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am 16. August 2012
Der vom Übersetzer Dr. Peter Finckh neugegründete Verlag Edition Shershir widmet sich nach eigenen Worten «den Übertragungen wichtiger Sufi-Literatur ins Deutsche» und legt hiermit, zusammen mit dem gleichzeitig erschienenen Das versenkte Buch: Ekstatische und weltliche Betrachtungen von Bahauddin, dem Vater von Rumi seine ersten beiden Publikationen vor. Schon die äußere Gestaltung überrascht mit einer schlichten, kühlen und doch hinreißenden Eleganz. Die Bücher der Edition Shershir zeichnen sich durch ein originelles (auf Fotografien mineralischer Muster basierendes) Design aus und werden grundsätzlich nur in gebundener Form produziert. Eine wertvolle Bereicherung der bisher doch allzu überschaubaren Verlagslandschaft im Bereich Sufi-Literatur!
William C. Chittick, wahrlich ein Kenner der Materie, hat schon mehrere Monographien über islamische Mystiker und darunter auch einige über Ibn Arabi veröffentlicht, die als unverzichtbare Standardwerke gelten dürfen. Jedoch macht Chittick keinen Hehl daraus, dass ihn die poetisch-mystischen Seiten von Ibn Arabi weniger interessieren als dessen «rational präzise Beweisführung, die ihn in die Hauptströmung islamischer Gelehrsamkeit einbettet». Die einzelnen Kapitel des vorliegenden (ursprünglich für Nichtspezialisten geschriebenen) Buchs streben nicht an, «eine angemessene Einführung in Ibn Arabis Lehren anzubieten». Vielmehr sollen sie «dem noch unvertrauten Leser [Ibn Arabis] Gedanken vorstellen» bzw. die bereits damit Vertrauten wieder daran erinnern.
In Anbetracht dieser Selbstbeschränkung ist Chittick eine vorzügliche, knapp gefasste und sehr gut verständliche Darstellung gelungen. Geschickt verwendet er auch unmittelbar einige arabische Schlüsselbegriffe wie wujud und haqq, die in sich mehrere Bedeutungsebenen enthalten (und von daher schwer übersetzbar sind). Seine ausführliche Darstellung von deren «Polysemie» macht das schillernd Mehrdimensionale der sufischen Mystik allgemein deutlich. Eine willkommene Auflockerung im diskursiven Verlauf des Textes bieten viele z.T. recht ausführliche Originalzitate aus Ibn Arabis Werken, vorwiegend aus seinem Opus Magnum Futuhat al-Makkiyah. Sie sind unverzichtbar, um den besonderen «Geschmack» (arab. dhawq) seines Denkens zu erfahren, insbesondere im letzten Kapitel «Über die Auslegungen von Gnade», das für die ewig heiklen Fragen nach Paradies und Hölle (und deren Unterschied) höchst überraschende Einsichten liefert. Zitat Ibn Arabi: «Wo sollte es da [in der Hölle] ewig dauerndes Elend geben? Es sei fern von Gott, dass Sein Zorn Vorrang vor Seiner Gnade hat — ist Er doch der Zuverlässige — oder dass Er die Weite Seiner Gnade mit Vorbehalten versieht, nachdem Er sie auf einer allgemeinen Ebene gewährt!»
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