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Die schwarzen Ränder der Glut: Roman
Format: Gebundene AusgabeÄndern
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. September 2003
Unmittelbar vor der Pensionierung stehend erhält Kommissar Berndorf die Nachricht vom Selbstmord eines ehemaligen Kollegen. Erinnerungen an einen misslungenen Einsatz vor knapp 30 Jahren, bei dem ein Unschuldiger getötet wurde, werden geweckt. Das Suizidopfer schien noch immer den Anrufer zu suchen, der damals die Polizei auf eine falsche Fährte lockte. Berndorf fängt noch einmal Feuer und nimmt die Fährte auf. Währenddessen stirbt nahe Ulm der Leiter eines geheimnisvollen Instituts. Es zeigt sich, dass eine Person bei beiden Fällen als Randfigur auftritt. Ebenfalls spielt der deutsche Geheimdienst und seine Operationen am Rande der Legalität eine Rolle in diesem Roman.
Gerade die ersten 50 Seiten verlangen vom Leser viel Konzentration und Aufmerksamkeit. Viele Schnitte, Wechsel der Handlungsschauplätze, verschiedene Figuren, noch kein roter Faden erkennbar. Dann aber führt der Autor sehr schnell und souverän die einzelnen Handlungsstränge zusammen. Im weiteren macht es besonderen Spaß, die bestens gelungenen Gespräche der handelnden Personen nachzulesen. Auch Actionsequenzen sind in hinreichender Anzahl zu finden.
Ritzels Sprache ist gut verständlich und lesbar, ohne dabei einfach oder gar reißerisch zu wirken. Das kritische Thema des Romans, die Verstrickung der Geheimdienste in Terror- und Verbrechensorganisationen vor dem Hintergrund eines Verbotsantrages einer rechten Partei, war bei Veröffentlichung hochaktuell. Für die Aufarbeitung und Recherchearbeit ist Ritzel zu loben. Ein Werk mit erzählerischen Stärken, kompliziertem Auftakt und leider einem auf den letzten 30 Seiten inhaltlich abflachenden Finale. Ritzels Bücher kann man aufgrund der mit wenigen, simplen Wörtern hervorragend vermittelten Atmosphäre mit Begeisterung lesen. Ein guter, aber eben kein hervorragender Kriminalroman.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Dezember 2005
Im Juni 1972 wird in Mannheim die Landeszentralbank überfallen. Die Polizei bekommt anonym einen Tipp, wo auch eine Silberkette erwähnt wird. Bei der darauffolgenden Festnahme wird die Person erschossen, die sich als unschuldig herausstellt. Befehlshabender damals war Kommissar Berndorf.
Als er jetzt (altersbedingt) seine Entlassungsurkunde bekommen soll, erfährt er, daß sich der Schütze von damals umgebracht und ihm einen Abeschiedsbrief hinterlassen hat, wo wieder auf diese Silberkette hingewiesen wird.
Bei der Aufklärung des Falles von damals (daß fühlt er sich dem Toten schuldig), kehrt Berndorf an die Orte seiner Vergangenheit zurück und trifft die zur damaligen Zeit beteiligten "68er".
Es ist erstens eine spannende Handlung, zweitens wunderbar beschrieben, wie sich die Welt von damals verändert hat und was aus den Protagonisten geworden ist und drittens ein wirklich klasse Erzählstil von Ritzel. Schon wie er die Stränge und Personen wie im Film rasend miteinander verwebt.
Wirklich nur zu empfehlen!!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
HALL OF FAMEam 18. Oktober 2003
Nach "Der Schatten des Schwans" (btb 72800) und "Schwemmholz" (btb 72810) liegt mit "Die schwarzen Ränder der Glut" (btb 73010) der dritte Roman Ulrich Ritzels vor, in dem - gleich am Anfang - der Kriminalhauptkommissar Berndorf, Leiter des Dezernats 1 der Ulmer Kriminalpolizei, pensioniert wird. Doch den Ruhestand kann er nicht eine Sekunde genießen, denn noch bei der Vorbereitung der Abschiedsfeier erfährt er, daß ein früherer Kollege, Wilhelm Troppau, Selbstmord begangen hat und einen an Berndorf gerichteten Abschiedsbrief hinterlassen hat. Damit hat Berndorf seine Heidelberger Vergangenheit eingeholt: 1972, im heißen RAF-Sommer, erhielt die Polizei nach einem Banküberfall, der möglicherweise der Finanzierung der RAF hätte dienen können, einen anonymen Hinweis. Eine Polizeitruppe umstellte das Haus des Verdächtigen. Troppau und Berndorf drangen in die Wohnung ein, ein hypernervöser Troppau erschoß den in der Wohnung befindlichen Mann - einen Iren, der sich als unschuldig herausstellte. Der Banküberfall wurde nie geklärt. Nach dem Telefonanruf - 30 Jahre später - fährt Berndorf wieder nach Heidelberg, liest den Abschiedsbrief und führt sich vom toten Troppau aufgefordert, herauszufinden, wer sie damals zu einem Umschuldigen gelockt hatte und wie das ganze mit dem Banküberfall zusammenhängt. Berndorf macht sich nun daran, die Lebenswege der damals involvierten Personen zu recherchieren und herauszufinden, welche Rolle sie wirklich damals gespielt haben. Dabei kommt er darauf, daß einige, die vorgegeben haben, so zu sein, anders waren. Auf 413 spannenden Seiten findet Berndorf heraus, was damals geschah. Nunmehr kann man nur gespannt warten, was der pensionierte Kriminalhauptkommissar so machen wird, damit ihm der Tag nicht lang wird.
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am 26. März 2015
Habe nach dem 1.Drittel aufgehört, das Buch zu lesen, da der Schreibstil m.E. mehr als anstrengend ist (Gedankensprünge innerhalb von Absätzen, Stakkatostil wechselt ab mit enorm verschachtelten Sätzen). Weiters sind viele Anspielungen/Hinweise nur für bundesdeutsche Leser verständlich bzw. interpretierbar - und nicht zuletzt, habe ich keinerlei Spannungsaufbau bzw. Handlungsfaden entdecken können.
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am 4. Mai 2015
Mich hat der Schreibstil extrem genervt. Da mich interessiert hat, wie die Geschichte ausgeht, habe ich mich durch den ersten Band gequält. Den zweiten werde ich sicher nicht lesen.
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am 9. August 2015
Gefällt mir sehr gut.
P.S. Ich schreibe diese Bewertung nur weil Amazon den "Gehört mir" Knopf in der Wunschliste abgeschafft hat.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2008
Ein depressiver Expolizist erhängt sich in seiner Wohnung. Grund seiner Depressionen ist, dass er 1972 einen Unschuldigen erschossen hat. Dem Polizisten, der den verhängnisvollen Einsatz geleitet hat, Kommissar Berndorf, hinterlässt er einen Abschiedsbrief. Berndorf will aus Schuldgefühlen die Ereignisse, die im Zusammenhang mit dem Einsatz standen aufarbeiten. Mit 30 Jahren Abstand erzählen die Beteiligten Berndorf von einem Banküberfall, einer Gruppe von junge Leute voller Ideale - von der Befreiung des Proletariats bis zur freien Liebe - sowie jeder Menge enttäuschten Gefühlen. Im zweiten Hauphandlungsstrang wird von deutschen Rechtsradikalen ein Anschlag auf den Bundeskanzler und den französischen Präsidenten geplant. Die Protagonisten aus dem Jahr 1972 sind auch bei diesmal wieder beteiligt. Am Ende hat Berndorf den Anschlag verhindert und auch was im Jahr 1972 geschah ist aufgedeckt.
Besonders gefesselt hat mich zu lesen, was aus den 68ern geworden ist. Aus jungen Leuten voller Pläne und Ideale wurden Professoren, Lehrer, Journalisten oder Lebenskünstler und sie alle erzählen aus ihrer Sicht vom damals und von heute. Durch die zahlreichen Nebenhandlungen werden die Figuren richtig lebendig und glaubwürdig. Allerdings konnte ich mit dem zweiten Handlungsstrang nur bedingt etwas anfangen. Der Autor erzählt eine übele Räuberpistole die mit einem in letzter Minute verhinderten Attentat und einer Schießerei zwischen Verfassungsschutz und Polizei endet.
Fazit: Trotz der Schwächen beim zweiten Handlungsstrang ein klasse Krimi für den es von mir 4,5 Sterne, also 5 Sterne gibt.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juli 2003
Komplex sind ja alle bisherigen Ritzel-Berndorf-Krimis gewesen: Unheimlich viele Namen tauchen da auf und man verliert leicht den Überblick. Trotzdem hat sich auch dieser Krimi gelohnt - ohne Frage einer der besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Und das obwohl mich Krimis inzwischen eigentlich langweilen und ich einen großen Bogen um sie mache. Den nächsten Ritzel werde ich mir aber auf jeden Fall wieder kaufen!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Juli 2003
Den Anfang des Buchs fand ich sehr schleppend, dann war es wieder gut und spannend. Die anderen Krimis der Reihe haben mir besser gefallen. Dieses Buch ist überdurchschnittlich, vielleicht aber auch ein bißchen zu komplex, um ein herausragendes Buch zu sein. Das Lesen hat sich in jedem Fall gelohnt.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Januar 2011
Wer deutschen Schwermut mag und auch gesellschaftkritischen Backround bei einem Krimi, wird Ritzels Bücher liebend gern lesen und auch die eine oder andere verwirrende Handlung im Buch verzeihen.
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