstände kennen. Das hat mehr mit Hellseherei als mit Psychologie zu tun.

Die seherischen Fähigkeiten sind mir auch im Kapitel über Partnerschaft und Sex aufgefallen. Dort heißt es u. a. "Ihr Partner kann Ihnen die Lust am Sex nicht nehmen." Woher wissen die Autoren das? Kennen sie den Partner des Lesers? Wissen sie, ob die Partner übel riechen, pervers oder gewalttätig sind? Ist der Betroffene auch dann selbst dafür verantwortlich, dass er darauf keine Lust hat?

ZITAT: "Wenn Ihr Partner nicht auf Ihre Forderungen eingeht, dann ist es nicht seine Schuld, wenn Sie unglücklich sind."

Gilt das auch für die Forderung, das monatliche Familieneinkommen nicht im Casino zu verspielen oder in Alkohol zu investieren?

Ich kann mir nur vorstellen, dass der Buchtitel falsch gewählt ist. Es geht nicht darum, tatsächliche Probleme zu bewältigen, sondern Menschen mit Befindlichkeitsstörungen wachzurütteln oder gesundzubeten. Nur so sind auch die Beispieldialoge zwischen Therapeut und Klient nachzuvollziehen. Die Klienten bilden sich allesamt nur ein, hässlich, unfähig oder ungeliebt zu sein, was der Therapeut Ihnen in einem relativ kurzen Gespräch nachweist.

Die logische Inkonsistenz zieht sich durch das ganze Buch. Nachdem also bereits eingangs klargestellt wurde, dass gesundes Denken immer auf Tatsachen beruht, wird der Leser später wiederholt aufgefordert, sich als Teil der Selbst-Therapie Dinge einzureden, die keinesfalls nachweisbar oder sogar unwahrscheinlich sind und somit eigentlich ungesundes Denken darstellen müssten.

ZITATE: "Ich kann neue Freundinnen finden."

"...so weiß ich doch eines gewiss: Nichts kann so schlimm sein, dass ich damit nicht fertig werde. ... Die Menschen, denen ich heute begegnen werde, sind für mich ungefährlich. ... Es ist bedauerlich einen Fehler zu machen, aber bestimmt keine Katastrophe. ... Ich habe die Chance diesen Tag zu einem schönen Tag für mich zu machen."

Die Aussagen in Kapitel 13 sind (natürlich aus meiner Sicht!) teilweise unverantwortlich.

ZITAT: "Andere Menschen haben ein Recht, das zu tun und zu sagen, was sie möchten, auch wenn sie mir damit Unrecht tun."
(Anmerkung: Rolf Merkle hat auch ein Buch mit dem Titel LASS DIR NICHT ALLES GEFALLEN geschrieben!)

ZITAT: "Es ist der Diktator in Ihnen, der anderen das Recht abspricht, so zu denken, fühlen und handeln, wie sie es tun. ... Warum dürfen andere Menschen nichts tun, was Ihnen schadet, was sie nicht verdient haben, was ungerecht ist?"
Eine derartige Fragestellung kann ich nur bei Kindergartenkindern akzeptieren, aber selbst diese haben in den meisten Fällen bereits ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, wie in einigen Versuchen eindrucksvoll nachgewiesen wurde. Von einem Erwachsenen darf eine solche Fragestellung keinesfalls erfolgen (auch nicht als Provokation im Rahmen eines sokratischen Dialoges), da die Antwort jedem Menschen mit Verantwortungsbewusstsein sich selbst und anderen gegenüber klar sein müsste. Grundsätzlich hat niemand das Recht einem Mitmenschen Schaden zuzufügen, da eine Missachtung dieser ethischen Forderung zu Leid für das Individuum oder Chaos für die Menschheit führen kann.
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am 26. November 2004
Rolf Merkle ist einer der bekanntesten Autoren auf seinem Fachgebiet und das wohl zu Recht. In schlichter Sprache wird die über 2000 Jahre alte Erkenntnis, dass Tatsachen nicht gut oder schlecht sind, sondern unsere Gedanken sie dazu machen, auf therapeutisch-pädagogische Weise verpackt und dem Rat Suchenden näher gebracht. Dabei distanziert sich Merkle dankenswerter Weise eindeutig vom psychoanalytischen Geschwafel und votiert eindeutig für den verhaltenstherapeutischen Ansatz.
Das ganze ist praktisch und lebensnah geschrieben und erfasst die verschiedensten Problemgebiete auf einen Streich - wie Minderwertigkeitsgefühle, Depressionen, Partnerschaftsprobleme usw.
Damit erspart es u. U. die Lektüre der Bücher für die Teilbereiche. Im Gegensatz zu vielen anderen Werken wird der ja prinzipiell doch immer gleiche Ansatz nicht allzu langweilig verpackt. Das ganze kommt lebendig und praktisch daher. Jedem, der Probleme in einem der angesagten Bereiche hat, zu empfehlen.
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