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5.0 von 5 Sternen kompakt, scharf beobachtet, gut geschrieben
Schwemmholz ist Ritzels zweiter Krimi (nach: "Der Schatten des Schwans" und vor "Die schwarzen Ränder der Glut erschienen"). Ich kannte den Autor bisher nicht, habe das Buch in einer Buchhandlung gesehen; auf der broschierten Ausgabe wird vorne darauf hingewiesen, dass der Roman mit dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, auf der Rückseite befindet sich...
Veröffentlicht am 23. Juli 2003 von Henning Kolf

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend ja, aber auch konventionell und übertrieben
Die Seitenhiebe auf die "Regierungspartei" des Landes, in dem die Handlung spielt, auf das Nachbarland und die Nachbarstadt auf dem anderen Ufer der Donau, auf korrupte Politiker, Baulöwen und die Behinderung polizeilicher Ermittlungen durch lokalpolitische Intrigen machen ein Buch noch nicht zu einem gesellschaftskritischen. Im Gegenteil muss ich sagen, dass mir...
Veröffentlicht am 5. September 2008 von Lothar Müller-Güldemeister


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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen kompakt, scharf beobachtet, gut geschrieben, 23. Juli 2003
Von 
Henning Kolf (Mecklenburg-Vorpommern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schwemmholz: Roman (Taschenbuch)
Schwemmholz ist Ritzels zweiter Krimi (nach: "Der Schatten des Schwans" und vor "Die schwarzen Ränder der Glut erschienen"). Ich kannte den Autor bisher nicht, habe das Buch in einer Buchhandlung gesehen; auf der broschierten Ausgabe wird vorne darauf hingewiesen, dass der Roman mit dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, auf der Rückseite befindet sich die Bemerkung, Ritzel sei der Hoffnungsträger des deutschen Kriminalromans. Das macht natürlich neugierig, so dass ich das Buch mit einigen Erwartungen erworben habe.

Gleich vorweg: Das Lob ist ohne Abstriche verdient.
Ausgehend von einem Brandanschlag auf einen Wohncontainer, bei dem man zunächst von einem rechtsradikalen Hintergrund ausgeht, wird zunächst eine Fährte in Richtung der italienischen Mafia ausgelegt, bevor der Leser schließlich stückweise in den Sumpf des Kampfes um kommunale Großaufträge und Ulmer Filz hineingeführt wird, wobei es gleich mehrere Todesfälle, eine Entführung und eine Vergewaltigung gibt. Dabei beruht der Erzählstoff auf einer durchaus komplizierten und vielschichtigen Konstruktion. Faszinierend ist, wie es dem Autor gelingt, die Handlungsstränge zu verbinden, ohne dass man das Gefühl hat, hier wirke etwas realitätsfern oder der Autor hätte den Überblick verloren; überaus gelungen auch die Beschreibung, wie es der Hauptperson, Komissar Berndorf, der bei den Ermittlungen selbst in Lebensgefahr gerät und seiner Assistentin Tamar Wegenast gelingt, das Puzzle zusammenzufügen.
Ritzel ist gelernter Journalist, was man dem Buch in uneingeschränkt positiver Art auch anmerkt: scharf beobachtet, prägnant und stark verdichtet geschrieben ohne langatmige Nebensächlichkeiten (für ein Drehbuch bzw. eine Verfilmung bestens geeignet), wobei es wundersamerweise trotzdem gelingt, nicht nur den Hauptpersonen, sondern auch den zahlreichen anderen Charakteren Individualität zu geben und ihnen Leben einzuhauchen. Schade nur, dass der melancholische, teils bissige Berndorf keine Lust mehr auf seinen Beruf hat und an die sechzig ist, so dass absehbar ist, dass Ritzel wohl nicht beabsichtigt, noch viele Bücher mit ihm als Hauptperson zu schreiben.
Ein kleiner Kritikpunkt (ändert aber nichts an der Höchstnote) bezüglich der broschierten Ausgabe: Soweit es hier auf der Amazon-Seite heißt, in der gebundenen Ausgabe befinde sich eine "Besetzungsliste", wäre dies für die broschierte Ausgabe ebenfalls wünschenswert. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und könnte mir vorstellen, dass man dann, wenn man gezwungen ist, den Roman häppchenweise zu genießen, jedenfalls was Nebenfiguren betrifft, das Gedächnis ganz schön strapazieren muss.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fesselnd - mit kleinen Kunstfehlern, 13. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schwemmholz (Gebundene Ausgabe)
Ulrich Ritzels zweiter Kriminalroman um Kommissar Berndorf und seine Assistentin Tamar kommt zunächst etwas schwer in die Gänge, was bei einem Krimi nicht unbedingt schlecht sein muss. Mit jeder Seite aber, die uns Ulrich Ritzel weiter in die Abgründe aus Baulöwen, Jungunternehmern, Staatspartei und Mafia führt, entsteht ein höchst realitätsnahes Bild vor dem inneren Auge des Lesers und fesselt ihn zusehends. Ritzel versteht es vorzüglich, zunächst völlig unzusammenhängend erscheinende Handlungsstränge zu einer am Ende kaum mehr erträglichen Spannung zu verknoten und den Leser so zu zwingen, sich durch das aufgestaute "Schwemmholz" an Verbrechen, Intrigen und Stümperei Seite um Seite durchzukämpfen - bis zum Ende... Äußerst gelungen ist Ulrich Ritzel hier die Verknüpfung des im Titel genannten "Schwemmholzes" mit der Haupthandlung des Krimis - denn die Figuren erscheinen ausnahmslos alle, auch Berndorf, als irgendwo entwurzelt, weggespült und an anderer Stelle angeschwemmt. Fast noch faszinierender ist aber die Nebenhandlung, in der das Wetter die Hauptrolle spielt, das Ritzel sich zur faszinierenden Kulisse mit Regengüssen, Überschwemmungen etc. für seine Protagonisten auserwählt hat, und das ebenfalls für "Schwemmholz" sorgt. Eigentlich nicht erwähnt werden muss die - auch für einen ortskundigen Leser aus der Umgebung Ulms - exzellente Ansiedlung der Handlung im Raum Ulm - Oberschwaben, sowohl was Lokalkolorit als auch Landschaftsbeschreibungen angeht. Manche Figuren, etwa der alte Bauer Vochezer, sind so treffend beschrieben, dass man sich fragt, ob man ihnen nicht schon einmal irgendwo begegnet ist. Eine Schwachstelle hat der Roman jedoch: Ulrich Ritzel lässt etwas zu häufig den "deus ex macchina" in die Handlung eingreifen und Berndorf und seinen Kollegen den ein oder anderen Hinweis doch recht konstruiert zukommen: Die Frau, die mit Berndorf ein Krankenzimmer teilt, das Taschentuch eines Vermissten, das Berndorf zufällig in die Hände gerät - auch ohne diese "Kunstfehler" hätte der Krimi funktioniert. Doch anders als in der Medizin beeinträchtigen sie nicht das Ganze, sondern bleiben kleine Zweiglein im aufgetürmten Schwemmholz... Ulrich Ritzel, von Haus aus Gerichtsreporter der in Ulm erscheinenden "Südwest Presse" (und als solcher vielleicht identisch mit dem "Tagblatt"-Reporter Frentzel)hat mit diesem Buch bewiesen, dass es den deutschen Krimi noch gibt, und dass nicht alles nach Donna Leon oder Henning Mankell klingen muss, um gut zu sein. Insofern hat er mit "Schwemmholz" einen Stil gefunden, der durchaus Zukunft hat und prägend auf das gesamte Genre sein könnte: Einer der wichtigsten Krimis der letzten Jahre.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "LEICHENZERSTÜCKELN", 1. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Schwemmholz (Gebundene Ausgabe)
Im Herbst 1998 wird ein Brandanschlag auf einen Wohncontainer einer italienischen Baufirma in Ulm verübt und ein italienischer Arbeiter schwerst verletzt. Die Presse vermutet hinter diesem Anschlag die Neonazi- Szene. Als der vom Gericht freigesprochene Skinhead kurz darauf tot vor das Landesgerichtsgebäude gelegt wird, scheint es, als hätte sich die Mafia gerächt. Einige Tage darauf wird auf Kommissar Berndorf, den Leiter der Ermittlungen, ein Attentat verübt, das er durch Glück überlebt. Auf Grund dieser Geschehnisse flüchtet Berndorf samt gebrochenen Bein zu seiner Lebensgefährtin nach Berlin und vertreibt sich die Zeit mit Aphorismen von "Georg Christoph Lichtenberg", seinem Lieblingsautor. Obwohl Berndorf um vorzeitige Pensionierung angesucht hatte, zieht es ihn nochmals zurück ins Ulmer Geschehen, wo er gemeinsam mit seiner Kollegin,der lesbischen Kommissarin Tamar Wegenast, gegen die Ulmer "High Society" ermittelt. Denn auch dort liegen Leichen im Keller vergraben.....
Von falschen Fährten legen, Mafia, Erpressung bis hin zu Mord samt dazugehörigem "Leichenzer- stückeln" und im Keller einmauern ist in "Schwemmholz" alles enthalten. Im Krimi kommen des öfteren Schauplatzwechsel vor. Ebenso bedarf es der ganzen Aufmerksamkeit beim Lesen, da eine große Anzahl an wichtigen Personen vorkommt. Dennoch ist der Krimi ein gut durchdachtes, gesellschaftskritisches Meisterwerk, in dem auch die wahren Begebenheiten wie Hochwasserkatastrophe 1999, Nachrichten im Hintergrund und Lichtenberg- Aphorismen, Goethe oder Brecht Zitate hervorragend verpackt sind. "Schwemmholz" zeichnet sich durch einen dichten Handlungsablauf und einige Zufälle, die jedoch nicht unrealistisch wirken, aus.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kommissar Berndorfs zweiter Fall, 17. November 2002
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schwemmholz: Roman (Taschenbuch)
"Schwemmholz" (btb 72801 - Erstauflage 2000) ist nach "Der Schatten des Schwans" (btb 72800 - Erstauflage 1999) das zweite Buch Ulrich Ritzels mit dem in Ulm und Umgebung ermittelnden Kommissar Berndorf. Wie der Debutroman ist auch sein Nachfolger glänzend geschrieben und darüberhinaus - zu Recht - mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet worden. Diesmal müssen Kommissar Berndorf und seine Assistentin Tamar Wegenast in Hinblick auf die Vergabe von öffentlichen Bauvorhaben und die mafiosen Strukturen der Bauwirtschaft tätig werden: ein Brandanschlag auf den Wohncontainer von Bauarbeitern einer italienischen Firma, die ein Feuerwehrhaus baut, die Ermordung eines wegen dieser Brandstiftung mangels an Beweisen freigesprochenen Skinheads, ein Mordversuch mit dem Lastauto eines Bauunternehmers auf Kommissar Berndorf selbst, ein eingemauerter Toter und ein im Bodensee versenkter Justizbeamter sind die Ingredienzen dieses Stoffes voller Aktualität und Brisanz. Alles in allem 412 Seiten spannende Lektüre. Es wäre schön, wenn es den dritten Roman mit Kommissar Berndorf "Die schwarzen Ränder der Glut" bald als Taschenbuch geben wird.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Krimi!!!, 13. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Schwemmholz: Roman (Taschenbuch)
Großartiges Buch! Geschrieben wie ein Film, d.h. irrsinnig viele Szenen direkt nacheinander mit harten Schnitten usw - könnte man wahrscheinlich direkt als Drehbuch übernehmen. Man muß von Anfang an konzentriert lesen, denn es kommen sehr viele verschiedene Personen vor, aber letztendlich ist dieses Buch der beste Krimi den ich in den letzten Monaten gelesen habe. Auch wenn einiges dann doch sehr konstruiert wirkt - der Kauf hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich werde mir die anderen Bücher vom Autor ebenfalls besorgen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannend ja, aber auch konventionell und übertrieben, 5. September 2008
Von 
Lothar Müller-Güldemeister "Reißwolf" (Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Schwemmholz: Roman (Taschenbuch)
Die Seitenhiebe auf die "Regierungspartei" des Landes, in dem die Handlung spielt, auf das Nachbarland und die Nachbarstadt auf dem anderen Ufer der Donau, auf korrupte Politiker, Baulöwen und die Behinderung polizeilicher Ermittlungen durch lokalpolitische Intrigen machen ein Buch noch nicht zu einem gesellschaftskritischen. Im Gegenteil muss ich sagen, dass mir diese Ausbeutung ernsthafter politischer Anliegen in einem zwar gut geschriebenen, aber ansonsten doch recht konventionellen und trivialen Kriminalroman unangenehm aufstößt. Dadurch, dass sie als Kulisse herhalten müssen, werden sie weniger angeprangert als vielmehr als besondere Formen eines schlitzohrigen Lokalpatriotismus augenzwinkernd verniedlicht.

Also die politischen Anspielungen des Romans kann ich nicht als Vorzug verbuchen. Auch ansonsten führt der Autor die Tricks fort, mit denen er schon in dem Vorgänger-Roman seine Leser versucht hat bei Laune zu halten: ein allwissender Erzähler, der seine Augen überall hat, eine Unzahl von Figuren, Namen, Handlungssträngen, Zufällen und in mundgerechte Happen zerhackten Szenen, was dazu führt, dass er eigentlich keinem der beschriebenen Charaktere wirklich gerecht werden kann. Sie bleiben an der Oberfläche, plakative, eingängige Typen, derer man schon im Fernsehen längst überdrüssig geworden ist. Und dann die üblichen Cliffhanger und ein überflüssiges Showdown mit einem Kidnapping am Schluss. Warum, frage ich mich, misstraut dieser Autor seinen Geschichten und Figuren so, dass er sie durch eine Vielzahl von Nebenfiguren und -handlungen und Übertreibungen ins absolut Unglaubwürdige glaubt ausbauen zu müssen, anstatt eine ruhige, geradlinige Story zu schreiben? Das Zeug dazu hätte er.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krimi um dubiose Machenschaften im Ulmer Baugewerbe, 26. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Schwemmholz (Gebundene Ausgabe)
Kommissar Berndorf von der Ulmer Kripo geht schon auf die 60 zu und träumt vom Ruhestand in einem Häuschen draußen auf dem Land. Nur alter Jazz, Lichtenberg-Bücher und die Telefonate mit seiner Freundin Barbara, Politologie-Professorin im fernen Berlin, trösten ihn noch über den Frust bei seinem Dienst im "Neuen Bau" hinweg. Gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin, der grünäugigen, lesbischen Tamar Wegenast, ermittelt der Kommissar, der wegen seiner bissigen Zunge gerne auch einmal bei den Vorgesetzten und bei den Politikern aneckt, wegen eines Brandanschlags auf einen Wohncontainer italienischer Bauarbeiter. Die Täter werden anfangs in rechtsradikalen Kreisen vermutet. Die von Berndorf festgenommenen Neonazis werden jedoch vom Gericht freigesprochen. Einer der beiden wird kurz nach der Freilassung ermordet. Das Ulmer Kripo-Team findet Spuren, die darauf hindeuten, daß Machtkämpfe Ulmer Bauunternehmer, für die es immer schwerer wird an lukrative Aufträge heranzukommen, hinter den Vorkommnissen stecken könnten. Er dehnt seine Ermittlungen daher aus und dringt damit bis in höchste Ulmer gesellschaftliche Kreise vor, obwohl sein nach dem Posten des Polizeipräsidenten strebender Chef ihn auf politischen Druck hin immer wieder zu bremsen versucht. - Nach dem erfolgreichen Debüt mit "Der Schatten des Schwans" präsentiert Ulrich Ritzel, als ehemaliger Ulmer Chefreporter bestens gesegnet mit örtlichem Herrschaftswissen, mit seinem zweiten Roman um Kommissar Berndorf wieder einen überzeugenden Krimi. Die spannende, aus mehreren Handlungssträngen geschickt verknüpfte Story, ist nahe am Leben und die Hauptfiguren sind, vom sympathischen Kommissar bis zum brutalen Mörder und Vergewaltiger, gut gezeichnet. Empfehlenswert für Leser gesellschaftskritischer Stoffe.
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5.0 von 5 Sternen Untiefen, 30. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Schwemmholz: Roman (Taschenbuch)
*****
Da soll noch jemand behaupten, deutsche Autoren könnten keine Kriminalromane schreiben. Ulrich Ritzel schafft es in Schwemmholz die deutsche Korruption zwischen Bauamt, Wirtschaft und Parteien so plastisch und sogleich spannend darzustellen, dass er den Vergleich mit angelsächsischen Autoren nicht zu scheuen braucht. In Kommissar Berndorf hat Ritzel nicht nur eine bärbeißige Figur erschaffen, die sich nicht abschrecken läßt, er zeigt ihn auch in all seinen menschlichen Schwächen. Um ihn herum, hat Ritzel eine schillernde Gruppe Mitarbeiter wie Tamar Wegenast, bleierner Vorgesetzter und Widersacher aufgebaut, die ein facettenreiches Bild von Ulm und seiner Umgebung bieten. Die genaue Kenntnis dieses Landstrichs trägt die Geschichte, in der zwar auch die Mafia auftaucht, aber eher am Rand als Beweis für die Nöte der heimischen Bauindustrie herangezogen wird. Der Verzicht auf spektakuläre geheime Mächte, die Schilderung des Alltags macht den Charme der Geschichte aus. In einem grenzenlosen Europa schleusen sich halt nicht nur Gewinne ein, die Konkurrenz der Billiglöhne führt den ein oder anderen vom Weg ab. Ritzel gelingt es die trockene Materie von Bauvorschriften, Gesetzesunterwanderungen, Korruption wie menschlichem Versagen Leben einzuhauchen. Er erzählt von gescheiterten Lieben und erzeugt Spannung, indem er immer wieder die Perspektive wechselt und einen im Ungewissen läßt, wie es weitergeht. Wer einen guten deutschen Kriminalroman sucht: Schwemmholz von Ulrich Ritzel.
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5.0 von 5 Sternen Spannender Krimi, made in Germany., 19. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Schwemmholz: Roman (Taschenbuch)
Dass ein Krimi, der mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, nicht unbedingt gut sein muss, hab ich in der Vergangenheit schon feststellen müssen. Bei Schwemmholz von Ulrich Ritzel kann man getrost der Auszeichnung Glauben schenken. Das Buch ist dieses Preises würdig.

Zum Inhalt wurde ja schon alles geschrieben. Ein auf den ersten Blick ausländerfeindlich motivierter Brandanschlag auf einen Wohncontainer einer Baufirma, Verbindungen zur Mafia, Korruption im Ulmer Baudezernat, "Geküngel" zwischen Politik und Wirtschaft, und nicht wenige - auch zerstückelte - Leichen bietet Ritzel auf, um einen spannenden Kriminalfall aus der Ulmer "Provinz" zu erzählen.

Die Hauptakteure kommen allesamt sympathisch und glaubhaft rüber.

Vorneweg Komissar Berndorf und seine Asisstentin Tamar Wegenast.

Die Story ist nachvollziehbar und spannend bis zum Ende.

Und Ritzel beherrscht die deutsche Sprache perfekt.

Kurz ein Buch, dass 5 Sterne und eine uneingeschränkte Kaufempfehlung verdient.
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5.0 von 5 Sternen alles nach Wunsch, 13. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schwemmholz (Gebundene Ausgabe)
alles nach Wunsch

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ich bin sehr zufrieden
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Schwemmholz
Schwemmholz von Ulrich Ritzel (Gebundene Ausgabe - 2000)
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